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Nikolaus Walter

'Nackt'

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Anfang
19.05.2017 19:00
Ende
23.07.2017 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

milK_ressort [MittenimLandKunst_ressort]
Alte Sennerei, Agasella 8
6811 Göfis
→ So 14 - 17 und nach telef. Vereinbarung: 0664/5141286
+43 664 5141286
http://www.milk-ressort.at
office@milk-ressort.at

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Theater 28.07.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Das Maxim Gorki Theater mit „The Situation“ - Humorvoll, berührend, vor allem aber authentisch!
Tolles Ensemble!

Nach vierjähriger Pause präsentierten die Bregenzer Festspiele im Sommer 2017 erneut eine Theaterproduktion. Eingeladen war das Maxim Gorki Theater aus Berlin mit dem Stück „The Situation“, das seit September 2015 sehr erfolgreich gespielt wird. In Deutschland wurde das Stück 2016 von der Kritik zum „Stück des Jahres“ gewählt.

Film / Kino 27.07.2017
Gunnar Landsgesell

Dunkirk
Nolans Kriegsbetrachtung: Wie verhalten sich Individuum und Kollektiv zueinander?

Regisseur Christopher Nolan greift auf ein eigentümliches Kapitel des Zweiten Weltkrieges zurück: der Einschluss britischer und französischer Truppen in Dünkirchen durch die Armee des Dritten Reiches und die wundersame Rettung von 300.000 Soldaten. Kein Kriegsfilm, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn, sondern die Reflexion eines kollektiven Wollens.

Musik / Konzert 27.07.2017
Silvia Thurner

Balzrufe, Orpheus, Tango und Vierteltöne – der Wiener Concert-Verein unter der Leitung von Martin Kerschbaum bescherte Gerold Amann ein schönes Geburtstagsfest
Der Wiener Concert-Verein unter der Leitung von Martin Kerschbaum spielte Gerold Amann zum Geburtstag auf und brachte im vorarlberg museum Musik von Vorarlberger Komponisten zum Klingen.

Die zweite Ausgabe der „Zeitklang im Museum“ ist in diesem Jahr dem Vorarlberger Komponisten Gerold Amann gewidmet. Im Rahmen eines stimmungsvollen Konzertes wurden zwei Werke aufgeführt, die für das kammermusikalische Schaffen des in Schlins lebenden Künstlers typisch sind. Überdies erklangen Werke von Johanna Doderer, Michael Floredo und Gerald Futscher. Alle drei haben von Gerold Amann entweder wesentliche Impulse erhalten oder bei ihm studiert. Gut disponiert spielten die Musikerinnen und Musiker des Wiener Concert-Vereins, so dass hervorragende Werkdeutungen erklangen und der gesamte Abend zu einem rund um gelungenen Fest für den bald 80-jährigen Gerold Amann wurde.

Film / Kino 27.07.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (28.7. - 3.8. 2017)
Ein deutsches Leben

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche mit „Ein deutsches Leben“ einen Dokumentarfilm über eine der Sekretärinnen des NS-Propagandaminsters Joseph Goebbels. In Rankweil geht das heurige Open-Air-Festival „Filme unter Sternen“ mit Josef Haders Regiedebüt „Wilde Maus“ langsam zu Ende.

Musik / Konzert 26.07.2017
Silvia Thurner

Jüdische Musik trug das Innere nach außen – Pawel Zalejski und Matan Porat gaben im KUB ein berührendes Konzert
Pawel Zalejski an der Geige und Matan Porat am Klavier spielten Musik mit jüdischen Wurzeln und hinterließen dabei in mehrerlei Hinsicht einen lange nachwirkenden Eindruck. (Foto: Bregenzer Festspiele)

Bei den Bregenzer Festspielen werden in erster Linie renommiert angelegte Produktionen gezeigt. Doch oft ist gerade in den kleineren, begleitenden Konzertformaten Großes zu erleben. Ein derartiges Ereignis war der Duoabend mit dem Geiger Pawel Zalejski und dem Pianisten Matan Porat im Kunsthaus Bregenz. Die jüdische Musiktradition stellten die beiden herausragenden Musiker mit einer gut zusammengestellten Werkauswahl in den Fokus ihres leidenschaftlichen und virtuosen Spiels. Im Mittelpunkt stand die Uraufführung der Komposition „Nigun für Bromberg“, mit der Pawel Zalejski den vertriebenen Juden seiner Heimatstadt Bromberg ein berührendes Denkmal gesetzt hat.

Musik / Konzert 25.07.2017
Silvia Thurner

Schwüle Lüfte und heißblütige Tänze – das erste Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker unter der Leitung von Antonio Méndez war ein sinnliches musikalisches Erlebnis
Unter der Leitung von Antonio Méndez und mit dem Solisten Javier Perianes gestalteten die Wiener Symphoniker das erste Orchesterkonzert bei den Bregenzer Festspielen mit Esprit und sinnenreicher Klanglichkeit. (Foto: Bregenzer Festspiele, Dietmar Mathis)

Ein ausgesuchtes Programm, perfekt abgestimmt zum spanischen Kolorit der diesjährigen Opernproduktion „Carmen“, präsentierten die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Antonio Méndez im Bregenzer Festspielhaus. Nach dem sinnlichen Klanggemälde „Iberia“ von Claude Debussy wendeten sich die Musiker Manuel de Fallas „Nächten in spanischen Gärten“ sowie dem „Dreispitz“ zu. Ergänzend dazu belebte der energiegeladene Pianist Javier Perianes mit seiner Deutung des G-Dur Konzert von Maurice Ravel die Sinne. Das elegante und ins Detail gehende Dirigat von Antonio Méndez sowie die ideenreichen musikalischen Deutungen verströmten ein spanisches Flair, das das Publikum begeisterte.

CD-Tipp 25.07.2017
Peter Füssl

Halsey: Hopeless Fountain Kingdom

Die in New York lebende Halsey, ein Anagramm des Vornamens von Ashley Nicolette Frangipane, wurde von maßgeblichen amerikanischen Magazinen als „Stimme ihrer Generation“ bezeichnet, als sie vor zwei Jahren mit ihrem Debut „Badlands“ ein ziemlich eigenwilliges und trotzdem kommerziell höchst erfolgreiches Album vorlegte. Mit „Hopeless Fountain Kingdom“ folgt nun ein Konzeptalbum, das von William Shakespeares „Romeo und Julia“ inspiriert ist. Zum Auftakt rezitiert Halsey sogar aus dem Prolog des Klassikers, verlegt dann aber die Story ihrer Luna und Solis getauften Protagonisten – Namen die vermutlich ihrem Faible für Marvel-Comics geschuldet sind – in die Gegenwart der Twitter/Facebook-Generation.

Musik / Konzert 24.07.2017
Silvia Thurner

Lieder mit einer hoffnungsfrohen Botschaft – das „Middle East Peace Ensemble“ beglückte mit poesievoller Musik
Der Oboist Henrik Chaim Goldschmidt sowie Anders Singh Vesterdahl an der Harmonika, Bilal Irshed an der Oud und die Sängerin Fatma Zidan faszinierten mit ihrer kommunikativen und ausdrucksstarken Spielart das Publikum beim ersten Konzert der Reihe "Musik und Poesie" bei den Bregenzer Festspielen. (Foto: Bregenzer Festspiele)

Musik verbindet und bereichert die Kulturen, das war wieder einmal aufs Neue im Rahmen von „Musik und Poesie“ bei den Bregenzer Festspielen zu erleben. Passend zum Themenkreis der Oper „Moses in Ägypten“ musizierte das „Middle East Peace Ensemble“ jiddische, jüdische und arabische Musik. Ganz unmittelbar zogen der charismatische Oboist Henrik Chaim Goldschmidt sowie Anders Singh Vesterdahl an der Harmonika, Bilal Irshed an der Oud und die Sängerin Fatma Zidan das Publikum in ihren Bann. Darüber hinaus hinterließen die Erzählungen Henrik Chaim Goldschmidts einen großen Eindruck. Da stand ein Mann auf der Bühne, der den Frieden und die Verständigung zwischen den Menschen nicht nur musikalisch lebt, sondern auch in die Tat umsetzt. In Kopenhagen hat er eine für alle zugängliche, kostenlose Musikschule aufgebaut.

Literatur 24.07.2017
Annette Raschner

Vom Glück der Einfachheit - „Schweben“ - der dritte Roman von Jürgen-Thomas Ernst

Welche Momente machen ein Leben letztlich zu einem sinnerfüllten? Was bedeutet Glück angesichts der Tatsache, dass wir alle sterblich sind? Worauf kommt es wirklich an? Von existenziellen Fragen grundiert ist das neue Buch des 1966 in Lustenau geborenen Schriftstellers, Försters und Waldpädagogen Jürgen-Thomas Ernst. Nach „Anima“ (2010) und „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ (2015) ist „Schweben“ der dritte Roman von Ernst, der Anfang August im Braumüller Verlag erscheint.

Ausstellung 23.07.2017
Karlheinz Pichler

Von der Schwarm-Intelligenz bis zum schwebenden Stein – die Art Bodensee in der neuen Messehalle 11 kommt gut an
Ausstellerstand der Harder Galerie.Z

Die von Marte.Marte entworfene Messehalle 11 erinnert mit ihren Betonwänden und ihrer pechschwarzen Decke in Form einer Leimbinderkonstruktion architektonisch ein wenig an eine riesige Kunsthalle. Dass hier die ausgestellten Werke deutlich besser zur Geltung kommen als früher, liegt auf der Hand. Das sehen nicht nur die Galeristen so, sondern auch die Besucher der Messe. Die 17. Art Bodensee kommt gut an, auch wenn es trotzdem einiges zu kritisieren gibt.

Musik / Konzert 22.07.2017
Thorsten Bayer

Bayerische Nacht in der poolbar mit The Notwist und Pelzig – und komplexen Songs für Liebhaber
Melancholische Stimmung bei Musik und Licht (alle Fotos © Matthias Dietrich).

Am gestrigen Freitagabend waren zwei Bands im Alten Hallenbad Feldkirch zu Gast, die rockige Gitarren und elektronische Tüfteleien gekonnt kombinieren: Pelzig aus Ingolstadt und die aus Weilheim stammenden The Notwist.

Musik / Konzert 21.07.2017
Fritz Jurmann

Opernexperiment der Festspiele mit Rossinis „Moses in Ägypten“ gescheitert - Erdmännchen lenken bloß vom Wesentlichen ab
Mit prächtigen historischen Bildern wird bei Rossinis „Moses in Ägypten“ in Bregenz aufgetrumpft (Bühne und Kostüme: Christof Hetzer, Licht: Alex Brok)

Die Bregenzer Festspiele haben heuer mit ihrer Hausoper hoch gepokert, aber letztlich mit ihrem Konzept nicht überzeugen können. Mit Hilfe eines künstlerischen Experiments wurde eine 200 Jahre alte Belcanto-Oper aktualisiert, indem man dem Werk eine zweite Spielebene mit Puppen übergestülpt hat. Damit wollte man die biblische Geschichte von Exodus und Flucht der Israeliten durch das Rote Meer in Rossinis Oper „Moses in Ägypten“ mit den heutigen Flüchtlingsströmen über das Mittelmeer in Beziehung setzen und dadurch einen gesellschaftspolitisch wichtigen Akzent setzen. Die Begeisterung des von weither angereisten vornehmen Opernpublikums übertraf bei der Premiere am Donnerstag im Festspielhaus freilich erheblich den angestrebten Betroffenheits-Faktor.

Ausstellung 21.07.2017
Peter Füssl

„Stoffliches“ von Albrecht Zauner und mehr ... - Zwei Sonderausstellungen in der Juppenwerkstatt Riefensberg
Im Außenraum der Juppenwerkstatt erhebt sich eine weiße, flache, dreiteilige Skulptur von Albrecht Zauner

Mit viel Liebe zum Detail wird in Riefensberg geglästet, gefältelt, genäht und gestickt, denn in der Juppenwerkstatt entsteht bekanntlich noch immer das traditionelle Wälderkleid – d´Jûppô. Das ist aber längst nicht alles, wofür im ehemaligen Gasthaus Krone Zeit und Leidenschaft investiert werden. Immer wieder finden spannende, lehrreiche Kurse oder informative und sehenswerte Ausstellungen statt. Aktuell sind zwei Sonderausstellungen zu sehen: „bewahren und erneuern. Bregenzerwälder Frauen- und Männertrachten“ sowie „Stoffliches. Albrecht Zauner Skulpturen und Zeichnungen“

Film / Kino 20.07.2017
Gunnar Landsgesell

Das unerwartete Glück der Familie Payan
Hektisch im Auto, aber doch zu spät. Nichts läuft rund bei den Payans.

Eine Vier-Generationen-Familie von herbem Charme: Bis auf Mutter Nicole, die sämtliche Verantwortung trägt, leben hier alle ihre Egoismen aus. Als Nicole mit 49 unerwartet schwanger wird, droht dem gut eingespielten Chaos ein Ende. Französische Komödie vollgepackt mit herbem Charme.

Film / Kino 20.07.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (21.7. - 27.7. 2017)
Die Schöne und das Biest

Beim Open-Air in Heerbrugg läuft diese Woche Bill Condons prächtig ausgestattete Verfilmung von „Die Schöne und das Biest". In Rankweil wird unter den Sternen unter anderem die italienische Komödie „Der Vollposten – Avanti Beamti“ gezeigt.

Musik / Konzert 20.07.2017
Fritz Jurmann

Verregnete „Carmen“ am See - Ganz großes Kino mit psychologischem Feinschliff
 Opulent zeigt sich heuer das Bühnenbild von „Carmen“ von Es Devlin mit den überdimensionalen Spielkarten, die im Geschehen ein vielfältiges Leben entwickeln.

So hatte das Regisseur Kasper Holten nicht gemeint, als er davon sprach, dass Luft für ihn Freiheit bedeute und Wasser das Schicksal. Nun kam, trotz aller positiven Wettervorhersagen, das Wasser von oben, kübelweise in Form eines starken Gewitterregens punktgenau zum Beginn der „Carmen“-Premiere am Mittwoch auf der Seebühne – auch eine Art Schicksal! Gestoppte 75 Minuten lang. Doch niemand dachte an Abbruch, im Gegenteil.

Ausstellung 19.07.2017
Karlheinz Pichler

Monochrome, beschauliche Gegenwelten – „The Pond Room“ von Hans Op de Beeck im Kunstraum Dornbirn
Hans Op de Beeck: The Pond Room (Fotos: Karlheinz Pichler)

Ganz in Grau gibt sich derzeit der Kunstraum Dornbirn. Der artifizielle Teich mit den Seerosen aus Gips, auf dessen gläsernem Wasser sich die Fenster der Montagehalle spiegeln, die Chesterfield-Sofas, die Gesteinsbrocken, der Kies, mit der der Kunstraum aufgeschüttet wurde, selbst das Geräteschuppen-artige Häuschen, in dem die Videofilme abgespielt werden, ist mit einem grauen Farbanstrich überzogen. Die Installation „The Pond Room“ von Hans Op de Beeck erscheint wie ein monochromes Gemälde. Einzig die rosa Kirschblüten aus Stoff auf den Bäumchen entlang des Teichens setzen einige lyrische Farbtupfen in den Raum.

CD-Tipp 18.07.2017
Peter Füssl

Lars Danielsson: Liberetto III

Seit 2012 verzaubert der schwedische Kontrabassist und Cellist Lars Danielsson ungefähr im Zwei-Jahres-Rhythmus die Jazz-Gemeinde mit seinen „Liberetto“ getauften, melodienseligen Kammer-Jazz-Pop-Alben. Auch auf der Nr.3 liefert er mit seinen zwölf neuen Eigenkompositionen ästhetisch perfekte und exzellent musizierte, in großer Leichtigkeit dahinschwebende Stimmungsbilder, denen es aber nicht an – mitunter ganz schön rockigen – Kanten und Ecken mangelt.

Theater 17.07.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Dünne Story überzeugend umgesetzt - Das Theater Shakespeare am Berg feierte mit „Moustache“ seine dritte Premiere

Letzten Donnerstag feierte das Theater Shakespeare am Berg seine dritte Premiere in der Bergarena Muttersberg oberhalb von Bludenz. Nach „Macbeth“, „Romeo und Julia“ erwartete das Publikum dieses Jahr das Stück „Moustache“ von Thomas A. Welte nach William Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“.

Literatur 17.07.2017
Ingrid Bertel

Elfmeterschießen mit Ingeborg - Autoren schreiben übers Kicken

Wenn Autoren kicken, dann schreiben sie auch darüber. In der Anthologie „Gegen den Ball“ absolvieren sie 26 Länderspiele und schreiben darüber 547 Beiträge. Viele und vor allem die lustigsten stammen von Christian Futscher.

Aktuell 15.07.2017
Karlheinz Pichler

Malerin und Illustratorin Sigrid Hutter †
Im 50. Lebensjahr gestorben: Sigrid Hutter (© Hutter)

Die 1968 in Bregenz geborene und in Feldkirch arbeitende Künstlerin und Illustratorin Sigrid Hutter ist vor allem mit ausdrucksstarken Porträt- und Landschaftsgemälden bekannt geworden. Aber auch mit Aktbildern sowie mit sogenannten „Motorcycle Diaries“, die in engem Zusammenhang mit ihrer Leidenschaft zum Motorradfahren zu sehen sind. Hutter dazu: „Motorradfahren als Leidenschaft findet selbstverständlich auch Eingang in meine Kunst. Ob als freie Komposition auf Leinwand - oder meist Auftragsarbeiten auf Papier - die Schönheit der Technik fasziniert mich immer wieder aufs Neue.“

Film / Kino 13.07.2017
Gunnar Landsgesell

Zum Verwechseln ähnlich
Ein irreführendes Bild: Lucien Jean-Baptiste, frischgebackener Adoptivvater und auch Regisseur des Films, erschrickt keineswegs über den kleinen Benjamin, er ist sogar sehr glücklich.

Wenn weiße Eltern ein schwarzes Kind adoptieren, ist das nichts Ungewöhnliches. Was aber, wenn schwarze Eltern ein weißes Kind adoptieren? Die französische Komödie "Zum Verwechseln ähnlich" versucht den Perspektivwechsel und verliert sich dabei fast selbst in der neuen Unübersichtlichkeit.

Film / Kino 13.07.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (14.7. - 20.7. 2017)
Homme Less

Der Spielboden Dornbirn startet sein Open-Air mit Thomas Wirthensohns Dokumentarfilm „Homme Less“. Beim FKC Dornbirn steht diese Woche Park Chan-wooks meisterhafter Erotikthriller „Die Taschendiebin" auf dem Programm.

Literatur 11.07.2017
Peter Niedermair

Eine Erfolgsgeschichte - 20 Jahre KUB - ein einmaliges Buch von Rudolf Sagmeister
Yilmaz Dziewior VALIE EXPORT Rudolf Sagmeister 2011  © Kuehn Malvezzi

Der Kunsthistoriker und KUB Kurator Rudolf Sagmeister ist seit Anfang dabei. Er ist die Seele des KUB, steht mit hoher Präsenz im Epizentrum, mitten in der Sozietät des KUB. Sein Stil, das Comme il faut, sein kommunikativer, offener Umgang, seine Gastfreundschaft gegenüber den eingeladenen Künstlern, seine wertschätzend vermittelnde Art mit den Handwerkern zu reden, all das wird in seinem Aufsatz ‚Sie kommen als Fremde und gehen als Freunde‘ deutlich. Diese Story erzählt sich auch aus den Fotos in dem Buch, das der „unermüdliche Produzent“ aus Anlass 20 Jahre KUB am 16. Juli präsentiert. Die Fotos in diesem einzigartigen Dokument sprechen vom Blick im Augenblick; Thomas Trummer schreibt in seinem Essay ‚Erwiderte Blicke‘: „Die hier versammelten Porträts sind mehr als nur das Archiv einer bemerkenswerten Ausstellungsgeschichte. Sie bezeugen eine Ansteckung, die sich im Moment der Aufnahme zwischen Fotograf und Fotografierten ereignet, aber auch die Ansteckung jener, die ihre Blicke im festgehaltenen Bild nochmals tauschen.“ Ein besonderes Spezifikum von Orten der Kunst ist es, und beim KUB wird das besonders deutlich spürbar, dass Menschen, die dort hingehen, ihre Sensorien ganz öffnen und bereit sind, alles aufzunehmen.

CD-Tipp 11.07.2017
Peter Füssl

Miles Mosley: Uprising

Vom ersten Ton weg wird man von diesem kraftstrotzenden, druckvoll brodelnden Hexengebräu aus Soul, Jazz, Rock, R’n’B und Funk völlig in den Bann gezogen. Der im zurzeit extrem hippen West Coast Get Down-Jazzkollektiv aus Los Angeles fest verankerte Miles Mosley machte schon auf Kendrick Lamars „To Pimp A Butterfly“ und Kamasi Washingtons „The Epic“ auf sich aufmerksam. Wie Letzteres sind auch die elf Aufnahmen für Mosleys Verve-Debut „Uprising“ in derselben 30-tägigen Monster-Session entstanden, in der das Kollektiv das Kingsize Soundlab Studio in L.A. mietete und 170 Stücke aufnahm.