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Emsiana, Dorothea Rosenstock

'Papiergewächse', geknüpfte Gewebe

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Anfang
17.05.2018 21:00
Ende
20.05.2018 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

Löwenberg-Haus, Keller
Schweizer Straße 3
6845 Hohenems
→ Do 21 - 24, Fr 18.30 - 21, Sa 14 - 21, So 10 - 12, 14 - 16

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Literatur 21.05.2018
Annette Raschner

„Kinder sind von Natur aus Philosophen!" - Wolfgang Hermanns erstes Kinderbuch

Das Z ist schmackhaft. Das M schmeckt irgendwie nach Honig, das O wiederum wie ein geplatzter Kaugummi. Und das F, das ist einfach Himbeereis. Dieser Ansicht ist jedenfalls das Zebra in Wolfgang Hermanns erstem Kinderbuch „Die Tiere und die Wörter", das im Nilpferdverlag von G&G erschienen ist. Für die farbenprächtigen Illustrationen zeichnete Katharina Sieg verantwortlich.

Kritiken 19.05.2018
Thomas Kuschny

Vom Reiz des Hybrids - „A Novel Of Anomaly“ am Spielboden Dornbirn
Andreas Schaerer mitunter auch theatralisch

Eines kann man sagen: „Sortenrein“ ist out! Wenigstens im Kunstbetrieb. Ein gewisser Konservativismus haftet dem Begriff an, natürlich nicht zu Unrecht. Man erinnere sich an die Debatte um Wynton Marsalis, wie und was Jazz sein soll. Schlechte Karten auf dem Markt hat auch derjenige, der mit (womöglich noch figurativen) Ölbildern reüssieren will. Aber das nur nebenbei. Dies soll ja mitnichten eine Verteidigungsrede werden, aber im Zwang zur Innovation, vor allem auch durch das Mischen von allerlei Zutaten, liegt die Gefahr der Beliebigkeit, Kraut und Rüben sozusagen. Wie man bis dato Unerhörtes aber stimmig und ohne jede Effekthascherei kreiert, wissen Andreas Schaerer und Konsorten ganz genau.

Musik / Konzert 19.05.2018
Anita Grüneis

Schlossmediale Werdenberg: Ein Treffen der musikalischen Avantgarde
Die „Barokksolistene“ ließen die Musik von Henry Purcell aufleben

Wenn Pfingsten, das liebliche Fest, naht, dann ist Schlossmediale-Zeit in Werdenberg. Rings um den Schlosshügel grünen und blühen Feld und Wald und Weinberg, in Büschen und Hecken regt sich das wilde Leben. „Wild“ ist denn auch das Motto dieser 7. Schlossmediale. Die Eröffnung war geprägt von ungewöhnlichen Klängen und Lauten, von Musik aus alten Zeiten, temperamentvoll präsentiert von jungen Musizierenden. Dieses Festival wird jedes Jahr mehr zum Treffen der musikalischen Avantgarde in der Region.  

Musik / Konzert 18.05.2018
Silvia Thurner

Vielsagende Hörerlebnisse – Die Kammersymphonie Berlin und Jürgen Bruns brachten Klassisches und Musik unserer Zeit auf den Punkt
Zum Abschluss der aktuellen Saison der Abonnementreihe "Dornbirn Klassik" gastierte die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruns mit einem erlesenen Konzertprogramm im Dornbirn Kulturhaus.

Mit einem erfrischenden und zugleich poesievollen Konzert beendete die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruns den Abonnementzyklus von „Dornbirn Klassik“. Im Mittelpunkt standen die beiden Kompositionen „Aubes II“ und „Elegie an Diotima“ des aus Vorarlberg stammenden und in der Steiermark lebenden Komponisten Richard Dünser. Zwei Sinfonien von Haydn und Mozart bildeten den Rahmen des anregenden Konzertabends. In allen Werkdeutungen kamen die herausragende Klangkultur, das Verständnis für eine spannende und zugleich subtile Verflechtung der Themen sowie die große Eigenverantwortung jedes einzelnen Musikers innerhalb des Ganzen beeindruckend zu Geltung.

Kritiken 18.05.2018
Anita Grüneis

„Nathan der Weise“ in Vaduz: Dieser Weg wird steinig und schwer
Recha (Paulina Jolanda Alpen) begrüßt ihren Vater Nathan (Murat Yeginer)

Die Bühne liegt voller Pflastersteine. Baumaterial oder Protestwerkzeuge? Oder vielleicht Mahnmale gegen Völkermord? Was auch immer, der Weg der Religionen zueinander hin ist ein steiniger. Das wird in dieser Aufführung von Lessings „Nathan der Weise“ deutlich. Das Staatstheater Mainz gastierte damit im Vaduzersaal. Leider nicht im TAK - im großem Saal ging allzu viel des wunderbar gesprochenen Textes unter. Da es inzwischen selten geschieht, dass ein Klassiker textgetreu wiedergegeben wird, ohne dabei staubig zu wirken, war das akustische Problem besonders ärgerlich. Inszeniert hat das Stück K.D. Schmidt, der auch gemeinsam mit Christoph Hill für das Bühnenbild verantwortlich zeichnete. 

Film / Kino 17.05.2018
Gunnar Landsgesell

Der Buchladen der Florence Green
Trübe Verhältnisse, klarer Blick: Violet Gamart (Patricia Clarkson) als hinterhältige Kraft.

England Ende der Fünfziger Jahre: Trotz eigentümlicher Stimmung eröffnet die junge Witwe Florence (Emily Mortimer) in einem verschlafenen Küstenort einen Buchladen. Im Hintergrund mobilisiert eine Aristokratin gegen die Zuzüglerin. Isabel Coixet ("Mein Leben ohne mich") sorgt mit ihrer betont biedermeierlichen Inszenierung für eine interessante Spannung, während die hinterhältigen Kräfte der Zersetzung fast unbemerkt wuchern dürfen.

Musik / Konzert 17.05.2018
Silvia Thurner

Zuerst seelenvoll, dann inhaltsleer – Große Kontrasterlebnisse bei den Bregenzer Meisterkonzerten
Nicola Benedetti (Violine), Jan Vogler (Violoncello) und Martin Stadtfeld (Klavier) musizierten mit dem "Royal Scottish National Orchestra" unter der Leitung von Peter Oundjian im Bregenzer Festspielhaus Beethovens Tripelkonzert. Die Werkdeutung wirkte souverän ausgestaltet, ließ jedoch auch Fragen offen. (Foto: Fritz Jurmann)

Zum Abschluss der Saison gastierte das Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung von Peter Oundjian mit Werken von Britten, Beethoven und Brahms bei den Bregenzer Meisterkonzerten. Im Mittelpunkt stand Beethovens selten zu hörendes Tripelkonzert mit Nicola Benedetti (Violine), Jan Vogler (Violoncello) und Martin Stadtfeld (Klavier). Während Benjamin Brittens „Four Sea Interludes“ eine mitreißende Kraft entfaltete und die Deutung des Tripelkonzertes Fragen offen ließ, war die Interpretation der vierten Symphonie von Johannes Brahms ein unbefriedigendes Hörerlebnis.

Ausstellung 17.05.2018
Karlheinz Pichler

Vom Himmel aus durch die Hölle und weiter in Richtung Eden - Stoph Sauter solo im Engländerbau und mit Freunden im Küefer-Martis-Huus
Stoph Sauter: FAST SCHNELL - Blick in die Ausstellung (Fotos: Karlheinz Pichler)

Ursprünglich wollte der aus Dornbirn stammende Künstler Stoph Sauter den Vaduzer Engländerbau eigentlich für eine Gruppenausstellung nutzen. Davon kam er jedoch ab und nimmt den groß dimensionierten Saal nun für sich allein in Beschlag, um unter dem Titel „FAST SCHNELL“ ein Projekt zu realisieren, das er schon lange als Vision mit sich herumgetragen hat. Als „Entschädigung“ für seine bereits eingeladenen Künstlerkollegen gibt es parallel dazu die Gruppenschau „1&0“ im Küefer-Martis-Huus in Ruggell.

Film / Kino 17.05.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (18.5. - 24.5. 2018)
The Florida Project

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche mit „The Florida Project“ Sean Bakers großartigen Spielfilm über eine Kindheit am Rand der US-Gesellschaft. Eindringlich an die Verdrängung der NS-Gräuel im Österreich der 1960er Jahre erinnert dagegen Christian Frosch in seinem Gerichtsfilm „Murer – Anatomie eines Prozesses“, den der FKC Dornbirn zeigt.

Aktuell 15.05.2018
Peter Füssl

Heike Kaufmann wird neue Spielbodengeschäftsführerin
Heike Kaufmann ist zur neuen Geschäftsführerin am Dornbirner Spielboden bestellt worden

Die aus dem Spielboden-Vorstand rekrutierte Kommission ließ sich mehrere Wochen Zeit, um sich schließlich für Heike Kaufmann als neue Geschäftsführerin am Dornbirner Spielboden zu entschließen. Sie ist in der Vorarlberger Kulturszene vor allem durch ihre Mitarbeit beim poolbar Festival bekannt geworden und wird die Nachfolge von Peter Hörburger antreten, der den Spielboden aus privaten Gründen Richtung Wien verlässt.

Literatur 15.05.2018
Peter Niedermair

Der selbständige Zugang zu allem, was geschrieben ist. - Lesen und wie der Akt der Emanzipation anfängt
„Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin” von Pei-Yu Chang

Ende März trafen sich der aus Vorarlberg stammende Herwig Bitsche, Leiter des NordSüd Verlags in Zürich, und Peter Niedermair in Hohenems zu einem Gespräch über die Bedeutung des Lesens und aktuelle Aspekte in der Kinderliteratur.

CD-Tipp 15.05.2018
Peter Füssl

Sons Of Kemet: Your Queen Is A Reptile

Der hypnotisch wirkende, aus unterschiedlichen Tribal-Grooves, Afrobeat-, Oriental- und zeitgenössischen Dub-Elementen geflochtene Trommelteppich der Sons of Kemet-Stammrhythmiker Tom Skinner & Seb Rochford, die in ihrer schweißtreibenden Arbeit von drei weiteren Drummern unterstützt werden, die erdig grundierenden Tuba-Linien von Theon Cross und die eingängigen Melodien des meist recht muskulös gespielten Tenorsaxophons von Bandleader Shabaka Hutchings fügen sich auch auf dem dritten Album der äußerst angesagten Londoner Band wieder zu jenem alle Generationen ansprechenden Mix zusammen, der gleichermaßen durchstrukturiert wie entspannt drauflosmusiziert wirkt.

Musik / Konzert 14.05.2018
Silvia Thurner

Diabolische Klanggemälde am Klavier modelliert –Yunus Kaya gab bei „Kultur.Leben“ ein mitreißendes Konzert
Yunus Kaya machte schon in mehreren Auftritten auf sich aufmerksam. Sein Recital in der Remise Bludenz mit Werkdeutungen von Maurice Ravel und Franz Liszt war eine faszinierende pianistische Meisterleistung.

Mit einem ausgeklügelten Programm machte der Pianist Yunus Kaya im Rahmen eines Klavier-Recitals bei „Kultur.Leben“ in der Remise Bludenz seine überbordende Musikalität und Meisterschaft auf dem Instrument erlebbar. Mit seinem plastischen Spiel führte er die Zuhörenden in schaurig schöne Fantasiewelten der Romantik. Neben Werken von Scarlatti und Beethoven stellte er die beiden virtuosen Meilensteine der Klavierliteratur, Ravels „Gaspard de la Nuit“ und die Dante-Fantasie von Franz Liszt sehr vital in den Raum.

Musik / Konzert 12.05.2018
Silvia Thurner

Ein Doppelkonzert mit besonderem Flair – Neue Musik im Martinsturm und als „Nonclassical“ Performance im Magazin 4
Der Martinsturm in Bregenz bot einen reizvollen Rahmen für ein Konzert mit dem "ensemble plus" sowie Gabriel Prokofiev. (Fotos: Victor Marin-Roman)

Im Rahmen des Internationalen Bodenseefestivals, das dieses Jahr unter dem Motto „Russland. Vorwärts zu neuen Ufern“ steht, war der sowjetisch-britische Komponist und DJ Gabriel Prokofiew in Bregenz zu Gast. Das exklusive Konzerterlebnis profitierte von der Mischung aus realen Klängen und Liveelectronics sowie den guten Werkdeutungen des „ensemble plus“. Zudem gewährte der Konzertraum im Martinsturm, der die vielen Zuhörenden kaum fassen konnte, ein eindrückliches Ambiente. Abgerundet wurde der ungewöhnliche Konzertabend mit einem Clubbing im Magazin 4.

Theater 11.05.2018
Dagmar Ullmann-Bautz

Über die Macht der Sprache – „Kaspar“ von Peter Handke am Vorarlberger Landestheater
Sehr berührend: Jörg Ratjen

Es ist eine einfache Geschichte in seiner hochkomplexesten Form, die Autor Peter Handke anhand der Figur des Kaspar Hauser erzählt und die in der Inszenierung der Regisseurin Carina Riedl seine faszinierende Umsetzung findet. Die Premiere von „Kaspar“, wurde am vergangenen Mittwoch im Vorarlberger Landestheater gefeiert und vom Publikum bejubelt.

Theater 11.05.2018
Dagmar Ullmann-Bautz

Wie sich die Menschheit lächelnd in den Untergang singt – UNPOP spielt „Das Knurren der Milchstraße“ von Bonn Park
Großartig: Ronald Kuste und Maria Fliri

Wenn die Milchstraße knurrt, ist einiges aus den Fugen, dann kracht es im Gebälk, dann ist der Weltuntergang nah. Und genau das durften die Zuschauer letzten Dienstag auf der Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses erleben. Einen Blick in die Zukunft werfen, in eine Zukunft, die alles andere als rosig erscheint. Das junge „Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung“ kurz „UNPOP“ feierte Premiere mit Bonn Parks preisgekröntem Stück „Das Knurren der Milchstraße“.

Film / Kino 11.05.2018
Gunnar Landsgesell

Isle of Dogs
Stop-Motion-Darsteller: Wes Anderson setzt auf Minimalismus und schafft damit erneut eine unverwechselbare Atmosphäre.

Nach dem fantastischen Mister Fox ist der Regiekünstler Wes Anderson nun auf den Hund gekommen. In seiner melancholischen Stop-Motion-Animationskomödie sollen die treuesten Gefährten des Menschen deportiert und getötet werden. Einige Zwei- und Vierbeiner formieren sich zum Widerstand. Eine Parabel in unverkennbarer Wes-Anderson-Ästhetik, beobachtet durch das scharfe Auge des Hundes.

Film / Kino 10.05.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (11.5. - 17.5. 2018)
Wind River

Der Spielboden Dornbirn zeigt diese Woche nochmals den packenden, aber inhaltlich zwiespältigen US-Krimi „Wind River“. Eine grelle Gesellschaftssatire steht dagegen beim TaSKino Feldkirch mit Oskar Roehlers „HERRliche Zeiten“ auf dem Programm.

Musik / Konzert 08.05.2018
Silvia Thurner

Geschichten von Liebe, Lust und Leidenschaft - „Montforter Zwischentöne“ widmen ihren Sommerschwerpunkt dem Begehren und Verlangen
Im Sommer gehen die "Montforter Zwischentöne" der Leichtigkeit des Seins in vielen Facetten nach. (Foto: Lisa Mathis)

Einem reizvollen Themenkreis, der uns alle berührt, wenden sich die "Montforter Zwischentöne" mit dem aktuellen Festivalmotto „begehren. Über das Verlangen“ zu. Pointierte Titel kündigen unterschiedliche Projekte wie eine Audio-Peepshow oder einen literarisch-musikalischen Spaziergang zum „Schönsten Nabel der Welt“ an. Unter der Devise „Say Yes“ mutiert die altehrwürdige Villa Claudia zum Haus der Wünsche. Überdies wird die „Allegory of desire“ mit Salomons „Hohelied der Liebe“ dargeboten. „Am Tag danach“ steht der büßende Frauenmörder und Komponist Carlo Gesualdo im Mittelpunkt.

Literatur 08.05.2018
Annette Raschner

Den Stein ins Rollen bringen - 50. Generalversammlung des Franz-Michael-Felder-Vereins
Norbert Häfele will die sozialreformerischen Aspekte im Werk Franz Michael Felders in Relation zur Gegenwart zu einem Schwerpunkt machen.

Die 50. Generalversammlung des Franz-Michael-Felder-Vereins am Wochenende im Kleinen Dorfsaal in Schwarzenberg stand ganz im Zeichen von Aufbruch. In Kürze wird der Posten von Ulrike Längle, der Gründungsleiterin des Franz-Michael-Felder-Archivs, die nach 34 Jahren in Pension geht, vom Land Vorarlberg ausgeschrieben. Der Felderverein hofft auf einen Innovationsschub; Nach Ansicht von Obmann Norbert Häfele muss die Vermittlungstätigkeit auf ganz neue Beine gestellt werden. Häfele schlug bei der Generalversammlung durchaus kritische Töne an.

Literatur 08.05.2018
Wolfgang Mörth

Die Literaturhauptstadt war und ist Feldkirch - „Das literarische Feldkirch" von Philipp Schöbi
Arthur Conan Doyle mit seinem „Bombenhorn“, 1876 in der Stella-Blaskapelle (zweiter von links)  Quelle: Archiv der Schweizer Provinz der Jesuiten

Einer der acht Bände zur Geschichte der Stadt Feldkirch, mit denen sie ihre Gründung vor 800 Jahren publizistisch feiert, trägt den Titel „Das literarische Feldkirch". Und wenn es eine Stadt in Vorarlberg gibt, die sich das Attribut „literarisch" und damit einen Band dieses Titels auch unabhängig von diesem Anlass schon lange redlich verdient hat, dann ist es die Stadt an der Ill.

CD-Tipp 08.05.2018
Peter Füssl

Terence Blanchard feat. The E-Colletive Live: Live

Als ich 1982 im Rahmen eines grandiosen Auftritts von Art Blakey’s Jazz Messengers im Jazzclub Lustenau den damals blutjungen Terence Blanchard zum ersten Mal hörte, war bereits klar, dass dieser die Karriereleiter ziemlich senkrecht emporsteigen wird. Er war mit seinen 20 Jahren nicht nur ein exzellenter Techniker, sondern schien neben einer ordentlichen Prise seiner Heimatstadt New Orleans auch bereits die Musik der wesentlichen Trompeter von Gillespie über Hubbard bis Davis intus zu haben. Damals freilich noch nicht absehbar war Blanchards Entwicklung vom Neo-Traditionalisten zum experimentierfreudigen Neuerer, und noch weniger sein explizites politisches Engagement für die Black Community, das sicher auch durch seine Zusammenarbeit mit dem gesellschaftskritischen Filmregisseur Spike Lee befeuert wurde.

Musik / Konzert 07.05.2018
Silvia Thurner

Neue Musik im Kunstforum Montafon – G. lautete das Motto eines herausragenden Konzertes mit neuen Kompositionen
Guy Speyers (Viola), Mathias Johansen (Violoncello), Maximilian Ölz (Kontrabass), Hauke Kohlmorgen (Klarinette), Christoph Ellensohn (Horn) und Katharina Felder (Fagott) interpretierten unter der Leitung von Gerald Futscher im Kunstforum Montafon Werke von Gerold Amann, Georg Friedrich Haas und Gerald Futscher und fanden damit viel Zustimmung. Es ist zu hoffen, dass aus diesem erfolgreichen  Auftakt mehr wird.

Das Kunstforum Montafon bot einen idealen Rahmen für ein Konzert, in dessen Rahmen Werke von Komponisten mit den Initialen G. - nämlich Gerold Amann, Gerald Futscher und Georg Friedrich Haas – zu hören waren. Mit viel Gespür für die musikalischen Gedankenwelten dieser drei Komponisten entfalteten Guy Speyers (Viola) Mathias Johansen (Violoncello), Maximilian Ölz (Kontrabass), Hauke Kohlmorgen (Klarinette), Christoph Ellensohn (Horn) und Katharina Felder (Fagott) die Werkdeutungen und leisteten dabei Großartiges.

Musik / Konzert 06.05.2018
Peter Füssl

Blendende Unterhaltung auf höchstem Niveau – Das Tingvall Trio begeisterte in der ausverkauften Zehntscheuer in Ravensburg
Pianist Martin Tingvall, Kontrabassist Omar Rodriguez Calvo und Drummer Jürgen Spiegel haben sich in 15 Jahren zu einem perfekt aufeinander eingespielten, aber nie routinehaft wirkenden Trio entwickelt (alle Fotos © Peter Füßl)

Der südschwedische Pianist Martin Tingvall, der kubanische Kontrabassist Omar Rodriguez Calvo und der aus Bremen stammende Schlagzeuger Jürgen Spiegel gründeten 2003 das in Hamburg stationierte Tingvall Trio, schafften es mit den meisten ihrer sechs Studioalben in die Jazz-Charts, teilweise sogar in die Pop-Charts, und heimsten jede Menge an Auszeichnungen und Preisen ein. Kein Wunder also, dass sich rund 200 Jazzfans in die jahrhundertealte Ravensburger Zehntscheuer drängten, um sich zwei Stunden lang vom perfekt gespielten, zeitlosen Akustik-Jazz dieses kongenialen Trios begeistern zu lassen.

Musik / Konzert 06.05.2018
Silvia Thurner

Mit Elan und Begeisterung – Die Chopin-Gesellschaft öffnete das Podium für junge Pianistinnen und Pianisten
Isa-Sophie Zünd, Gabriel Meloni, Nicola Schöni und Laurah Maddalena Kasemann (v.l.n.r.) freuten sich nach ihren Darbietungen im Rahmen der Chopin-Gesellschaft im Feldkircher Pförtnerhaus über den herzlichen Applaus

Ein Konzert pro Saison widmet die Chopin-Gesellschaft in Vorarlberg jungen Pianistinnen und Pianisten, die sich noch im Studium befinden. Laurah Maddalena Kasemann und Nicola Schöni sowie Isa-Sophie Zünd und Gabriel Meloni nutzten das Podium im Feldkircher Pförtnerhaus und begeisterten mit ihren Darbietungen die Zuhörenden. Alle studieren am Vorarlberger Landeskonservatorium in den Klassen von Anna Adamik, Benjamin Engeli und Gerhard Vielhaber. Verwunderlich war, dass sich nur wenige Studierende für die Konzertauftritte ihrer Kolleginnen und Kollegen interessierten.