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12.05.2015 |  Adi Untermarzoner

Menschenrechte unter Vorbehalt - Angesichts täglicher Meldungen über islamistischen Terror ein aktuelles Buch von Michael Buchrainer

Im pseudoheiligen Ländle wird der Katholizismus noch formaler und folkloristischer praktiziert als im übrigen Österreich. Neben Wien hat Vorarlberg mit 14 000 Türken prozentuell den höchsten Anteil an Muslimen. Diese haben eine intensivere Bindung an ihre Religion und sind vom IGGiÖ entsprechend der Ideologie des Islam gelenkt. Die österreichische Regierung hat die daraus entstehende Gefahr für die Demokratie erkannt und ein eher kontraproduktives Islamgesetz beschlossen. Erfreulich, dass im konservativen Ländle ein Lehrer - der Gitarrist und Komponist Michael Buchrainer unterrichtet am Vbg. Landeskonservatorium - den Mut aufbringt aufzuklären, dass beide Religionen mit den Menschenrechten nicht kompatibel sind und daher eine klare Trennung von Staat und Religion dringend notwendig wäre.

Buchrainer hat die im Lande herrschende ethische Verbildung und Unbildung durchschaut, wo selbst Lehrer und akademisch Gebildete sich kaum mehr an die einst auswendig gelernten zehn Gebote erinnern können und die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) nicht ein einziges Mal gelesen haben. Allerdings ist das Vergessen der primitiven und unethischen 10 Gebote nur positiv zu sehen. Offensichtlich hat Buchrainer auch festgestellt, dass die wenigsten Muslime den Koran kennen und als Verhaltenskodex höchstens im Kopf haben, was ihnen halbgebildete Imame oder gar IslamlehrerInnen mit Hauptschulabschuss als die absolute Wahrheit indoktrinieren.
Am Anfang der Arbeit werden die heiligen Bücher analysiert und aufgezeigt, dass durch die historisch kritische Forschung der Bibel und damit auch der darauf aufbauende Koran geschichtlich unhaltbare Sammelsurien aus sehr einfachen Kulturen sind, in denen der Allwissende auch nur so viel wusste wie die damaligen Menschen.

Die Menschenrechtsartikel 1 - 5


Der Autor stellt in den nächsten Abschnitten die Artikel 1 - 5 der AEMR an den Anfang und zeigt, wie Lehren und Werteinstellungen des Christentums und des Islam dem jeweiligen Artikel entgegengesetzt sind. Beim 1. Artikel über die Würde des Menschen wird schlagend gegen die inhumane Praxis der Beschneidung argumentiert.
Besonders ausführlich wird beim 2. Artikel der AEMR, der die Gleichwertigkeit aller Menschen und ihrer Überzeugungen betont, auf die prekäre Situation der Frauen, die ihren Ursprung in Bibel und Koran hat, eingegangen. Frauen sind auch bei uns immer noch benachteiligt und nun sind wir hier täglich mit der demonstrativen Ungleichbehandlung islamischer Frauen konfrontiert.
Artikel 3 (AEMR): Jede Person hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit. Anschaulich werden zum Thema die Massenmorde und Gräueltaten sowohl des Christentums als auch des Islam bei den Missionierungen geschildert. Unbrauchbar und kontraproduktiv werden Gottes und Allahs Offenbarungen zu dem auch im Westen noch akuten Thema der Todesstrafe dargestellt.
Die im vierten Artikel verbotene Sklaverei wird sowohl im AT als auch im NT befürwortet. Buchrainer hat die entsprechenden Bibelstellen aufgelistet. Auch Koranverse werden zitiert, laut denen Sklaverei als etwas Selbstverständliches behandelt wird.
Im 5. Artikel wird die Folter verboten. Der Autor zitiert mehrere Bibelstellen, die zeigen, wo sie ihren Ursprung hat. Es wird aufgelistet, wie verbreitet Folter heute noch ist. In islamischen Ländern ist Folter im Strafrecht verankert.

Christliche und islamische Menschenrechtsrhetorik


Die AEMR ist aus den Grundideen der Aufklärung entstanden. Sie war von Anfang an ein unüberwindliches Ärgernis für alle Ideologien und vor allem für die monotheistischen Religionen. Absolute unabänderliche Wahrheiten, von einem vollkommenen Wesen geoffenbart, sind mit Vernunft und Wissenschaft nicht in Einklang zu bringen. Wie christliche und islamische Theologie mit Sophismen und akrobatischer Unlogik vergeblich versucht, dem Dilemma zu entkommen, wird im Buch einleuchtend geschildert.

 

Michael Buchrainer, Menschenrechte unter Vorbehalt. Kritik christlicher und islamischer Menschenrechtsrhetorik, 192 Seiten, ISBN 978-3958023994, tao.de in J. Kamphausen Mediengruppe, März 2015

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