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Kritiken

Die Geister der Vergangenheit - „Die Unverheiratete“ am Vorarlberger Landestheater
In seinem sprachlich herausragenden Text hat der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer das Psychogramm von drei Generationen von Frauen gezeichnet, deren untrennbares Verbindungsband Schuld heißt: Babett Arens (herausragend!): die Alte
Theater
11.03.2018 Annette Raschner

Bei der Uraufführung von Ewald Palmetshofers Stück „Die Unverheiratete“ am Akademietheater Wien vor vier Jahren konnte Regisseur Borgmann auf ein starkes Frauenensemble setzen. Elisabeth Orth erwies sich als Idealbesetzung für die herrische Alte, Stefanie Reinsperger gab „die Junge“ mit unbändiger Energie. Ein Jahr später wurde das von Palmetshofer komplex verschachtelte und auf mehreren Zeitebenen spielende Drama für sieben Schauspielerinnen mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. Das Vorarlberger Landestheater hat „Die Unverheiratete“ anlässlich 80 Jahre Anschluss auf seinen Spielplan gesetzt. Samstagabend feierte die Produktion in der Regie des aus Heidelberg stammenden Philip Jenkins eine durchaus gelungene Premiere.

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„Dann macht es plötzlich Klick und ich beginne zu schreiben“ - Doris Röckle-Vetsch – eine moderne Frau mitten im Mittelalter
Literatur
10.03.2018 Anita Grüneis

Sie wohnt in Vaduz, stammt aus Buchs und ist im Mittelalter zuhause – die Autorin Doris Röckle-Vetsch kennt sich mit den Burgen der Region bestens aus, sie bilden die Basis für ihre historischen Romane. Zwei davon, „Die Flucht der Magd“ und „Das Mündel der Hexe“ sind bereits bei Droemer Knaur publiziert, ein dritter Band ist in Bearbeitung. Was bewegt eine 55-jährige moderne Frau, in das Leben der einfachen Leute im Mittelalter einzutauchen und Burgruinen wie die Burgen Hohensax und Frischenberg wieder zum Leben zu erwecken? Anita Grüneis hat sich mit Doris Röckle-Vetsch unterhalten.

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Den Penisring enger schnallen - Stermann & Grissemann im TAK
Stermann & Grissemann begeistern im Schaaner TAK
Kleinkunst / Kabarett
09.03.2018 Anita Grüneis

Stermann & Grissemann polarisieren. Politische Korrektheit ist ihnen „Powidl“ und ihre Witze sind nicht immer appetitlich. Im TAK gastierte das Erfolgsduo mit dem neuen Programm "Gags, Gags, Gags!" zweimal vor ausverkauftem Haus.

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Aktuell in den Filmclubs (9.3. – 15.3. 2018)
Machines
Film / Kino
08.03.2018 Walter Gasperi

Am Spielboden Dornbirn geht an diesem Samstag mit dem Dokumentarfilm „Machines“ das 2nd HUMAN VISION film festival zu Ende. TaSKino Feldkirch und Filmforum Bregenz bieten dagegen mit dem Spielfilm „Die Grundschullehrerin“ Einblick in den Alltag einer leidenschaftlichen Lehrerin.

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Gegen den Strich gebürstet - „Der Jüngste Tag des Peter Gottlieb“ von Christian Mähr
Literatur
08.03.2018 Annette Raschner

In einer Studie haben Wissenschaftler der Global Challenges Foundation und des Future of Humanity Projects unlängst zwölf durchaus mögliche Szenarien für die Apokalypse aufgelistet: Vom Klimawandel über einen Supervulkanausbruch bis zum systemischen oder ökologischen Kollaps. In Christian Mährs neuem Roman „Der Jüngste Tag des Peter Gottlieb“ ist der Weltuntergang noch um einiges näher gerückt; die Gesetze der Vernunft sind außer Kraft gesetzt, und es gelten wieder jene ganz alten. Das Buch, in dem der Vorarlberger Schriftsteller die Schrift des Apostels Johannes über das Weltende ordentlich gegen den Strich gebürstet hat, ist im braumüller Verlag erschienen.

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Norma Winstone: Descansado - Songs For Films
CD-Tipp
08.03.2018 Peter Füssl

Komponisten wie Michel Legrand, Nino Rota, Armando Trovajoli, Ennio Morricone oder William Walton haben für filmische Meisterwerke von Regisseuren wie Franco Zeffirelli, Vittorio De Sica, Jean-Luc Godard, Federico Fellini oder Laurence Olivier einprägsame und die jeweilige Atmosphäre widerspiegelnde und verdichtende Filmmelodien geschrieben, die auch ohne Bilder ihre Wirkung entfalten können. Manche Musiker bedienen sich gerne der Highlights berühmter Soundtracks als plakative Aushängeschilder - dazu steht die vorliegende Produktion allerdings in diametralem Gegensatz.

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The Green Lie
Der verunsicherte Konsument: Boote und Hartmann im Supermarkt, aber was darf hier guten Gewissens gekauft werden?
Film / Kino
07.03.2018 Gunnar Landsgesell

Produkte, die als nachhaltig beworben werden, sind das nicht immer. Greenwashing nennt man den Schmäh der Industrie, der Ressourcenschonung verspricht und Profit ermöglicht. Mit "The Green Lie" zeigt Filmemacher Werner Boote die Schwachstellen einer scheinbar grünen Produktion auf, lässt unsere Rolle als Konsumenten aber im Unklaren.

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Wenn der Erfolg auf leisen Saiten daherkommt – Arno Oehri und sein Film „Open Land - Meeting John Abercrombie“ 
John Abercrombie mit Gattin Lisa und Filmemacher Arno Oehri
Film / Kino
07.03.2018 Anita Grüneis

Der Musiker und Filmemacher Arno Oehri drehte vor einigen Jahren einen Low-Budget-Film über den berühmten Jazzgitarristen John Abercrombie. Der Titel des Films: „Open Land - Meeting John Abercrombie“. Weltpremiere des Films war im Dezember 2017 im TAKINO, vier Monate davor war Abercrombie überraschend gestorben. Der Film wurde somit zu einem musikalischen Vermächtnis. Doch damit nicht genug: Nun wurde der Film für die beste Regie beim Queens World Film Festival 2018 (15. bis 25. März) in New York nominiert!

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Joan As Police Woman: Damned Devotion
CD-Tipp
06.03.2018 Peter Füssl

"Will I need to fight to make it wonderful?" heißt es im Opener des sechsten Soloalbums von Joan Wasser, besser bekannt als Joan As Police Woman. Diese Frage, alle möglichen Überlegungen dazu und Antworten darauf ziehen sich inhaltlich als roter Faden durch das im Vergleich zu seinen Vorgängeralben stimmungsmäßig düstere, aber musikalisch leichter zugängliche Werk.

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Ein Alchemist gibt Einsicht - „CALCTURA“ – herausgegeben von Gerold Ulrich
Gerold Ulrich in seinem selbstgebauten Kalkofen aus Lehm  © Petra Rainer
Literatur
05.03.2018 Martina Pfeifer Steiner

Vorerst hat man mit der Haptik zu tun. Man klappt den Buch(pappen)deckel auf und meint eine Wand abzustreichen, neugierig die Prägung nachzeichnend, sie erinnert an Brailleschrift. Es ist die Rune Calctura. Sie symbolisierte für die mittelalterlichen Alchemisten den geheimnisvollen Umwandlungsprozess von Kalkstein in Kalk und wieder zurück. Dann ein Block mit fadengehefteten schweren Blättern. Sie sind rau, fallen langsam, Seite um Seite, man prüft die Fingerspitzen – nein, nichts haften geblieben. Das Papier ist gepresstes Steinmehl, die ölig anmutende Oberfläche ist wasser- und reißfest.

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