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Steffenschöni / Heidi Schön

'Weiss und weiter'

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Anfang
27.08.2016 15:00
Ende
08.10.2016 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

widmertheodoridis
Fallackerstrasse 6
8360 Eschlikon
→ Mi - Fr 14 - 18, Sa 11 - 16
+41 71 9713811
http://www.0010.ch
mail@0010.ch

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Musik / Konzert 21.07.2017
Fritz Jurmann

Opernexperiment der Festspiele mit Rossinis „Moses in Ägypten“ gescheitert - Erdmännchen lenken bloß vom Wesentlichen ab
Mit prächtigen historischen Bildern wird bei Rossinis „Moses in Ägypten“ in Bregenz aufgetrumpft (Bühne und Kostüme: Christof Hetzer, Licht: Alex Brok)

Die Bregenzer Festspiele haben heuer mit ihrer Hausoper hoch gepokert, aber letztlich mit ihrem Konzept nicht überzeugen können. Mit Hilfe eines künstlerischen Experiments wurde eine 200 Jahre alte Belcanto-Oper aktualisiert, indem man dem Werk eine zweite Spielebene mit Puppen übergestülpt hat. Damit wollte man die biblische Geschichte von Exodus und Flucht der Israeliten durch das Rote Meer in Rossinis Oper „Moses in Ägypten“ mit den heutigen Flüchtlingsströmen über das Mittelmeer in Beziehung setzen und dadurch einen gesellschaftspolitisch wichtigen Akzent setzen. Die Begeisterung des von weither angereisten vornehmen Opernpublikums übertraf bei der Premiere am Donnerstag im Festspielhaus freilich erheblich den angestrebten Betroffenheits-Faktor.

Ausstellung 21.07.2017
Peter Füssl

„Stoffliches“ von Albrecht Zauner und mehr ... - Zwei Sonderausstellungen in der Juppenwerkstatt Riefensberg
Im Außenraum der Juppenwerkstatt erhebt sich eine weiße, flache, dreiteilige Skulptur von Albrecht Zauner

Mit viel Liebe zum Detail wird in Riefensberg geglästet, gefältelt, genäht und gestickt, denn in der Juppenwerkstatt entsteht bekanntlich noch immer das traditionelle Wälderkleid – d´Jûppô. Das ist aber längst nicht alles, wofür im ehemaligen Gasthaus Krone Zeit und Leidenschaft investiert werden. Immer wieder finden spannende, lehrreiche Kurse oder informative und sehenswerte Ausstellungen statt. Aktuell sind zwei Sonderausstellungen zu sehen: „bewahren und erneuern. Bregenzerwälder Frauen- und Männertrachten“ sowie „Stoffliches. Albrecht Zauner Skulpturen und Zeichnungen“

Film / Kino 20.07.2017
Gunnar Landsgesell

Das unerwartete Glück der Familie Payan
Hektisch im Auto, aber doch zu spät. Nichts läuft rund bei den Payans.

Eine Vier-Generationen-Familie von herbem Charme: Bis auf Mutter Nicole, die sämtliche Verantwortung trägt, leben hier alle ihre Egoismen aus. Als Nicole mit 49 unerwartet schwanger wird, droht dem gut eingespielten Chaos ein Ende. Französische Komödie vollgepackt mit herbem Charme.

Film / Kino 20.07.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (21.7. - 27.7. 2017)
Die Schöne und das Biest

Beim Open-Air in Heerbrugg läuft diese Woche Bill Condons prächtig ausgestattete Verfilmung von „Die Schöne und das Biest". In Rankweil wird unter den Sternen unter anderem die italienische Komödie „Der Vollposten – Avanti Beamti“ gezeigt.

Musik / Konzert 20.07.2017
Fritz Jurmann

Verregnete „Carmen“ am See - Ganz großes Kino mit psychologischem Feinschliff
 Opulent zeigt sich heuer das Bühnenbild von „Carmen“ von Es Devlin mit den überdimensionalen Spielkarten, die im Geschehen ein vielfältiges Leben entwickeln.

So hatte das Regisseur Kasper Holten nicht gemeint, als er davon sprach, dass Luft für ihn Freiheit bedeute und Wasser das Schicksal. Nun kam, trotz aller positiven Wettervorhersagen, das Wasser von oben, kübelweise in Form eines starken Gewitterregens punktgenau zum Beginn der „Carmen“-Premiere am Mittwoch auf der Seebühne – auch eine Art Schicksal! Gestoppte 75 Minuten lang. Doch niemand dachte an Abbruch, im Gegenteil.

Ausstellung 19.07.2017
Karlheinz Pichler

Monochrome, beschauliche Gegenwelten – „The Pond Room“ von Hans Op de Beeck im Kunstraum Dornbirn
Hans Op de Beeck: The Pond Room (Fotos: Karlheinz Pichler)

Ganz in Grau gibt sich derzeit der Kunstraum Dornbirn. Der artifizielle Teich mit den Seerosen aus Gips, auf dessen gläsernem Wasser sich die Fenster der Montagehalle spiegeln, die Chesterfield-Sofas, die Gesteinsbrocken, der Kies, mit der der Kunstraum aufgeschüttet wurde, selbst das Geräteschuppen-artige Häuschen, in dem die Videofilme abgespielt werden, ist mit einem grauen Farbanstrich überzogen. Die Installation „The Pond Room“ von Hans Op de Beeck erscheint wie ein monochromes Gemälde. Einzig die rosa Kirschblüten aus Stoff auf den Bäumchen entlang des Teichens setzen einige lyrische Farbtupfen in den Raum.

CD-Tipp 18.07.2017
Peter Füssl

Lars Danielsson: Liberetto III

Seit 2012 verzaubert der schwedische Kontrabassist und Cellist Lars Danielsson ungefähr im Zwei-Jahres-Rhythmus die Jazz-Gemeinde mit seinen „Liberetto“ getauften, melodienseligen Kammer-Jazz-Pop-Alben. Auch auf der Nr.3 liefert er mit seinen zwölf neuen Eigenkompositionen ästhetisch perfekte und exzellent musizierte, in großer Leichtigkeit dahinschwebende Stimmungsbilder, denen es aber nicht an – mitunter ganz schön rockigen – Kanten und Ecken mangelt.

Theater 17.07.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Dünne Story überzeugend umgesetzt - Das Theater Shakespeare am Berg feierte mit „Moustache“ seine dritte Premiere

Letzten Donnerstag feierte das Theater Shakespeare am Berg seine dritte Premiere in der Bergarena Muttersberg oberhalb von Bludenz. Nach „Macbeth“, „Romeo und Julia“ erwartete das Publikum dieses Jahr das Stück „Moustache“ von Thomas A. Welte nach William Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“.

Literatur 17.07.2017
Ingrid Bertel

Elfmeterschießen mit Ingeborg - Autoren schreiben übers Kicken

Wenn Autoren kicken, dann schreiben sie auch darüber. In der Anthologie „Gegen den Ball“ absolvieren sie 26 Länderspiele und schreiben darüber 547 Beiträge. Viele und vor allem die lustigsten stammen von Christian Futscher.

Aktuell 15.07.2017
Karlheinz Pichler

Malerin und Illustratorin Sigrid Hutter †
Im 50. Lebensjahr gestorben: Sigrid Hutter (© Hutter)

Die 1968 in Bregenz geborene und in Feldkirch arbeitende Künstlerin und Illustratorin Sigrid Hutter ist vor allem mit ausdrucksstarken Porträt- und Landschaftsgemälden bekannt geworden. Aber auch mit Aktbildern sowie mit sogenannten „Motorcycle Diaries“, die in engem Zusammenhang mit ihrer Leidenschaft zum Motorradfahren zu sehen sind. Hutter dazu: „Motorradfahren als Leidenschaft findet selbstverständlich auch Eingang in meine Kunst. Ob als freie Komposition auf Leinwand - oder meist Auftragsarbeiten auf Papier - die Schönheit der Technik fasziniert mich immer wieder aufs Neue.“

Film / Kino 13.07.2017
Gunnar Landsgesell

Zum Verwechseln ähnlich
Ein irreführendes Bild: Lucien Jean-Baptiste, frischgebackener Adoptivvater und auch Regisseur des Films, erschrickt keineswegs über den kleinen Benjamin, er ist sogar sehr glücklich.

Wenn weiße Eltern ein schwarzes Kind adoptieren, ist das nichts Ungewöhnliches. Was aber, wenn schwarze Eltern ein weißes Kind adoptieren? Die französische Komödie "Zum Verwechseln ähnlich" versucht den Perspektivwechsel und verliert sich dabei fast selbst in der neuen Unübersichtlichkeit.

Film / Kino 13.07.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (14.7. - 20.7. 2017)
Homme Less

Der Spielboden Dornbirn startet sein Open-Air mit Thomas Wirthensohns Dokumentarfilm „Homme Less“. Beim FKC Dornbirn steht diese Woche Park Chan-wooks meisterhafter Erotikthriller „Die Taschendiebin" auf dem Programm.

Literatur 11.07.2017
Peter Niedermair

Eine Erfolgsgeschichte - 20 Jahre KUB - ein einmaliges Buch von Rudolf Sagmeister
Yilmaz Dziewior VALIE EXPORT Rudolf Sagmeister 2011  © Kuehn Malvezzi

Der Kunsthistoriker und KUB Kurator Rudolf Sagmeister ist seit Anfang dabei. Er ist die Seele des KUB, steht mit hoher Präsenz im Epizentrum, mitten in der Sozietät des KUB. Sein Stil, das Comme il faut, sein kommunikativer, offener Umgang, seine Gastfreundschaft gegenüber den eingeladenen Künstlern, seine wertschätzend vermittelnde Art mit den Handwerkern zu reden, all das wird in seinem Aufsatz ‚Sie kommen als Fremde und gehen als Freunde‘ deutlich. Diese Story erzählt sich auch aus den Fotos in dem Buch, das der „unermüdliche Produzent“ aus Anlass 20 Jahre KUB am 16. Juli präsentiert. Die Fotos in diesem einzigartigen Dokument sprechen vom Blick im Augenblick; Thomas Trummer schreibt in seinem Essay ‚Erwiderte Blicke‘: „Die hier versammelten Porträts sind mehr als nur das Archiv einer bemerkenswerten Ausstellungsgeschichte. Sie bezeugen eine Ansteckung, die sich im Moment der Aufnahme zwischen Fotograf und Fotografierten ereignet, aber auch die Ansteckung jener, die ihre Blicke im festgehaltenen Bild nochmals tauschen.“ Ein besonderes Spezifikum von Orten der Kunst ist es, und beim KUB wird das besonders deutlich spürbar, dass Menschen, die dort hingehen, ihre Sensorien ganz öffnen und bereit sind, alles aufzunehmen.

CD-Tipp 11.07.2017
Peter Füssl

Miles Mosley: Uprising

Vom ersten Ton weg wird man von diesem kraftstrotzenden, druckvoll brodelnden Hexengebräu aus Soul, Jazz, Rock, R’n’B und Funk völlig in den Bann gezogen. Der im zurzeit extrem hippen West Coast Get Down-Jazzkollektiv aus Los Angeles fest verankerte Miles Mosley machte schon auf Kendrick Lamars „To Pimp A Butterfly“ und Kamasi Washingtons „The Epic“ auf sich aufmerksam. Wie Letzteres sind auch die elf Aufnahmen für Mosleys Verve-Debut „Uprising“ in derselben 30-tägigen Monster-Session entstanden, in der das Kollektiv das Kingsize Soundlab Studio in L.A. mietete und 170 Stücke aufnahm.

Musik / Konzert 08.07.2017
Silvia Thurner

Die eigenen Grenzen erforschen – das instrumentale Theater „Töneschmuggler“ bei „Cross Culture“ war ein höchst bemerkenswertes Ereignis
Thomas Desi komponierte für Musikschülerinnen und -schüler eine vielsagende Komposition, die Laura Bayer, Dana Capponi, Isabella Dünser und Lea Winder (Stimme), Philomon Eienbach (Posaune), Maximilian Germ (Trompete), Selena Graber (Gitarre), Larissa Harrich (Bratsche), Viola Huber-Sannwald (Violine) und Valentin Steger (Kontrabass) mit viel Fantasie und Mut in Szene setzten. (Fotos: Bregenzer Festspiele, Anja Köhler)

Töneschmuggler waren im Rahmen von Cross Culture bei den Bregenzer Festspielen on tour. Schülerinnen und Schüler der Musikschule Bregenz haben das instrumentale Theater von Thomas Desi wunderbar kreativ und konzentriert umgesetzt. So stieß die Premiere im Seestudio des Bregenzer Festspielhauses auf viel Resonanz, denn Laura Bayer, Dana Capponi, Isabella Dünser und Lea Winder (Stimme), Philomon Eienbach (Posaune), Maximilian Germ (Trompete), Selena Graber (Gitarre), Larissa Harrich (Bratsche), Viola Huber-Sannwald (Violine) und Valentin Steger (Kontrabass) wuchsen über sich selbst hinaus.

Musik / Konzert 08.07.2017
Peter Ionian

poolbar-Festival 2017 eröffnet mit Dialektsprachigem
Voodoo Jürgens eröffnete das poolbar-Festival 2017 (alle Fotos von Matthias Rhomberg)

Das poolbar-Festival feierte am Freitag, 7. Juli zum 24. Mal seine Eröffnung im Feldkircher Reichenfeld. Die nächsten fünfeinhalb Wochen bringen wieder Kultur von Nischen bis Pop ins Alte Hallenbad. Unter dem Motto „Good vibes – golden days“ gibt es ein umfangreiches musikalisches Programm, ein wenig Kleinkunst und heiße Nächte. Als Festival Opening kam Dialektsprachiges auf die Bühne. Die österreichischen Acts Voodoo Jürgens und Worried Man & Worried Boy sollten beweisen, dass auch hierzulande festivaltaugliche Musik geschaffen wird.

Musik / Konzert 06.07.2017
Fritz Jurmann

Buchungen und Proben laufen wie am Schnürchen – Bregenzer Festspiele vor einer Rekordsaison
Die britische Bühnenbildnerin Es Devlin, die auch für berühmte Popgruppen arbeitet, stolz vor dem von ihr erdachten Bühnenbild am See. Ihre eigenen Hände dienten dafür als Grundmuster.

Beim traditionellen Pressetag der Bregenzer Festspiele am Donnerstagvormittag, knapp zwei Wochen vor dem Start des Festivals am 19. Juli, wurde internationalen Medienvertretern Einblick in die letzten Proben der beiden großen Opernproduktionen am See und im Haus gewährt, Georges Bizets „Carmen“ und Gioacchino Rossinis „Moses in Ägypten“. Dabei wurde unter Leitung von Pressesprecher Axel Renner in Gesprächen mit den Leading Teams auch der Hintergrund der jeweiligen Inszenierungen ausgeleuchtet. Die künstlerischen Vorbereitungen liegen derzeit, auch dank des guten Wetters der letzten Zeit, voll im Plan, der Vorverkauf für das „Spiel auf dem See“ hat mit über 90 Prozent ein Allzeithoch im Vergleich mit den letzten Jahren erreicht (Karten gibt es nur noch für August-Vorstellungen). Bereits komplett ausgebucht sind die drei Aufführungen der Hausoper.

Film / Kino 06.07.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (7.7. - 13.7. 2017)
Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens

Beim Open-Air in Hard brillieren in Stephen Frears "Florence Foster Jenkins" Meryl Streep, Hugh Grant und Simon Helberg. Filmforum Bregenz und TaSKino Feldkirch zeigen dagegen Nicolas Wadimoffs Dokumentarfilm "Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens".

Ausstellung 06.07.2017
Peter Niedermair

„Farbe und Ton“ – Gerhard Mangold und Mario Meusburger im Alten Bad Pfäfers
Gerhard Mangold, Bad Ragaz

Bis zum Bahnhof Bad Ragaz fährt man von Bregenz aus eine gute Stunde, mit dem Zug zwei. Dort steigt man in einen stündlich verkehrenden Bus, der entlang der Tamina, die durch ein schmales, enges Tal führt, über das sich an einer Stelle etwa zur Hälfte des Weges weit oberhalb der Schlucht die in diesem Jahr eröffnete, mit einer Weite von 260 Metern größte Bogenbrücke der Schweiz spannt. Ziel ist das Alte Bad Pfäfers, dessen Geschichte um 1240 begann, als zwei Jäger eine 36,5 Grad warme Quelle entdeckten, in der man bald eine heilende Wirkung erkannte. Hoch über dem Fluss wurden bald darauf Gästehäuser in den Felswänden gebaut. Den Ruhm der Therme jedoch begründete ein Gutachten des berühmten Naturforschers, Arztes und Philosophen Theophrastus von Hohenheim, bekannt als Paracelsus, der 1535 an der Kurstätte weilte. Im 17. Jh. wurde das Wasser mit Holzleitungen an den heutigen Ort geführt. 1838 nach Auflösung der Benediktinerabtei Pfäfers gingen Quelle und Badehäuser in das Eigentum des Kantons St. Gallen über. 1839 wurde die Schlucht mit der oben erwähnten Straße erschlossen. Ab 1840 führte man das Thermalwasser nach Ragaz, wo der Weltkurort Bad Ragaz entstand. Zwischen 1983 und 1995 wurde das Badgebäude umfassend restauriert, heute ist es ein beeindruckender Natur- und Kulturort mit überregionaler Ausstrahlung. Das Alte Bad Pfäfers ist ein Stück weit auch ein eindrückliches Modell, wie man mit historischem Bauerbe kulturpolitisch sensibel umgehen kann.

Musik / Konzert 05.07.2017
Silvia Thurner

Mit Leidenschaft und Tatkraft das Beste gegeben – das Festkonzert zum Abschluss des Schuljahres bot eindrucksvolle Werkdeutungen
Zum Abschluss des anregenden und energiegeladenen Festkonzertes des Vorarlberger Landesonservatoriums im Montforthaus Feldkirch gab es begeisterten Applaus, Freude und Blumen vom Direktor.

Stolz vermerkte der Direktor des Vorarlberger Landeskonservatoriums, Jörg Maria Ortwein, dass es 40 Jahre gebraucht habe, um nun im Rahmen des traditionellen Festkonzertes erstmals ein Werk von Richard Wagner aufführen zu können. Die kontinuierliche und gute Aufbauarbeit des Orchesters, ist in den vergangenen Jahren vor allem Benjamin Lack zu danken. Überdies ist das Niveau der Studierenden im Laufe der vergangenen Jahre enorm gestiegen. Die Solistinnen und Solisten gaben alles bei ihren Auftritten. Diese Energie war spürbar und sorgte für eine anregende Stimmung im Saal des Feldkircher Montforthauses. So wurde das Abschlusskonzert des Jahres zu einem fröhlich auftrumpfenden und in einem lebendigen Austausch wirkenden musikalischen Fest.

Film / Kino 05.07.2017
Gunnar Landsgesell

Life, Animated
Owen Suskind spricht mit der Stimme von Disney-Figuren. Und er malt sie auch. Ein Paradox: Über sie hat er in die Welt zurückgefunden.

Ein Bub, der an Autismus erkrankt und verstummt und sich nach Jahren plötzlich wieder mit einem Filmzitat aus Disney zu Wort meldet. Seither ist die Märchenwelt bevorzugtes Kommunikationsmittel von Owen Suskind. Berührender Dokumentarfilm, der nur durch die Welt der Märchen seine Hauptfigur erreichen kann.

CD-Tipp 04.07.2017
Peter Füssl

Chris Potter: The Dreamer Is The Dream

Nach seinem an Homers „Odyssee“ orientierten ECM-Debut „The Sirens” (2013) und den „Imaginary Cities” mit seinem Underground Orchestra (2015) präsentiert der exzellente in New York lebende Saxophonist und Bassklarinettist Chris Potter die sechs neuen, ausdrucksstarken und farbenreichen Kompositionen seiner jüngsten exquisiten ECM-Produktion mit einem hervorragenden, generationenüberspannenden, akustischen Quartett.

Musik / Konzert 03.07.2017
Silvia Thurner

Einfallsreich und vielseitig – das Symphonieorchester Vorarlberg bespielte im Rahmen der „Montforter Zwischentöne“ die Stadt und lud zum sinnenreichen Spaziergang
Platzkonzerte an ungewöhnlichen Orten boten die Montforter Zwischentöne im Rahmen eines Spazierganges mit Musikerinnen und Musikern des Symphonieorchesters Vorarlberg. Ein Streichsextett im Gewölbekeller des Altstadthauses Sonne musizierte Schönbergs "Verklärte Nacht". (Fotos: M. Rhomberg)

Sommerfeeling war zum Schluss der 8. Ausgabe der „Montforter Zwischentöne“ angesagt. Unter dem Motto „1001 Nacht“ bespielten die Musikerinnen und Musiker des Symphonieorchesters Vorarlberg das Montforthaus Feldkirch und ausgesuchte Plätze in der Innenstadt. Zahlreiche Musikbegeisterte folgten der Einladung und bekamen musikalisch Anregendes geboten. Ein Jazztrio im Atrium des Montforthauses stimmte in den Abend ein, Begeisterung lösten die Platzkonzerte in den Arkaden der Fußgängerzone und im Gewölbekeller eines Altstadthauses aus. Zum großen Finale führte das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Peter Tilling die Zuhörenden mit Rimski-Korskakow und den Geschichten von „Scheherazade“ in orientalische Gefilde.

Literatur 03.07.2017
Raffaela Rudigier

Kunst, Gier und Mord - „Aber das Bild war noch da“ Christian Mährs neuer Roman

Krimi-Liebhaber dürfen sich freuen: Christian Mähr hat einen neuen Roman geschrieben. Er heißt „Aber das Bild war noch da“ und es passieren wieder allerhand seltsame Dinge. Es wird gerätselt, gefälscht, gelogen und natürlich gemordet. Und das alles in Vorarlberg – herrlich. Mir persönlich macht es als Krimi-Leserin Spaß, wenn außergewöhnliche Dinge am Ardetzenberg in Feldkirch passieren, im Wald von Frastanz Spuren verwischt und zwischen Gisingen und Göfis Rätsel gelöst werden müssen. Das Lokale schlägt das Globale. Die „alemannische Nüchternheit“ wird nebenbei schön aufs Korn genommen. Dafür nimmt man schon auch mal hin, dass manche Beweggründe der Protagonisten vielleicht etwas dünn gestrickt sind.

Theater 01.07.2017
Anita Grüneis

Theater Karussell zeigt im Stück „Die Päpstin“ Macht und Gier der katholischen Kirche
Szenenbild im Innenhof der Burg Gutenberg

Regisseur Nikolaus Büchel hatte das Stück ausgesucht. Er fand es passend für das Land Liechtenstein. Wie recht er damit hatte, zeigte seine Inszenierung auf Burg Gutenberg. Die Premiere fiel zwar im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser und auch die zweite Vorstellung konnte nicht zu Ende gespielt werden. Als Mönch verkleidet, war Johanna eben zur Päpstin ernannt worden, da öffnete der Himmel seine Schleusen, als wolle er alle dafür bestrafen. Das Ende konnte das Publikum nicht miterleben, trotzdem blieb der Eindruck eines intensiven Theaterabends.