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Mika Rottenberg

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Anfang
20.04.2018 19:00
Ende
01.07.2018 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

Kunsthaus Bregenz
Karl-Tizian-Platz
6900 Bregenz
→ Di - So 10 - 18, Do 10 - 20, 1.7. – 31.8. tgl. 10 – 20, Festtage 15./16. 7. tgl. 10 - 22
+43 (0)5574 4 859 4-0
http://www.kunsthaus-bregenz.at
kub@kunsthaus-bregenz.at

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Musik / Konzert 26.04.2018
Silvia Thurner

Traditionelle Musik, renommierte Orchester sowie junge Solistinnen und Solisten – das neue Programm der „Bregenzer Meisterkonzerte“ wurde präsentiert
Zu den traditionellen sechs "Bregenzer Meisterkonzerten" kündigt Jutta Dieing, Kulturamtsleiterin und Kuratorin, bei der Programmpräsentation in der Villa Liebenstein auch ein interaktives "Sitzkissenkonzert" sowie eine "Alehouse-Session" an. Dabei spielen die "Barokksolistene" unter der Leitung von Bjarte Eike Musik aus Tavernen und Wirtshäusern im England des 17. Jahrhunderts. (Foto: Knut Utler)

Eines der besten Zugpferde der Stadt Bregenz seien die „Bregenzer Meisterkonzerte", merkte Bürgermeister Markus Linhart bei der Programmpräsentation der neuen Abonnementsaison an. Jutta Dieing, Kulturamtsleiterin der Stadt, stellte wohl unter dem Leitgedanken „never change a running system“ ein vielseitiges Programm zusammen, das viel Bewährtes beinhaltet. Mit zwei Sonderkonzerten - einem neuen "Sitzkissenkonzert" sowie einer "Alehouse-Session" soll vermehrt ein junges Publikum angesprochen werden.

Film / Kino 26.04.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (27.4. – 3.5. 2018)
Nicht von schlechten Eltern

Zwei Dokumentarfilme laufen diese Woche im FKC Dornbirn und am Spielboden Dornbirn. Während beim Antonin Svoboda in „Nicht von schlechten Eltern“ (FKC) feinfühlig Einblick in therapeutische Möglichkeiten bei schwierigen Beziehungen zwischen Eltern und ihren Babys bietet, begleiten Petra Lataster-Czischs und Peter Latasters in „Miss Kiet´s Children“ (Spielboden) eine niederländische Lehrerin und ihre aus Flüchtlingskindern bestehende Volksschulklasse durch ein Schuljahr auf dem langsamen Weg der Integration.

Ausstellung 26.04.2018
Karlheinz Pichler

Die groteske Warenwelt auf dem sozial-surrealen Seziertisch Mika Rottenbergs im KUB
Mika Rottenberg: Installationsansicht, KUB, Erdgeschoss (Foto: Markus Tretter, ©Kunsthaus Bregenz)

Nachdem sich Simon Fujiwara in der letzten Ausstellung im Kunsthaus Bregenz (KUB) mit Vermarktungsstrategien im Sinne von Werbung, Branding und Merchandising auseinandergesetzt hat, nimmt nun auch Mika Rottenberg die Wirtschafts- und Warenwelt ins Visier. Sie rückt allerdings die Grundlagen der Arbeit, die Kreisläufe der Produktion und die Zirkulation von Waren ins Zentrum und verbindet anhand farbenprächtiger und ironisch aufgeladener Videos und Installationen beißende Sozialkritik mit schräger Komik und skurrilen Bildern.

Film / Kino 26.04.2018
Gunnar Landsgesell

A Beautiful Day
Raging Bull: Die ganze Physis dieses Films in die Erscheinung von Joaquin Phoenix gelegt.

Wenn der Kapuzenmann kommt: Joaquin Phoenix als einst misshandeltes Kind, rächt sich nun an der Welt des Bösen und befreit versklavte Kinder. Die schottische Regisseurin Lynne Ramsay ("We Need to Talk About Kevin") bestätigt sich mit ihrem jüngsten Verstörungswerk als eine der eindrücklichsten aktuellen Filmemacherinnen.

CD-Tipp 26.04.2018
Peter Füssl

Goat Girl: Goat Girl

Hinter den reichlich schrägen Kampfnamen Clottie Cream (Gesang), L.E.D. (Gitarre), Naima Jelly (Bass) und Rosy Bones (Drums, Piano) stecken vier gerade mal 20-jährige Südlondonerinnen, die sich mit ihrem beim renommierten Indie-Label Rough Trade erschienenen Debütalbum gerade zu neuen Lieblingen des Feuilletons mausern.

Medien 25.04.2018
Peter Füssl

ManiFest für Kultur um 6 - Samstag, 28.4., 18 Uhr Marktplatz Dornbirn
Prinz Grizzley - einer der vielen Künstlerinnen und Künstler, die beim ManiFest dabei sein werden

Prinz Grizzley and his Beargaroos, Nick’s Noise, Michael Köhlmeier, Evelyn Fink-Mennel & Cie. Bewegungsmelder, Spielboden-Chor, Hanno Loewy & Manuela Mylonas, Elke Maria Riedmann als Brenda Feuerle, Circle-Song mit Robert Pakleppa, Konrad Bönig, netzwerkTanz Vorarlberg und viele andere mehr – die alle Sparten umfassende Liste der KünstlerInnen und KulturabeiterInnen, die ihren Unmut manifestieren wollen, ist lang. Adressat dieser alle Kulturinteressierten zur Verbrüderung und Verschwesterung aufrufenden, hoffentlich witzigen Aktion am Dornbirner Marktplatz ist die Direktion des ORF Landesstudios Vorarlberg. Von der muss man annehmen, dass sie eine bislang gut funktionierende Kulturredaktion nicht wirklich zu schätzen weiß und deshalb die wichtigste und gern gehörte Radio-Kultursendung des Landes ohne mit der Wimper zu zucken für ein paar erhoffte Werbesilberlinge an einen völlig unattraktiven Sendetermin in die radiomäßige Pampa entsorgt hat.

Musik / Konzert 24.04.2018
Silvia Thurner

Ansteckende Freude beim gemeinsamen musikalischen Gestalten – das „Collegium Instrumentale Dornbirn“, Guntram Simma, Yunus Kaya und Martin Lindenthal hinterließen großen Eindruck
Guntram Simma und das "Collegium Instrumentale Dornbirn" gestalteten im Rahmen der Abonnementkonzerte Lustenau ein vielseitiges Konzert, das lange nachwirkte.

Beim zweiten Abonnementkonzert gastierte das „Collegium Instrumentale“ Dornbirn unter der Leitung von Guntram Simma im Lustenauer Reichshofsaal. Gleich zwei Solisten bereicherten den abwechslungsreichen und auf hohem Niveau musizierten Abend. Der Pianist Yunus Kaya interpretierte das berühmte erste Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven und begeisterte mit seiner Werkdeutung. Mit dem zeitgenössischen Werk „Selbstbetrachtungen“ von Wolfgang Lindner und dem Tenor Martin Lindenthal war eine sehr eindrücklich wirkende Rarität zu erleben. Freude bereitete überdies die Suite aus Tschaikowskys „Schwanensee“. Hier ließ das Orchester die Kantilenen fließen und spielte seine Qualitäten voll aus.

CD-Tipp 24.04.2018
Peter Füssl

Elina Duni: Partir

Nach Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit in Quartettbesetzung an einer Soloproduktion zu arbeiten, sei wie der Rückzug in ein Kloster gewesen, erklärt Elina Duni: „Es ist eine wirklich metaphysische Erfahrung und man beginnt mehr über seine inneren Ressourcen herauszufinden.“ In der Tat erreicht die außergewöhnliche Vokalkunst der aus Tirana stammenden und in der Schweiz aufgewachsenen und lebenden 37-jährigen Sängerin auf ihrem ersten Soloalbum „Partir“ einen neuen Grad an Intimität und Intensität.

Literatur 24.04.2018
Markus Barnay

Geballte Ladung (Stadt-)Geschichte - Zum 800-Jahr-Jubiläum präsentierte die Stadt Feldkirch ein achtbändiges Geschichtswerk von zehn verschiedenen AutorInnen

Als die Stadt Feldkirch 1968 ihr 750-Jahr-Jubiläum feierte, begnügte man sich noch mit einem Ausstellungskatalog und einer Sonderausgabe der Zeitschrift Montfort, die aber auch schon satte 382 Seiten umfasste. 2018, zum 800er, gönnt man sich eine geballte Ladung (Stadt-)Geschichte: Neun Autoren und eine Autorin, acht Bände, insgesamt 844 Seiten – da muss man fast schon gratulieren, dass das Werk zur Präsentation am 8. März vollständig vorlag. Verantwortlich dafür war der als Koordinator fungierende Leiter der Stadtbibliothek, Hans Gruber, der leider im Impressum („Herausgeber: Amt der Stadt Feldkirch“) nicht erwähnt wird.

Kleinkunst / Kabarett 22.04.2018
Walter Gasperi

Unverschämt unterhaltsam – „Die Drei Friseure“ verbreiten mit „Jetzt mit lustig!“ beste Laune
Von Andreas Gabalier bis zu den Burschenschaften: "Die drei Friseure" nehmen mit lockerem Witz alles aufs Korn (c) Sabine Benzer, Theater am Saumarkt

Im ausverkauften Theater am Saumarkt begeisterten „Die drei Friseure“ bei der Premiere ihres vierten Programms „Jetzt mit lustig!“ Geboten wurde Musikkabarett mit perfekter Mischung aus Songs und Wortwitz, bei dem auch Körperspiel und Sinn für Details sowie das selbstverständliche Zusammenspiel des Trios für beste Unterhaltung und Lachstürme sorgten.

Theater 20.04.2018
Dagmar Ullmann-Bautz

„Saturn kehrt zurück“ - Wenn sich im Theater Kosmos ein Kosmos auftut!
Großartig und berührend Michael Gruner als alter Gustin und Julia Sewing sehr präzise als Pflegerin Suzanne

Lachen und Weinen liegen so nah beieinander. Das hat das Theater Kosmos bei der gestrigen Premiere von „Saturn kehrt zurück“ des amerikanischen Autors Noah Haidle ganz eindrücklich aufgezeigt. Augustin Jagg führte behutsam Regie und präsentierte dem Publikum die Lebensgeschichte eines Mannes mit all seinen Höhen und Tiefen, berührend, komisch und ganz ehrlich.

Musik / Konzert 20.04.2018
Thorsten Bayer

Sympathisch, mitreißend, tanzbar – Selig im Conrad Sohm
Die Hamburger Band Selig brachte ihr neues Album "Kashmir Karma" ins Sohm.

Mitte der neunziger Jahre machte Selig als einer der rockigsten Vertreter der „Hamburger Schule“ mit Songs wie „Wenn ich wollte“ oder „Sie hat geschrien“ von sich reden. Nach einer zehnjährigen Pause fanden sich die Mitglieder 2008 wieder zusammen. In Dornbirn stellten die Musiker ihr aktuelles Album „Kashmir Karma“ vor und bewiesen dabei, dass sie immer noch vor Spielfreude sprühen.

Film / Kino 20.04.2018
Gunnar Landsgesell

Lady Bird
Besten Freundinnen, geeint in ihrem Außenseitertum.

Aus dem Leben einer unangepassten Jugendlichen, die sich im verschlafenen Sacramento als "Lady Bird" einen Namen macht. In den USA ein überraschender Erfolg, entfaltet sich das Regie-Debüt von US-Independent-Star Greta Gerwig zum nuancierten, mit feinsinnigem Witz aufgeladenen Coming-of-Age-Dramolette.

Musik / Konzert 19.04.2018
Silvia Thurner

Musik als Zeitkunst mitten aus dem Leben gegriffen – Jubel für das hr-Sinfonieorchester mit Andrés Orozco-Estrada am Pult
In großer Besetzung gestaltete das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada die fünfte Symphonie von Gustav Mahler und sorgte damit für Jubelstimmung im Saal.

Das fünfte Abonnementkonzert bei „Dornbirn Klassik“ war ein musikalisches Großereignis. Im voll besetzten Kulturhaus gastierte das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada. Auf dem Programm stand unter anderem Gustav Mahlers fünfte Symphonie. Den exponierten Trompetenpart spielte der aus Götzis stammende Musiker Jürgen Ellensohn. Auf den Tag genau vor einem Jahr musizierte das Symphonieorchester Vorarlberg Mahlers Fünfte unter der Leitung von Kirill Petrenko. Kein Wunder, dass sich sehr viele Musikerinnen und Musiker sowie Musikbegeisterte nach Dornbirn aufmachten, um nun diese Interpretation zu hören. Enttäuscht wurde niemand, denn das hr-Sinfonieorchester spielte hervorragend und stellte die beziehungsreich verwobenen musikalischen Inhalte ausdrucksstark in den Raum. Hingegen ließ die Darbietung des Violinkonzerts in A-Dur (KV 219) von W.A. Mozart mit Emmanuel Tjenavorian als Solisten Fragen offen.

Film / Kino 19.04.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (20.4. – 26.4. 2018)
Aus dem Nichts

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche „Aus dem Nichts“, in dem Fatih Akin Melodram, Gerichtsfilm und Rachethriller mixt. In der Kammgarn Hard steht dagegen Jafar Panahis mit dem Goldenen Bären ausgezeichneter „Taxi Teheran“ auf dem Programm.

Ausstellung 18.04.2018
Karlheinz Pichler

Der Strich als Ausgangsmaterial - Ferdinand Ruef und David Reumüller in der Galerie Lisi Hämmerle
Ferdinand Ruef & David Reumüller: "Momentane Zeichnung" - Blick in die Ausstellung (Fotos: Karlheinz Pichler)

Von der Arbeitstechnik und Materialästhektik her gesehen vertreten Ferdinand Ruef und David Reumüller sehr unterschiedliche Positionen. Für ihre gemeinsame Ausstellung in der Galerie Lisi Hämmerle haben sie sich daher einen gemeinsamen Nenner überlegt, und der ist in der Linie respektive der Zeichnung zu sehen. Die Linie, die in eine Zeichnung übergeht, Linie und Zeichnung, die sich in der Malerei wiederfinden. Oder Linie und Zeichnung als Teil von Installation und des Trägermaterials Porzellan. Die konventionelle Variante auf Papier ist für einmal nicht anzutreffen. Strukturen, Gerüste und Linienversuche stellen die Motive der Ausstellung dar, der Strich ist das Ausgangsmaterial.

Musik / Konzert 18.04.2018
Silvia Thurner

Musikalische Kreativität mit Weitblick – das Russian National Orchestra und Mikhail Pletnev gefielen, der Pianist Lucas Debargue faszinierte
Lucas Debargue begeisterte im Bregenzer Festspielhaus mit seiner natürlichen Ausstrahlung, einer sehr speziellen Anschlagskultur und einem musikalisch fantasievollen Gestalten. (Foto: Udo Mittelberger)

Seit dem Tschaikowsky-Klavierwettbewerb vor drei Jahren ist der 28-jährige, französische Pianist Lucas Debargue in aller Munde. Nun war er bei den Bregenzer Meisterkonzerten zusammen mit dem Russian National Orchestra unter der Leitung von Mikhail Pletnev im Festspielhaus zu erleben. Die Erwartungen waren hoch, doch sie wurden noch übertroffen. Die Art wie Debargue Ravels zweites Klavierkonzert im Zusammenspiel mit dem Orchester modellierte, zugleich poesievoll und detailreich ausformte, war ein faszinierendes Hörerlebnis. Eigenwillig leitete Mikhail Pletnev „sein“ RNO. Die sparsame Gestik ließ auf viel gegenseitiges Vertrauen schließen. Gleichzeitig übertrug er den Orchestermusikerinnen und –musikern viel Eigenverantwortung. Die ereignisreiche Werkdeutung von Tschaikowskis dritter Symphonie machte dabei den dürftigen Beginn mit der Serenade Nr. 2 von Karlowicz wieder wett.

CD-Tipp 18.04.2018
Peter Füssl

Jack White: Boarding House Reach

An Jack Whites drittem Solo-Album werden sich die Geister scheiden: Jene, die den sich den gängigen Popbusiness-Mechanismen entziehenden Rumpel-Blues-Retro-Rocker schätzen, den Jack White, der mit The White Stripes, The Raconteurs oder The Dead Weather auf höchst unterhaltsame Art die Zeit stehen ließ, werden sich entsetzt abwenden. Jene, die den nie um verrückte Ideen verlegenen, sich nicht um Stil- und Geschmacksfragen – wo hört Pathos auf und wo fängt Kitsch an? – scherenden, zwischen Schludrigkeit und ungehemmter Experimentierfreude schwankenden Musiker lieben, kommen hingegen voll auf ihre Kosten.

Literatur 17.04.2018
Ingrid Bertel

Der doppelte Beschinsky - „Maneks Listen“ von Niko Hofinger

Im Jahr 1987 stirbt, hochdekoriert, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, Ernst Beschinsky, Professor im Ruhestand, Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Befreiung Österreichs. Von seiner verborgenen Lebensgeschichte weiß zu diesem Zeitpunkt niemand. Niko Hofinger erzählt sie jetzt neu, als faktensatten Roman, der im entscheidenden Augenblick nach Hohenems führt.

Musik / Konzert 16.04.2018
Silvia Thurner

Ein imponierendes Debüt – das Ensembles „PulsArt“ stellte sich am Vorarlberger Landeskonservatorium der Öffentlichkeit vor
Das neu formierte Ensemble "PulsArt" am Vorarlberger Landeskonservatorium unter der Leitung von Benjamin Lack begeisterte bei seinem Debüt im Festaal des Landeskonservatoriums mit seiner konzentrierten und präzisen Spielart.  (Fotos: Victor Marín Román)

Endlich ist es soweit und am Vorarlberger Landeskonsveratorium gibt es wieder ein Ensemble, das zeitgenössische Musik zum Klingen bringt. Zum Auftakt widmeten sich die Studierenden unter der Leitung von Benjamin Lack russischer Musik von Sofia Gubaidulina, Edison Denissow und Alfred Schnittke. Der Pianist und Komponist Vassiliy Lobanov komponierte speziell für das neu gegründete „PulsArt“ Ensemble die Kammersymphonie (dem XX. Jahrhundert – in memoriam), die im Festsaal des Landeskonservatoriums uraufgeführt wurde. Begeisterung löste vor allem die Spielart der Studierenden aus. Sie interpretierten die sehr unterschiedlichen Werke mit einer hervorragend ausbalancierten Klangkultur, höchst konzentriert und präzise.

Musik / Konzert 14.04.2018
Silvia Thurner

Höfischer Glanz, Gefühl und Humor – Jubel für das „Concerto Stella Matutina“ in ungewöhnlicher Besetzung
Frithjof Smith musizierte mit dem "Concerto Stella Matutina" und versetzte mit seinem virtuosen Spiel auf dem Zink die Zuhörenden in der Kulturbühne AmBach in Staunen.

Ein seltenes Hörerlebnis bot das zweite Abonnementkonzert des „Concerto Stella Matutina“ in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Kulturbühne am AmBach in Götzis. Im Mittelpunkt stand das im 16. und 17. Jahrhundert selbstverständlich im Bläserconsort vertretene, heute jedoch weitgehend unbekannte Blasinstrument, der Zink. Frithjof Smith leitete das Barockorchester bestehend aus zwei Zinken, sechs Trompeten, drei Posaunen, Pauken und Basso Continuo. Die dramaturgisch hervorragend zusammengestellte Werkauswahl bot viel Abwechslung und zeigte die breite Ausdruckspalette der Bläsermusik aus der Renaissance und dem Barock wunderbar auf. Zum Staunen gab es viel an diesem Abend, neben der vitalen Musikalität und Strahlkraft des Orchesters beeindruckte insbesondere auch die gute Intonation.

Film / Kino 13.04.2018
Gunnar Landsgesell

A Quiet Place
Prekäre Schwangerschaft, neue Tonlagen von Emily Blunt.

Eine Familie im Norden der USA schleicht wortlos und barfuß durch die Welt. Unbekannte Wesen reagieren auf jedes feinste Geräusch und aktivieren ihre Fressorgane. "A Quiet Place" von Emily Blunts Ehemann John Krasinski geht neue Wege, mit einer Art Horrorfilm, in dem jeder falsche Ton tunlichst vermieden wird.

Film / Kino 12.04.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (13.4. – 19.4. 2018)
The Square

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche Ruben Östlunds „The Square“, in dem der Schwede auf höchst unterhaltsame Weise mit dem Kunstbetrieb abrechnet und nach der Menschlichkeit in der Oberschicht der westlichen Gesellschaft fragt. Im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz ist dagegen mit dem deutschen Großstadtfilm „Menschen am Sonntag“ ein Klassiker der Filmgeschichte zu sehen.

CD-Tipp 12.04.2018
Peter Füssl

Mathias Eick: Ravensburg

Mit seinem vierten, im Osloer Rainbow Studio von ECM-Chef Manfred Eicher produzierten Album setzt der als Trompeter bekannte norwegische Multiinstrumentalist Mathias Eick seinen erstklassigen Output auf dem Münchner Label eindrucksvoll fort. Diente ihm für das vor drei Jahren erschienene „Midwest“ die Geschichte der runden Million Norweger, die im 19. und 20. Jahrhundert vorwiegend in den Mittleren Westen der USA ausgewandert waren als Inspirationsquelle, so ist es dieses Mal seine engere Familiengeschichte.

Literatur 10.04.2018
Martina Pfeifer Steiner

Im Herzland angeschwemmt - „In der Liebe sein - Eine Spiritualität der Gegenwart“ – Buchpräsentation von Jürgen Schäfer in „Wort . Musik . Tanz“ im Pförtnerhaus
Keine Regie, nur das Einlassen auf Natur, Menschen, Körper, Gefühle am Pinienstrand von Baratti © Cornelia Hefel

„Zams is a sündiges Dorf!“, hatte die Mutter eines Schulfreundes immer geschimpft und deshalb wollte Jürgen Schäfer schon als Jugendlicher diesem Unbehagen, das er immer spürte, wenn mit der Sündenkeule geschwungen wurde, auf den Grund gehen. So machte er sich auf eine lange, lange Wanderung und suchte nach der echten Spiritualität, Schäfer studierte Theologie. „Nur darum geht es: Die tiefste Sehnsucht im Menschen ist lieben zu können und geliebt zu werden. Und das ist auch das Fundament jeder Spiritualität“, er begann zu schreiben. Waren es anfangs eher psycho-hygienische Gründe, veränderte sich Schäfers Schreiben über die Jahre (es waren sechs) hin zur Auseinandersetzung mit den Kernthemen seiner Theologie, Spiritualität und überhaupt mit seinem Leben.