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Teheran Tabu

A/D 17, A. Soozandeh

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Anfang
19.01.2018 19:30
Kategorie
Film / Kino
Veranstaltungsort

Spielboden
Färbergasse 15
6850 Dornbirn
→ 8.3. - 11.3. ab 17
+43 (0) 5572 21 9 33
http://www.spielboden.at
spielboden@spielboden.at

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Film / Kino 18.01.2018
Gunnar Landsgesell

Downsizing
Matt Damon und Kristen Wiig als die Safraneks, die sich kleinschrumpfen lassen, um einen neuen Reichtum zu genießen. Der Preis ist hoch, wie sich herausstellt.

Wenn Menschen sich in Alexander Paynes "Downsizing" auf Playmobil-Größe schrumpfen lassen, um Luxusvillen und Goldschmuck erschwinglich zu machen, dann klingt das nach einer Groteske voll beißendem Humor. Willkommen im Zwergenland.

Film / Kino 18.01.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (19.1. - 25.1. 2018)
A Ghost Story

Am Spielboden Dornbirn steht diese Woche unter anderem David Lowery melancholischer Geisterfilm "A Ghost Story" auf dem Programm. Das Takino Schaan zeigt im Rahmen des Vintage Cinema Andrej Tarkowskijs großen Science-Fiction-Film "Solaris" in digital restaurierter Fassung.

Theater 17.01.2018
Anita Grüneis

„Clean City“ im TAK - Fünf Putzfrauen, ein Tango und viel Mutterwitz
Die fünf (Putz)Frauen in Athen und ihre Geschichten

„Clean City“ ist ein Stück über Integration, über den Umgang mit Fremden, über Heimweh und über die Würde des Menschen. Fünf Putzfrauen – reale, keine Schauspielerinnen! – erzählen von ihrem Leben in Griechenland, ihrem Ankommen, ihren Schwierigkeiten als Illegale, ihrem Fremdsein und ihrer Arbeit. Das TAK zeigte diese Produktion von Anestis Azas und Prodomos Tsinikoris in der Originalsprache Griechisch mit deutschen Untertiteln. Das Publikum dankte für den kurzweiligen und mitreißenden Abend mit standing ovations.

Musik / Konzert 15.01.2018
Silvia Thurner

Emotionale Musik und bewegende Werkdeutungen – der Cellist Kian Soltani, der Dirigent Leo McFall und das Symphonieorchester Vorarlberg berührten die Menschen
Kian Soltani berührte mit seinem Spiel und der Werkdeutung von Edward Elgars Cellokonzert die Menschen im Bregenzer Festspielhaus.

Lange hat es gedauert bis das Symphonieorchester Vorarlberg den heimischen Cellisten Kian Soltani zum gemeinsamen Musizieren einlud. Im Rahmen des vierten Abonnementkonzertes war es nun endlich so weit und der Publikumsandrang so groß, dass das Montforthaus in Feldkirch und das Bregenzer Festspielhaus die interessierten Konzertbesucherinnen und –besucher nicht fassen konnte. Wer Kian Soltani bei einem Konzert bereits erlebt hat, weiß von seiner hoch musikalischen, packenden Spielart und atemberaubenden Tongebung. So war die Deutung des Cellokonzertes in e-Moll, op. 85 von Edward Elgar ein einmaliges Erlebnis. Auch der englische Dirigent Leo McFall gab sein Debüt mit dem SOV und überzeugte mit den subtilen und stilvollen Werkdeutungen sowie seinem Dirigat auf allen Linien.

Theater 14.01.2018
Dagmar Ullmann-Bautz

Mitten ins Schwarze! Volltreffer! – „Der Volksfeind“ von Hendrik Ibsen am Vorarlberger Landestheater
Bruder (Lukas Spisser) und Schwester (ChrisTine Urspruch) bieten einen mitreißenden Geschlechterkampf

Zum dritten Mal hat das Duo Rippert und Traun im Vorarlberger Landestheater überzeugt, ja begeistert. „Der Volksfeind“ von Henrik Ibsen 1882 geschrieben, erlebte gestern Abend in Bregenz eine packende und unterhaltsame, eine berührende, und ja, auch eine Diskussionen auslösende Premiere. Regisseur Matthias Rippert, der nach „Die kahle Sängerin“ und „Mein Kampf“ zum dritten Mal in Bregenz inszenierte, hat den Text präzise analysiert und daraus eine höchst zeitgemäße Geschichte geformt, die sehr differenziert und mit außergewöhnlichen Ideen ausgestaltet ist. Das Bühnenbild und die Kostüme von Selina Traun sind umwerfend, bestechen durch das außergewöhnlich Imposante und durch die Liebe zum Detail. Aber nicht nur das Auge genießt, auch akustisch ist der Abend ein Leckerbissen. Verantwortlich für Musik und Ton zeichnet Robert Pawliczek.

Musik / Konzert 11.01.2018
Silvia Thurner

Montforter Zwischentöne und 800 Jahre Feldkirch – Der Frühling lenkt den Blick auf den Aufbruch und die Heimkehr
Der Konzertdramaturgiewettbewerb "HUGO" lädt Studierende ein, eine innovative Konzertidee zu realisieren. Zum Wettbewerb treten dieses Mal vier Gruppen aus Basel, Nürnberg und Salzburg an. Das Siegerteam bespielt im Juni die Räumlichkeiten in der Feldkircher Villa Claudia. (Foto: Dietmar Mathis)

Das Feldkircher Festival „Montforter Zwischentöne“ geht in die 10. Auflage und startet gleichzeitig den zweiten Dreijahreszyklus mit den künstlerischen Leitern Hans-Joachim Gögl und Folkert Uhde. Im Rahmen eines Pressegesprächs berichtete der Geschäftsführer des Montforthauses und Initiator des Festivals, Edgar Eller, vom großen Erfolg der vergangenen Saison. Ein Publikumszuwachs von 48 % gibt den künstlerischen Leitern Recht, die experimentelle Formate zwischen Kunst und Alltagskultur entwerfen, thematisieren und erlebbar machen. Im Ausblick auf das Frühlingsprogramm wurde die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Feldkirch und deren 800 Jahrjubiläum betont und auf besondere Highlights hingewiesen.

Aktuell 11.01.2018
Peter Niedermair

30 Jahre allerArt – Ein Gespräch mit dem Obmann des Vereins Wolfgang Maurer
Christoph Thoma und Wolfgang Maurer © Barbara Winkler

allerArt feiert am Samstag, 20. Jänner 2018 in der Remise Bludenz das 30-Jahre-Jubiläum.

Film / Kino 11.01.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (12.1. - 18.1. 2018)
Patients – Lieber leben

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche die Lebensfreude versprühende Tragikomödie „Patients – Lieber leben“. Beim TaKino Schaan steht im Rahmen der „Zauberlaterne“ mit Charlie Chaplins „City Lights“ ein Klassiker der Filmgeschichte auf dem Programm.

Film / Kino 11.01.2018
Walter Gasperi

Wonder Wheel

Woody Allen legt sein Liebesdreieck, das in den 1950er Jahren vor dem Hintergrund des New Yorker Vergnügungsparks Coney Island spielt, als Hommage an die großen Melodramen eines Douglas Sirk an, doch in der Überzeichnung und der betonten Künstlichkeit gewinnt der 47. Film des New Yorkers keine emotionale Kraft. Zu artifiziell bleibt „Wonder Wheel“ und konterkariert die großen Emotionen zudem immer wieder durch die Musik, die einen zu leichten Ton anschlägt.

Literatur 09.01.2018
Peter Niedermair

Kindheit(en) in Vorarlberg - Kindergeschichten und Geschichte in einem faszinierenden Buch des Vorarlberger Kinderdorfs

„Kindheit(en) in Vorarlberg“ war in diesem Jahr mehrfach die Nummer eins der Vorarlberger Sachbuch-Bestsellerliste. Zu recht „die Besten“. Das sehr sorgfältig edierte Buch versammelt 38 persönliche Kindheitserinnerungen, Geschichten von Persönlichkeiten quer durch verschiedene soziale Schichten und Lebensalter. Diese Texte spiegeln Kindheitserfahrungen, sie vermitteln Erfahrungen und Einblicke, Stimmungen und Einschätzungen wie es war, in diesem Land nach 1945 aufzuwachsen. Sie erzählen von der Leichtigkeit kindlicher Tagträumereien, von unbeschwerten Abenteuern, von liebevoller Zuneigung und schier unglaublicher emotionaler Kälte und auch Armut. Diese Erzählungen sind eingebettet in Aufsätze, die den gesellschaftlichen und universellen Rahmen für diese Kindheiten abstecken: Die Veränderungen in der rechtlichen Stellung von Kindern, die weltanschaulich-kulturellen Positionen der Schule, die Geschichte des Vorarlberger Kinderdorfs und die sozialpolitischen Kontexte. Alle Texte sind lesenswerte Vertiefungen und kulturelle Horizonterweiterungen der Bedeutung der Kindermenschenrechte für heute.

CD-Tipp 09.01.2018
Peter Füssl

The Weather Station

Stimmlich und von der Atmosphäre der Songs her, würde Tamara Lindeman vermutlich jeden Joni Mitchell-Ähnlichkeitswettbewerb locker gewinnen, die 33-Jährige, vor allem auch als Schauspielerin aktive Singer-Songwriterin hat aber selbst auch eine Menge zu sagen. Auf den elf Titeln des vierten Albums ihres Projekts The Weather Station singt sie in einer Art lyrischer Prosa wortreich und –gewaltig über Beziehungsprobleme und analysiert Liebesleid und Liebesfreuden aus einer selbstbewussten, feministischen, oft auch ironisch gebrochenen Sicht.

Musik / Konzert 07.01.2018
Silvia Thurner

Mit Nachdruck, aber auch Humor – das „Clarkwell Quintett“ ließ mit geistreichen Kompositionen von Thomas Heel aufhorchen
Das "Clarkwell Quintett" wurde 2015 von Thomas Heel gegründet. Eigene Kompositionen des Ensemblegründers und -leaders standen auf dem Programm im Saumarkt Feldkirch. Rupert Tiefenthaler, Patrick Haumer, Thomas Heel, Hubert Sander und Hansjörg Helbock (v.l.n.r.) spielten die vielschichtigen Kompositionen mit Esprit und unterhaltsam.

Zum Abschluss des diesjährigen Neujahrs-Jazz-Festival musizierte das „Clarkwell Quintett“ im Feldkircher Theater am Saumarkt. Wer sich herkömmliche Jazzmusik erwartet hatte, wurde überrascht, wenige reagierten auch enttäuscht. Das ‚(Alt)Herrenquintett’ präsentierte durchwegs originelle und zeitkritische Werke sowie Lieder des Bandleaders und Komponisten Thomas Heel. Diese boten viel Abwechslung, gaben zu denken und machten mit farbenreichem Instrumentarium und einigen außergewöhnlichen musikalischen Ideen auch Spaß.

Ausstellung 06.01.2018
Karlheinz Pichler

Von Walter Benjamins Koffer bis zu Mowgli - Meisterhafte Kinderbuchillustrationen im Dornbirner QuadrArt
Mit seinen beiden Büchern "Lindbergh" und "Armstrong" hat Torben Kuhlmann dem Bilderbuchgenre für Kinder eine neue Dimension erschlossen

Laut Erhard Witzel, der gemeinsam mit Uta Belina Waeger den Dornbirner Kunstraum QuadrArt führt, ist die aktuell laufende Ausstellung „Sechs auf einen Streich“ ein Besuchermagnet. Kein Wunder, werden doch Unikate von international bekannten Kinderbuchillustratoren gezeigt und damit Werke, die nicht nur eingefleischte Kunstkenner, sondern auch spartenübergreifend kleine und große Liebhaber von Büchern und Bildern ansprechen. Wer die außergewöhnliche Schau noch nicht gesehen hat, hat noch bis 31. Jänner die Gelegenheit, dies nachzuholen.

Film / Kino 05.01.2018
Gunnar Landsgesell

Das Leuchten der Erinnerung
Mirren, Sutherland, bemüht um Schrulligkeit am Lebensabend.

Ein älteres Paar (Helen Mirren, Donald Sutherland) macht sich zu einer letzten Reise in den Süden Floridas auf. Er hat Alzheimer und sie möchte sich bei ihm in Erinnerung rufen. Ein sentimentaler Trip in das Land des Vergessens.

Film / Kino 04.01.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (5.1. - 11.1. 2018)
Maudie

Die Bludenzer LeinwandLounge startet mit dem Künstler-Biopic „Maudie“ ins neue Jahr. Das Takino Schaan zeigt nochmals eine neue, russische Verfilmung von Leo Tolstois „Anna Karenina“.

Literatur 02.01.2018
Ingrid Bertel

Taucht unter, ihr Gedanken! - Drei Strophen eines Volkslieds und ein paar Verse von Verlaine sind Klaus A. Amanns Ariadnefaden durch die Labyrinthe von Demenz und Erinnerung

Seit Demenz eine massenhaft auftretende Erscheinung unserer Gesellschaft ist, hat das Thema auch Eingang in die Literatur gefunden, sehr oft als Vater-Sohn-Geschichte. Das reicht von der „ehrlosen Entblößung des Vaters“ (FAZ) bei Tilman Jens über Martin Suters tröstliche „Small World“ und Jonathan Franzens Versuch „die individuelle Einzigartigkeit von Earl Franzen vor der Generalisierung durch einen benennbaren Befund zu schützen“ bis zu Arno Geigers Wunder an Empathie „Der alte König in seinem Exil“.

CD-Tipp 02.01.2018
Peter Füssl

Goran Bregović: Three Letters From Sarajevo

Sein Vater ist Kroate, seine Mutter ist Serbin, und verheiratet ist der 1950 in Sarajevo geborene Goran Bregović mit einer Bosnierin – folgerichtig fühlt sich der Musiker entgegen aller politischen Realitäten nach wie vor als Jugoslawe. Einst war er einer der erfolgreichsten Rockmusiker des Balkans, schrieb für 25 Filme den Soundtrack – unter anderem für Emir Kusturicas „Time of The Gypsies“, „Underground“ und „Arizona Dream“ – und tourt nun seit bald 20 Jahren mit seinem höchst erfolgreichen The Wedding and Funeral Orchestra ruhelos über den Globus. „Three Letters From Sarajevo“ ist aber eine echte Herzensangelegenheit des Komponisten und Orchesterchefs, wohnt er doch seit 2011 wieder in seiner Heimatstadt, die sich als Zentrum von Hass und Gewalt von den furchtbaren Ereignissen des Jugoslawien-Krieges noch lange nicht erholt hat.

Musik / Konzert 01.01.2018
Silvia Thurner

In einem freudvollen Zusammenwirken zum Glück – das Jugendsinfonieorchester Mittleres Rheintal und der Landesjugendchor „Voices“ luden zum Konzert
Das Jugendsinfonieorchester Mittleres Rheintal sowie der Landesjugendchor "Voices" mit den musikalischen Leitern Markus Pferscher und Oskar Egle boten in Kooperationen mit dem Lions Club Hohenems zum Jahreswechsel ein eindrückliches Konzerterlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Etwa hundertvierzig Jugendliche bescherten mit zwei Silvester- und einem Neujahrskonzert vielen Menschen einen fulminanten Jahreswechsel. In Kooperation mit dem Lions Club Hohenems gingen die Konzerte im schönen Ambiente der Kulturbühne AmBach als mitreißende Benefizveranstaltungen über die Bühne. Markus Pferscher und Oskar Egle - die Leiter des Jugendsinfonieorchesters Mittleres Rheintal sowie des Landesjugendchores „Voices“ - haben speziell für diesen Anlass vielseitige und passende Kompositionen ausgewählt und zueinander in Beziehung gestellt. Voller Tatendrang, Power und emotionsgeladen zogen die kreativen jungen Musiker und Sänger alle Register und rissen mit ihren Darbietungen die Zuhörenden von den Stühlen.

Musik / Konzert 31.12.2017
Peter Ionian

Das Ski Schuh Tennis Orchestra treibt zu sportlichen Höchstleistungen an
Das Ski Schuh Tennis Orchestra präsentiert sein Debütalbum (Foto: peteionian)

Das Ski Schuh Tennis Orchestra fällt sofort durch den ungewöhnlichen Namen auf. Ein Tribut an ein Sportwarengeschäft, das vielmehr menschlich statt kommerziell geführt wurde. Aber eben leider dementsprechend insolvent wurde. Die Lehre daraus hat sich das Ski Schuh Tennis Orchestra auf die Fahnen geschrieben: Weniger um das goldene Kalb tanzen, sondern sich für die Sonnenstrahlen öffnen. Es ist eine Art Reggae‐Ska‐Balkan‐Dub Open Source Projekt und will seine Botschaft mit geballten Fäusten und brennenden Herzen in alle Winde verbreiten. Am 30. Dezember präsentierte die Band am ausverkauften Spielboden Dornbirn ihr Debütalbum.

Ausstellung 29.12.2017
Karlheinz Pichler

Sei keine Maus! - Marina Koldobskaya in der Bregenzer Galerie Lisi Hämmerle
Marina Koldobskaya: Red Cat, 2017, Arcyl auf Leinwand

Nach 2014 zeigt die Bregenzer Galerie Lisie Hämmerle unter dem Titel „The Blots - It's not the convulsions of politicians that change the world“ zum zweiten Male eine Einzelausstellung der in St. Petersburg lebenden und arbeitenden russischen Künstlerin Marina Koldobskaya.

Film / Kino 28.12.2017
Gunnar Landsgesell

Voll verschleiert
Koran im Schnellkurs, bevor Armand in die Burqa schlüpft. Die ist in Frankreich seit ein paar Jahren verboten.

Ein fanatisierter muslimischer Bruder sperrt seine Schwester ein, wird aber durch deren Freund in Burqa-Verkleidung hinters Licht geführt. Eine Gender-Swap Komödie, die vor lauter didaktischer Botschaften den Humor vergisst. Klingt angestrengt, ist es auch.

Film / Kino 28.12.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (29.12. 2017- 4.1. 2018)
Kedi - Von Katzen und Menschen

Im Filmforum Bregenz laufen diese Woche nochmals der türkische „Katzenfilm“ „Kedi – Von Katzen und Menschen“ und Christian Duguays sehr konventioneller, aber bewegender Spielfilm „Ein Sack voll Murmeln“, in dem zwei jüdische Kinder vor dem Nazi-Terror durch Frankreich flüchten müssen.

Literatur 26.12.2017
Markus Barnay

Bolschewisten, Räte, Revolutionen - Die Rheticus-Gesellschaft erinnert an die russischen Revolutionen 1917 – und ihre Wahrnehmung in Vorarlberg

Warum das 100-Jahr-Jubiläum der russischen Oktoberrevolution im November 2017 gefeiert wurde, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben: In Russland galt noch bis 1918 der julianische Kalender, und der hinkte dem – im übrigen Europa seit 1700 allgemein gebräuchlichen – gregorianischen eben um rund zwei Wochen hinterher. Die „Oktoberrevolution“ mit dem Sturm auf das Winterpalais in Petrograd, der damaligen Hauptstadt des Zarenreiches, fand also am 6./7. November unserer Zeitrechnung statt. Was man aber in Vorarlberg damals von den Ereignissen in Russland erfahren und wie man sie beurteilt hat – das wurde bisher noch kaum umfassend erforscht. Diese Forschungslücke möchte jetzt eine Publikation schließen, die von der Rheticus-Gesellschaft als Band 73 ihrer Schriftenreihe herausgegeben wurde und an der - neben Rheticus-Geschäftsführer Gerhard Wanner – auch die Historiker Werner Bundschuh, Nadja Feuerstein, Johannes Spies und Karl Schweizer und die ungarische Universitäts-Dozentin Ibolya Murber mitwirkten. Bundschuh, Spies und Wanner analysierten, was die damaligen Parteizeitungen über die Vorgänge zwischen Februar und November 1917, aber auch in den Jahren danach berichteten. Ihr Fazit: Über die russische Revolution wurde regelmäßig, aber nicht immer sehr detailliert, vor allem aber sehr parteiisch berichtet – und das trotz der herrschenden Zensur, denn schließlich war ja der Erste Weltkrieg noch immer in vollem Gange.

CD-Tipp 26.12.2017
Peter Füssl

Joe Henry: Thrum

„Thrum“ ist das 14. Album des 57-jährige Joe Henry, der von Kritikern regelmäßig gefeiert und vom Massenpublikum mehr oder weniger ignoriert wird. Jenen breiten Erfolg, der ihm als vierfach Grammy-dekoriertem Produzenten von Stars wie Solomon Burke, Ramblin’ Jack Elliot, Allen Toussaint, Aimee Mann, Aaron Neville, Elvis Costello oder Bonnie Raitt zuteil wurde, wird Henry voraussichtlich auch mit den elf exquisiten neuen Songs auf „Thrum“ nicht erreichen, denn die atmosphärisch dichten Stücke sind nicht so leicht zugänglich.

Ausstellung 25.12.2017
Karlheinz Pichler

Von der subkulturellen Szene bis zur andersartigen Modefotografie - Jane Štravs in der Feldkircher Galerie 60
Jane Štravs:  Hostnik Tomaz performt mit der Gruppe Laibach am Novi Rock Festival 1982, Ljubljana, Archival Print

Die aktuelle Ausstellung in der Feldkircher Galerie 60 - in Kooperation mit dem Palais Liechtenstein - gibt einen Einblick in das Schaffen des 1965 geborenen Künstlers Jane Štravs, der zu den wichtigsten Fotografen Sloweniens zählt. Die gezeigten, hauptsächlich schwarzweißen Arbeiten decken einen Zeitraum von über 30 Jahren ab (1982-2006).