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Dinner & Comedy

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Anfang
19.10.2016 21:00
Kategorie
Kleinkunst / Kabarett
Veranstaltungsort

Wirtschaft
Bahnhofstr. 24
6850 Dornbirn
Mo - Fr 8 - 1, Sa 8 - 14
+43 (0)5572 20540
http://www.wirtschaft-dornbirn.at
willkommen@wirtschaft.at

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Literatur 19.11.2017
Ingrid Bertel

„Wald, hau dich über die Häuser!“ - Der Autor Christian Futscher hat einen neuen Erzählband geschrieben

In seinem neuen Erzählband versammelt Christian Futscher Elogen auf die Stadt, Lesefrüchte eines Büchernarren und Eindrücke eines gewitzten Flaneurs.

Musik / Konzert 19.11.2017
Silvia Thurner

Mit Bild, Wort und Ton zu vielgestaltigen musikalischen Aussagen – vier neue Werke wurden bei den „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“ erstmals aufgeführt
Das "Quartetto Maurice" mit Laura Bertolino, Aline Privitera, Georgia Privitera und Francesco Vernero beeindruckte bei den "Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik" durch seine bewundernswerte Flexibilität.

Kompositionen mit Symbolkraft präsentierte das italienische Streichquartett „Quartetto Maurice" bei den „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“. Vier Uraufführungen von Yukiko Watanabe, Pia Palme, Joanna Bailie und Alexander Chernyshkov führten mittels Streichern, Objekten, elektromechanischen und elektronischen Instrumenten sowie Videoprojektionen die Zuhörenden in vielschichtig interpretierbare musikalische Welten. Nur schade, dass fehlende vermittelnde Gespräche und Informationen die Zuhörenden und ihre Wahrnehmungen mitunter in der Beliebigkeit stecken ließen.

Musik / Konzert 18.11.2017
Silvia Thurner

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile – der Kulturpreis Vorarlberg 2017 in der Kategorie Jazz wurde an die „Band der Nominierten“ vergeben
Das Auswahlverfahren für den mit 10.000 Euro dotierten "Kulturpreis Vorarlberg 2017" war ein singuläres und höchst spannendes Konzertereignis. Gewonnen hat schließlich die "Band der Nominierten". Anerkennungspreise zu je 2.500 Euro erhalten die Singer- Songwriterin Veronika Morscher und der Vibraphonist David Soyza.  v.l.n.r. Johannes Bär, Andreas Broger, Veronika Morscher, Martin Grabher, Fabio Devigili, David Soyza, Benny Omerzell. (Foto: Maurice Shourot)

Zum dritten Mal schrieben das Casino Bregenz und die Sparkasse Bregenz den Kulturpreis 2017 aus. Nach dem Schauspiel und dem Tanz stand der Jazz im Mittelpunkt des Interesses. Doch dieses Mal lief alles anders. Die für den Preis Nominierten - der Multiinstrumentalist Johannes Bär, die Saxophonisten Andreas Broger und Fabio Devigili, der Schlagzeuger Martin Grabher, die Singer- Songwriterin Veronika Morscher, der Pianist Benny Omerzell und der Vibraphonist David Soyza – traten nämlich nicht gegeneinander an, sondern miteinander auf. Bei der Vorauswahl begeisterte die Performance der Band das Publikum und überzeugte auch die Juroren. Diese trafen eine kluge und mutige Entscheidung. Sie vergaben den Hauptpreis einstimmig an die Band der Nominierten, Anerkennungspreise erhielten Veronika Morscher und David Soyza.

Musik / Konzert 18.11.2017
Thorsten Bayer

Blick zurück nach vorn – Die Sofa Surfers im Spielboden
Die Sofa Surfers aus Wien waren zu Gast im Spielboden (Fotos ©: Michael Fritz / Spielboden).

Ihr 20-jähriges Jubiläum feierte die Wiener Band am Freitagabend im gut besuchten Spielboden. Seit 1997 haben die fünf Musiker einige Metamorphosen hinter sich. Die Bandbreite ihres Schaffens zwischen clubtauglichen Elektrobeats im Stil von Kruder & Dorfmeister einerseits und Minimal Rock andererseits ist eine ihrer größten Stärken. Auf der Bühne spielten sie dieses Können nicht immer aus. Erlebenswert blieb der Gig allemal; nicht nur wegen der beeindruckenden Projektionen.

Theater 17.11.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Ein todernstes Geschäft – „Tod eines Komikers“ im Theater Kosmos
Steve Johnston (Dominique Horwitz) mit Freundin Maggie (Lisa Hofer)

Eine Bühne, wie man sie aus Cabarets oder von Showbühnen kennt, von Lichtern umfasste Stellwände, die sich in Drehtüren verwandeln und symbolisieren, in welches Hamsterrad, in welches Karussell man im Showbusiness geraten kann.

Musik / Konzert 17.11.2017
Silvia Thurner

Von anderswo nach Bludenz und von dort in die Welt – die „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ wurden mit ausdrucksstarken Kompositionen eröffnet
Das israelische Ensemble "Nikel" gastierte erstmals bei den "Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik" und überzeugte auf allen Linien.

Die diesjährigen „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ erlebten einen starken Auftakt mit zwei aussagekräftigen Uraufführungen von Enno Poppe und Klaus Lang sowie Werken von Ann Cleare und Elena Rykova. Die vier Herren des renommierten Ensembles „Nikel“ musizierten mit einer bewundernswerten Präzision und Konzentration. Erfreulich viele musikbegeisterte Menschen fanden sich in der Remise ein, um Musik auf der Höhe unserer Zeit zu hören. So wurden die Komponisten und die Musiker in guter Atmosphäre gefeiert.

Musik / Konzert 16.11.2017
Fritz Jurmann

Programm der Bregenzer Festspiele 2018 mit großen Namen – Trotz Vielfalt auch Engagement für Neues
Auf der Hinterbühne des Festspielhauses inszenierte das Leading Team der Bregenzer Festspiele samt Gästen die Pressekonferenz für das Programm 2018, v.l.n.r. Pressesprecher Axel Renner, Hausopern-Regisseur Johannes Erath, Intendantin Elisabeth Sobotka, Präsident Hans-Peter Metzler, Schauspieler Karl Markovics als Regisseur der Opern-Uraufführung „Das Jagdgewehr“ und der kaufmännische Direktor Michael Diem.

Das Podium ist wie immer, wenn die Bregenzer Festspiele zu einer Pressekonferenz laden, schon für sich eine Inszenierung. Diesmal finden sich am späten Donnerstagvormittag zur Programm-Präsentation für die Saison 2018 auf der Hinterbühne des Festspielhauses dicke weiße brennende Kerzen, am Boden ausgeschüttete Golddukaten und verstaubte Bücher. Es sind Indizien für die Atmosphäre aus kirchlicher Korruption und menschlicher Gewalt, in der die in der Renaissance angesiedelte, mit Spannung erwartete Hausoper „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt spielen wird.

Film / Kino 16.11.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (17.11. - 23.11. 2017)
Stray Dog - Nora inu

Das Takino Schaan zeigt diese Woche nochmals in der Reihe "Vintage Cinema" mit "Stray Dog - Nora inu" einen frühen meisterhaften Krimi von Akira Kurosawa in digital restaurierter Fassung. Beim Filmforum Bregenz steht mit Raoul Pecks "I Am Not Your Negro" ein Essayfilm auf dem Programm, der mitreißend mit dem Rassismus in den USA abrechnet.

Film / Kino 16.11.2017
Pau Bösch Torra

Einmal Fiktion hin und zurück - Ein Besuch der Internationalen Filmfestspiele von San Sebastián vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Katalonien
Blick auf den Urumea Fluss und das Victoria Eugenia-Theater in San Sebastián / Baskenland © Haizea Alberdi

Die spontane Protestkundgebung vor dem Finanzministerium: An jenem Mittwoch strömten schon in den frühen Morgenstunden Tausende von Menschen aus allen Teilen des Landes ins Zentrum Barcelonas. Viele von ihnen hatten sich einfach ohne lange zu überlegen ins Auto gesetzt, andere schauten auf dem Weg zur Arbeit dort vorbei. Die Menschenmenge wurde von Stunde zu Stunde größer, und im Laufe des Tages entwickelte sich aus einem improvisierten Aufruf eine durchorganisierte Protestkundgebung. Aus dem Nichts tauchten Essen und Trinken auf, mit Megaphonen wurden Reden gehalten, lokale Musikgrößen gaben überraschend Konzerte. Am selben Abend war zu einem Straßenfest geworden, was am Morgen als spontaner Protest gegen den Überraschungscoup der Guardia Civil begonnen hatte. Einheiten dieser spanischen Militärpolizei waren auf richterlichen Befehl in das katalanische Finanzministerium eingedrungen, hatten dort Spitzenbeamte verhaftet und Kisten voller beschlagnahmter Dokumente davongeschleppt. Am Tag danach, am 21. September, triumphierte die Madrider Tageszeitung “El Mundo”, dass diese Aktion dem katalanischen Referendum den Todesstoß versetzt habe. 10 Tage später, am 1. Oktober, fand die Volksabstimmung aber trotzdem statt. Die Begleitumstände dürften auch in Österreich hinreichend bekannt sein.

Film / Kino 16.11.2017
Walter Gasperi

The Recall - Laura Bilgeri in kanadischem Mix aus Horror- und Science-Fiction-Film
Aus aktuellem Anlass, weil der bei uns bereits vor einem Monat besprochene Film jetzt in die Vorarlberger Kinos kommt, möchten wir Sie nochmals an diese Kritik erinnern © Einhorn Filmverleih

Fünf junge Erwachsene wollen ein Wochenende in einem Waldhaus an einem See verbringen, doch bald droht ihnen Gefahr weniger von einem mysteriösen Jäger als von Aliens. Mauro Borrelli mixt in seinem Low-Budget-Film aus zig-Filmen bekannte Motive zu trashiger Unterhaltung. Einzig Wesley Snipes kann seinem namenlosen Jäger Profil verleihen, das junge Quintett um Laura Bilgeri hinterlässt dagegen wenig Eindruck.

Musik / Konzert 15.11.2017
Anita Grüneis

Das SOL und der Mann für das Empfindsame - István Várdai
István Várdai  spielte auf einem der raren Stradivari-Celli

Das Programm des letzten Konzertes dieser Saison war mit Beethoven, Schumann und Schubert dramaturgisch gut zusammengestellt. Der sechsminütige Auftakt mit Beethovens Ouvertüre zum Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus, op. 43“ gab die Stimmung des Abends vor – vom Heroischen über das Tänzerische und Romantische hin zur Dramatik – und zurück.

Literatur 15.11.2017
Raffaela Rudigier

Von bedrückender Idiotie und der Zukunft - Rainer Juriatti „Die werten Herren - Essay mit Theatermonolog“

Die Nationalratswahlen sind um, das Ergebnis der Großparteien war in etwa absehbar und nun stehen wir mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit vor einer Neu-Auflage von „Schwarz-Blau“. Im Ausland wird das, beispielsweise in der Online-Ausgabe der „Welt“ von Sascha Lehnartz, so analysiert: „Rund 60 Prozent aller Österreicher haben sich bei dieser Wahl für Parteien entschieden, die den Herausforderungen einer digitalisiert-globalisierten Gegenwart und Zukunft mit konservativ-nationalen oder rechtsextremen Lösungsansätzen begegnen wollen. Darin liegt eine gewisse Ironie, denn zugleich gaben über 35 Prozent den Wunsch nach ‚Veränderung' als wichtigsten Grund für ihre Wahlentscheidung an. Rechts ist in Österreich nun die neue Mitte." Das heißt wohl die Rechten müssen sich in Zukunft richtig anstrengen, wenn sie rechts von der rechten Mitte noch wahrgenommen werden wollen. Was bedeutet das für die Zukunft? Was wird in einigen Jahren alles salonfähig, besser gesagt regierungsfähig, sein? Worauf steuert eine rechte Regierung und eine dementsprechend willige oder - noch schlimmer - willenlose Gesellschaft zu? Mögliche Antwort auf diese Fragen gibt der Bludenzer Autor Rainer Juriatti in seinem neuen Buch. Er hat noch vor dieser Nationalratswahl einen „Essay mit Theatermonolog“ mit dem Titel „Die werten Herren“ geschrieben.

Ausstellung 14.11.2017
Peter Niedermair

„Über-Brücken“ - Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Art d’Oséra in Diepoldsau/CH
Die Ausstellung „Über-Brücken – Kulturen begegnen sich“ in der Art dOséra zeigt  Werke und Veranstaltungen von dort stattfindenden Projekten mit Flüchtlingen und Kunstschaffenden

„Doosera“ nennt die Diepoldsauer Belegschaft des einstigen Arbeitgebers Sandherr Packungen seit jeher „ihre“ Fabrik, in der sie Dosen und Becher herstellten. Aus dem Dialektwort „Doosera“ entstand der Name der neuen Galerie, die Dauerausstellungen, Einzel- und Gruppenausstellungen mit Arbeiten von nationalen und internationalen Künstlern organisiert.

Musik / Konzert 14.11.2017
Karlheinz Pichler

Augustin Wiedemann - Auf Tüchfühlung mit einem Weltklassegitarristen beim „Salon Paula“
Voll konzentriert: Augustin Wiedemann

Das Herbstprogramm der Montforter Zwischentöne stand diesmal im Zeichen von „Vollenden – Oder: Es gut sein lassen“. Auch die „kleinformatige“ und dezentrale Programmschiene „Salon Paula“ unterlag diesem Motto. Einer dieser Salons ging am vergangenen Wochenende in der Feldkircher Villa Kleiner über die Bühne. Gast des Abends war der Weltklassegitarrist Augustin Wiedemann.

CD-Tipp 14.11.2017
Peter Füssl

Scott DuBois: Autumn Wind

Der aus Chicago stammende und in New York lebende 39-jährige Gitarrist und Komponist Scott DuBois hat ein ganz besonderes Faible für ausgefallene Konzeptalben. So schilderte er etwa in seinem hochgelobten, 2015 erschienenen ACT-Debut „Winter Light“ in sieben Stücken den Tagesablauf in einer ländlichen Winterlandschaft – von den ersten Lichtstrahlen am Morgen bis zur finstersten Nacht. Das aktuelle Album „Autumn Wind“ klingt nun noch durchdachter, wirkt aber keineswegs verkopft, sondern erweist sich vielmehr als ungemein abwechslungsreiches, stilistisch vielschichtiges und farbenreiches Werk.

Musik / Konzert 13.11.2017
Silvia Thurner

„Außenseiter – Wegbereiter“ - Ein gelungenes Fest zum 80. Geburtstag von Gerold Amann
Beim Geburtstagsfest für Gerold Amann gab es viel zu erleben. Unter anderem spielten Barbara Romen und Gunter Schneider "Die Gottesanbeterin" für zwei Personen an einer Gitarre. (Foto: Fritz Jurmann)

Das Festival „Texte und Töne“ im Funkhaus in Dornbirn war auch ein passender Rahmen, um den 80. Geburtstag von Gerold Amann gebührend zu feiern. Dafür ließen sich Bettina Barnay und Jasmin Ölz einiges einfallen. Nebst einer Geburtstagstorte, ausgesuchten Kompositionen mit den Interpreten Evelyn Fink, Ulrich Gabriel, Gunter Schneider, Barbara Romen und Anna Adamik gab es eine Filmzuspielung aus dem legendären Film „Ich bin ein Schüler des Zaunkönigs“ von Fritz Jurmann und einen Geburtstagsgruß von Peter Klein. Er war der Regisseur des überaus erfolgreichen Hörspiels „March Movie“, zu dem Gerold Amann die Musik komponiert hatte.

Musik / Konzert 13.11.2017
Silvia Thurner

Unterschiedlichste musikalische Standpunkte – „Texte und Töne 2017“ war abwechslungsreich und fand viel Publikumszuspruch
Das "ensemble plus" unter der Leitung von Christoph Renhart sowie das Symphonieorchester Vorarlberg, mit Kai Röhrig am Pult, präsentierten im Rahmen der diesjährigen Ausgabe des Festivals "Texte und Töne" vielgestaltige neue Werke, unter anderem von Gerda Poppa, Marcus Nigsch, Simon Frick und Thomas Thurnher.

Das bereits traditionelle Festival „Texte und Töne“ im Funkhaus Dornbirn ging dieses Jahr mit einem abwechslungsreichen Programm sowie neun Uraufführungen - unter anderem von Gerda Poppa, Marcus Nigsch, Johannes Bär und Thomas Thurnher - sehr erfolgreich über die Bühne. Das „ensemble plus“ unter der Leitung von Christoph Renhart mit den Solistinnen Klaudia Tandl und Sabine Winter sowie das „Symphonieorchester Vorarlberg“ mit Kai Röhrig am Pult musizierten engagiert und mit einer bewundernswert ausbalancierten Klangkultur. Überdies zogen der Akkordeonist Goran Kovacevic und der Bassbariton Clemens Joswig mit ihren Darbietungen die Aufmerksamkeit auf sich. Der Landesintendant Markus Klement ließ sich bei der Veranstaltung zwar nicht blicken, trotzdem waren sein Kulturverständnis und seine Personalpolitik sowohl bei Künstlern als auch bei den Festivalbesuchern ein Thema.

Theater 12.11.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Nicht Machtspiele sondern Vergeudung? - Das Stück „Der Parasit oder Die Kunst, sein Glück zu machen“ am Vorarlberger Landestheater
Überzeugt als Selicour: Sven Walser

Gestern präsentierte das Vorarlberger Landestheater mit Schillers Lustspiel „Der Parasit oder Die Kunst, sein Glück zu machen“ seine dritte Premiere der laufenden Spielsaison. Das Stück wurde seinerzeit vom französischen Dramatiker Picard verfasst, Schiller hat es darauf lediglich ins Deutsche übersetzt. Zu seinen Zeiten galten keine Urheberrechte, und so setzte auch Schiller seinen Namen unter das Stück, womit es seitdem zu seinen, wenn auch nicht zu seinen rühmlichsten Werken gehört.

Literatur 12.11.2017
Markus Barnay

„Landeskunde“ einmal anders - Vorarlberg von 1 bis 101 statt von A bis Z: „Vorarlberg kompakt“ von Alois Niederstätter

Eigentlich schrillen ja bei gelernten VN-LeserInnen die Alarmglocken, wenn sie in der „Bestsellerliste“ der russverlagseigenen Buchhandlung im Messepark ein Buch auf Platz 1 entdecken, das gerade erst auf den Markt kam: Hat der Geschäftsführer zu viele Exemplare geordert und fürchtet, dass er sie nicht los wird? Steckt gar der eigene Verlag dahinter und will das eigene Buch pushen? Gibt es einen Deal mit dem Herausgeber des Buches? Der Gedanke, dass das Buch tatsächlich so oft gekauft wird, mag sich jedenfalls nur zögernd einstellen – schließlich war das Buch zu diesem Zeitpunkt (22. September) noch gar nicht öffentlich präsentiert worden. Nach einer ersten Lektüre des Buches steht aber eines fest: „Vorarlberg kompakt. 101 Fragen – 101 Antworten“ hat sich durchaus viele LeserInnen verdient!

Ausstellung 10.11.2017
Peter Niedermair

Gernot Bösch „sagen wir, ich sei eine biene“ - Der Künstler zeigt „Florale Diamanten“ in der Feldkircher Wexelstube
Grundidee für die Bilder und Skulpturen von Gernot Bösch sind platonische Körper, im Wesentlichen Tetraeder und Hexaeder, aus denen er am Aufbau von Blüten orientierte Skulpturen entwickelt. © Gernot Bösch

Der in Hohenems lebende Künstler Gernot Bösch zeigt derzeit noch bis zum 19. November 2017 in der Feldkircher Wexelstube, „Florale Diamanten“. Grundidee für seine Bilder und Skulpturen sind platonische Körper, im Wesentlichen Tetraeder und Hexaeder, aus denen er am Aufbau von Blüten orientierte Skulpturen entwickelt. Diese mikroskopischen Perspektiven, die vergrößert an monumentale Bauten erinnern, sind, wie Bösch das nennt, „schlicht Schatullen für besonderes Licht“. Und weiter: „Inspiriert von diesem besonderen Licht, das hinter seinen Widerstand (Bestandteile der Blüten) Schatten zeichnet, entstehen bunte, dynamisch-drollige Malereien, die meine kristallorganische Betrachtung der Welt vertiefen.“ Die letzten drei Zeilen dieses Textes stehen am Ende des Gesprächs, das Gernot Bösch mit Peter Niedermair für die KULTUR am Tag nach der Eröffnung führte.

Film / Kino 10.11.2017
Gunnar Landsgesell

Bad Moms 2
Schöne Bescherung für die drei Freundinnen...

Wenn Mütter zu Weihnachten anrücken: "Bad Moms 2" sucht nach der Komik, die sich bei Familienzusammenführungen zu den Festtagen oftmals findet, wird dabei aber nur phasenweise fündig. Auch wenn Susan Sarandon, Kathryn Hahn und Christine Baranski in Spiellaune sind.

Medien 09.11.2017
Peter Füssl

Petition "Für den Erhalt der Kulturabteilung und Kulturberichterstattung beim ORF Vorarlberg"
Unterschriftenaktion gegen den Kulturabbau im ORF Landesstudio Vorarlberg

Mit ihrer Unterschrift machen die Unterzeichnenden dieser Petition sichtbar, dass ihnen die Kulturberichterstattung im ORF Vorarlberg wichtig ist. Sie sprechen sich für den Erhalt der ORF-Kulturabteilung in Vorarlberg aus und erinnern den öffentlich-rechtlichen Sender an seine Pflicht, dem Informations-, Bildungs- und Kulturauftrag nachzukommen.

Ausstellung 09.11.2017
Karlheinz Pichler

Bilder als Transport- und Antriebsmittel und die Frage der Echtheit – das KUB thematisiert 2018 die Distribution der Bilder
David Claerbout: "Oil workers", 2015, Video-Still

Bei der Präsentation des KUB-Programmes für das nächste Jahr verwies Direktor Thomas Trummer darauf, dass über die sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Pinterest oder Snapchat Bilder in einer Geschwindigkeit in den Äther geschossen werden, wie nie zuvor. Daher sei die Verteilung der Bilder die große Maxime für das nächste Programmjahr, wobei vor allem die Frage nach der Echtheit im Zentrum stehe. Angesagt sind große Ausstellungen zum Schaffen von Simon Fujiwara, Mika Rottenberg, David Claerbout und Tacita Dean.

Film / Kino 09.11.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (10.11. - 16.11. 2017)
Mother!

Beim Filmforum Bregenz steht diese Woche Darren Aronofskys höchst umstrittener Psychothriller „Mother!“ auf dem Programm. Im Andelsbucher Gasthof Jöslar wird dagegen mit Jean-Pierre Melvilles „Der Teufel mit der weißen Weste“ ein Klassiker des Gangsterfilms gezeigt.

Musik / Konzert 09.11.2017
Silvia Thurner

Über ein außergewöhnliches Jazzkonzert zum Kulturpreis Vorarlberg 2017 – mit einer Band, bestehend aus den sieben Nominierten
Johannes Bär (Tuba), Andreas Broger und Fabio Devigili (Saxophon), Martin Grabher (Drumset), Veronika Morscher (Vocals), Benny Omerzell (Klavier und Keyboards) sowie David Soyza (Vibraphon) - die sieben Nominierten für den diesjährigen Kulturpreis Vorarlberg - musizierten im Kollektiv und präsentierten dabei ihre sieben Kompositionen. Wer den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält, wird im Rahmen einer Gala im Casino Bregenz am 17. November bekanntgegeben.

Bereits zum dritten Mal loben Bernhard Moosbrugger, Leiter des Casinos Bregenz und Martin Jäger von der Sparkasse Bregenz den Kulturpreis Vorarlberg aus. Dieses Jahr war der Blick auf junge Jazzmusikerinnen und –musiker gerichtet. Im Dornbirner Funkhaus stellten sich Johannes Bär, Andreas Broger, Fabio Devigili, Martin Grabher, Veronika Morscher, Benny Omerzell und David Soyza einer internationalen Jury. Dabei kochte nicht jeder seine eigene Suppe, sondern alle wirkten zusammen und traten als hervorragende Band auf. Sieben Eigenkompositionen und bewundernswerte Improvisationen heizten die Stimmung im Saal gehörig an. Wer den mit 10.000 Euro dotierten Kulturpreis 2017 erhält, wird erst nächste Woche verlautbart. Doch das musikalische Ereignis und die euphorische Stimmung, die sich unter den Zuhörenden breit machte, machte ohnehin klar, dass alle Musikerinnen und Musiker gewonnen haben.