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Kritiken

3312 – Ein Mythos unter der Lupe - Zwei Bücher und mehrere Ausstellungen feiern das 150-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung des Piz Buin
Piz Buin Gletscher-Creme von Greiter - ein Berg wird zur Marke (Wirtschaftsarchiv Vorarlberg)
Literatur
09.06.2015 Markus Barnay

Es war der 14. Juli 1865, als einige Alpinisten gemeinsam mit einheimischen Führern zum ersten Mal den Gipfel eines Berges erklommen, der bis heute als weitum sichtbares Symbol für die Schönheit, aber auch die Gefahren der Alpen gilt: das Matterhorn. Am gleichen Tag erreichte eine andere Seilschaft einen um einiges niedrigeren, weit weniger spektakulären und vor allem relativ leicht zu besteigenden Gipfel: den des Piz Buin. Damals sorgte der dramatische Wettlauf um die Erstbesteigung des Matterhorns für weltweite Aufmerksamkeit, während die Bezwingung des Piz Buin beinahe unbemerkt blieb. Dass 150 Jahre danach nicht nur in Zermatt, sondern auch in Galtür, Schruns, Scuol, Bregenz und auf der Bielerhöhe dieses Tages gedacht wird, hat eine ganze Reihe von Gründen, auf die in zwei soeben fertiggestellten Publikationen ausführlich eingegangen wird: „Mythos Piz Buin“ heißt die eine, “[3312] PIZ BUIN” die andere, und beide ergänzen sich bestens.

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Melody Gardot: Currency of Man
CD-Tipp
09.06.2015 Peter Füssl

„Special thanks: the vagabonds, the ramblers, the thieves & the gamblers, the dug up and sunk down. The blood of what is LA town. The reality & truth of the lives of the living & the numb who insist there’s no good done by giving ... these are your stories.“ Mit ihrem vierten Album taucht die mittlerweile 30-jährige und durchaus erfolgsverwöhnte Melody Gardot tief in die amerikanische Wirklichkeit ein, an den Rand der Gesellschaft, der immer breiter wird.

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Die Orgel im Konzertsaal – Der Orchesterverein Götzis ließ bei seiner diesjährigen Orchestermatinee aufhorchen
Unter der Leitung von Benjamin Lack präsentierte der gut disponierte Orchesterverein Götzis ein exklusives Konzertprogramm. Jürgen Natter an seiner Digitalorgel stand im Mittelpunkt der diesjährigen Matinee in der Kulturbühne AmBach. Foto: Arno Wohlgenannt
Musik / Konzert
08.06.2015 Silvia Thurner

Mit einem ausgesuchten Programm profilierte sich der „Orchesterverein Götzis“ bei seiner traditionellen Matinee in der Kulturbühne AmBach. Im Zentrum stand das berühmte Konzert in g-Moll, op. 34 für Orgel, Streicher und Pauke von Francis Poulenc. Der Solist Jürgen Natter hatte seine digitale Orgel im Konzertsaal postiert und machte es möglich, dieses außergewöhnliche Werk zu hören. Eine Orchestersuite von Wilhelm Friedemann Bach sowie die „Chitra-Suite“ op. 43 des schwedischen Komponisten Wilhelm Stenhammar bildeten den Rahmen der Matinee. Unter der Leitung von Benjamin Lack spielte der Orchesterverein Götzis gut disponiert.

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Was nützt denn schon eine Seele – Erzählerin Hertha Glück und Saxofonist Robert Bernhard bringen Oscar Wildes Kunstmärchen „Der Fischer und die Seele“ in einer eigenwilligen Fassung auf die Bühne
Saxofonist Robert Bernhard und Erzählerin Hertha Glück bei ihrem Auftritt im Küefer-Martis-Huus
Theater
06.06.2015 Karlheinz Pichler

Eigentlich kennt man Hertha Glück als Geschichtenerzählerin, Wanderführerin und Autorin. Seit Kurzem betätigt sie sich nun auch als Bühnendarstellerin. Dazu hat sie sich mit dem Saxofonisten Robert Bernhard zusammengeschlossen. Gemeinsam und mit tatkräftiger choreografischer und regiemäßiger Unterstützung der Hamburger Theaterschaffenden Diana Raile haben sie mehrere Erzählungen dramatisiert und einstudiert. Eine davon, Oscar Wildes Kunstmärchen „Der Fischer und seine Seele“, haben sie am Freitagabend im Küefer-Martis-Huus in Ruggel (Liechtenstein) zur Aufführung gebracht.

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Ein Auf und Ab der Gefühle - 10 Jahre Theater Motif - Eine Premiere im Theater Kosmos
Gelungene Ensembleleistung!
Theater
06.06.2015 Dagmar Ullmann-Bautz

Zehn Schauspielerinnen und Schauspieler standen gestern auf der Bühne des Theater Kosmos, um zehn Jahre Theater Motif zu feiern, Rück- und Vorschau zu halten. Junge Erwachsene vermittelten mit einem ganz großen Wir-Gefühl, was Theaterspielen, was Dazugehören für sie und ihr Leben bedeutet.

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Niemand blieb unberührt – Studierende des Landeskonservatoriums zeigten unterschiedliche Facetten des Streits und beeindruckten auf allen Linien
Die Pianistin Badamsuren Gangaabazar, der Flötist Juan Carlos Diaz-Bueno und der Gitarrist Quirin Mühlberger setzten ihre Konzertidee im Schwurgerichtssaal in Szene und zogen das Publikum in ihren Bann. (Fotos: Dietmar Mathis)
Musik / Konzert
05.06.2015 Silvia Thurner

Den ersten Konzertdramaturgiewettbewerb „HUGO“, der von den „Montforter Zwischentönen“ in Kooperation mit dem Landeskonservatorium ausgeschrieben worden war, entschied das Team „Hirschgraben 34“ für sich. Im Schwurgerichtssaal des Landesgerichts realisierte das Siegerteam, bestehend aus der Pianistin Badamsuren Gangaabazar, dem Flötisten Juan Carlos Diaz-Bueno und dem Gitarristen Quirin Mühlberger, zusammen mit Freunden das ‚Konzertdrama’ rund um die Themenkreise Konflikt, Krieg und Hoffnung. Mit einer sehr eindringlichen Performance aus Musik, Licht, Lesung, Film, Tonband und Stimme fesselten sie die Zuhörenden. Einen besonderen Eindruck hinterließ der Abend, weil die Kompositionen sowie die drastischen Bilder und Texte eine große innere Stringenz aufwiesen.

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Des einen Freud, des andern Leid - Rolf Miller beim Seelax-Festival
Rolf Miller will mit Stammtischplaudereien überzeugen
Kleinkunst / Kabarett
04.06.2015 Christina Porod

Kabarett ist bekanntermaßen Geschmackssache, dies wurde am gestrigen Mittwochabend deutlich. Die letzte Seelax-Woche startete mit Rolf Miller. In seinem aktuellen Programm „Alles andere ist primär“ präsentierte der deutsche Kabarettist eine Bühnenfigur, die aus dem Alltag erzählt. Eine schnelle Aneinanderreihung des Immergleichen traf jedoch nicht jeden Geschmack. Seine Themen - die 80er-Jahre, Türsteher, Wladimir Putin, die WM, Frauen, ... – waren Stammtischplaudereien im Odenwälder Dialekt. Das Konzept war einfach: Schnell einen Gag nach dem anderen hinschleudern, dabei Sätze zum Teil abbrechen oder Wörter und Sätze verdrehen. Nichtsdestotrotz, die Stimmung im ausverkauften Freudenhaus war gut, da Freunde seines Humors immer wieder ausgelassen lachten.

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10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?
Diversifizierte Landwirtschaft und alte Getreidesorten...
Film / Kino
04.06.2015 Gunnar Landsgesell

Kein Film, der vor "Überbevölkerung" warnt, sondern behauptet, auch 10 Milliarden Menschen können auf diesem Planeten ernährt werden. Als Antwort setzt der Filmemacher Valentin Thurn der industriellen Nahrungsmittelproduktion viele lokale Initiativen weltweit entgegen. Ein Film mit guten Argumenten, dessen Optimismus dennoch überrascht. Ein sehenswerter Diskussionsbeitrag.

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Aktuell in den Filmclubs (5.6. - 11.6. 2015)
Conducta
Film / Kino
04.06.2015 Walter Gasperi

Zwei unterschiedliche Blicke auf den Sozialismus werfen zwei Filme, die diese Woche in den Filmclubs laufen. Im FKC Dornbirn und im Filmforum Bregenz werden in „Conducta“ vor dem Hintergrund der Beziehung zwischen einem elfjährigen Jungen und seiner Lehrerin kubanische Realitäten kritisiert. Im Stummfilmklassiker „Der Mann mit der Kamera“, der im Kunstmuseum in Vaduz zu sehen ist, feiert Dziga Wertov dagegen bedingungslos den Kommunismus der jungen Sowjetunion.

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Mario Rom’s Interzone: Everything is Permitted
CD-Tipp
04.06.2015 Peter Füssl

Was soll man von einem Trio erwarten, das sich bei der Wahl des Bandnamens und nicht weniger Songtitel von William S. Burroughs bzw. von der „Naked Lunch“-Verfilmung durch David Cronenberg inspirieren lässt? Ja, genau! Das Trio Interzone lädt frei nach dem Motto „Alles ist erlaubt“ auf seiner zweiten Produktion zu einer musikalischen Achterbahnfahrt ein, die den Namensgebern durchaus alle Ehre macht. Kreativität, Witz und Einfallsreichtum kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, die Jazzgeschichte zu plündern und die Fundstücke zu vor schräger Genialität blitzenden Kleinoden zusammengefügt wieder auszuspucken

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