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Lügen und Leben – Interview mit Michael Köhlmeier über seinen neuen Roman „Die Abenteuer des Joel Spazierer“
Joel Spazierer ist ein Lügner und Verbrecher, er hat Charme und eine changierende Identität. Er wird 1949 im stalinistischen Ungarn geboren, flüchtet als Siebenjähriger nach Österreich und wechselt fortan die Länder so schnell wie die Hemden. „Die Abenteuer des Joel Spazierer“ ist nach Michael Köhlmeiers Roman „Abendland“ (2007) sein neuer Versuch, die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts zu erkunden. Ingrid Bertel hat mit dem Autor über das 700 Seiten starke Werk gesprochen.
Existiert in Kritiken / Literatur
Zeitlose Analysen aus der Wiener Moderne – Arthur Schnitzler Tage in Hittisau
„Wir spielen immer – wer es weiß, ist klug“: Unter diesem Titel stand die Auftaktveranstaltung der Arthur Schnitzler Tage im Hittisauer Gasthof Krone am gestrigen Donnerstagabend. Dietmar Nussbaumer, der Wirt der „Krone“, und Gotthard Bilgeri haben dazu Prof. Klaus Gmeiner zurück in seine Vorarlberger Heimat holen können. Mit sichtlichem Vergnügen gestaltete der 80 Jahre alte Regisseur, der aus Schwarzach stammt, das Programm. An seiner Seite: die beiden Schauspieler Johanna Lonsky und Leo Braune. Bis Samstag noch beleuchten die drei Künstler Leben und Werk des Wiener Arztes und Schriftstellers.
Existiert in Kritiken / Literatur
Recht und Glauben - Eine Nachlese zu Carl Lamperts Seligsprechung
„Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“: Ich war dabei, ich war in der Gruppe, die zu Fuß nach Dornbirn ging, zur Seligsprechung Carl Lamperts, auf den Tag genau 67 Jahre nach seiner Hinrichtung im Zuchthaus von Halle an der Saale. Die Predigt von Manfred Scheuer an diesem 13. November 2011 wurde auch ins Zelt am Marktplatz übertragen: Dass sie mit den nüchternen Kant-Worten ausklang, die jeder Gymnasiast kennt und deren praktischen Sinn doch ein ganzes Volk mit wenigen Ausnahmen binnen Kurzem verdrängen und vergessen konnte, hatte ich meinerseits vergessen.
Existiert in Kritiken / Literatur
„Das andere Liechtenstein“ – zur Festgabe „Album für Robert Allgäuer 75“
In schlichter Eleganz prangen die Initialen RA auf dem Cover eines Text- und Bildbands, mit dem vergangenen Oktober der liechtensteinische Verleger und fürstliche Kabinettsdirektor a.D Robert Allgäuer in seinem 75. Lebensjahr überrascht worden ist. Der Geehrte, selbst einst bei mancher Festgabe in Liechtenstein federführend, war beeindruckt und gerührt. In einer Aussendung an die Gratulanten sprach er von einer Benommenheit, die ihn ob dieses Geschenks erfasst habe.
Existiert in Kritiken / Literatur
Flatrate oder Leberkäs?
In ihrem Essay “Musik = Müll” untersuchen Hans Platzgumer und Didi Neidhart jene Marktstrategien, die Musikern zum Verhängnis wurden und Hörern Musik als Müll präsentieren. Ingrid Bertel hat die beiden nach ihren Beobachtungen befragt.
Existiert in Kritiken / Literatur
Foto-Hommage an die Bewohner der Stadt Feldkirch aus der Kameraperspektive von Marc Lins
In einem Feldkirch-Buch, das Alfred Komarek vor drei Jahren gemeinsam mit Nikolaus Walter realisiert hatte, schrieb der aus Bad Aussee stammende Autor und Journalist über die Montfortstadt: „Notorisch lustvolle Grenzgänger leben in dieser Stadt, solche, die gerne aus sich heraustreten und noch viel lieber in sich zurückkehren, die Vielfalt, Gegensätze und Brüche mögen, weil sie sich ihres vertrauten Bezugssystems sicher sein dürfen.“
Existiert in Kritiken / Literatur
Liebe auf den zweiten Blick – Unartproduktion präsentiert ein außergewöhnliches Montafon-Lesebuch
Darf eine Liebeserklärung schonungslos sein? Wie kommt es an, wenn der Liebende Qualitäten rühmt, an denen dem Objekt der Liebe wenig gelegen scheint? Michael Kasper und Andreas Rudigier legen mit ihrem „Montafon-Lesebuch“ eine ungewöhnliche Liebeserklärung an das Tal vor. Postkartenidyll werden die LeserInnen darin nicht finden, keinen Hemingway und kein „Tal der Sterne“. Dafür einen Blick in die Geschichte wie in ein Brennglas. Liebe auf den zweiten Blick also. Und nach einem Jahrhundert, in dem beinah jede Liebeserklärung an das Tal von Kitsch und Pathos begleitet war, ist das womöglich ganz heilsam.
Existiert in Kritiken / Literatur
Neue Bücher für die Küche
In der Kochbuch-Flut von GeLafer & GeLichter gehen die durchaus auch noch erscheinenden innovativen Bücher fast völlig unter, vor allem, wenn sie tatsächlich einen anderen Standpunkt vertreten als der auf diesem Sektor besonders breite Mainstream.
Existiert in Kritiken / Literatur
„Toxic“ – eine ungewöhnliche Lesung mit begeisternder Live-Musik im Stadttheater Lindau
Das Buch trägt schon einen denkbar schrägen Titel: „10 Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“. Autor ist Hallgrímur Helgason aus Island, dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Den herrlich schwarzen Humor des Textes transportiert der Schauspieler und Musiker Uwe Ochsenknecht am Montagabend im Stadttheater Lindau gekonnt. Der eigentliche Star des Abends aber ist die Band, die extra für dieses Programm zusammengestellt wurde und sich folgerichtig „The Toxic Truth“ nennt.
Existiert in Kritiken / Literatur
Feldkircher Lyrikpreis 2012: Auch der Nachwuchs überzeugt
Einen Tag nach der Verleihung des Feldkircher Lyrikpreises wurden auch die Sieger des Lyrikwettbewerbs für SchülerInnen im Theater am Saumarkt prämiert. Bei „Absolutely: Poem – Das ultimative Gedicht“ setzten sich Anna Helbok, Nina Rastinger (beide 16 Jahre alt) sowie der 14-Jährige Raffael Caldonazzi durch. Im Anschluss stellten junge Autoren ihre Werke vor. Dazu hatten sie jeweils nur eine Minute Zeit.
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