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The Other Side of Hope

Finnland 17, A. Kaurismäki

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Anfang
22.04.2017 18:30
Kategorie
Film / Kino
Veranstaltungsort

TaKino
Zollstr. 10
9494 Schaan
+423 233 21 69
http://www.filmclub.li

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abgelegt unter:
Aktuell 18.08.2017
Fritz Jurmann

Bregenzer Festspielbilanz mit 262.000 Besuchern - Auch ohne See-Rekord die zweitbeste Saison
Bei solchen Bilanzzahlen lässt sich gut scherzen: Ein aufgeräumtes Leading-Team der Festspiele, v.l.n.r. der kaufmännische Direktor Michael Diem, Präsident Hans-Peter Metzler und Intendantin Elisabeth Sobotka

„Wir hätten heuer für ‚Carmen‘ noch fünf bis sechs weitere Vorstellungen verkaufen können“, meint Michael Diem, kaufmännischer Direktor der Bregenzer Festspiele, und Intendantin Elisabeth Sobotka ergänzt: „Es war das erste Mal, dass bereits vor der Premiere des Spiels auf dem See alle 28 Vorstellungen ausverkauft waren.“ Dass das erste „Carmen“-Jahr im Verkaufs-Ranking der Seeproduktionen der letzten Jahre dennoch nur den dritten Platz einnimmt, liegt an der erhöhten Anzahl der Vorstellungen im zweiten „Zauberflöte“-Jahr und keiner Regenabsage bei „Aida“. Insgesamt ist die heurige Saison jedenfalls die zweitbeste in der Geschichte der Festspiele nach 2014.

Film / Kino 18.08.2017
Gunnar Landsgesell

The Promise - Die Erinnerung bleibt
Zerbrechende Liebe: Oscar Isaac und Charlotte LeBon vor dem Hintergrund des Genozids an den Armeniern.

Die Liebe hat in diesen Zeiten keine Chance: Der Völkermord an den Armeniern während des Zusammenbruchs des Osmanischen Reichs wird zur alles bestimmenden Kraft dieses Historiendramas. Mittendrin Christian Bale als wagemutiger Kriegsreporter. Regisseur Terry George verknüpft einigermaßen geschickt, die offenkundig politische Agenda dieses Films mit romantischen Episoden und harschem Familiendrama.

Musik / Konzert 17.08.2017
Silvia Thurner

Mit dem Fokus auf die Intensität des Augenblicks – erfolgreiche Uraufführung der ausdrucksstarken Oper „To the lighthouse“ von Zesses Seglias bei den Bregenzer Festspielen
Das vor drei Jahren gegründete „Opernatelier“ bei den Bregenzer Festspielen ermöglichte eine weitsichtige Kooperation. Die Uraufführung der Oper „To the lighthouse“ von Zesses Seglias, nach einem Libretto von Ernst M. Binder, dem Bühnenbild von Jakob Kolding in der Regie von Olivier Tambosi war ein großer Erfolg. Es musizierten Musikerinnen und Musiker des Symphonieorchesters Vorarlberg unter der Leitung von Claire Levacher in der Werkstattbühne. Eine Schlüsselszene gestaltete der hervorragende Bariton Alexander York als erwachsener James Ramsay. (Fotos: © Bregenzer Festspiele, Anja Köhler)

Im Rahmen der Bregenzer Festspiele und des neu gegründeten „Opernateliers“ ist die Oper „To the lighthouse“ entstanden. Über drei Jahr hinweg wirkten der Autor und Librettist Ernst Marianne Binder, der Komponist Zesses Seglias und der Dramaturg Olaf Schmitt eng zusammen. Hoch waren die Erwartungen, denn in mehreren „Einblicken“ konnten Interessierte den vielschichtigen Entstehungsprozess mitverfolgen.

Film / Kino 17.08.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (18.8. - 24.8. 2017)
Sture Böcke

Beim Open-Air in Egg steht dieses Wochenende neben der norwegischen Tragikomödie "Welcome to Norway" auch die hinreissende isländische Tragikomödie "Sture Böcke" auf dem Programm. Das Takino Schaan zeigt im Kunstmuseum Liechtenstein Andrea Stakas formal mutigen, aber auch nicht ganz leicht zugänglichen zweiten Spielfilm "Cure - Das Leben einer Anderen

Musik / Konzert 15.08.2017
Fritz Jurmann

Witzig inszeniertes Versteckspiel wird zum Fest der Stimmen – Festspiele landen mit „Figaros Hochzeit“ beim Opernstudio einen Volltreffer
Graf Almaviva (Vincenzo Neri) maßregelt seinen Pagen Cherubino (in einer Hosenrolle: Natalia Skrycka), weil er sich weniger um seine Aufgaben kümmert als um die Frauen, zu denen auch die Gräfin gehört. (alle Fotos: Bregenzer Festspiele/Karl Forster).

Da wurden am Montag bei der Premiere der jüngsten Produktion des Opernstudios der Bregenzer Festspiele im restlos ausgebuchten Theater am Kornmarkt kühnste Erwartungen der heimischen Opernfreunde erfüllt und oft sogar übertroffen. Kein Mensch hätte sich gedacht, dass Wolfgang Amadeus Mozarts Opera buffa „Die Hochzeit des Figaro“ und damit eines der am schwierigsten umzusetzenden Werke dieser Gattung auf Anhieb so gelingen würde.

CD-Tipp 15.08.2017
Peter Füssl

Avi Avital / Omer Avital: Avital Meets Avital

Der Mandolinist Avi Avital lebt in Berlin, ist auf seinem Instrument eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der Klassik und auf Bach und Vivaldi spezialisiert. Der Kontrabassist Omer Avital lebt in New York und verbindet in seinen Kompositionen oft jüdisch-jemenitische Tradition und Berber-Einflüsse mit zeitgenössischem Jazz. Beide sind in Jerusalem als Söhne aus Marokko stammender Juden aufgewachsen, aber nicht verwandt miteinander. So weit ihre musikalischen Erfahrungswelten auch auseinanderliegen mögen, so nah haben sie auf der gemeinsamen Spurensuche nach ihren musikalischen Wurzeln zusammengefunden.

Musik / Konzert 13.08.2017
Peter Füssl

Extravagante Kaninchen, ein englischer Flamenco-Barde und alles andere als blasse Gäule - fulminantes Finale der Bezau Beatz 2017
Heavy Metal Rabbit begeisterten mit einem geschickt konzipierten, abwechslungsreichen Gefüge aus hochenergetischen Passagen, äußerst sensiblem Interplay und einfallsreichen Soli (alle Fotos: © Peter Füssl)

Der dritte und letzte Abend der heurigen Bezau Beatz hatte es wahrlich in sich! Mit dem helvetisch-austriakischen Trio Heavy Metal Rabbit, dem Londoner Singersongwriter Charlie Cunningham und den furiosen Norwegern Stian Westerhus & Pale Horses waren drei Acts am Start, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und dennoch fügte sich alles zu einer genialen Dramaturgie. Und, um es gleich vorwegzunehmen: das engagierte Unternehmen hat nach zehn Jahren den Erfolg, den es wirklich verdient. Denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass angesichts des eher unfreundlichen Wetters, der Tatsache, dass an diesem Abend im ganzen Land hochkarätige Veranstaltungen über die Bühnen gingen, und dass das Programm in Bezau durchaus anspruchsvoll und gewagt war, sich so viele Musikinteressierte in die Remise des Wälderbähnles drängten. Das muss dem Alfred Vogel erst noch eine/r nachmachen.

Musik / Konzert 12.08.2017
Thorsten Bayer

Zehn Jahre gegen den Strich gebürstet – Bezau Beatz feiern Jubiläum mit Lisa Simone
Lisa Simone bei den Aufnahmen zu ihrem aktuellen Album "My world"

Von Andreas Brogers Projekt „Reverend Brogers Brass Invasion“ über „Wildbirds & Peacedrum“ bis zu Lisa Simone, der Tochter der legendären Nina Simone, reichte das musikalische Spektrum des gestrigen zweiten Tages der Bezau Beatz. Heute, Samstag sind weitere sehenswerte Künstler zu erleben, darunter das Toni Eberle Trio, Charlie Cunningham und Stian Westerhus.

Film / Kino 10.08.2017
Walter Gasperi

Monsieur Pierre geht online

Internet-Dating ermöglicht, virtuell unter falschen Vorgaben Bekanntschaften zu schließen. Als es zum realen Treffen kommen soll, lässt sich der vom 83-jährigen Altstar Pierre Richard gespielte Monsieur Pierre deshalb durch einen Jüngeren vertreten. – Stéphane Robelin gelang mit seiner modernen „Cyrano de Bergerac“-Version eine bittersüße Komödie über Verlust, Einsamkeit und die Sehnsucht nach Nähe.

Film / Kino 10.08.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (11.8. - 17.8. 2017)
Song to Song

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche Terrence Malicks starbesetzten assoziativen Bilderfluss "Song to Song". Beim FKC Dornbirn steht Andres Veiels Dokumentarfilm "Beuys" auf dem Programm

Musik / Konzert 08.08.2017
Silvia Thurner

Powerfrau, Lady und Diva zugleich – Measha Brueggergosman, der Festspielchor und eine Band boten ein unterhaltsames „Musik und Poesie Special“
In der Werkstattbühne des Festspielhauses zelebrierte die Sopranistin Measha Brueggergosman, Aaron Davis am Klavier, der Perkussionist Borja Barrueta, Fernando Neira an der E-Gitarre und Mike Eckert an den Pedal-Steels sowie am Bass gemeinsam mit dem Festspielchor inspirierende "Songs for freedom. (Fotos: Bregenzer Festspiele, Anja Köhler).

Die kanadische Sopranistin Measha Brueggergosman begeisterte schon öfters bei den Bregenzer Festspielen und hat hierzulande bereits so etwas wie eine Fangemeinde. Am Sonntag sang sie im Rahmen von „Musik und Poesie“ französische Lieder, als Opernsängerin verkörperte sie letztes Jahr die Hauptrolle in Miroslav Srnkas Sitcom Oper „Make No Noise“ und auch ihr Auftritt mit dem Symphonieorchester Vorarlberg und die Interpretation von Wagners Wesendonckliedern ist noch in guter Erinnerung. Ihre Vielseitigkeit stellte die Sopranistin bei einem „Special“ in der Werkstattbühne mit einer ausgesuchten Band und dem Festspielchor eindrücklich unter Beweis.

Musik / Konzert 08.08.2017
Silvia Thurner

Jagdszenen, Sternbilder und eine fixe Idee – vielseitige Werkdeutungen und ein hervorragender Dirigent Enrique Mazzola
Enrique Mazzola und die Wiener Symphoniker präsentierten im Rahmen des dritten Orchesterkonzertes bei den Bregenzer Festspielen ein reichhaltiges Programm mit ganz unterschiedlichen kompositorischen Aussagegehalten. (Foto: Bregenzer Festspiele)

Das dritte Orchesterkonzert bei den Bregenzer Festspielen bot ein buntes Panoptikum an Kompositionen und schillernder Klangfarbenspiele. Das groß besetzte Orchester der Wiener Symphoniker musizierte Werke von Ernest Guiraud und Hector Berlioz. Im Mittelpunkt stand die Komposition „Cassiopeia“ des griechischen Komponisten Minas Borboudakis. Wie ein Fels in der Brandung agierte Enrique Mazzola, geistreich und spannend legte er die drei Werkdeutungen an und motivierte die Musikerinnen und Musiker vor allem in der berühmten „Symphonie fantastique“ zu Höchstleistungen.

CD-Tipp 08.08.2017
Peter Füssl

Roscoe Mitchell: Bells For The South Side

Rund zwei Stunden Free Jazz, eine Flut unkonventioneller Ideen und gewagter Soundexperimente in einem unglaublich kreativen Rausch ohne Netz und doppelten Boden gespielt! Das fällt natürlich völlig aus der Zeit, ist die erste Reaktion beim Hören. Oder wäre genau das die genau richtige Antwort auf unsere Zeit? Befand sich die Schwarze Community 1965, als die Association for the Advancement of Creative Music, die unter dem Kürzel AACM in die Jazz-Geschichte eingegangen ist und 2015 mit der großen Ausstellung „The Freedom Principle“ im Museum of Contemporary Art Chicago gefeiert wurde, in der US-Gesellschaft von damals vielleicht in einer ähnlichen Situation wie wir heute auf unserem schwindelerregend kurzlebigen und oberflächlichen Fake News-Terror-Bigbusiness-Planeten?

Ausstellung 07.08.2017
Karlheinz Pichler

Wenn ein Land mit der Kameralinse seziert wird – Österreichische Fotografie von 1970 bis 2000 in der Albertina Wien
Nikolaus Walter: Aus der Österreichmappe, 1973, Nr. 1

Wie die Alpenrepublik im Fokus der Linse ihrer eigenen Fotografen aussieht, und inwiefern sich das Bild, das Selbstverständnis und vor allem die Menschen des Landes in Laufe der Zeit gewandelt haben, dem versucht die Fotoausstellung „Österreich. Fotografie 1970 – 2000“ nachzuspüren, die noch bis 8. Oktober in der Albertina in Wien gezeigt wird. An der Schau, die sehr ironische Blicke auf die österreichische Identität wirft und tief in ländliche und städtische Milieus eindringt, sind mit Nikolaus Walter und Gottfried Bechtold auch zwei Vorarlberger Fotokünstler unter den insgesamt 22 Positionen vertreten.

Musik / Konzert 06.08.2017
Silvia Thurner

Lockrufe, Blütenfarben und Wasser – „Zeitklang im Museum II“ – zum 80. Geburtstag von Gerold Amann vereinte vielschichtige Werke miteinander
Manfred Welte vom vorarlberg museum und der Wiener Concert-Verein stellten im Rahmen von zwei inspierenden Konzerten Gerold Amann und sein kammermusikalisches Schaffen in den Mittelpunkt.

Auch das zweite Konzert des Wiener Concert-Vereins anlässlich des 80. Geburtstages von Gerold Amann im vorarlberg museum war ein schönes Fest. Im Mittelpunkt standen an diesem Abend Gerold Amanns "Naturstudie für Flöten" und "Ö! Zur Lage der Kulturnation". Beide Werke brachten seinen individuellen künstlerischen Standpunkt eindrucksvoll zur Geltung. Violinkonzerte von Gabriele Proy und Alfred Huber, dargeboten von der Solistin Elena Denisova, sowie Richard Dünsers „Canti Notturni“ mit dem Klarinettisten Martin Schelling ergänzten das Programm und ermöglichten Einblicke in ganz unterschiedliche kompositorische Stilrichtungen. Richard Dünser leitete die Musikerinnen und Musiker des Wiener Concert-Vereins umsichtig und mit einer klaren Gestik.

Ausstellung 05.08.2017
Karlheinz Pichler

Die Figur als formales Maß aller Dinge – Herbert Albrecht im Vorarlberg Museum
Herbert Albrecht: Kopf, 2001, afrikanischer Marmor (Fotos: Karlheinz Pichler)

Anlässlich seines 90. Geburtstages und in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien zeigt das Vorarlberg Museum derzeit im Foyer und auf dem Vorplatz des Museums einen Querschnitt durch das skulpturale Schaffen des Vorarlberger Bildhauers Herbert Albrecht. Wobei ganz neue Arbeiten im Zentrum der Präsentation stehen, denen ältere Werke gegenübergestellt werden, um solcherart auf die Spannweite seiner Formalsprache hinzuweisen.

Film / Kino 04.08.2017
Gunnar Landsgesell

Planet der Affen: Survival
Düstere Begegnung in einem Militärlager, das an Coppolas "Apocalypse Now" erinnert.

Mit einer düsteren Kriegsvision endet die Trilogie von "Planet of the Apes". Die Menschenaffen haben die Menschen fast ersetzt, dennoch bleibt das große Thema die Frage nach dem Humanismus. Regisseur Matt Reeves lässt dabei die Grenzen zwischen Mensch und Tier verschwimmen.

Film / Kino 03.08.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (4.8. - 10.8. 2017)
Free Fire

Das Filmfest Vaduz startet dieses Wochenende sein heuriges Programm unter anderem mit Ben Wheatleys wilder Ballerei "Free Fire". Beim Filmforum Bregenz steht mit "Mal de pierres - Die Frau im Mond" ein klassisches Melodram auf dem Programm

Musik / Konzert 02.08.2017
Peter Ionian

Indie-Urgesteine beim poolbar-Festival Auswärtsspiel - Pixies im Montforthaus
Die Pixies, Urgesteine des Indie-Rocks gastierten in Feldkirch

Das poolbar-Festival steht unter dem Motto "Kulturelles von Nischen bis Pop" ist aber im Herzen zum großen Teil ein Indie-Festival geblieben. Dementsprechend hoch gehüpft ist wohl dieses Herz, als tatsächlich die Pixies für einen Termin gewonnen werden konnten. Sie gelten als Wegbereiter des Indie-Rock. Ein solcher Headliner wurde schon von vornherein als Auswärtsspiel angekündigt, das hatte man aus der Vergangenheit gelernt. Am 1. August veranstaltete das poolbar-Festival die Independent-Rockband aus Boston im Montforthaus Feldkirch und setzte so einen neuen Eintrag in seiner Geschichte.

Ausstellung 01.08.2017
Karlheinz Pichler

Alles ist real, auch das Surreale – Christian Ludwig Attersee in der neueröffneten Bregenzer K12-Galerie
Christian Ludwig Attersee: Brautjagd, 2015

Mit Hermann Nitsch, dessen Werk derzeit in der Kunsthalle Arlberg 1800 in St. Christoph gezeigt wird, und Christian Ludwig Attersee, von dem die von Werner Marxx Bosch neueröffnete Bregenzer K12 Galerie einen Querschnitt neuer Werke präsentiert, sind gegenwärtig zwei Künstler in unserem geografischen Raum präsent, deren Namen eng mit der Entwicklung der österreichischen Avantgarde der Nachkriegszeit verknüpft sind. Der eine, Nitsch, ist als Wiener Aktionist weltbekannt geworden, Attersee wiederum als einer der wichtigsten Vertreter der gegenständlichen Malerei nicht nur Österreichs, sondern international.

Musik / Konzert 01.08.2017
Silvia Thurner

Bewegende Lieder und Geschichten – inspirierende Musik und Poesie mit Dalia Schaechter, Michael Köhlmeier, Gerhard Dierig und Jan Weigelt
Der Bratschist Gerhard Dierig, Jan Weigelt am Klavier, die Mezzosopranistin Dalia Schaechter und Michael Köhlmeier faszinierten mit israelischen, sephardischen und jiddischen Liedern sowie Geschichten über die Vorfahren des Moses die Zuhörenden im Seestudio des Bregenzer Festspielhauses. (Foto: Bregenzer Festspiele, Anja Köhler)

Die Mezzosopranistin Dalia Schaechter betrat im Seestudio des Bregenzer Festspielhauses die Bühne und zog mit ihrer großen Ausstrahlung und Bühnenpräsenz die Zuhörenden ganz unmittelbar in ihren Bann. Sie und ihre Musikerkollegen Gerhard Dierig an der Bratsche und der Pianist Jan Weigelt hatten ein erlesenes Programm mit israelischen, sephardischen und jiddischen Liedern zusammengestellt. Dazu erzählte Michael Köhlmeier Geschichten über die Vorfahren des Moses und stellte zu Beginn die spannende Frage, warum Moses ausgerechnet aus dem Stamm Levi hervorgegangen sei. Die Erzählungen und die Lieder voller Poesie und Lebensweisheit ergänzten sich prima und lösten helle Begeisterung aus.

CD-Tipp 01.08.2017
Peter Füssl

Benjamin Booker: Witness

Nach den ausgiebigen Tourneen zu seinem vor drei Jahren erschienenen Debut-Album war der in New Orleans lebende Singer-Songwriter Benjamin Booker völlig ausgebrannt und ohne Ideen. Um gleichzeitig abzuschalten und neue Inspirationen zu erhalten, entschloss er sich zu einem längeren Aufenthalt in Mexiko, wo er zum einen die Erfahrungen eines Lebens in der Fremde machte, zum anderen aber auch einen geschärften Außenblick auf die Verhältnisse in seiner Heimat gewann, zum Beispiel auf die Black Lives Matter-Protestaktionen.

Ausstellung 31.07.2017
Karlheinz Pichler

Durch dunkle Räume und dunkle Epochen - Adrián Villar Rojas im Kunsthaus Bregenz
Adrián Villar Rojas: The Theater of Disappearance, 2017, Ausstellungsansicht 3. OG, Kunsthaus Bregenz (Foto: Jörg Baumann, © Adrián Villar Rojas, Kunsthaus Bregenz)

Der 1980 im argentinischen Rosario geborene Künstler Adrián Villar Rojas ist mit spektakulär großen Skulpturen bekannt geworden. Etwa einem Wal, den er 2009 bei der "Bienal del Fin del Mundo" in Patagonien in einem Wald stranden ließ, der das Publikum in Erstaunen versetzte. Auch im Kunsthaus Bregenz (KUB) hat Rojas mit großer Kelle angerührt. Anhand materialintensiver Installationen zieht er einen Bogen durch die menschliche Kulturgeschichte. Mit Blick auf die Besucherzahl scheint sich der gewaltige Aufwand gelohnt zu haben. Wie Kurator Rudolf Sagmeister betont, hätten nicht wenige Kunstinteressierte die Rojas-Schau sogar zwei oder gar drei Mal besucht. Und viele bedauerten, dass die Schau nicht verlängert werde. Bis Ende Juli haben laut Sagmeister bereits mehr als 25.000 Besucher die Ausstellung gesehen, die den Titel “The Theater of Disappearance” trägt.

Literatur 31.07.2017
Markus Barnay

Wirtschaftswunder dank US-Hilfe - Publikation zum 70-Jahr-Jubiläum des Marshallplans

Wie kommt es, dass ein Land wie Vorarlberg, in dem Jahrzehnte zuvor noch viele Menschen zur temporären Auswanderung gezwungen waren, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, in dem in den 1930er Jahren viele Menschen hungerten und in dem Arbeitslose aus anderen Teilen Österreichs des Landes verwiesen wurden, ein Land, in dem am Ende des Zweiten Weltkriegs viele Firmen vor dem Ruin standen, weil sie keine Rüstungsgüter mehr produzieren durften, wie kommt es, dass ein Land, das nach 1945 allem Anschein nach wirtschaftlich bei Null anfangen musste, so schnell wieder über eine funktionierende Wirtschaft verfügte und zu einem der wohlhabendsten Länder der Welt wurde?

Theater 28.07.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Das Maxim Gorki Theater mit „The Situation“ - Humorvoll, berührend, vor allem aber authentisch!
Tolles Ensemble!

Nach vierjähriger Pause präsentierten die Bregenzer Festspiele im Sommer 2017 erneut eine Theaterproduktion. Eingeladen war das Maxim Gorki Theater aus Berlin mit dem Stück „The Situation“, das seit September 2015 sehr erfolgreich gespielt wird. In Deutschland wurde das Stück 2016 von der Kritik zum „Stück des Jahres“ gewählt.