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Theater

Watschen, Blut und Scherben – Das aktionstheater ensemble im Festspielhaus Bregenz
Martin Hemmer und Isabella Jeschke singen so laut und so schön!
Theater
29.04.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

So herrlich komisch und doch so traurig und bewegend schleicht es sich ganz gemein an, nimmt dich mit und lässt dich dann gnadenlos fallen. Martin Grubers neuster Geniestreich präsentiert sich inhaltlich und formell stimmig und rund.

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Verführung zur Unsicherheit – „Wir sind keine Barbaren!“ im Theater Kosmos
Theater
16.04.2016 Ingrid Bertel

Das Theater Kosmos zeigt Philipp Löhles Erfolgsdrama „Wir sind keine Barbaren!“ als Bobo-Komödie mit Helene Fischer-Sound.

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#ON THE ROAD_Wo komm ich her? Wo bin ich? Wo will ich hin? - Ein interkulturelles Reisetheaterprojekt über Migrationsgeschichten, inszeniert von Brigitte Walk
Theater
12.04.2016 Peter Niedermair

„Ich bin hierher gekommen für das Leben“ (Reza, 15, Iran) - „Do Deckel. Deckel auf. Nehme Rolle. Stecke auf Stange. Nehme Faden. Steck durch Nadel. Fertig!“ Hier werden Arbeitsanweisungen skandiert wie ein improvisierter Wechselgesang zwischen Vorsänger und Gruppe mit den Formelementen von Call und Response. Der Vorarbeiter, ein vorarlbergischer Vorsänger (leader), gibt eine Melodielinie vor, und die arbeitende Gruppe (choir) antwortet darauf. Dadurch entsteht ein starker Rhythmus, der den Arbeitsablauf anleitet. Die Choreographie von Anne Thaeter inszeniert diesen Workload der schauspielend und tanzend Arbeitenden und des Vorarbeiters in einer faszinierend gespielten Gruppenszene. In „Füre, zruk, ume, dure …“ gibt es einen weiteren derartigen Sklavensong, der in seinen Ursprüngen auf die Baumwollfelder in den Südstaaten der USA zurückgeht und mit die Grundlage für die Entstehung und Entwicklung des Blues und des Jazz bedeutete. Ich vermute, Lustenau ist nicht zufällig das Mekka des Jazz in Vorarlberg geworden, zumindest wurzelt der Lustenauer Jazzclub hier in der Stickereimetropole. Reinhard Gassner hat diesen auf seinem legendären Plakat mit der Lustenauer Senftube verewigt.

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Bunt, satirisch und romantisch – Der Theaterverein Bizau zeigt „Der Investor“
Der naive Felix (Florian Moser) und seine neue Flamme (Nina Formanek).
Theater
11.04.2016 Mona Egger

Der Theaterverein Bizau feiert 2016 sein 150-jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres gab es am 10. April die Premiere und Uraufführung der diesjährigen Produktion „Der Investor“ vor ausverkauftem Haus.

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Vom Vergnügen anderen beim Scheitern zuzusehen – „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ am Vorarlberger Landestheater
Felix von Bredow und Toks Körner großartig als Güldenstern und Rosenkranz
Theater
09.04.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Rosenkranz und Güldenstern, zwei Jugendfreunde Hamlets und Figuren von geringer Bedeutung in Shakespeares gleichnamiger Tragödie, wollen ihr Schicksal selbst in die Hände nehmen. Sie rackern, mühen sich ab, wollen ihrem Schicksal entrinnen, ihrem zugedachtem Ende entgehen und schlittern dabei immer tiefer hinein ins offenbar Unvermeidbare. Der englische Dramatiker Tom Stoppard hat den beiden Shakespeare-Figuren mit „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ ein eigenes Stück gewidmet. In Shakespeares „Hamlet“ sind sie die Nebenfiguren, die im Strudel der Ereignisse untergehen, deren Tod am Ende des Stücks von einem Boten verkündet wird.

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Feinste Performancekunst – „Dekalog – Die zehn Gebote“ am Vorarlberger Landestheater
Katja Uffelmann in der 9. Geschichte als liebende und doch untreue Ehefrau eines impotenten Ehemanns (Thomas Schmidt)
Theater
13.03.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Keine Frage, Bernd Liepold-Mosser polarisiert. Da gibt es die einen, die seine Arbeit großartig finden, andere, die keinen Zugang zu seinen Inszenierungen finden, nichts mit ihnen anfangen können. „Dekalog – Die zehn Gebote“ feierte letzten Freitag im Vorarlberger Landestheater Premiere – eine performative wie auch performante Aufarbeitung des zehnteiligen Filmzyklus der Polen Krzysztof Kieślowskis und Krzysztof Piesiewicz.

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Eine Begegnung im Pool des Alten Hallenbades - Die Tigerin. Zwei nicht so absonderliche Liebesgeschichten
Ganz am Anfang in ihrem Zimmer in Paris: sie schauen runter auf die Straße und sehen den Mann vor dem sie Pimpi gewarnt hat
Theater
12.03.2016 Peter Niedermair

Das Theaterstück, eine Produktion des Vorarlberger Ensembles „Schau Spiel Raum“, inszeniert von Wolfgang Schnetzer, frei nach einer Erzählung von Walter Serner und Briefen von August Strindberg und Frida Uhl, macht das Alte Hallenbad in Feldkirch über gute 90 Minuten zu einer Filiale des Dadaismus und darüber hinaus zu einem großartigen Theaterabend, der vom Premierenpublikum heftig applaudiert wurde. Zu recht.

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Keine Erlösung ohne Judas – Das Vorarlberger Landestheater in der Pfarrkirche in Hard
Toomas Täht beeindruckt als Judas
Theater
27.02.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Ein gemischtes Publikum traf sich gestern Abend zur Premiere von „Judas“ in der Harder Pfarrkirche. Einerseits die bekannten Gesichter, die Menschen, die man fast immer bei Theateraufführungen trifft und andererseits die mit der Pfarrkirche Hard verbundenen Interessierten. Und gerade bei diesen spürte man die knisternde, aufgeregte Neugierde: „Was passiert hier Neues, Spannendes in unserer Kirche?“

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Einen Moment bitte! - Das Komiker-Duo Beck und Biedermann im TAK
Das Komiker-Duo Beck und Biedermann mit
Theater
18.02.2016 Anita Grüneis

Links eine kleine Hotel-Rezeption, rechts ein gemütliches Sofa, dahinter führt eine Treppe nach oben und zwischen all dem thront in der Mitte eine freistehender Lift, über dessen Türe drei Buchstaben prangen: E, R und D. Die Türe des Lifts öffnet sich, zwei Männer stehen Rücken an Rücken gelehnt inmitten von feuerroten Wänden. Schlafend purzeln sie auf den Boden. Die Lifttüren schließen sich wieder. So beginnt das neue Stück „Einen Moment bitte!“ des Komiker-Duos Nicolas Biedermann und Thomas Beck im TAK.

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Wundertüte! - „Alles“ von Rafael Spregelburd im Theater Kosmos
Herrlich skurril die Szenen im Büro: Bernd Sračnik, Katrin Grumeth und Anna Schönberg
Theater
12.02.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Es ist ein herausfordernder Theaterabend, ein Schauen und Hören, ein Lachen und Staunen, ein Nachdenken, ein Verknüpfen, sich Wiederfinden mit spannenden und berührenden Momenten und großem Nachhall. Das Theater Kosmos präsentierte die österreichische Erstaufführung von Rafael Spregelburds „Alles“. Für das Projekt engagierten die beiden Theatermacher Augustin Jagg und Hubert Dragaschnig ein größtenteils neues Team. Die junge Regisseurin Esther Muschol setzte das Ensemble zusammen, Schauspielerinnen und Schauspieler, mit denen sie schon zuvor gearbeitet hatte. In dem wunderschönen, multifunktionalen Bühnenbild von Agnes Hamvas, sehr sensibel ausgeleuchtet von Stefan Pfeistlinger, lässt Muschol „die Puppen tanzen“.

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