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Kritiken

Terence Blanchard feat. The E-Colletive Live: Live
CD-Tipp
08.05.2018 Peter Füssl

Als ich 1982 im Rahmen eines grandiosen Auftritts von Art Blakey’s Jazz Messengers im Jazzclub Lustenau den damals blutjungen Terence Blanchard zum ersten Mal hörte, war bereits klar, dass dieser die Karriereleiter ziemlich senkrecht emporsteigen wird. Er war mit seinen 20 Jahren nicht nur ein exzellenter Techniker, sondern schien neben einer ordentlichen Prise seiner Heimatstadt New Orleans auch bereits die Musik der wesentlichen Trompeter von Gillespie über Hubbard bis Davis intus zu haben. Damals freilich noch nicht absehbar war Blanchards Entwicklung vom Neo-Traditionalisten zum experimentierfreudigen Neuerer, und noch weniger sein explizites politisches Engagement für die Black Community, das sicher auch durch seine Zusammenarbeit mit dem gesellschaftskritischen Filmregisseur Spike Lee befeuert wurde.

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Neue Musik im Kunstforum Montafon – G. lautete das Motto eines herausragenden Konzertes mit neuen Kompositionen
Guy Speyers (Viola), Mathias Johansen (Violoncello), Maximilian Ölz (Kontrabass), Hauke Kohlmorgen (Klarinette), Christoph Ellensohn (Horn) und Katharina Felder (Fagott) interpretierten unter der Leitung von Gerald Futscher im Kunstforum Montafon Werke von Gerold Amann, Georg Friedrich Haas und Gerald Futscher und fanden damit viel Zustimmung. Es ist zu hoffen, dass aus diesem erfolgreichen  Auftakt mehr wird.
Musik / Konzert
07.05.2018 Silvia Thurner

Das Kunstforum Montafon bot einen idealen Rahmen für ein Konzert, in dessen Rahmen Werke von Komponisten mit den Initialen G. - nämlich Gerold Amann, Gerald Futscher und Georg Friedrich Haas – zu hören waren. Mit viel Gespür für die musikalischen Gedankenwelten dieser drei Komponisten entfalteten Guy Speyers (Viola) Mathias Johansen (Violoncello), Maximilian Ölz (Kontrabass), Hauke Kohlmorgen (Klarinette), Christoph Ellensohn (Horn) und Katharina Felder (Fagott) die Werkdeutungen und leisteten dabei Großartiges.

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Blendende Unterhaltung auf höchstem Niveau – Das Tingvall Trio begeisterte in der ausverkauften Zehntscheuer in Ravensburg
Pianist Martin Tingvall, Kontrabassist Omar Rodriguez Calvo und Drummer Jürgen Spiegel haben sich in 15 Jahren zu einem perfekt aufeinander eingespielten, aber nie routinehaft wirkenden Trio entwickelt (alle Fotos © Peter Füßl)
Musik / Konzert
06.05.2018 Peter Füssl

Der südschwedische Pianist Martin Tingvall, der kubanische Kontrabassist Omar Rodriguez Calvo und der aus Bremen stammende Schlagzeuger Jürgen Spiegel gründeten 2003 das in Hamburg stationierte Tingvall Trio, schafften es mit den meisten ihrer sechs Studioalben in die Jazz-Charts, teilweise sogar in die Pop-Charts, und heimsten jede Menge an Auszeichnungen und Preisen ein. Kein Wunder also, dass sich rund 200 Jazzfans in die jahrhundertealte Ravensburger Zehntscheuer drängten, um sich zwei Stunden lang vom perfekt gespielten, zeitlosen Akustik-Jazz dieses kongenialen Trios begeistern zu lassen.

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Mit Elan und Begeisterung – Die Chopin-Gesellschaft öffnete das Podium für junge Pianistinnen und Pianisten
Isa-Sophie Zünd, Gabriel Meloni, Nicola Schöni und Laurah Maddalena Kasemann (v.l.n.r.) freuten sich nach ihren Darbietungen im Rahmen der Chopin-Gesellschaft im Feldkircher Pförtnerhaus über den herzlichen Applaus
Musik / Konzert
06.05.2018 Silvia Thurner

Ein Konzert pro Saison widmet die Chopin-Gesellschaft in Vorarlberg jungen Pianistinnen und Pianisten, die sich noch im Studium befinden. Laurah Maddalena Kasemann und Nicola Schöni sowie Isa-Sophie Zünd und Gabriel Meloni nutzten das Podium im Feldkircher Pförtnerhaus und begeisterten mit ihren Darbietungen die Zuhörenden. Alle studieren am Vorarlberger Landeskonservatorium in den Klassen von Anna Adamik, Benjamin Engeli und Gerhard Vielhaber. Verwunderlich war, dass sich nur wenige Studierende für die Konzertauftritte ihrer Kolleginnen und Kollegen interessierten.

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Eleanor & Colette
Exzentrisch: Helena Bonham Carter als quirlige Patientin.
Film / Kino
04.05.2018 Gunnar Landsgesell

Eine Frauenfreundschaft zwischen Schizophrenie-Patientin (Helena Bonham Carter) und Anwältin (Hillary Swank), die vereint gegen die Pharmaindustrie antreten. Nach einem wahren Fall, von Regisseur Bille August als routiniertes Female Buddy Movie inszeniert.

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Aktuell in den Filmclubs (4.5. - 10.5. 2018)
Django – Ein Leben für die Musik
Film / Kino
03.05.2018 Walter Gasperi

Beim Filmforum Bregenz steht diese Woche mit „Django - Ein Leben für die Musik“ ein Spielfilm über den legendären Gitarristen Django Reinhardt auf dem Programm. Der Spielboden Dornbirn schließt dagegen die heurige Kooperation mit dem Linzer Filmfestival Crossing Europe mit einer Aufführung von Tom Lass´ hinreißendem Liebesfilm „Blind & Hässlich“ ab.

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Erwin Pelzig - Der freundliche Liftboy auf der globalen Palliativstation
Erwin Pelzig gab sein Debut im TAK und begeisterte das Publikum
Kleinkunst / Kabarett
03.05.2018 Anita Grüneis

Der deutsche Kabarettist Frank Markus Barwasser gastierte mit seiner Kunstfigur Erwin Pelzig und dem Programm „Weg von hier“ zum ersten Mal im Schaaner TAK. Es war ein furioser Einstand vor ausverkauftem Haus. Das Publikum war nach zwei Stunden restlos hingerissen. So direkt und umfassend hat noch keiner das aktuelle Zeitgeschehen auf den wunden Punkt gebracht. Einen Siedepunkt. Denn Erwin Pelzig ist wütend. Stinkwütend. Auf alles und jeden. Auch auf sich. Denn eines will er auf gar keinen Fall: Ein Arschloch sein. Doch gerade das scheint in der heutigen Zeit unmöglich zu sein. 

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Drei starke Persönlichkeiten mit gleicher Blickrichtung – große Deutungen von Klaviertrios bei der Schubertiade Hohenems
Mit kammermusikalischem Geist formten Renaud Capucon (Violine), Kian Soltani (Violoncello) und Lahav Shani (Klavier) im Markus Sittikus Saal bei der Schubertiade Hohenems Klaviertrios von Dvorak und Tschaikowski. (Foto: Schubertiade Hohenems)
Musik / Konzert
01.05.2018 Silvia Thurner

Wenn der Geiger Renaud Capucon, der Cellist Kian Soltani und der Pianist Lahav Shani im Trio miteinander musizieren und noch dazu zwei derart monumentale Klaviertrios wie Dvoraks Opus 65 in f-Moll und Tschaikowskis Opus 50 in a-Moll interpretieren, ist Großes zu erwarten. So geschehen bei der Schubertiade Hohenems, wo die drei Musiker die beiden Werke musikalisch souverän deuteten und zugleich jeder mit seiner ureigenen Persönlichkeit erlebbar war.

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Spaziergang mit Marilyn - „DD-Day“ von Wolfgang Mörth in Christof Drexels Sachbuch „Zwei Grad. Eine Tonne. Wie wir das Klimaziel erreichen und damit die Welt verändern“
Literatur
01.05.2018 Ingrid Bertel

Die globale Erwärmung ist eine Tatsache, die nur „das trotzige Kind im Weißen Haus“ leugnet, sagt der Gebäudetechniker Christof Drexel. Er spricht aus professioneller Erfahrung. Vor 30 Jahren gründete er „drexel und weiss“, ein Unternehmen, das heute Technologie- und Marktführer bei der Haustechnik für Passivhäuser ist. 2016 zog sich Drexel aus dem operativen Geschäft zurück und vertiefte während eines Sabbaticals sein Wissen um die Gefahren, die unserer Welt aufgrund des Treibhauseffekts drohen. Ergebnis ist ein gut lesbarer Band mit ganz bodenständigen Erklärungen darüber, wie wir das 2015 in UN-Klimakonferenz in Paris beschlossene Ziel erreichen, die globale Erwärmung unterhalb von 2, besser noch 1,5 Grad zu halten. „Der jährliche, weltweite Treibhausgas-Ausstoß muss von derzeit rund 50 Milliarden Tonnen CO₂ fortlaufend reduziert werden, und zwar so, dass im Jahr 2040 nur mehr rund ein Fünftel davon übrig bleibt“, schreibt Drexel und nennt sein Buch zielorientiert „Zwei Grad. Eine Tonne“. Eines der sechs Kapitel stammt nicht von Christof Drexel, sondern von Wolfgang Mörth. Der Autor von so gefeierten Theaterstücken wie „Urologie“ oder „Die Ermordung Bruno Kreiskys“ hat zwischen die Daten und Fakten eine listige Utopie eingefügt.

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„Literatur steht immer in Opposition zu den vorgefundenen Verhältnissen“ - Interview mit Gerhard Ruiss zu den Feldkircher Literaturtagen 2018
Gerhard Ruiss: „Meinungs- und Medienfreiheit sind die großen Themen unserer Tage, die Kunstfreiheit sehe ich noch am wenigsten gefährdet. Kunst kann man gewähren lassen, man muss nur für ihre Unwirksamkeit sorgen.“ © Dietrich Scherr
Literatur
30.04.2018 Peter Füssl

„MACHT LITERATUR MACHT“ lautet der vieldeutige Titel der Feldkircher Literaturtage, die vom 3. bis 5. Mai über die Bühne des Saumarkttheaters gehen werden. Dementsprechend breitgefächert ist auch das Programm: So werden etwa SchülerInnen der MS Feldkirch-Oberau und der Polytechnischen Schule Feldkirch gemeinsam mit den Autoren Christian Futscher und Jürgen Thomas Ernst im Rahmen von „Feldkirch 800“ den ersten „Schulhausroman“ Österreichs mit ihren Geschichten über Feldkirch präsentieren. Der bekannte Schweizer Germanist und Didaktiker Kaspar H. Spinner beschäftigt sich in seinem Vortrag „Warum Literatur?“ mit verfremdeter Wirklichkeitswahrnehmung, Selbstbefragung und Empathie und mit der Rolle der Literatur in Schule und Alltag. Johannes Odendahl, sein Kollege von der Univ. Innsbruck, beschäftigt sich in seinem Vortrag „Literarisches Lernen in Zeiten des Postfaktischen“ mit dem notwendigen Spielraum innerhalb einer Welt der Zwecksetzungen, den Kunst und Literatur den Menschen bieten. Nehmen diese in der Schule einen breiten Raum ein, verlieren postfaktisch agierende politische Bewegungen an Attraktivität. Franzobel wird aus seinem Roman „Das Floß der Medusa“ lesen, der Büchner-Preisträger 2017 Jan Wagner aus dem Gedichtband „Selbstporträt mit Bienenschwarm“, und eine Reihe Vorarlberger Autorinnen und Autoren wird auf einer literarischen Picknick-Bühne im Reichenfeld ihre Lieblingsorte in Feldkirch präsentieren.

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