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Theater

Poesie und Tango – „Mein Herz ist rot“ im Theater Kosmos
Alfonsina Storni
Theater
27.06.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Alfonsina Storni? Wer ist Alfonsina Storni? Eine Dichterin, 1892 geboren in der Schweiz, im Alter von 4 Jahren mit ihren Eltern ausgewandert nach Argentinien, Suizid mit 46. In Argentinien sind Straßen nach ihr benannt, ein Denkmal erinnert an sie, noch zu Lebzeiten wurde sie mit praktisch allen bedeutenden argentinischen Literaturpreisen geehrt. Alfonsina Storni hatte kein leichtes Leben, hatte es auch nicht leicht mit sich selber. Sie wehrte sich gegen die Unterdrückung der Frauen, stand für ein selbstbestimmtes, autonomes Leben, sie war zum einen stark, zum anderen doch höchst sensibel und auch verletzlich. Sie litt unter der Enge eines Lebens auf dem Lande ebenso wie unter der Einsamkeit der Großstatt. Sie brüskierte mit ihrem Lebenswandel, mit ihrer scharfen Zunge, nie nahm sie sich ein Blatt vor den Mund.

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Menschliche Sehnsüchte – Das Vorarlberger Landestheater im Schwarzbad in Lochau
Tamara Stern und Luis Lüps
Theater
26.05.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Das Schwarzbad in Lochau ist ein wunderbarer Ort. Ein Strand mit Liegewiese, mit Bäumen umwachsen. Gestern feierte „Imaginäres Paradies“, eine poetische Collage von Alexander Kubelka, dort seine Uraufführung. Die letzte Produktion der Spielsaison wird vom Vorarlberger Landestheater traditionell auf einer Aussenspielstätte präsentiert, was sich jedes Jahr aufs neue als großartige Idee erweist.

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Uraufführung auf dem Säntis - Wenn der Berg zum Reptil wird
Und wenn sie gingen: von links nach rechts: Friederike Pöschel (Elis), Lotti Happle (Klara), André Rohde (Anton)
Theater
13.05.2016 Anita Grüneis

Ein Berg, zwei Frauen und später ein Mann – das sind die Figuren des Theaterstücks „Und wenn sie gingen“ von Rebecca Schnyder, das auf dem Gipfel des Säntis in 2'500 Metern Höhe uraufgeführt wurde.

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Sorgte für Irritationen - „Demetrius“ und „Zeit der Wirren“ am Vorarlberger Landestheaters
Spielerisch stark: Tim Breyvogel und Laura Mitzkus in "Demetrius" als Sapieha und Marla
Theater
01.05.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Einen zweigeteilten Abend präsentierte das Vorarlberger Landestheater letzten Freitag – zwei Premieren, davon eine Uraufführung. Der Abend begann mit dem Dramenfragment „Demetrius“ von Friedrich Schiller und setzte mit dem Auftragswerk „Zeit der Wirren“ von David Frühauf fort. Die Dramaturgin Dorothée Bauerle-Willert hatte die Idee, das recht selten gespielte Schiller-Stück mit einem Werk eines jungen Autors zu verbinden.

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Watschen, Blut und Scherben – Das aktionstheater ensemble im Festspielhaus Bregenz
Martin Hemmer und Isabella Jeschke singen so laut und so schön!
Theater
29.04.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

So herrlich komisch und doch so traurig und bewegend schleicht es sich ganz gemein an, nimmt dich mit und lässt dich dann gnadenlos fallen. Martin Grubers neuster Geniestreich präsentiert sich inhaltlich und formell stimmig und rund.

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Verführung zur Unsicherheit – „Wir sind keine Barbaren!“ im Theater Kosmos
Theater
16.04.2016 Ingrid Bertel

Das Theater Kosmos zeigt Philipp Löhles Erfolgsdrama „Wir sind keine Barbaren!“ als Bobo-Komödie mit Helene Fischer-Sound.

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#ON THE ROAD_Wo komm ich her? Wo bin ich? Wo will ich hin? - Ein interkulturelles Reisetheaterprojekt über Migrationsgeschichten, inszeniert von Brigitte Walk
Theater
12.04.2016 Peter Niedermair

„Ich bin hierher gekommen für das Leben“ (Reza, 15, Iran) - „Do Deckel. Deckel auf. Nehme Rolle. Stecke auf Stange. Nehme Faden. Steck durch Nadel. Fertig!“ Hier werden Arbeitsanweisungen skandiert wie ein improvisierter Wechselgesang zwischen Vorsänger und Gruppe mit den Formelementen von Call und Response. Der Vorarbeiter, ein vorarlbergischer Vorsänger (leader), gibt eine Melodielinie vor, und die arbeitende Gruppe (choir) antwortet darauf. Dadurch entsteht ein starker Rhythmus, der den Arbeitsablauf anleitet. Die Choreographie von Anne Thaeter inszeniert diesen Workload der schauspielend und tanzend Arbeitenden und des Vorarbeiters in einer faszinierend gespielten Gruppenszene. In „Füre, zruk, ume, dure …“ gibt es einen weiteren derartigen Sklavensong, der in seinen Ursprüngen auf die Baumwollfelder in den Südstaaten der USA zurückgeht und mit die Grundlage für die Entstehung und Entwicklung des Blues und des Jazz bedeutete. Ich vermute, Lustenau ist nicht zufällig das Mekka des Jazz in Vorarlberg geworden, zumindest wurzelt der Lustenauer Jazzclub hier in der Stickereimetropole. Reinhard Gassner hat diesen auf seinem legendären Plakat mit der Lustenauer Senftube verewigt.

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Bunt, satirisch und romantisch – Der Theaterverein Bizau zeigt „Der Investor“
Der naive Felix (Florian Moser) und seine neue Flamme (Nina Formanek).
Theater
11.04.2016 Mona Egger

Der Theaterverein Bizau feiert 2016 sein 150-jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres gab es am 10. April die Premiere und Uraufführung der diesjährigen Produktion „Der Investor“ vor ausverkauftem Haus.

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Vom Vergnügen anderen beim Scheitern zuzusehen – „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ am Vorarlberger Landestheater
Felix von Bredow und Toks Körner großartig als Güldenstern und Rosenkranz
Theater
09.04.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Rosenkranz und Güldenstern, zwei Jugendfreunde Hamlets und Figuren von geringer Bedeutung in Shakespeares gleichnamiger Tragödie, wollen ihr Schicksal selbst in die Hände nehmen. Sie rackern, mühen sich ab, wollen ihrem Schicksal entrinnen, ihrem zugedachtem Ende entgehen und schlittern dabei immer tiefer hinein ins offenbar Unvermeidbare. Der englische Dramatiker Tom Stoppard hat den beiden Shakespeare-Figuren mit „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ ein eigenes Stück gewidmet. In Shakespeares „Hamlet“ sind sie die Nebenfiguren, die im Strudel der Ereignisse untergehen, deren Tod am Ende des Stücks von einem Boten verkündet wird.

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Feinste Performancekunst – „Dekalog – Die zehn Gebote“ am Vorarlberger Landestheater
Katja Uffelmann in der 9. Geschichte als liebende und doch untreue Ehefrau eines impotenten Ehemanns (Thomas Schmidt)
Theater
13.03.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Keine Frage, Bernd Liepold-Mosser polarisiert. Da gibt es die einen, die seine Arbeit großartig finden, andere, die keinen Zugang zu seinen Inszenierungen finden, nichts mit ihnen anfangen können. „Dekalog – Die zehn Gebote“ feierte letzten Freitag im Vorarlberger Landestheater Premiere – eine performative wie auch performante Aufarbeitung des zehnteiligen Filmzyklus der Polen Krzysztof Kieślowskis und Krzysztof Piesiewicz.

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