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Kritiken

Von Heldinnen mit zerkauten Fingernägeln und Firmenchefs mit Teddybären - „Im Sommer werden die Tage wieder länger sein“ - Kurzgeschichten von Ingrid Maria Kloser
Literatur
18.06.2015 Annette Raschner

Die in Hard geborene Ingrid Maria Kloser hat im Winter mit der Erzählung „Nur zu Hause“ (Bucher Verlag) aufhorchen lassen, in der sie sich auf die Spuren ihrer Großeltern begeben hat, die 1925 mit ihren beiden Kindern in eine landwirtschaftliche Siedlung, die so genannte „Colonía Austria“ im Süden von Sao Paolo ausgewandert waren, um fern der Heimat ihr Glück zu finden. Glückssuchende, das sind auch die Hauptfiguren in jenen zwanzig Kurzgeschichten der Harderin, die vor Kurzem unter dem Titel „Im Sommer werden die Tage wieder länger sein“ im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen sind.

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Zu den Ursprüngen des Menschen - Das neue TAK-Programm
"Hiob" nach dem Roman von Joseph Roth
Aktuell
17.06.2015 Anita Grüneis

„Von Mensch und Wurzeln“ – so lautet das Spielzeitthema 2015/16 im TAK Theater Liechtenstein. Das Heft dazu – neu in A4-Größe – zeigt auf dem Titelblatt zwei nackte schlammverschmierte Füße, die auf verkrustetem Erdboden unterwegs sind. Dazu der Titel: „Spielplan als Expedition – ein Atlas des Menschseins“.

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Tim Berne’s Snakeoil: You’ve Been Watching Me
CD-Tipp
16.06.2015 Peter Füssl

Das in der Mitte der Platte positionierte, wohlklingende, nahezu traditionell anmutende Titelstück ist keine zwei Minuten lang, präsentiert das neue Band-Mitglied Ryan Ferreira solo an der Akustikgitarre und fällt völlig aus dem Rahmen. Denn in den jeweils drei Stücken davor und danach entfaltet Altsaxophonist Tim Berne sein reichhaltiges Spektrum an schwindelerregenden kompositorischen Ideen, die wunderschöne lyrische Ruhe ausstrahlen können, aber häufiger einem Orkan gleich durch die Gehörgänge brausen.

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Atemberaubender Tanz-Thriller – James Wilton rockt mit „Last Man Standing“ das tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden
James Wilton Dance Company - roh, ungemein kraftvoll und dynamisch (© Steve Tanner)
Tanz
12.06.2015 Peter Füssl

Dass sich Günter Marinelli mit seinem „tanz ist“ stets am Puls der Zeit und mitten drinnen im spannendsten Teil der zeitgenössischen Tanzszene tummelt, das ist für die immer zahlreicher werdenden Fans des kleinen, aber ausgesprochen feinen Festivals längst kein großes Geheimnis mehr. Dennoch gibt es offenbar immer noch Steigerungsmöglichkeiten, jedenfalls vermochte die James Wilton Dance Company beim Festivalauftakt am ausverkauften Dornbirner Spielboden selbst langjährige Besucher in ungläubiges Staunen zu versetzen. Soviel Kraft, Schnelligkeit und brillante Körperbeherrschung war schlicht atemberaubend – ein getanzter Thriller!

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Love & Mercy
Wir waren nie Surfer: Brian Wilson (Paul Dano) als inszenierte Persona mit enormer Breitenwirksamkeit
Film / Kino
12.06.2015 Gunnar Landsgesell

Kein Beach-Boys-Portrait, sondern der Schaffens- und Leidensweg einer verqueren Künstlerpersönlichkeit: Brian Wilson als von seinem Vater drangsaliertes Subjekt, das ein Leben lang um seine Autonomie ringt und dabei fast untergeht. Paul Dano und John Cusack repräsentieren die zwei Gesichter dieses Mannes.

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Aktuell in den Filmclubs (12.6. - 18.6. 2015)
Leviathan
Film / Kino
11.06.2015 Walter Gasperi

Filmforum Bregenz und TaSKino Feldkirch zeigen diese Woche Andrei Zvjagintsev eindrucksvolle Russland-Parabel „Leviathan“. Die Alpinale wiederum stimmt mit einer Ländle-Tour mit Siegerfilmen des letzten Jahres aufs heurige Kurzfilmfestival ein.

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Belebte Substanz. Umgebaute Bauernhäuser im Bregenzerwald - Ein Lehr- und Schaubuch, hrsg. v. Florian Aicher und Hermann Kaufmann in Zusammenarbeit mit Wolfgang Huß und Manfred Stieglmeier
Literatur
11.06.2015 Robert Fabach

„Wenn wir von alten Häusern sprechen, ist von Bausubstanz die Rede – ganz so, als sei diese Substanz ohne unser Zutun gegeben. Demgegenüber vertreten die Autoren die Auffassung, dass Häuser erst durch unseren Umgang mit ihnen Bedeutung gewinnen. In besonderem Maß gilt das für umgebaute Bauernhäuser; ihre Geschichte und ihr Potenzial werden gegenwärtig, ihr Ort wird zum Kulturraum, ihre stoffliche Präsenz zum sinnlichen Erlebnis. Aus Bausubstanz wird: Belebte Substanz. Baukultur bedeutet mehr als einzelne Bauten.“

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3312 – Ein Mythos unter der Lupe - Zwei Bücher und mehrere Ausstellungen feiern das 150-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung des Piz Buin
Piz Buin Gletscher-Creme von Greiter - ein Berg wird zur Marke (Wirtschaftsarchiv Vorarlberg)
Literatur
09.06.2015 Markus Barnay

Es war der 14. Juli 1865, als einige Alpinisten gemeinsam mit einheimischen Führern zum ersten Mal den Gipfel eines Berges erklommen, der bis heute als weitum sichtbares Symbol für die Schönheit, aber auch die Gefahren der Alpen gilt: das Matterhorn. Am gleichen Tag erreichte eine andere Seilschaft einen um einiges niedrigeren, weit weniger spektakulären und vor allem relativ leicht zu besteigenden Gipfel: den des Piz Buin. Damals sorgte der dramatische Wettlauf um die Erstbesteigung des Matterhorns für weltweite Aufmerksamkeit, während die Bezwingung des Piz Buin beinahe unbemerkt blieb. Dass 150 Jahre danach nicht nur in Zermatt, sondern auch in Galtür, Schruns, Scuol, Bregenz und auf der Bielerhöhe dieses Tages gedacht wird, hat eine ganze Reihe von Gründen, auf die in zwei soeben fertiggestellten Publikationen ausführlich eingegangen wird: „Mythos Piz Buin“ heißt die eine, “[3312] PIZ BUIN” die andere, und beide ergänzen sich bestens.

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Melody Gardot: Currency of Man
CD-Tipp
09.06.2015 Peter Füssl

„Special thanks: the vagabonds, the ramblers, the thieves & the gamblers, the dug up and sunk down. The blood of what is LA town. The reality & truth of the lives of the living & the numb who insist there’s no good done by giving ... these are your stories.“ Mit ihrem vierten Album taucht die mittlerweile 30-jährige und durchaus erfolgsverwöhnte Melody Gardot tief in die amerikanische Wirklichkeit ein, an den Rand der Gesellschaft, der immer breiter wird.

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Die Orgel im Konzertsaal – Der Orchesterverein Götzis ließ bei seiner diesjährigen Orchestermatinee aufhorchen
Unter der Leitung von Benjamin Lack präsentierte der gut disponierte Orchesterverein Götzis ein exklusives Konzertprogramm. Jürgen Natter an seiner Digitalorgel stand im Mittelpunkt der diesjährigen Matinee in der Kulturbühne AmBach. Foto: Arno Wohlgenannt
Musik / Konzert
08.06.2015 Silvia Thurner

Mit einem ausgesuchten Programm profilierte sich der „Orchesterverein Götzis“ bei seiner traditionellen Matinee in der Kulturbühne AmBach. Im Zentrum stand das berühmte Konzert in g-Moll, op. 34 für Orgel, Streicher und Pauke von Francis Poulenc. Der Solist Jürgen Natter hatte seine digitale Orgel im Konzertsaal postiert und machte es möglich, dieses außergewöhnliche Werk zu hören. Eine Orchestersuite von Wilhelm Friedemann Bach sowie die „Chitra-Suite“ op. 43 des schwedischen Komponisten Wilhelm Stenhammar bildeten den Rahmen der Matinee. Unter der Leitung von Benjamin Lack spielte der Orchesterverein Götzis gut disponiert.

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