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Staatstheater Mainz

'Antonius und Cleopatra' v. W. Shakespeare

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Anfang
15.12.2015 20:00
Kategorie
Theater
Veranstaltungsort

SAL
9494 Schaan
http://www.sal.li

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Film / Kino 24.11.2017
Gunnar Landsgesell

Detroit
Die Ereignisse werden vielfach durch die Augen des schwarzen Security Guards (John Boyega) beobachtet.

Mehrere Tage tobten in Detroit 1967 Straßenschlachten zwischen der Polizei und den schwarzen Bewohnern des Viertels. In "Detroit" gipfelt exzessive Polizeigewalt in einer Art Geiselnahme in einem Motel, das am Ende nicht jeder lebend verlässt. Regisseurin Kathryn Bigelow rekonstruiert ihren Film nach realen Ereignissen als eine Tortur fast im Direct Cinema Stil. Ein intensives, ambivalentes Erlebnis voller Ambivalenzen.

Musik / Konzert 23.11.2017
Silvia Thurner

Ein ansprechendes Konzert mit eindrücklicher Wirkung – der Pianist Piotr Anderszewski sowie das Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Yuki Kasai begeisterten bei „Dornbirn Klassik“
Das Münchener Kammerorchester ist gern gesehener Gast im Rahmen der Abonnementreihe "Dornbirn Klassik" im Kulturhaus. Unter der Leitung der Konzertmeisterin Yuki Kasai präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein abwechslungsreiches Programm mit emotional ausgestalteten Werkdeutungen von Janacek, Haydn, Mozart und Tüür.

Der Pianist Piotr Anderszewski und seine unkonventionellen Werkdeutungen faszinieren immer wieder aufs Neue. Auf seine ganz eigene Art modelliert er die Musik, er kehrt Motive heraus, betrachtet sie in neuem Licht und verleiht ihnen im Gesamtzusammenhang neue Bedeutungen. So wurden die Interpretationen von Haydns 11. Klavierkonzert und Mozarts Klavierkonzert Nr. 17, (KV 453) im Zusammenwirken mit dem Münchener Kammerorchester zu inspirierenden Erlebnissen. Unter der Leitung der Konzertmeisterin Yuki Kasai sprachen die Musikerinnen und Musiker überdies die Zuhörenden mit einem frühen Werk von Leos Janacek und der Komposition „The path and the traces“ des estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür unmittelbar an und erhielten dafür herzlichen Applaus.

Film / Kino 23.11.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (24.11. - 30.11. 2017)
God´s Own Country

Filmforum Bregenz und Takino Schaan zeigen diese Woche Francis Lees im ländlichen Nordengland spielende schwule Liebesgeschichte „God´s Own Country“. Auf dem Programm des TaSKino Feldkirch und des Spielboden Dornbirn steht dagegen mit Greg Zglinskis „Tiere“ ein raffiniertes Vexierspiel, das an die Filme David Lynchs erinnert.

Literatur 23.11.2017
Markus Barnay

Leblose Gebäude im Doppelpack - Denkmal Guide Vorarlberg: Die Bände 3 und 4 sind erschienen

Der Norden Vorarlbergs – vom Leiblachtal bis zum Kleinwalsertal - stand im Zentrum der ersten beiden Bände des Denkmal Guide Vorarlberg, die im Herbst 2016 erschienen. Inzwischen hat sich Johann Peer, der ehemalige Leiter der Abteilung Stadtplanung im Amt der Stadt Feldkirch und Autor mehrerer Bücher über die Vorarlberger Kulturlandschaft, weiter nach Süden vorgearbeitet und hat soeben die nächsten beiden Bände des Führers zu sämtlichen Baudenkmälern des Landes vorgelegt: Diesmal steht das Rheintal zwischen Dornbirn und Feldkirch im Mittelpunkt, und statt der bäuerlichen Baukultur dominieren jetzt die städtischen Viertel von Hohenems und Feldkirch jeweils einen Band – und Dornbirn ist mit Fabrikantenvillen, Arbeiterwohnhäusern und Fabriksgebäuden auch nicht schlecht vertreten.

CD-Tipp 23.11.2017
Peter Füssl

Blue Note All-Stars: Our Point of View

Die Geburtsstunde dieses, seinen Namen durchaus verdienenden Sextetts schlug 2014 anlässlich des 75. Geburtstags des legendären Blue Note-Labels. Es spricht für den Label-Chef und Produzenten Don Was, dass er aus der großen Zahl an in Frage kommenden Musikerinnen und Musikern aus seinem Stall nicht unbedingt jene auswählte, die sich am besten verkaufen, sondern jene, die in den vergangenen Jahren durch ihren besonders kreativen und innovativen Output aufgefallen sind – exzellente Instrumentalisten, die auch kompositorisch und konzeptionell am Puls der Zeit liegen. So haben Keyboarder und Koproduzent Robert Glasper, Bassist Derrick Hodge, Drummer Kendrick Scott, Gitarrist Lionel Loueke, Tenorsaxophonist Marcus Strickland und Trompeter Ambrose Akinmusire jeweils eine oder zwei Kompositionen beigesteuert, die zwar ihre individuelle Handschrift verraten, aber dennoch voll und ganz im Gruppensound aufgehen.

Ausstellung 22.11.2017
Karlheinz Pichler

Der Kunstraum Dornbirn setzt im nächsten Programmjahr auf Diversität
Shirin Neshat: "Sarah Out" (Video-Still)

Der Kunstraum Dornbirn gibt im kommenden Jahr Einblicke in das Schaffen der iranischen Videokünstlerin Shirin Neshat, des an der Schnittstelle zwischen Kunst, angewandter Wissenschaft und praktischer Philosophie arbeitenden Tiroler Künstlers Thomas Feuerstein, sowie des für seine monumentalen Keramikarbeiten bekannten Elmar Trenkwalder, der ebenfalls aus dem Tirol stammt. Im Rahmen der vierten Ausstellung beteiligt sich der Kunstraum als erste Vorarlberger Kunsteinrichtung am „Heimspiel“, das im Dreijahresrhythmus eine Momentaufnahme der Kunstszenen in der Ostschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg abbildet.

Theater 22.11.2017
Anita Grüneis

Anna Seghers „Transit“ im TAK - Denn Bleiben ist nirgends
Der Schauspieler Thorsten Hierse trägt den Abend

Die deutsche Autorin Anna Seghers schrieb im Jahr 1944 mit „Transit“ eine Geschichte, die heute aktueller ist denn je. Das Deutsche Theater Berlin gastierte mit einer ungewöhnlichen Inszenierung dieser Geschichte im TAK.  Am Anfang war die Bühne fast leer, ein Stuhl stand darauf, daneben eine Flasche Rosé mit einem leeren Glas. Am Ende der Vorstellung werden über diese leere Bühne ganze Flüchtlingsströme gewankt sein, werden sich heimatlose Menschen heimlich in Paris und Marseille getroffen haben, wird die „weiße und kahle“ Hafenstadt vor aller Augen lebendig geworden sein. Zu verdanken war dies der Schriftstellerin Anna Seghers, ihrer Geschichte „Transit“, dem Regisseur Alexander Riemenschneider und vor allem dem Schauspieler Thorsten Hierse, der ein ebenso begnadeter Erzähler ist wie die Autorin selbst.

CD-Tipp 21.11.2017
Peter Füssl

Torres: Three Futures

Das vor zwei Jahren erschienene, fabelhafte Album „Sprinter” brachte Torres, die eigentlich Mackenzie Scott heißt, eine größere Fan-Gemeinde ein. Nicht etwa, weil das Album so leicht zu konsumieren gewesen wäre, sondern weil es in seiner Direktheit und Unmittelbarkeit, in seiner gnadenlosen Zurschaustellung von Ängsten und Obsessionen faszinierend war und von einer kraftvoll hypnotisch wirkenden Stimme getragen wurde. Die aktuelle Produktion „Three Futures“ der mittlerweile 26-jährigen, in New York lebenden Singer-Songwriterin geht um nichts weniger unter die Haut als das Vorgängeralbum.

Literatur 19.11.2017
Ingrid Bertel

„Wald, hau dich über die Häuser!“ - Der Autor Christian Futscher hat einen neuen Erzählband geschrieben

In seinem neuen Erzählband versammelt Christian Futscher Elogen auf die Stadt, Lesefrüchte eines Büchernarren und Eindrücke eines gewitzten Flaneurs.

Musik / Konzert 19.11.2017
Silvia Thurner

Mit Bild, Wort und Ton zu vielgestaltigen musikalischen Aussagen – vier neue Werke wurden bei den „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“ erstmals aufgeführt
Das "Quartetto Maurice" mit Laura Bertolino, Aline Privitera, Georgia Privitera und Francesco Vernero beeindruckte bei den "Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik" durch seine bewundernswerte Flexibilität.

Kompositionen mit Symbolkraft präsentierte das italienische Streichquartett „Quartetto Maurice" bei den „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“. Vier Uraufführungen von Yukiko Watanabe, Pia Palme, Joanna Bailie und Alexander Chernyshkov führten mittels Streichern, Objekten, elektromechanischen und elektronischen Instrumenten sowie Videoprojektionen die Zuhörenden in vielschichtig interpretierbare musikalische Welten. Nur schade, dass fehlende vermittelnde Gespräche und Informationen die Zuhörenden und ihre Wahrnehmungen mitunter in der Beliebigkeit stecken ließen.

Musik / Konzert 18.11.2017
Silvia Thurner

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile – der Kulturpreis Vorarlberg 2017 in der Kategorie Jazz wurde an die „Band der Nominierten“ vergeben
Das Auswahlverfahren für den mit 10.000 Euro dotierten "Kulturpreis Vorarlberg 2017" war ein singuläres und höchst spannendes Konzertereignis. Gewonnen hat schließlich die "Band der Nominierten". Anerkennungspreise zu je 2.500 Euro erhalten die Singer- Songwriterin Veronika Morscher und der Vibraphonist David Soyza.  v.l.n.r. Johannes Bär, Andreas Broger, Veronika Morscher, Martin Grabher, Fabio Devigili, David Soyza, Benny Omerzell. (Foto: Maurice Shourot)

Zum dritten Mal schrieben das Casino Bregenz und die Sparkasse Bregenz den Kulturpreis 2017 aus. Nach dem Schauspiel und dem Tanz stand der Jazz im Mittelpunkt des Interesses. Doch dieses Mal lief alles anders. Die für den Preis Nominierten - der Multiinstrumentalist Johannes Bär, die Saxophonisten Andreas Broger und Fabio Devigili, der Schlagzeuger Martin Grabher, die Singer- Songwriterin Veronika Morscher, der Pianist Benny Omerzell und der Vibraphonist David Soyza – traten nämlich nicht gegeneinander an, sondern miteinander auf. Bei der Vorauswahl begeisterte die Performance der Band das Publikum und überzeugte auch die Juroren. Diese trafen eine kluge und mutige Entscheidung. Sie vergaben den Hauptpreis einstimmig an die Band der Nominierten, Anerkennungspreise erhielten Veronika Morscher und David Soyza.

Musik / Konzert 18.11.2017
Thorsten Bayer

Blick zurück nach vorn – Die Sofa Surfers im Spielboden
Die Sofa Surfers aus Wien waren zu Gast im Spielboden (Fotos ©: Michael Fritz / Spielboden).

Ihr 20-jähriges Jubiläum feierte die Wiener Band am Freitagabend im gut besuchten Spielboden. Seit 1997 haben die fünf Musiker einige Metamorphosen hinter sich. Die Bandbreite ihres Schaffens zwischen clubtauglichen Elektrobeats im Stil von Kruder & Dorfmeister einerseits und Minimal Rock andererseits ist eine ihrer größten Stärken. Auf der Bühne spielten sie dieses Können nicht immer aus. Erlebenswert blieb der Gig allemal; nicht nur wegen der beeindruckenden Projektionen.

Theater 17.11.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Ein todernstes Geschäft – „Tod eines Komikers“ im Theater Kosmos
Steve Johnston (Dominique Horwitz) mit Freundin Maggie (Lisa Hofer)

Eine Bühne, wie man sie aus Cabarets oder von Showbühnen kennt, von Lichtern umfasste Stellwände, die sich in Drehtüren verwandeln und symbolisieren, in welches Hamsterrad, in welches Karussell man im Showbusiness geraten kann.

Musik / Konzert 17.11.2017
Silvia Thurner

Von anderswo nach Bludenz und von dort in die Welt – die „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ wurden mit ausdrucksstarken Kompositionen eröffnet
Das israelische Ensemble "Nikel" gastierte erstmals bei den "Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik" und überzeugte auf allen Linien.

Die diesjährigen „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ erlebten einen starken Auftakt mit zwei aussagekräftigen Uraufführungen von Enno Poppe und Klaus Lang sowie Werken von Ann Cleare und Elena Rykova. Die vier Herren des renommierten Ensembles „Nikel“ musizierten mit einer bewundernswerten Präzision und Konzentration. Erfreulich viele musikbegeisterte Menschen fanden sich in der Remise ein, um Musik auf der Höhe unserer Zeit zu hören. So wurden die Komponisten und die Musiker in guter Atmosphäre gefeiert.

Musik / Konzert 16.11.2017
Fritz Jurmann

Programm der Bregenzer Festspiele 2018 mit großen Namen – Trotz Vielfalt auch Engagement für Neues
Auf der Hinterbühne des Festspielhauses inszenierte das Leading Team der Bregenzer Festspiele samt Gästen die Pressekonferenz für das Programm 2018, v.l.n.r. Pressesprecher Axel Renner, Hausopern-Regisseur Johannes Erath, Intendantin Elisabeth Sobotka, Präsident Hans-Peter Metzler, Schauspieler Karl Markovics als Regisseur der Opern-Uraufführung „Das Jagdgewehr“ und der kaufmännische Direktor Michael Diem.

Das Podium ist wie immer, wenn die Bregenzer Festspiele zu einer Pressekonferenz laden, schon für sich eine Inszenierung. Diesmal finden sich am späten Donnerstagvormittag zur Programm-Präsentation für die Saison 2018 auf der Hinterbühne des Festspielhauses dicke weiße brennende Kerzen, am Boden ausgeschüttete Golddukaten und verstaubte Bücher. Es sind Indizien für die Atmosphäre aus kirchlicher Korruption und menschlicher Gewalt, in der die in der Renaissance angesiedelte, mit Spannung erwartete Hausoper „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt spielen wird.

Film / Kino 16.11.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (17.11. - 23.11. 2017)
Stray Dog - Nora inu

Das Takino Schaan zeigt diese Woche nochmals in der Reihe "Vintage Cinema" mit "Stray Dog - Nora inu" einen frühen meisterhaften Krimi von Akira Kurosawa in digital restaurierter Fassung. Beim Filmforum Bregenz steht mit Raoul Pecks "I Am Not Your Negro" ein Essayfilm auf dem Programm, der mitreißend mit dem Rassismus in den USA abrechnet.

Film / Kino 16.11.2017
Pau Bösch Torra

Einmal Fiktion hin und zurück - Ein Besuch der Internationalen Filmfestspiele von San Sebastián vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Katalonien
Blick auf den Urumea Fluss und das Victoria Eugenia-Theater in San Sebastián / Baskenland © Haizea Alberdi

Die spontane Protestkundgebung vor dem Finanzministerium: An jenem Mittwoch strömten schon in den frühen Morgenstunden Tausende von Menschen aus allen Teilen des Landes ins Zentrum Barcelonas. Viele von ihnen hatten sich einfach ohne lange zu überlegen ins Auto gesetzt, andere schauten auf dem Weg zur Arbeit dort vorbei. Die Menschenmenge wurde von Stunde zu Stunde größer, und im Laufe des Tages entwickelte sich aus einem improvisierten Aufruf eine durchorganisierte Protestkundgebung. Aus dem Nichts tauchten Essen und Trinken auf, mit Megaphonen wurden Reden gehalten, lokale Musikgrößen gaben überraschend Konzerte. Am selben Abend war zu einem Straßenfest geworden, was am Morgen als spontaner Protest gegen den Überraschungscoup der Guardia Civil begonnen hatte. Einheiten dieser spanischen Militärpolizei waren auf richterlichen Befehl in das katalanische Finanzministerium eingedrungen, hatten dort Spitzenbeamte verhaftet und Kisten voller beschlagnahmter Dokumente davongeschleppt. Am Tag danach, am 21. September, triumphierte die Madrider Tageszeitung “El Mundo”, dass diese Aktion dem katalanischen Referendum den Todesstoß versetzt habe. 10 Tage später, am 1. Oktober, fand die Volksabstimmung aber trotzdem statt. Die Begleitumstände dürften auch in Österreich hinreichend bekannt sein.

Film / Kino 16.11.2017
Walter Gasperi

The Recall - Laura Bilgeri in kanadischem Mix aus Horror- und Science-Fiction-Film
Aus aktuellem Anlass, weil der bei uns bereits vor einem Monat besprochene Film jetzt in die Vorarlberger Kinos kommt, möchten wir Sie nochmals an diese Kritik erinnern © Einhorn Filmverleih

Fünf junge Erwachsene wollen ein Wochenende in einem Waldhaus an einem See verbringen, doch bald droht ihnen Gefahr weniger von einem mysteriösen Jäger als von Aliens. Mauro Borrelli mixt in seinem Low-Budget-Film aus zig-Filmen bekannte Motive zu trashiger Unterhaltung. Einzig Wesley Snipes kann seinem namenlosen Jäger Profil verleihen, das junge Quintett um Laura Bilgeri hinterlässt dagegen wenig Eindruck.

Musik / Konzert 15.11.2017
Anita Grüneis

Das SOL und der Mann für das Empfindsame - István Várdai
István Várdai  spielte auf einem der raren Stradivari-Celli

Das Programm des letzten Konzertes dieser Saison war mit Beethoven, Schumann und Schubert dramaturgisch gut zusammengestellt. Der sechsminütige Auftakt mit Beethovens Ouvertüre zum Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus, op. 43“ gab die Stimmung des Abends vor – vom Heroischen über das Tänzerische und Romantische hin zur Dramatik – und zurück.

Literatur 15.11.2017
Raffaela Rudigier

Von bedrückender Idiotie und der Zukunft - Rainer Juriatti „Die werten Herren - Essay mit Theatermonolog“

Die Nationalratswahlen sind um, das Ergebnis der Großparteien war in etwa absehbar und nun stehen wir mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit vor einer Neu-Auflage von „Schwarz-Blau“. Im Ausland wird das, beispielsweise in der Online-Ausgabe der „Welt“ von Sascha Lehnartz, so analysiert: „Rund 60 Prozent aller Österreicher haben sich bei dieser Wahl für Parteien entschieden, die den Herausforderungen einer digitalisiert-globalisierten Gegenwart und Zukunft mit konservativ-nationalen oder rechtsextremen Lösungsansätzen begegnen wollen. Darin liegt eine gewisse Ironie, denn zugleich gaben über 35 Prozent den Wunsch nach ‚Veränderung' als wichtigsten Grund für ihre Wahlentscheidung an. Rechts ist in Österreich nun die neue Mitte." Das heißt wohl die Rechten müssen sich in Zukunft richtig anstrengen, wenn sie rechts von der rechten Mitte noch wahrgenommen werden wollen. Was bedeutet das für die Zukunft? Was wird in einigen Jahren alles salonfähig, besser gesagt regierungsfähig, sein? Worauf steuert eine rechte Regierung und eine dementsprechend willige oder - noch schlimmer - willenlose Gesellschaft zu? Mögliche Antwort auf diese Fragen gibt der Bludenzer Autor Rainer Juriatti in seinem neuen Buch. Er hat noch vor dieser Nationalratswahl einen „Essay mit Theatermonolog“ mit dem Titel „Die werten Herren“ geschrieben.

Ausstellung 14.11.2017
Peter Niedermair

„Über-Brücken“ - Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Art d’Oséra in Diepoldsau/CH
Die Ausstellung „Über-Brücken – Kulturen begegnen sich“ in der Art dOséra zeigt  Werke und Veranstaltungen von dort stattfindenden Projekten mit Flüchtlingen und Kunstschaffenden

„Doosera“ nennt die Diepoldsauer Belegschaft des einstigen Arbeitgebers Sandherr Packungen seit jeher „ihre“ Fabrik, in der sie Dosen und Becher herstellten. Aus dem Dialektwort „Doosera“ entstand der Name der neuen Galerie, die Dauerausstellungen, Einzel- und Gruppenausstellungen mit Arbeiten von nationalen und internationalen Künstlern organisiert.

Musik / Konzert 14.11.2017
Karlheinz Pichler

Augustin Wiedemann - Auf Tüchfühlung mit einem Weltklassegitarristen beim „Salon Paula“
Voll konzentriert: Augustin Wiedemann

Das Herbstprogramm der Montforter Zwischentöne stand diesmal im Zeichen von „Vollenden – Oder: Es gut sein lassen“. Auch die „kleinformatige“ und dezentrale Programmschiene „Salon Paula“ unterlag diesem Motto. Einer dieser Salons ging am vergangenen Wochenende in der Feldkircher Villa Kleiner über die Bühne. Gast des Abends war der Weltklassegitarrist Augustin Wiedemann.

CD-Tipp 14.11.2017
Peter Füssl

Scott DuBois: Autumn Wind

Der aus Chicago stammende und in New York lebende 39-jährige Gitarrist und Komponist Scott DuBois hat ein ganz besonderes Faible für ausgefallene Konzeptalben. So schilderte er etwa in seinem hochgelobten, 2015 erschienenen ACT-Debut „Winter Light“ in sieben Stücken den Tagesablauf in einer ländlichen Winterlandschaft – von den ersten Lichtstrahlen am Morgen bis zur finstersten Nacht. Das aktuelle Album „Autumn Wind“ klingt nun noch durchdachter, wirkt aber keineswegs verkopft, sondern erweist sich vielmehr als ungemein abwechslungsreiches, stilistisch vielschichtiges und farbenreiches Werk.

Musik / Konzert 13.11.2017
Silvia Thurner

„Außenseiter – Wegbereiter“ - Ein gelungenes Fest zum 80. Geburtstag von Gerold Amann
Beim Geburtstagsfest für Gerold Amann gab es viel zu erleben. Unter anderem spielten Barbara Romen und Gunter Schneider "Die Gottesanbeterin" für zwei Personen an einer Gitarre. (Foto: Fritz Jurmann)

Das Festival „Texte und Töne“ im Funkhaus in Dornbirn war auch ein passender Rahmen, um den 80. Geburtstag von Gerold Amann gebührend zu feiern. Dafür ließen sich Bettina Barnay und Jasmin Ölz einiges einfallen. Nebst einer Geburtstagstorte, ausgesuchten Kompositionen mit den Interpreten Evelyn Fink, Ulrich Gabriel, Gunter Schneider, Barbara Romen und Anna Adamik gab es eine Filmzuspielung aus dem legendären Film „Ich bin ein Schüler des Zaunkönigs“ von Fritz Jurmann und einen Geburtstagsgruß von Peter Klein. Er war der Regisseur des überaus erfolgreichen Hörspiels „March Movie“, zu dem Gerold Amann die Musik komponiert hatte.

Musik / Konzert 13.11.2017
Silvia Thurner

Unterschiedlichste musikalische Standpunkte – „Texte und Töne 2017“ war abwechslungsreich und fand viel Publikumszuspruch
Das "ensemble plus" unter der Leitung von Christoph Renhart sowie das Symphonieorchester Vorarlberg, mit Kai Röhrig am Pult, präsentierten im Rahmen der diesjährigen Ausgabe des Festivals "Texte und Töne" vielgestaltige neue Werke, unter anderem von Gerda Poppa, Marcus Nigsch, Simon Frick und Thomas Thurnher.

Das bereits traditionelle Festival „Texte und Töne“ im Funkhaus Dornbirn ging dieses Jahr mit einem abwechslungsreichen Programm sowie neun Uraufführungen - unter anderem von Gerda Poppa, Marcus Nigsch, Johannes Bär und Thomas Thurnher - sehr erfolgreich über die Bühne. Das „ensemble plus“ unter der Leitung von Christoph Renhart mit den Solistinnen Klaudia Tandl und Sabine Winter sowie das „Symphonieorchester Vorarlberg“ mit Kai Röhrig am Pult musizierten engagiert und mit einer bewundernswert ausbalancierten Klangkultur. Überdies zogen der Akkordeonist Goran Kovacevic und der Bassbariton Clemens Joswig mit ihren Darbietungen die Aufmerksamkeit auf sich. Der Landesintendant Markus Klement ließ sich bei der Veranstaltung zwar nicht blicken, trotzdem waren sein Kulturverständnis und seine Personalpolitik sowohl bei Künstlern als auch bei den Festivalbesuchern ein Thema.