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Harlequin’s Glance

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27.04.2017 20:00
Kategorie
Musik / Konzert
Veranstaltungsort

Zeughaus
Unterer Schrannenplatz
88131 Lindau
Fr 19 - 22, Sa 11 - 19, So 11 - 17
http://www.zeughaus-lindau.de

Artikelaktionen
abgelegt unter:
CD-Tipp 27.04.2017
Peter Füssl

Kendrick Lamar: Damn

Der 29-jährige Kendrick Lamar hat sich mit vier herausragenden Alben, namentlich seinem mit fünf Grammys ausgezeichneten 2015-er Meisterwerk „To Pimp a Butterfly“, längst im Spitzenfeld der Rap-Szene etabliert. Dementsprechend groß ist auch das Interesse an seinem am Karfreitag veröffentlichten neuen Album „DAMN“, das musikalisch vielleicht etwas geradliniger und unprätentiöser daherkommt als das fast schon monströse Meisterwerk, aber dennoch mit musikalischen Raffinessen und Spitzfindigkeiten gespickt ist, die sich einem erst nach mehrmaligem Hören offenbaren.

Gesellschaft 26.04.2017
Peter Niedermair

Tage der Utopie - Jos de Blok: Organizations without Management. Inventing Meaningful Structures
Eröffnung: Josef Kittinger und Hans-Joachim Gögl eröffnen die 8. Tage der Utopie

Im Bildungshaus Arbogast eröffneten Josef Kittinger und Hans-Joachim Gögl am Montag, 24. April 2017 die 8. Tage der Utopie. Das Generalthema für die seit 2003 zweijährig stattfindende Veranstaltung titelt diesmal „Die Rückkehr der Utopien“. Dabei geht es darum die Utopie als Haltung gegenüber den Dystopien, den dunklen Zwillingsschwestern der Utopien, zu positionieren (vgl. Peter Niedermair in: Kultur April ’17, S. 4-5). Angesichts der sich breitmachenden Hysterie mit einer riesigen Fülle an Angst vor Katastrophen der Gegenwart faszinieren diese Dystopien sehr stark. Dem gegenüber stellen die Veranstalter ein Gegengewicht, indem man sich unaufgeregt, sachlich und kreativ Lösungen zuwendet und sich von diesen leiten lässt. Josef Kittinger kontextualisiert diese Tage der Utopie in den konzeptiven Verlauf der bisherigen Reihe und betont, dass neben all den Widrigkeiten und Hoffnungslosigkeiten dieser Welt zahlreiche Initiativen existieren, einige die hier in Arbogast gestartet sind. Von den Tagen der Utopie sei bisher viel Inspiration ausgegangen, die eine spezielle Offenheit im Blick schaffen – open mind, open heart und open will. Das Gute im Hintergrund habe längst begonnen und auch Voraussetzungen geschaffen, Neues entdecken zu wollen, neugierig zu sein für Überraschungen. Das ist nicht der Schalter, den man auf Pseudooptimismus umgelegt hat, sondern authentische Sprache zu sehr bedeutenden Themen. Die Sensibilität gegenüber der Sprache ist ein wesentliches Merkmal dieser Tage der Utopie. The language creates the spirit.

Musik / Konzert 26.04.2017
Fritz Jurmann

Bestverkaufte Seeproduktion aller Zeiten - Feuchtes Richtfest für „Carmen“
Aus Witterungsgründen auf die Hinterbühne der „Carmen“-Seebühne verlegt wurde heuer das traditionelle Richtfest im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Bühne ist bis auf Details fertiggestellt.

„Wir spielen auch bei Regen!“ Dieser zum geflügelten Wort gewordene Kampfruf für die Wetterfestigkeit der Bregenzer Festspiele bei ihrer Seeproduktion hat am späten Dienstagnachmittag einmal nicht das Publikum betroffen, sondern zahlreiche Vertreter der Medien, die zum Richtfest der neuen „Carmen“-Seebühne ans Ufer des Bodensees geströmt waren. Doch geströmt hat punktgenau dabei auch der Regen. Die Verantwortlichen ließen sich darob nicht aus der Ruhe bringen und verlegten ihre Pressekonferenz ganz einfach auf die offene und damit reichlich zugige und feuchte, aber zumindest regengeschützte Hinterbühne. „Wir spielen auch bei Regen!“

Ausstellung 25.04.2017
Karlheinz Pichler

Das wahre Kapital steckt in der Kreativität - "Who Pays?" im Kunstmuseum Liechtenstein
RELAX (Chiarenza & Hauser & Co: "Who Pays?", 2006, Leuchtstoffröhren und Metallrahmen. (Foto: Karlheinz Pichler)

Ausgehend von der legendären Beuys'schen Gleichung „Kunst = Kapital“ versucht die aktuelle Ausstellung „Who Pays?“ im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz anhand von 16 Statements den sich verändernden Geld- und Kapitalvorstellungen und einem damit einhergehenden Wandel von Bedeutungen und Werten auf den Grund zu gehen.

CD-Tipp 25.04.2017
Peter Füssl

Jarvis Cocker – Chilly Gonzales: Room 29

Jarvis Cocker, der als Sänger und wichtigster Songschreiber von Pulp Brit-Pop-Geschichte geschrieben hat, und der in Berlin lebende kanadische Pianist Chilly Gonzales – ein unkonventioneller Grenzgänger zwischen Klassik, Jazz, Lounge und Hip-Hop – haben auf dem renommierten Klassiklabel Deutsche Grammophon ein ganz spezielles Konzeptalbum vorgelegt. In einem 16 Songs umfassenden Liedzyklus über den mit einem Stutzflügel ausgestatteten „Room 29“ des legendären Château Marmont Hotel am Sunset Boulevard spüren sie dem Hotel als Quelle von Wünschen und Fantasien, Ort der Sehnsucht, Zuflucht, aber auch der Ernüchterung und des einsamen Todes nach.

Ausstellung 24.04.2017
Peter Niedermair

Gerd Menia, Money 4 a New Society - Ausstellung im Drehpunkt – Studio für ganzheitliche Bewegung - Vernissagerede von Peter Niedermair
Ikonen

Gerd Menias hier im Drehpunkt ausgestellte künstlerische Arbeiten sind an sich Ikonen aus dem globalen Bildverkehr, bzw. sie stammen aus der Ikonographie der unter sich vernetzten Bilderwelten. Der ausstellende Künstler, ein großartiger Geschichten-Erzähler, arbeitet vor dem Hintergrund einer Position von Gertrud Stein, die die Mutter der Verlorenen Generation, The Lost Generation jener amerikanischen SchriftstellerInnen war, die in den 1920er Jahren in Paris lebten. „Was Du in der Kunst tust, tu es mit Anmut!“ Diese Haltung, diesen Duktus erlebe ich bei Gerd Menia, bzw. seiner Kunst, die auf drei Orte auf diesem Geschoß verteilt ist. Hier die Banknoten, im Korridor die „Magic Plants“ und draußen in einem weiteren Seminarraum, die Ikonen.

Literatur 24.04.2017
Peter Niedermair

Über das Recht auf Sterbehilfe und den Unsinn eines natürlichen Todes - „kultiviert sterben“ von Alois Schöpf

Der Innsbrucker Limbus Verlag hat einen Programmschwerpunkt deutschsprachiger Gegenwartsliteratur mit Fokus österreichische Literatur sowie die Essayreihe zu gesellschaftspolitisch aktuellen Themen. In dieser Reihe erschien 2015 Alois Schöpfs Essay „kultiviert sterben“.

Literatur 23.04.2017
Anita Grüneis

Liechtensteiner Literaturtage: Literarisch und diplomatisch viel unterwegs
Armin Öhri, Präsident der IG Wort, mit dem Ehrenpreis "Murmeltier", der an Prinz Stefan von Liechtenstein vergeben wurde

Liechtenstein ist kulturell in Bewegung. Letztes Jahr hieß es: „Liechtenstein schreibt“. Dieses Jahr lautet das Motto: „Liechtenstein liest“ und „Liechtenstein spielt“, nächstes Jahr soll es heißen: „Liechtenstein gestaltet“ und „Liechtenstein singt“. Organisatoren dieser Veranstaltungen sind die Liechtensteinische Landesbibliothek, die IG Wort und „Vaduz Classic“. In Sachen Literatur ging am Wochenende der erste Teil der zweiten Liechtensteiner Buchtage zu Ende. Dabei wurden Texte aus der Schreibwerkstatt für Wortakrobatinnen und Wortakrobaten präsentiert, geehrt wurde der Jugendliche mit den meisten Buchausleihen und die IG Wort verlieh ihre Ehrengabe „Murmeltier“.

Musik / Konzert 21.04.2017
Thorsten Bayer

Was für ein Auftakt! Das Dynamo Festival am Spielboden ist eröffnet
Pure Energie und beste Laune versprühte Onk Lou (alle Fotos © Matthias Rhomberg).

Zum dritten Mal kommen am Spielboden Bands aus dem In- und Ausland zusammen, die mit Hörgewohnheiten brechen und live einfach großartig sind. Am gestrigen Donnerstag hinterließen Onk Lou & The Better Life Inc. einen bleibenden Eindruck, bevor Attwenger ihren ganz eigenen Dada-Charme versprühten. Am Freitag und Samstag sind weitere sehenswerte Bands am Spielboden zu erleben, darunter Wallis Bird, Polkov, Findlay und Milliarden. Die Nachfrage ist groß, Restkarten für beide Tage sind noch erhältlich.

Film / Kino 20.04.2017
Gunnar Landsgesell

The Founder
Lässt sich feiern: Michael Keaton als Ray Kroc, der McDonalds nicht erfunden hatte, dafür aber den Fordismus in die Gastronomie gebracht hat.

Er ließ sich als Gründer von McDonalds feiern und hatte in Wahrheit das Konzept anderer gestohlen: Ray Kroc, grandios von Michael Keaton verkörpert. "The Founder" ist so etwas wie die Schattenseite des amerikanischen Traums, den nur die leben, die ein bisschen gewiefter sind als der Rest.

Kritiken 20.04.2017
Karlheinz Pichler

Bildgewordene Poesie im Raum – Christoph Luger im Kunstraum Vaduz
Christoph Luger - Blick in seine Ausstellung im Vaduzer Kunstraum Engländerbau

Im Vaduzer Kunstraum Engländerbau gibt es unter dem Titel „Wandmalerei zwischen Fresko und Bild“ derzeit XXXL-formatige Malerein des Vorarlberger Künstlers Christoph Luger zu bestaunen.

Ausstellung 20.04.2017
Karlheinz Pichler

Auch Schwarz und Weiß sind Farben - Das QuadrART Dornbirn thematisiert „Black & White“
 Robert Sagermann: O.T., Öl auf Leinwand (Ausschnitt)

Keine „Farben“ sind so subtil wie gerade Schwarz und Weiß. Wie sich die Grenzen dazwischen auflösen, kann derzeit im QuadrART Dornbirn im Rahmen der Ausstellung „Black & White“ nachvollziehen.

Film / Kino 20.04.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (21.4. - 27.4. 2017)
Madame Mallory und der Duft von Curry

Im TaKino Schaan läuft diese Woche Lasse Hallströms Feelgood-Movie "Madame Mallory und der Duft von Curry". Beim Filmforum Bregenz prallt dagegen in Tom Fords "Nocturnal Animals" die schicke, aber kalte Hochglanzwelt von L. A. auf einen brutalen und schmutzigen Film noir.

Literatur 19.04.2017
Markus Barnay

„Verliehen für die Flucht vor den Fahnen“ - Publikation zum Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz

Es hat lange gedauert, bis den österreichischen Opfern der NS-Militärjustiz Gerechtigkeit widerfuhr – eine Gerechtigkeit, die das einst erlittene Unrecht nicht wiedergutmachen kann, ja für die meisten Betroffenen ohnehin viel zu spät kam. Über 30.000 Menschen wurden während der NS-Diktatur von der Militärjustiz zum Tode verurteilt, und der Großteil davon wurde auch tatsächlich hingerichtet. Unter ihnen waren auch Dutzende VorarlbergerInnen, darunter bekannte Namen wie Carl Lampert (verurteilt u.a. wegen „Feindbegünstigung“), Karoline Redler („Wehrkraftzersetzung“) oder Ernst Volkmann („Wehrdienstverweigerung“), und weniger bekannte wie der Lustenauer Zöllner Hugo Paterno oder die Soldaten Martin Lorenz und Wilhelm Burtscher, die sich im Großen Walsertal versteckt hatten und von Nachbarn verraten wurden.

Musik / Konzert 18.04.2017
Silvia Thurner

Freundschaft beflügelt – Kirill Petrenko und das Symphonieorchester Vorarlberg sowie der Bariton Daniel Schmutzhard sorgten in Bregenz für Jubelstimmung
Kirill Petrenko - Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper München, designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Klangmagier, Energiebündel und Freund - und das Symphonieorchester Vorarlberg setzten die Aufführung aller neun Symphonien von Gustav Mahler fort und lösten im Bregenzer Festspielhaus Jubelstimmung aus.

Längst hat sich im Land herumgesprochen, dass der Mahler Zyklus 9x9 des Symphonieorchesters Vorarlberg mit dem befreundeten Dirigenten Kirill Petrenko ganz besondere Ereignisse darstellen, die in die Orchestergeschichte eingehen werden. Aus gutem Grund waren deshalb das Montforthaus Feldkirch, das Festspielhaus Bregenz und die Kulturbühne AmBach, wo die Generalprobe stattgefunden hat, längst ausverkauft. Die Aufführung von Mahlers fünfter Symphonie sowie die Deutung der "Lieder eines fahrenden Gesellen" mit dem Bariton Daniel Schmutzhard bescherten den Zuhörenden außergewöhnliche Erlebnisse. Der mitreißende Gestaltungswille des Orchesters und die sprühende Energie von Kirill Petrenko verliehen den Werkdeutungen eine große Spannkraft.