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Tomer Gardi
Existiert in Monatsprogramm / 2016 / 10
Was Sie immer schon über „Nali“ wissen wollten – Eine Monographie beleuchtet Leben und Wirken der schillernden Wiener Komponistenpersönlichkeit HK Gruber
Wer durch die in den vergangenen Tagen von der Kritik viel diskutierte, vom Publikum sehr beifällig aufgenommene Uraufführung der diesjährigen Hausoper der Bregenzer Festspiele darauf neugierig geworden ist, wie deren Komponist „tickt“, der kann sich nun in einem aktuellen Buch in die Biografie, die Gedankenwelt und das Schaffen des Wiener Multitalents HK Gruber vertiefen. Seine „Geschichten aus dem Wiener Wald“, eine in dreieinhalb Jahren entstandene Vertonung nach Ödön von Horváths gleichnamigem Theaterklassiker als Auftragswerk der Bregenzer Festspiele, boten den Anlass für diese in der MUSIKZEITedition im Wiener Verlag Lafite als Band 31 in der Reihe „Komponisten unserer Zeit“ erschienene Monographie.
Existiert in Kritiken / Literatur
FAQ, Elias Hirschl, Michaela Bilgeri
Existiert in Monatsprogramm
Fünf Generationen nach Franz Michael Felder
Am 13. Mai wäre der große Schoppernauer Dichter und Sozialreformer Franz Michael Felder 180 Jahre alt geworden, sein Todestag jährt sich am 26. April zum 150. Male. Der Franz-Michael-Felder-Verein, der selbst heuer sein 50. Bestehen feiert, nimmt dies zum Anlass, den – so Vereinsobmann Norbert Häfele – „Urahnen der Vorarlberger Literatur der Neuzeit“ in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und der Gemeinde Schoppernau in zahlreichen Veranstaltungen zu würdigen und dessen Werk, Engagement und Bedeutung eingehend zu beleuchten. Mit Nobert Häfele hat Annette Raschner gesprochen.
Existiert in Kritiken / Literatur
Peter Melichars Monografie über Otto Ender - Ein Politiker mit Gefühlen und gottgewollter Mission
Erstmals erschien 2018 eine Monografie über Dr. Otto Ender. Autor ist der Mitarbeiter und Historiker des vorarlberg museums Dr. Peter Melichar. Ender gehörte zu den prominentesten Politikern Vorarlbergs im 20. Jahrhundert. Er war zwischen 1918 und 1934 Landeshauptmann und vom Dezember 1930 bis Juni 1931 wenig erfolgreicher Bundeskanzler. Seine Gegner verziehen es ihm nicht, dass er in den Jahren 1933/34 für den autoritär regierenden Bundeskanzler Engelbert Dollfuß die „ständische“ Verfassung ausarbeitete, somit wesentlich zum „Austrofaschismus“ beitrug. Mit der Machtergreifung der Nazis 1938 verlor er auch seine Funktion als Präsident des Obersten Rechnungshofes, geriet in Schutzhaft und durfte den Gau Tirol-Vorarlberg nicht mehr betreten. Otto Ender ist eine umstrittene Persönlichkeit, und Melichar charakterisiert ihn auch als „unkonventionell – den politischen Stil, die Denkweise, sein Auftreten betreffend“.
Existiert in Kritiken / Literatur
Arno Carmenisch
Existiert in Monatsprogramm
Lisa Spalt erhält Literaturpreis Floriana
Die in Hohenems geborene Autorin Lisa Spalt wurde am Wochenende mit dem oberösterreichischen Literaturpreis Floriana ausgezeichnet. Für ihren Text „Die grüne Hydra“ erhielt die Wahllinzerin den mit 7.000 Euro dotierten ersten Preis.
Existiert in Kritiken / Literatur
Märchen, Mythen, Westernhelden - Michael Köhlmeier präsentiert zum 70er viel Neues
Zu seinem 70. Geburtstag zieht Michael Köhlmeier Bilanz. Seine neuen Bücher und CD-Editionen sind Spiegel einer lebenslangen Leidenschaft. Das Lächeln von Keith Richards fasziniere ihn, hat Michael Köhlmeier einmal erzählt, dieses zutiefst entspannte Lächeln eines Überlebenden. Möglicherweise faszinieren ihn darüber hinaus all die Riffs und Licks, die Richards in den Tiefen der Blues-Tradition gefunden hat, diese skelettierten, ungeheuer einprägsamen Gitarren-Vignetten. Und vielleicht inspiriert ihn auch der Piratenlook – die kajal-umrahmten Augen, die Rabennest-Frisur, die Totenkopf-Ringe. „It’s Only Rock ‘n‘ Roll, But I Like It“, dieses Spiel mit den Bildern, die unsere Kindheit so aufregend machten. Ziemlich sicher steckt eine gehörige Portion Keith Richards in Michael Köhlmeier. Das hat mit seinem Witz und Pragmatismus zu tun. Köhlmeier lässt sich jedenfalls so wenig zur Biederkeit verdammen wie der alte Rolling Stone. Davor bewahren ihn Telecaster und Stratocaster und eine unendliche Hingabe an das, was ihm gegeben ist, die Lust am Erzählen.
Existiert in Kritiken / Literatur
Very Special - Christoph Keller entwirft in seinem Roman „Der Boden unter den Füßen“ eine sachte Utopie des Abschieds
Lion steht in seinem Garten und hört Musik: Duke Ellington am Klavier, Charlie Mingus am Bass, Max Roach hinter dem Schlagzeug, „Very Special“ – besseren Upbeat-Blues kann es nicht geben. Der Nachbarsjunge Andri mit der „vogelleichten Stimme“ betrachtet Lions lädierten Holunder. „Das Gewicht des Schnees hat ihn gebrochen und entwurzelt, und dennoch wachsen immer neue Äste aus ihm heraus“, sagt Lion. Das kann Andri wirklich nicht beeindrucken: „Du hast einfach zugeschaut, wie es den Baum vollgeschneit hat, bis er brach“, sagt er – und damit ist das Thema des Romans angeschlagen, federleicht, elegant perlend wie die Klavierläufe von Duke Ellington.
Existiert in Kritiken / Literatur
Family Affairs im Tourismus-Kosmos - Neuer Roman von Irmgard Kramer
Eine rasante Geschichte gestrickt aus Komik, Tragik und natürlich Liebe – das ist der neue Roman der Vorarlberger Schriftstellerin Irmgard Kramer. Und nein, es ist diesmal kein Kinder- oder Jugendbuch. Die Autorin hat nun endlich ihren ersten Roman für Erwachsene veröffentlicht. „Liebe ist die beste Köchin“ lautet der vielleicht etwas trivial geratene Titel. Erschienen ist das Buch im Piper Verlag. Das Cover erinnert eher an einen schnulzigen italienischen Liebesroman: Eine von Geranien umrahmte alte Holztür mit schmiedeeisernen Ornamenten, bröckelndem Putz, einer Katze und einem Kaffeehausstuhl sind darauf zu sehen. Als Leserin wünscht man sich, dass das Buch inhaltlich mehr hält, als es äußerlich verspricht. Und bitte atmen Sie auf: Irmgard Kramer enttäuscht natürlich nicht. Wie so oft im Leben darf man nichts auf Äußerlichkeiten geben.
Existiert in Kritiken / Literatur