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Jan Kaeser, Guido von Stürler

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Anfang
22.04.2017 16:00
Ende
20.05.2017 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

Galerie Adrian Bleisch
Grabenstraße 2
9320 Arbon
→ Mi - Fr 14 - 18, Sa 11 - 16
+41 71 446 38 90
http://www.galeriebleisch.ch
galeriebleisch@buewin.ch

Artikelaktionen
abgelegt unter:
CD-Tipp 17.10.2017
Peter Füssl

Bugge Wesseltoft: Everybody Loves Angels

Um mit Allerwelthits wie „Bridge Over Troubled Water“, „Morning Has Broken“, „Blowing In The Wind“, „Angie“ oder „Let It Be“, die Ton für Ton in die Gedächtnisse der zumindest über Radios verfügenden Menschheit eingebrannt sind, nicht jämmerlich Schiffbruch zu erleiden, muss man schon über das ganz spezielle Talent Bugge Wesseltofts verfügen.

Musik / Konzert 14.10.2017
Fritz Jurmann

Jesus am Kreuz, Herodes in der Badewanne – Götzner „Jesus Christ Superstar“ als umwerfend aktuell aufgepeppte Rockoper
Jesus (Darius Merstein-MacLeod) diskutiert im Bühnenbild von Regisseurin Barbara Schöne seine Lehre vom Reich Gottes mit seinen Jüngern (Choreinstudierung Darina Naneva-Ivov).

Unglaublich, welches künstlerische Potenzial da in dieser hoch motivierten Truppe des „Musiktheaters Vorarlberg“ schlummert. Da brauchen nur Kenner und Könner wie die hier mit ihrem „Don Giovanni“ oder der „Evita“ vor drei Jahren unentbehrlich gewordene deutsche Regisseurin Barbara Schöne und der seit zehn Jahren amtierende Intendant Nikolaus Netzer als musikalischer Leiter zu kommen – schon entsteht auch aus einem schon etwas angejahrten Stück wie der Rockoper „Jesus Christ Superstar“ auf der Götzner Kulturbühne AmBach ein mit den politischen Problemen unserer Zeit aufgepepptes, berührendes und dabei auch witziges Musiktheater. Die mit Spannung erwartete Premiere wurde am Freitag vor ausverkauftem Haus ausgiebig und herzlich gefeiert. Das sollte man gesehen haben!

Musik / Konzert 13.10.2017
Silvia Thurner

Kunstvoll verwoben und quirlig gesetzt – Julia Schröder und die „Lautten Compagney Berlin“ stellten Gegensätze von Bach und Vivaldi mitreißend dar
Die "Lautten Compagney Berlin" unter der Leitung von Julia Schröder bot dem Dornbirner Abonnementpublikum zum Saisonauftakt im Dornbirner Kulturhaus vergnügliche Stunden auf hohem musikalischen Niveau.

Einen erfolgreichen Start legte die Abonnementreihe „Dornbirn Klassik“ in mehrerlei Hinsicht hin. Das Berliner Barockensemble „Lautten Compagney“ ist bei den Dornbirner Konzerten ein gern gesehener Gast. Die engagierten Musikerinnen und Musiker spielten unter der Leitung von Julia Schröder, die auch als Solistin brillierte. Geboten wurde ein stringentes Programm, das Konzerte von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi einander gegenüber stellte und zu reizvollen Kompositionsvergleichen Anlass gab. Zum ersten Mal gestaltete der Autor und Filmemacher Robert Schneider die Werkeinführung. Sympathisch kristallisierte er die Wesensmerkmale der dargebotenen Kompositionen heraus und gab dem Publikum aufschlussreiche Anreize zum Hören.

Kleinkunst / Kabarett 13.10.2017
Anita Grüneis

Premiere im Schlösslekeller Vaduz - Der Zauberfuzzi und sein geheimnisvoller Koffer
Zauberfuzzi Albi Büchel und sein Zauberkoffer

Albi Büchel, auf Bühne und Straße besser bekannt als „Zauberfuzzi“, präsentierte im ausverkauften Schlösslekeller Vaduz sein neues abendfüllendes Programm mit dem Titel „Der Zauberkoffer. Eine wahre Lügengeschichte“. Es wurde ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Abend für die ganze Familie. Ein Abend, der zum Staunen einlud und die ewig gleiche Frage offenließ: „Wie hat er das bloß gemacht?“ Der Zauberfuzzi selbst weiß nur eine Antwort: „Zaubern macht manchmal keinen Sinn.“

Kritiken 12.10.2017
Gunnar Landsgesell

Maleika
Platz genommen wie für ein Filmplakat. Die Gepardenmutter mit ihren sechs Jungen.

Der Film folgt über mehrere Jahre einer Gepardenmutter, genannt "Maleika", und ihren sechs Jungen. Das ergibt faszinierende Bilder, schöne Bewegungsstudien, aber auch unangenehme anthropomorphe Betrachtungsweisen eines wilden Tieres, das dem Zuseher wie eine Disney-Gestalt begegnen soll.

Film / Kino 12.10.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (13.10. - 19.10. 2017)
Die göttliche Ordnung

Das Takino Schaan zeigt diese Woche im Kunstmuseum Liechtenstein Abdherrahamane Sissakos meisterhaften Spielfilm „Bamako“. Eine flotte Komödie über den Kampf Schweizer Frauen fürs Wahlrecht steht dagegen mit „Die göttliche Ordnung“ am Spielboden Dornbirn im Rahmen der "gender:impulstage 2017“ neben zwei Dokumentarfilmen auf dem Programm.

Literatur 12.10.2017
Jürgen Schremser

Talking Heads - Zu Jens Dittmars neuem Roman „Falknis. Eine Mordgeschichte“

Glaubt man den Verlagsankündigungen zum neuen Buch des liechtensteinischen Autors Jens Dittmar, dann wird uns ein spannendes Gaunerstück mit Lokalkolorit und internationalen Verflechtungen vorgelegt. Ein „widerborstiger Heimatroman“, der mit Anspielungen und Reverenzen an Theodor Storms „Schimmelreiter“ überdies Anschluss an die deutsche Literaturgeschichte sucht. Das ist nicht unbescheiden, nimmt man Maß an der Erzählkunst des 19. Jahrhunderts. Bei Dittmar ist das Spiel mit Reverenzen und Referenzen Programm und macht auch in „Falknis“ einen Gutteil des Erzählaufkommens aus. Leider bleibt dabei das Geschäft, den verbrechensträchtigen Stoff – „Eine Mordgeschichte“ – glaubhaft mit Spannung zu versehen, unerledigt.

CD-Tipp 12.10.2017
Peter Füssl

Lizz Wright: Grace

Wenn die 37-jährige, aus der ländlichen Kleinstadt Hahira in Georgia stammende Prediger-Tochter Lizz Wright „back to the roots“ geht und ihre ganz persönliche Verbundenheit mit den lieblichen, entspannten, aber irgendwie auch mystisch anmutenden Seiten des US-amerikanischen Südens zelebriert, ist das eine höchst emotionale Angelegenheit. Aus siebzig Songs, die ihr der als Produzent fungierende Singer-Songwriter Joe Henry vorgeschlagen hat, wählte die Sängerin neun Stücke aus, die sie auf ihre unnachahmlich sensible und dennoch kraftvolle Art ganz zu ihren eigenen macht.

Ausstellung 10.10.2017
Karlheinz Pichler

Kleine Veranstalter sind große Gewinner der „Langen Nacht der Museen“
Der Bregenzer Künstler und Grafiker Günter Gruber bereitet den Druck einer Kaltnadelradierung vor (Fotos: Karlheinz Pichler)

Dass vor allem große Kultureinrichtungen in Ballungszentren im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ besuchermäßig voneinander profitieren können, liegt auf der Hand. Schwerer haben es da die kleinen Veranstalter abseits der großen Routen, wie etwa das Museum für Druckgrafik in Rankweil, das Atelier Artquer in Frastanz/Felsenau oder die Artenne in Nenzing. Da sie auf weiter Flur die einzigen Anbieter sind, kommen zwar weniger Leute, dafür bleiben diese viel länger und setzen sich entsprechend intensiver mit dem Dargebotenen auseinander.

CD-Tipp 10.10.2017
Peter Füssl

Wolfgang Haffner: Kind of Spain

Der renommierte, stilistisch äußerst vielseitige deutsche Schlagzeuger Wolfgang Haffner hat schon lange ein Faible für spanische Musik, das durch seinen Wohnortwechsel nach Ibiza naturgemäß noch verstärkt wurde. Dennoch setzte er bei der Realisierung seines neuen Projektes nicht auf iberische Jazz-Cracks, sondern auf alte Vertraute, wie Pianist Jan Lundgren, Vibraphonist Christopher Dell, Bassist Lars Danielsson, Trompeter Sebastian Studnitzky und den jungen Gitarristen Daniel Stelter.

Ausstellung 09.10.2017
Peter Niedermair

Die neue Garten-Galerie in Heilgard Bertels Atelier Spitzenegg Hohenems – Eröffnung der Ausstellung „Requiem“ am 7. Oktober 2017

„Ich will ein Reiter werden.“ Aus dem Kaspar Hauser Lied - Man tut nichts einfach so. Man redet miteinander. Manchmal auch mit sich selbst. Denn die Vielfalt der Meinungen ist auch in jedem einzelnen Menschen vorhanden. Jeder Mensch ist ständig in einem – oft auch kontroversen – Gespräch mit sich selbst. Mit Referenz an Ludwig Wittgenstein und Thomas Bernhard, dessen Literatur Mariella Scherling-Elia, die jetzt gerade, wenn wir hier im Garten vor der neuen Galerie Heilgard Bertels stehen, in Hohenems beerdigt wird, sehr mochte, „Alles was wir sehen, könnte auch anders sein“. Meine frühesten Erinnerungen an meine Kindheit spielen um ein Karussell, bei dem ich auf einem weißen hölzernen Pferd saß, an dessen Hals ich mich festhielt, eine Geschichte, die ein Foto aus diesen Jahren erzählt.

Theater 09.10.2017
Peter Niedermair

Eine leichte Gehirnerschütterung. Eine Art psychohistorische Kreisky-Parallelverschiebung - „Die Ermordung Bruno Kreiskys“ von Wolfgang Mörth am Theater Kosmos

Am Ende geht man nicht, wie sonst oft nach Theater Kosmos Stücken, mit vielen Fragen hinaus, weil das neue zweistündige Wolfgang Mörth Stück eine Komödie bis zum Schluss bleibt und die Fragen dort auch zu einem Ende gebracht werden, was Melanie, die 25-jährige Protagonistin dezidiert ansagt. „Ich mach das hier fertig. Durch mich ist die ganze Sache ja ins Rollen gekommen. Deshalb bring ich es jetzt auch zu Ende. Also, meine Damen und Herren. Danke, dass Sie hier waren. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend. Äh... erinnert sich jemand von Ihnen an die Ermordung Bruno Kreiskys?“

Literatur 09.10.2017
Annette Raschner

Es werden jedes Jahr mehr ... - Haben und Sein/V#33
Autorinnen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein wurden eingeladen, Texte über die Armut und das Arm-Sein für die V#33 zu verfassen © Gerhard Klocker

Eine Rolltreppe, vermutlich in einem Einkaufszentrum (Foto: Gerhard Klocker) ziert die neue Ausgabe der von Literatur Vorarlberg herausgegebenen Zeitschrift „V“. 23 Autorinnen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein wurden eingeladen, Texte über die Armut und das Arm-Sein mitten unter uns zu verfassen. Laut Statistik Austria waren 2016 achtzehn Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung bzw. 1.542.000 Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. 8,3 Prozent sind trotz Erwerbstätigkeit armutsgefährdet („Working Poor“). Annette Raschner hat mit Christina Walker und Andrea Gerster gesprochen; beide Autorinnen haben erstmals eine Ausgabe der „V“ kuratiert.

Musik / Konzert 08.10.2017
Silvia Thurner

Organisch und quicklebendig – das „Concerto Stella Matutina“ übertrug ihre sprudelnde Begeisterung auf das Publikum
Das „Concerto Stella Matutina“ begeisterte in kleiner Besetzung mit Kirchen- und Kammersonaten zum „beten und tafeln“ von Heinrich Ignaz Franz Biber.

Das Barockorchester „Concerto Stella Matutina“ hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf erworben. Im Rahmen des vierten Abonnementkonzertes in der Kulturbühne AmBach waren genau die Wesensmerkmale, die dieses Orchester so besonders auszeichnen, aufs Neue zu erleben. Courage bewiesen die Musiker mit der Werkauswahl, denn eine Sammlung aus zehn Kammer- und Kirchensonaten des Salzburger Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber standen im Mittelpunkt des Abends. Die faszinierend dargebotenen Werkdeutungen mit dem Blick auf das Wesentliche boten ein erfrischendes Erlebnis.

Theater 08.10.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Irritierend, quälend, real! – „Unter Verschluss“ von Pere Riera am Vorarlberger Landestheater
Großartig: Timo Weisschnur und Judith van der Werff

Gestern feierte das Vorarlberger Landestheater seine zweite Premiere in einer Saison, die dem Motto „Machtspiele“ unterstellt ist. Mit dem Stück „Unter Verschluss“ des katalanischen Autors Pere Riera zeigte das Landestheater die österreichische Erstaufführung eines Machtkampfes, wie er grausliger kaum sein könnte. Der deutsche Regisseur Maik Priebe inszenierte den Abend im Bühnenbild von Mira König.

Film / Kino 05.10.2017
Gunnar Landsgesell

Happy End
Großbürgerfamilie mit einem Schuss Chabrol'schem Schelmentum, zugleich von Hanekes analytischer Schärfe geprägt.

Eine geradezu suizidale Unternehmersfamilie im französischen Calais zerfällt, und Michael Haneke begleitet sie mit bekannt präzisem, sarkastischem Blick, dem zudem eine verunsichernde Heiterkeit zugrunde liegt.

Theater 05.10.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Ein spannender Start - „Theater der Sprachfehler“ überzeugt!
Ina Maria Jaich, Sascha Jähnert und Thomas Gerber  überzeugen!

Die neu gegründete Company „Theater der Sprachfehler“ lud zur Premiere und feierte mit der Uraufführung des Stückes „Rost“ von Christian Kühne, in der Regie von Andreas Jähnert, ihren Einstand. Und da beide Theatermacher schon nach ihrer ersten Premiere vor neuen Ideen nur so sprühen, sollte ihr Unterfangen eine glückliche Fortsetzung finden.

Ausstellung 05.10.2017
Karlheinz Pichler

Wenn Bilder im Doppelpack miteinander korrespondieren - „Dialog #2: Imagination“ im QuadrART Dornbirn
Thomas Hoor: "Susanne sollte sich entscheiden". Öl/Leinwand 2007

Das vorarlberg museum hat es gleichsam zum Programm erklärt, Werke aus dem Depot der Landessammlung ans Tageslicht zu holen und über Kooperationsausstellungen mit anderen Kunsteinrichtungen im Lande verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine solche Zusammenarbeit hat sich mit dem QuadrART Dornbirn bereits bestens eingespielt. Nach „Dialog #1: Vom Zeigen und Verbergen“ läuft in dem von Uta Belina Waeger und Erhard Witzel privat geführten Kunstraum „QuadrART“ Dornbirn mit „Imagination“ aktuell bereits die zweite Ausgabe dieser Dialogreihe. Regionale Kunstwerke aus dem Bestand des vorarlberg museums werden dabei auserwählten nationalen und internationalen Exponaten aus der Sammlung Witzel gegenübergestellt. Für die Auswahl der KünstlerInnen zeichnet diesmal Galerist Witzel verantwortlich. Seitens des Museums wird die Schau von Ute Denkenberger kuratiert.

Film / Kino 05.10.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (6.10. - 12.10. 2017)
Nebel im August

Der Lindauer Club Vaudeville ruft mit dem Spielfilm "Nebel im August" die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderung während der NS-Zeit in Erinnerung. In der Remise Bludenz steht im Rahmen der Leinwandlounge das ebenso bildmächtige wie bewegende Jugenddrama "A Monster Calls - Sieben Minuten nach Mitternacht" auf dem Programm.

CD-Tipp 05.10.2017
Peter Füssl

David Virelles: Gnosis

In der Musik des 33-jährigen Pianisten David Virelles spiegelt sich sein Lebenslauf wider: die kubanischen Einflüsse aus seiner Kindheit und Jugend in Santiago de Cuba, seine kanadischen Jahre im Umfeld der Kuba-affinen Jazzmusikerin Jane Bunnett, und seit 2009 seine Erfahrungen im musikalischen Schmelztiegel New York, wo er bei den Parade-Avantgardisten Muhal Richard Abrams und vor allem Henry Threadgill Komposition studiert und sich einen exzellenten Ruf als innovationsfreudiger Improvisator erspielt hat.

Theater 04.10.2017
Anita Grüneis

„Endspiel“ im TAK - Das Ende ist schon im Anfang, und doch macht man weiter
Joachim Bissmeier, Barbara Petritsch und  Nicholas Ofczarek in Becketts "Endspiel"

„Ein Augenblick kommt zum anderen, und lebenslänglich wartet man darauf, wartet man darauf, dass ein Leben daraus werde", meint der blinde und gelähmte Hamm im Stück „Endspiel“ von Samuel Beckett. Diesmal ist es nicht das Warten auf Godot, sondern das Warten auf das Ende. Oder den Anfang? Die Regie von Dieter Dorn gibt darauf keine Antwort. Als Gastspiel des Wiener Burgtheaters hielt seine Inszenierung das Publikum im Schaaner SAL zwei Stunden lang in Atem. Der Schlussapplaus war mit vielen Bravo-Rufen durchsetzt.

Literatur 03.10.2017
Annette Raschner

Verdichtetes Sprachkunstwerk - „Ungemach“ – das Romandebüt von Christoph Linher

Vor zwei Jahren gelang dem 1983 in Bludenz geborenen Autor und Musiker Christoph Linher mit dem Gewinn des Vorarlberger Literaturpreises eine handfeste Überraschung. Dass es sich dabei um keine Eintagsfliege gehandelt hat, stellte er im vergangenen Jahr unter Beweis, als der preisgekrönte Text als Erzählung unter dem Titel „Farn“ erschien. Jetzt hat der müry salzmann Verlag auch Christoph Linhers ersten Roman publiziert: „Ungemach“ erzählt von Sinnsuche und Selbstfindung, vom Verzweifeln in der Mitte und am Ende des Lebens, von der Reise nach Innen und den verzwickten Bedingungen unserer Existenz. Handlungsort ist ein fiktives Dorf namens Fernach.

CD-Tipp 03.10.2017
Peter Füssl

Tori Amos: Native Invader

„Es sollte anfangs eigentlich keine Platte voller Leid, Blut und Knochen werden, es sollte nicht um Spaltung gehen. Aber die Musen bestanden darauf, dass ich die Konflikte, die die Nation traumatisierten, hörte und beobachtete und über diese rohen Gefühle schrieb. Hoffentlich werden die Menschen die Kraft und die Widerstandsfähigkeit in diesen Songs finden, damit sie die Energie aufnehmen, um die Stürme zu überleben, in denen wir uns gegenwärtig befinden.“ Tori Amos war immer schon eine kritische Stimme und ist es auch auf ihrem 15. Studioalbum geblieben.

CD-Tipp 29.09.2017
Peter Füssl

Ibeyi: Ash

Der mitreißende Elektro-Soul-Pop des 2015 erschienenen Debutalbums katapultierte die kubanisch-französischen Zwillingsschwestern Lisa-Kaindé und Naomi Díaz in Beyoncé-Videos, Chanel-Modeschauen und in eine Produktion des renommierten Alvin Ailey American Dance Theatre. Aber die selbstbewussten, mittlerweile 21 Jahre jungen Frauen ruhen sich nicht auf ihren Erfolgen aus, sondern beweisen mit dem neuen Album, dass sie sich sowohl musikalisch als auch von den Texten her durchaus weiterentwickelt haben.

Film / Kino 28.09.2017
Gunnar Landsgesell

Wir töten Stella
Der Weg in eine unerklärliche Schuld. Kein leichtes Unterfangen, die inneren Stimmungen von "Wir töten Stella" in Bilder zu gießen.

Marlen Haushofers Novelle "Wir töten Stella" ist noch vor "Die Wand" entstanden. Schon in diesem kühlen Ehedrama beschleicht die Protagonistin ein unheimliches Gefühl der Isolation. Freilich erst nach dem Tod von Stella, an dem sie sich schuldig fühlt.