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Kritiken

Große Lust am musikalischen Gestalten – Das Concerto Stella Matutina präsentierte ein herausragendes Programm, erreichte aber nicht die gewohnte musikalische Souveränität
In Kooperation mit der Hochschule der Künste in Bern und dem Bratschisten Kai Köpp präsentierten das "Concerto Stella Matutina", der Kammerchor Feldkirch, die Solisten Lyndon Watts und Petra Somlai sowie der Rezitator Florian Reichert ein vielseitiges Konzert.
Musik / Konzert
19.10.2013 Silvia Thurner

Erstmals in der fünfjährigen Geschichte des „Concerto Stella Matutina“ (CSM), das sich bisher auf die sogenannte „Alte Musik“ konzentriert hat, lenkte das Orchester den Blick auf Werke von Ludwig van Beethoven und Carl Maria von Weber. Kai Köpp, Bratschist und Professor für „angewandte Interpretationsforschung“ an der Hochschule der Künste in Bern leitete das CSM bereits zum zweiten Mal. Im Mittelpunkt des anregenden Abends standen die beiden Solisten Lyndon Watts mit einem Nachbau eines historischen Fagotts und Petra Somlai am Hammerklavier. Die Energie und Konzentration jedes einzelnen Orchestermitglieds, um die Darbietungen zu einem stimmigen Ganzen zu formen, waren spürbar. Dennoch ließen die Werkdeutungen Wünsche offen.

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Träume werden wahr - Im Rittersaal der Schattenburg Feldkirch steht jetzt ein neuer Flügel
Etwas altbacken, aber heimelig: Der Rittersaal im obersten Stockwerk der Feldkircher Schattenburg, seit Jahrzehnten als praktikabler Konzertsaal in Verwendung.
Musik / Konzert
19.10.2013 Fritz Jurmann

Weihnachten ist zwar erst in zwei Monaten, dennoch ging für die rührige Gesellschaft der Musikfreunde Feldkirch zu ihrem 40-jährigen Bestehen bereits jetzt ein Langzeitwunsch in Erfüllung. Im Rittersaal der Schattenburg, wo der Verein seine beliebten sommerlichen Schlosskonzerte veranstaltet, steht seit kurzem ein neuer Flügel. Das prächtige, schwarz lackierte Instrument wurde am Freitag in einem eindrucksvollen Benefizkonzert mit Musik von Franz Schubert durch die beiden renommierten heimischen Solisten Karin-Regina Florey, Violine, und Hans-Udo Kreuels, Klavier, eingeweiht.

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„Die Schöpfung als Gesamtkonzept ist ein Pfusch! - Joesi Prokopetz in der Kulturwerkstatt Kammgarn
Joesi Prokopetz beherrscht die Gratwanderung zwischen Feinem und Derbem © Monika Loeff
Kleinkunst / Kabarett
18.10.2013 Christina Porod

„Die Schöpfung als Gesamtkonzept ist ein Pfusch! Aber was soll schon in einer Woche Arbeit und einem Ruhetag groß rauskommen, beschwerte sich Joesi Prokopetz. Der Autor, Songwriter, Musiker und Kabarettist prägte den Austropop mit, schrieb Hits wie „Da Hofa“ oder „Es lebe der Zentralfriedhof“ für Wolfgang Ambros. Im Jahr 2008 wurde er mit der Ehren-Professoren-Würde ausgezeichnet und ein Jahr später erhielt er einen der renommiertesten Kleinkunstpreise im deutschen Sprachraum, den Salzburger Stier. Als Kabarettist ist der Wiener seit 1997 solo unterwegs. Am gestrigen Donnerstagabend besuchte er mit seinem Programm „Die Schöpfung - eine Beschwerde“ die Harder Kulturwerkstatt Kammgarn.

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Elektronischer Indiepop, der nach Herbst klingt – Francis International Airport am Spielboden
FIA-Sänger Markus Zahradnicek und Drummer Manuel Riegler in Aktion (Fotos: Andreas Haim / Spielboden)
Musik / Konzert
18.10.2013 Thorsten Bayer

Das neue, dritte Album der Band heißt „Cache“ – und schon der Titel lässt erahnen, in welche Richtung sich die fünf Wiener musikalisch entwickelt haben. Statt satten Gitarrenriffs dominieren nun Synthesizer. Ihre Rechner scheinen bei der Produktion des neuen Albums tatsächlich eine Menge Arbeitsspeicher (Cache) benötigt zu haben. Einige starke, intensive Songs sind dabei entstanden. Live legen sie es an diesem Abend leider wenig darauf an, ihr Publikum mitzureißen. Zu kühl spielen sie ihre Setlist runter. Deutlich mehr Enthusiasmus und Kontaktfreude zeigt die Vorband Farewell Dear Ghost.

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Liberace
Las Vegas zu seiner Glanzzeit, Entertainer wie Liberace wurden zu phantastischen Figuren.
Film / Kino
17.10.2013 Gunnar Landsgesell

Er wollte vom Publikum geliebt werden, privat bezahlte er dafür aber auch viel Geld. Der Starpianist Liberace hielt sich einen auf Manipulation und Intrige basierenden kleinen Hofstaat, während er trotz seiner queeren Selbstinszenierungen öffentlich als straighter Künstler mit Schwiegersohn-Image strahlte. Michael Douglas und Matt Damon als Liebhaber/Adoptivsohn lassen noch einmal einen famosen Blick hinter den goldenen Kronleuchter zu.

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Aktuell in den Filmclubs (18.10. - 24.10. 2013)
Sie sind ein schöner Mann
Film / Kino
17.10.2013 Walter Gasperi

Im Takino Schaan läuft diese Woche einerseits die französische Wohlfühlkomödie „Sie sind ein schöner Mann“, anderersits in der „Architekturfilmreihe“ in Kooperation mit dem Kunstmuseum Liechtenstein Ridley Scotts Klassiker „Blade Runner“.

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Emiliana Torrini: Tookah
CD-Tipp
17.10.2013 Peter Füssl

Durch den Zufallshit „Jungle Drum“ – der Song schaffte es 2009 via Umweg über Heidi Klums „Germany’s Next Topmodel“ plötzlich an die Spitze der deutschen Charts – geriet das bereits ein Jahr früher erschienene Album „Me and Armini“ ins Rampenlicht und brachte der bislang nur auf Island bekannten Emiliana Torrini vor allem im deutschsprachen Raum eine breite Öffentlichkeit.

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„Weiß, wie ein Orchester funktioniert“ – Thomas Heißbauer stellt sich in einem Pressegespräch als neuer Geschäftsführer des SOV vor
Der neue Geschäftsführer des Symphonieorchesters Vorarlberg, Thomas Heißbauer (links), stellte zusammen mit Vorstand Eduard Konzett in einem Pressegespräch seine Pläne vor.
Musik / Konzert
16.10.2013 Fritz Jurmann

Der neue Geschäftsführer des Symphonieorchesters Vorarlberg, Thomas Heißbauer, stellte sich mittwochmittags im Bregenzer Hotel Schwärzler in einem Pressegespräch erstmals einer Runde von Vorarlberger Medienvertretern vor. Er hat diese Funktion mit 1. September als Nachfolger von Michael Löbl angetreten, der zuvor über 20 Jahre lang die organisatorischen Agenden des SOV geleitet hatte. Heißbauer nahm dabei auf Journalistenfragen gemeinsam mit Vorstand Eduard Konzett auch Stellung zu geplanten Projekten der Musikvermittlung, zu Struktur- und Finanzierungsfragen und sprach über Ideen für eine intensivere Vermarktung des Orchesters.

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Haselhuhn, Lampreten und Lazerolen – In einem Foto-Essayband folgt Reinold Amann den Spuren der legendären Köchin Fanni Amann zu kulinarischen Entdeckungen
Literatur
16.10.2013 Ingrid Bertel

Hinter dem Emmi-Logo steigt die Gamsfreiheit auf wie ein Werbesujet, und der massige Bau der Firma Suchard mit ihrem markanten Schriftzug scheint sich Valkastiel und Gottvaterspitze förmlich einzuverleiben. Reinold Amanns Fotografie holt etwas ins Bewusstsein, das wir gerne verdrängen: Im Walgau ist traditionelle Landwirtschaft ein Auslaufmodell. Hier hat sich Lebensmittelindustrie in einer beispiellosen Konzentration angesiedelt. „Getränkehersteller von Weltruf (Red Bull, Rauch) füllen hier ihre Dosen und Flaschen. Das dazu benötigte Alublech wird sinnvollerweise gleich nebenan in Form gebracht, damit nicht unnötig Luft durch die Gegend kutschiert werden muss. Die berühmte Milkakuh hat in Bludenz ihren Stall, und zwischen Frastanz und Nenzing wird stündlich von der Firma 11er eine ganze LKW-Ladung Kartoffelfertigprodukte produziert. Zwei Brauereien versorgen die durstigen Kehlen mit Gerstensaft, und einer der größten Schweizer Molkereibetriebe (Emmi) hat hier sein Auslieferungslager. Der Milchhof Vorarlberg – mit Hauptsitz in Feldkirch – hat in den letzten Jahrzehnten bis auf wenige Ausnahmen fast alle ehemaligen kleinen Sennereigenossenschaften übernommen. In Feldkirch wurde 2004 die modernste Abfüllanlage Österreichs für Trinkmilchprodukte in Betrieb genommen.“

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Anoushka Shankar: Traces of You
CD-Tipp
15.10.2013 Peter Füssl

Nach dem Grammy-nominierten Album „Traveller“ ist Anoushka Shankar mit „Traces of You“, ihrer siebten CD, ein weiteres tief in der indischen Tradition verwurzeltes und dennoch mühelos Zeit und Raum überspannendes Meisterwerke gelungen. Auf den dreizehn als Gesamtwerk konzipierten Stücken, die sie gemeinsam mit dem in London lebenden indischstämmigen Musiker und Produzenten Nitin Sawhney geschrieben und aufgenommen hat stellt sie einmal mehr ihr enormes kompositorisches Talent, ihre unglaubliche Virtuosität auf der Sitar und ihren tiefen auf der indischen Philosophie beruhenden gedanklichen Background unter Beweis.

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