Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

CD-Tipp

Yo La Tengo: Stuff Like That There
CD-Tipp
22.10.2015 Peter Füssl

Gitarrist Ira Kaplan und Drummerin Georgia Hubley waren ebenso wie der als Gastmusiker eingeladene Dave Schramm bereits 1984 Gründungsmitglieder der in Hoboken, New Jersey, stationierten Indie-Rock-Band Yo La Tengo, Bassist James McNew ist auch schon seit Anfang der 1990er Jahre mit dabei. Das Projekt hat also Konstanz, da verwundert es auch nicht, dass man an Jubiläen denkt. 1990 kam „Fakebook“, ein grandioses Album mit Coverversionen etwa von Cat Stevens-, John Cale- oder The Kinks-Songs heraus, exakt 25 Jahre später beschreiten Yo La Tengo mit „Stuff Like That There“ genau dieselben musikalischen Wege.

zum Artikel >
Vintage Trouble: 1 Hopeful Rd.
CD-Tipp
21.10.2015 Peter Füssl

Eine Million AC/DC-Fans – und die sind jenseits britischer Schuluniformen bekanntlich schwer zufrieden zu stellen – können nicht irren! Die zeigten sich nämlich im Rahmen der letzten Europa-Tournee der australischen Hardrock-Giganten angesichts der in schwarzen Anzügen auftretenden Kalifornier von Vintage Trouble hellauf begeistert.

zum Artikel >
Beirut: No No No
CD-Tipp
20.10.2015 Peter Füssl

In den vier Jahren seit seinem dritten, mit wenig Begeisterung aufgenommenen Album „The Rip Tide“ ist der davor als Wunderkind für seine mitreißende Worldmusic-Indie-Pop-Melange hochgejubelte Zach Condon nach seinem Absturz durch seine ganz persönliche Hölle gegangen. Der mittlerweile 29-Jährige hatte allerhand Unbill zu bewältigen – von einer infolge Burnout abgebrochenen Australien-Tournee und einer Scheidung bis zur mittlerweile offenbar überwundenen Schreibblockade, wenngleich die knapp 30 Minuten Gesamtlaufzeit nicht unbedingt auf einen kreativen Überschub schließen lassen.

zum Artikel >
John Scofield: Past Present
CD-Tipp
15.10.2015 Peter Füssl

Manchmal habe ich ja fast schon Mitleid mit den Jazz-Puristen, die gerade von John Scofield auch immer mal bitter enttäuscht werden – man denke nur an das grandiose und ausgesprochen experimentierfreudige Überjam-Projekt. Endlich kommen auch „straight ahead“-Hardliner wieder einmal ohne große Kompromisse voll auf ihre Kosten, denn auf „Past Present“ bietet „Sco“ erstklassigen Mainstream mit Joe Lovano am Tenorsax und Bill Stewart an den Drums, mit denen er schon in den frühen 1990er Jahren erfolgreich unterwegs war.

zum Artikel >
Kurt Vile: b’lieve i’m goin down ...
CD-Tipp
13.10.2015 Peter Füssl

Der 35-jährige Gitarrist und Sänger Kurt Vile führt mit den zwölf Titeln seines mittlerweile sechsten Albums sein Songwriting zu neuen Höhepunkten, ohne viel an seinem bisherigen Erfolgsrezept zu ändern.

zum Artikel >
Mose: verklingt
CD-Tipp
08.10.2015 Peter Füssl

Gitarrist Thomas Kuschny, Sänger Thomas Keckeis, Bassist Karl Müllner und Drummer Markus Marte – alle spielen auch noch weitere Instrumente, um den Sound farbenreicher zu machen – haben ihre siebte CD in den rund 20 Jahren ihres Bestehens in drei Tagen im Feldkircher Saumarkttheater aufgenommen.

zum Artikel >
Lizz Wright: Freedom & Surrender
CD-Tipp
06.10.2015 Peter Füssl

Fünf Jahre nach ihrem großartigen Gospel-inspirierten Album „Fellowship“ wagt die mittlerweile 35-jährige Lizz Wright nun mit „Freedom & Surrender“ einen Neustart, der – wie der Wechsel zum neuen Label Concorde schon vermuten lässt - perfekt produzierten Mainstream bietet.

zum Artikel >
Hommage à Eberhard Weber
CD-Tipp
01.10.2015 Peter Füssl

Zu seinem 75. Geburtstag wurde der seit einem Schlaganfall im Jahr 2007 halbseitig gelähmte Ausnahmebassist Eberhard Weber nicht nur mit dem Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg für sein einzigartiges Lebenswerk geehrt, sondern mit einer ganz außergewöhnlichen Hommage, an der seine Langzeitweggefährten seit den 1970er Jahren – Jan Garbarek, Pat Metheny, Gary Burton und Paul McCandless – mitwirkten. Die vorliegende CD ist der Mitschnitt zweier Konzertabende im Jänner 2015 im Theaterhaus Stuttgart, die für Eberhard Weber, der auf der Bühne saß, ein einzigartiges Erlebnis bereit hielt – nämlich gleichzeitig Akteur und Zuschauer zu sein. Denn Pat Metheny hatte die geniale Idee, Video-Mitschnitte von Eberhard Weber-Soli als zentrale Ausgangspunkte auszuwählen, zu arrangieren und mit seinen eigenen musikalischen Ideen zu einer halbstündigen Hommage zu kombinieren.

zum Artikel >
Destroyer: Poison Season
CD-Tipp
29.09.2015 Peter Füssl

Der 42-jährige Kanadier Dan Bejar veröffentlicht unter dem eher zu einer Metal-Band passenden Namen Destroyer seit 20 Jahren höchst originelle Indie-Pop-Alben. Mit seinem 10. Album „Poison Season“, das man durchaus als zwiespältige Liebeserklärung an New York verstehen kann, legt er nun aber sein Meisterwerk vor. Das ist ganz großes Drama zwischen Lou Reed und Broadway Musical, zwischen David Bowie, Vaudeville und Hollywood, und der Soundtrack dazu besteht aus unglaublich raffinierten Arrangements.

zum Artikel >
Mynabirds: Lovers Know
CD-Tipp
22.09.2015 Peter Füssl

Mastermind der Mynabirds ist die Sängerin und Pianistin Laura Burhenn, die nach den zwei von der Kritik positiv aufgenommenen, aber von der internationalen Pop-Gemeinde wenig beachteten, beim In-Label Saddle Creek erschienen Alben „What We Loose in the Fire We Gain in the Flood“ und „Generals“ nun völlig andere Töne anstimmt.

zum Artikel >
Chico Freeman/Heiri Känzig: The Arrival
CD-Tipp
17.09.2015 Peter Füssl

Die Kunst des Duos in ihrer höchsten Ausprägung zelebrieren der tief in Chicago verwurzelte, aber mittlerweile in Biel lebende Saxophonist Chico Freeman und der Schweizer Kontrabassist Heiri Känzig. Regie führte zuerst allerdings einmal der Zufall, da die beiden nur aufeinander trafen, weil Känzig in Freemans Quartett kurzfristig für den ausgefallenen Bassisten einsprang. Dabei spürten sie auf Anhieb, dass nicht nur die Chemie, sondern auch die musikalischen Auffassungen wunderbar harmonierten.

zum Artikel >
Adam Bałdych & Helge Lien Trio: Bridges
CD-Tipp
15.09.2015 Peter Füssl

Der 29-jährige Pole Adam Bałdych katapultierte sich mit nur wenigen, preisgekrönten Alben im Rekordtempo in die Spitzenliga des europäischen Jazz – „zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz“, zeigte sich nicht nur die „FAZ“ begeistert. Nun hat der geniale Virtuose, der unglaublich Zartes und druckvoll Zupackendes aus seinem Instrument zu zaubern vermag, der gerne in spätromantisch anmutenden Melodien schwelgt, sich an dynamischen Raffinessen erfreut und rhythmisch Vertracktes einfach mal so aus dem Ärmel schüttelt, in Helge Lien eine Art Alter Ego am Piano gefunden.

zum Artikel >
Lianne La Havas: Blood
CD-Tipp
10.09.2015 Peter Füssl

Vor drei Jahren verzauberte die in London aufgewachsene Tochter einer Jamaikanerin und eines Griechen mit dem etwas introvertiert wirkenden, folklastigen Neo-Soul ihres Debuts „Is Your Love Big Enough?“, für ihr Nachfolge-Album „Blood“ hat sie nun soundmäßig ordentlich aufgerüstet.

zum Artikel >
Sokratis Sinopoulos Quartet: Eight Winds
CD-Tipp
08.09.2015 Peter Füssl

Jazz-Fans kennen den griechischen Lyra-Virtuosen Sokratis Sinopoulos vor allem von seinem Engagement bei Charles Lloyd, das durch das kürzlich erschienene „Blue Note“-Album „Wild Man Dance“ des Saxophonisten eindrucksvoll dokumentiert ist. Im Weltmusik-Bereich erregte der Schüler des legendären auf Kreta lebenden irischen Lyra-Spezialisten Ross Daly vor allem in den Ensembles von Eleni Karaindou und Maria Farantouri, auf deren ECM-Produktion er mitwirkte, Aufsehen. Nun legt der 40-jährige Athener auf dem Münchner Label sein eindrucksvolles Debut als Leader vor.

zum Artikel >
Klaus Paier – Asja Valcic: Timeless Suite
CD-Tipp
03.09.2015 Peter Füssl

„Zeitlos“ ist diese „Suite“ auf jeden Fall – einmal, weil die elf Stücke einen weiten Bogen von Zeitgenössischem über Strawinsky bis zu J. S. Bach spannen, und zum zweiten, weil Schönheit dieser Art kein Verfallsdatum kennt. Sieben Jahre in Duo-Konstellation mit zwei höchst erfolgreichen CDs und mehr als 200 Live-Auftritten haben die virtuosen Alleskönner Klaus Paier an Akkordeon und Bandoneon und Asja Valcic am Cello bereits intus, und dennoch ist ihr drittes Album von einer unverbrauchten Frische und spannungsgeladenen Brisanz, die rasch klar macht, dass hier noch lange nicht alles gesagt/gespielt war.

zum Artikel >
Enrico Rava Quartet & Gianluca Petrella: Wild Dance
CD-Tipp
01.09.2015 Peter Füssl

„Ich mag diese Platte sehr, sie war eine der am einfachsten zu realisierenden in meiner gesamten Karriere, ganz einfach weil wir alle in einer dermaßen positiven und produktiven Stimmung waren“ – wenn das ein phänomenaler Musiker wie der 76-jährige Enrico Rava sagt, der in seiner Person die letzten 50 Jahre Jazz-Geschichte vereint und in etwa gleich viele Alben produziert hat, dann hat das schon Gewicht.

zum Artikel >
Ezra Furman: Perpetual Motion People
CD-Tipp
27.08.2015 Peter Füssl

„Can I sleep in your brain“ fragt der 29-jährige Ezra Furman, der möglicherweise schrillste Paradiesvogel im derzeitigen Indie-Pop-Getriebe, höflich. Ja, lassen wir ihn rein, denn das wird lustig, auch wenn’s traurig ist. Denn nur selten werden heutzutage die Gefühle von Verlorenheit, von Nicht-dazu-Gehören, von sinnlos selbstverliebt-verzweifelter Selbstbespiegelung in solch witzige Texte verpackt und mit einem dermaßen lustvollen musikalischen Spektakel hinterlegt.

zum Artikel >
Torres: Sprinter
CD-Tipp
25.08.2015 Peter Füssl

Die 24-jährige Mackenzie Scott, die sich nach ihrem Großvater Torres nennt, blickt uns vom Cover ihres grandiosen zweiten Albums „Sprinter“ als gespaltene Persönlichkeit – zur Hälfte in gleißendes Licht, halb in Finsternis getaucht – ganz direkt und unausweichlich in die Augen. Es ist wohl als Warnung zu verstehen!

zum Artikel >
Charlie Haden/Gonzalo Rubalcaba: Tokyo Adagio
CD-Tipp
18.08.2015 Peter Füssl

Der vor einem Jahr verstorbene Kontrabassist Charlie Haden, der zu den einflussreichsten und vielseitigsten Musikerpersönlichkeiten des zeitgenössischen Jazz zählt, hat ein außergewöhnlich reichhaltiges und stilistisch vielschichtiges Oeuvre hinterlassen, in dem auch Duo-Aufnahmen eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Bevorzugte Partner waren unter anderem Pat Metheny, Kenny Barron, Keith Jarrett, Jim Hall, Egberto Gismonti oder Hank Jones.

zum Artikel >
Gary Peacock Trio: Now This
CD-Tipp
11.08.2015 Peter Füssl

Mit „Now This“ feiert der Kontrabassist Gary Peacock gleich ein doppeltes Jubiläum, nämlich seinen 80. Geburtstag und seine 40. Produktion bei ECM. Dass er, der schon in wegweisenden Piano-Trios mit Bill Evans, Paul Bley und mehr als dreißig Jahre lang mit Keith Jarrett neue stilistische Maßstäbe auf dem Bass setzte, neuerlich dieses Bandformat wählte, mag verwundern, aber vielleicht hat ihn gerade diese Herausforderung ganz besonders gereizt.

zum Artikel >
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)