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Kritiken

„Wo der Mut nicht ist, da kann ich nichts ausrichten“ - Ein Bildband versammelt erstmals die rund 140 Werke, die der Maler Ferdinand Gehr (1896 – 1996) im öffentlichen Auftrag schuf
Literatur
10.04.2017 Ingrid Bertel

Es gibt ein zeitgenössisches Fresko, das vermutlich jeder Mensch in diesem Land lange und intensiv betrachtet hat: Es ist das Altarfresko der Propstei St. Gerold im Großen Walsertal, das Ferdinand Gehr 1966 schuf. Die ersten Gottesdienst-BesucherInnen hat es ziemlich verwirrt, brach es doch mit allen Konventionen der Sakralkunst.

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Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott
Schwere Zeiten für Mack (Sam Worthington) und Ehefrau Nan (Radha Mitchell).
Film / Kino
07.04.2017 Gunnar Landsgesell

Ein Familienvater, der nach mehreren Schicksalsschlägen in Zorn und Depression verfällt, trifft in einer abgelegenen Hütte auf Gott. In Person der afro-amerikanischen Schauspielerin Octavia Spencer. Gemeinsam backen sie Brot, um den inneren Frieden wiederzufinden. Ein kitschiges Drama, das zudem wie eine Werbung für evangelikale Bewegungen wirkt.

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Aktuell in den Filmclubs (7.4. - 13.4. 2017)
Die letzte Sau
Film / Kino
06.04.2017 Walter Gasperi

Der Spielboden Dornbirn zeigt diese Woche in Kooperation mit Bio-Austria die anarchische Komödie „Die letzte Sau“. Im Theater am Saumarkt wird als Kinderkino Michael Steiners Verfilmung des Schweizer Jugendbuchklassikers „Mein Name ist Eugen“ gezeigt.

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„Ouroboros“, eine Installation von Boris Petrovsky in der Johanniterkirche
Ouroboros – Toytrain
Ausstellung
06.04.2017 Peter Niedermair

Auf den 31. März lud Kurator Arno Egger in die Marktgasse 1 nach Feldkirch ein. Dort, in der Johanniterkirche, wurde eine Installation des in Konstanz lebenden Künstlers Boris Petrovsky, „Ouroboros“, präsentiert. Zu Beginn des Abends jedoch gedachte das zahlreich erschienene Publikum zunächst jener Persönlichkeit, die 1995 die Johanniterkirche als Ausstellungsort entdeckt hatte. Eva Jakob. Sie, die als Kulturjournalistin nach Feldkirch kam, war am 3. Februar dieses Jahres verstorben. Mit dem schweigenden Gedenken war auch ein großer Dank für ihre Kuratorinnenschaft verbunden. Sie hat die Johanniterkirche, mittlerweile im 22. Jahr, zu einem renommierten Ausstellungsort der Stadt Feldkirch gemacht.

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TAK Schaan - Die Geierwally als Punklady in schillernder Revue-Landschaft  
Die Geierwally als Punklady
Theater
06.04.2017 Anita Grüneis

Ein Mann ist als Fels in der Brandung der Lebensstürme höchst willkommen. Was aber, wenn eine Frau das Gleiche tut? „Die Geierwally“ ist eine solche Frau. Schon als Dreizehnjährige wagt sie sich an ein Geier-Nest, um es zum Viehschutz zu räumen. Von ihrer Aktion kehrt sie, verletzt durch die Attacken des Muttertieres, mit einem Küken ins Tal zurück und erhält dafür den Namen „Geierwally“. Seitdem wird sie für ihren Mut zwar geachtet, aber der Vater will ihr die Flausen einer starken Frau austreiben. Der reiche und despotische Bauer hat keinen Sinn für eine Tochter, die den Mann, den er ihr ausgesucht hat, nicht heiraten will und sich auch sonst dem Willen ihres Herren widersetzt. So kommt es zum Desaster.

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Laura Marling: Semper femina
CD-Tipp
06.04.2017 Peter Füssl

„Semper Femina“ prangt schon seit Jahren als Tätowierung auf dem linken Oberschenkel von Laura Marling, die verkürzte Form von Vergils „Varium et mutabile semper femina“, also in etwa „Stets unbeständig und wechselhaft ist die Frau“. Auch in ihren Texten finden sich zahlreiche gelehrte Anspielungen, etwa auf die Psychoanalytikerin und Freud-Vertraute Lou Andreas-Salomé, die zur weiblichen Sexualität forschte, oder auf Gustav Courbets skandalträchtiges Monumentalwerk „L’Origine du monde“, dessen unverhüllter Blick auf das weibliche Geschlecht dereinst die Gemüter erhitzte.

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Willkommen in der Zukunft - Der WFC – World Future Council – tagte von 30. März bis 2. April 2017 in Bregenz
Der World Future Council in Bregenz. Foto: Dietmar Mathis, P2 Pressearbeit, Kongresskultur Bregenz.
Gesellschaft
05.04.2017 Tamara Ofner

Im Bregenzer Kongresszentrum waren Bürgermeister DI Markus Linhart, das Land Vorarlberg und die Stadt Bregenz 4 Tage lang Gastgeber für den „World Future Council“ – Weltzukunftsrat, eine Vereinigung von über 50 Persönlichkeiten aus allen Teilen der Welt, die Hervorragendes auf ihrem Tätigkeitsgebiet geleistet haben und sich im World Future Council zusammenfinden, um eine Veränderung der Welt in Richtung Gewaltfreiheit, atomare Abrüstung und Beendigung von Kriegen, sowie 100 % nachhaltige Ressourcennutzung und Klimaschutz in die Hände zu nehmen und so eine neue Zukunft für die Welt zu gestalten.

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Trio Mediaeval & Arve Henriksen: Rímur
CD-Tipp
04.04.2017 Peter Füssl

Die Vokalistinnen Anna Maria Friman, Linn Andrea Fuglseth und Berit Opheim des Trio Mediaeval und der Trompeter Arve Henriksen begegnen sich in ihrer kaum zu überbietenden Präzision, Klarheit und geschmackssicheren Kultiviertheit auf gleicher, nämlich schwindelerregender Höhe und verströmen eine fast schon magisch wirkende Atmosphäre zeitloser Schönheit. Es ist faszinierend, mit welcher Subtilität sich Stimmen und Blasinstrument umgarnen, aneinanderschmiegen, spiegeln, kontrastieren oder verschmelzen – ganz, wie es der jeweils gewünschten Stimmung gerade zuträglich ist. Und manchmal wird das Klangspektrum zusätzlich durch die von Friman gespielte Hardanger Fiddle um archaisch anmutende Töne erweitert.

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Walter Buders Lyrikband „dich“ - Eine Kooperation zwischen Autor, Hecht Verlag, Saegenvier und Druckwerk Lustenau
Buchpräsentation „dich“ im Druckwerk Lustenau (© Ulrike Buder-Gassner)
Literatur
03.04.2017 Peter Niedermair

Am 30. März wurde im Druckwerk Lustenau ein beachtenswertes Buchprojekt präsentiert. Es war nicht des Autors erste Lesung aus dem neuen Band mit Ge“dich“ten, doch es war eine ganz besondere, brachte sie doch alle Akteure und Akteurinnen an einen Tisch in der Hofsteigstraße 21, wo Druckwerk Obmann Pirmin Hagen und Chistine Katscher, die Werkstattleiterin, Mitte März bei der Generalversammlung des Vereins über das erste erfolgreiche Geschäftsjahr des Druckwerks berichteten.

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Wie politische Ereignisse Familiengeschichte schreiben – Ein Stationentheater im vorarlberg museum
Regisseur und Schauspieler Andreas Kosek
Theater
03.04.2017 Dagmar Ullmann-Bautz

Ich war Mitte 20 und saß im Cafe Neptun in Bregenz. Arbeitete am Konzept für meine erste Inszenierung mit Jugendlichen. Wir hatten uns für „König Ubu“ von Alfred Jarry entschieden. Plötzlich sprach mich der Mann vom Nebentisch an – es war Max Riccabona – er kannte das Stück, mochte es und wir unterhielten uns darüber sehr angeregt. Bevor wir uns verabschiedeten, empfahl er mir noch ein persönliches Lieblingsstück, „Wie man die Wünsche beim Schwanz packt“, das einzige Stück, das Pablo Picasso je geschrieben hatte und das ich im darauf folgenden Jahr mit Jugendlichen auch auf die Bühne brachte. Es blieb meine erste und leider einzige Nahebegegnung mit Max Riccabona, doch war sie äußerst befruchtend, denn die Begegnung wirkte noch lange nach und mit dem von ihm empfohlenen Text hatten wir großen Spaß.

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