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Kritiken

Das unbekannte Mädchen
Die Ärztin Jenny (Adèle Haenel) als Allegorie auf die europäische Gesellschaft und die Flüchtlingsfrage: Ein Entwurf, der nur teilweise überzeugt.
Film / Kino
10.02.2017 Gunnar Landsgesell

Eine junge Ärztin gerät in ein moralisches Dilemma, weil sie - zwar unverschuldet - sich dennoch am Tod einer jungen Afrikanerin schuldig fühlt. Ein Film der Brüder Dardenne, der zwischen bewährtem sozialkritischen Entwurf und Krimi changiert.

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Aktuell in den Filmclubs (10.2. - 22.2. 2017)
Kundschafter des Friedens
Film / Kino
09.02.2017 Walter Gasperi

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche die sehr unterhaltsame deutsche Agentenkomödie „Kundschafter des Friedens“. Am Spielboden Dornbirn steht Stanley Kwans und Daniel Scheinerts ziemlich durchgeknallte Komödie „Swiss Army Man“ auf dem Programm.

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Colin Vallon Trio: Danse
CD-Tipp
09.02.2017 Peter Füssl

Der Westschweizer Pianist Colin Vallon meidet auf seinem dritten ECM-Album „Danse“ weiterhin konsequent alle ausgetretenen Piano-Trio-Pfade und setzt nicht auf exzeptionelles Virtuosentum, sondern auf die kollektive Entfaltung dreier perfekt aufeinander eingespielter Ausnahmemusiker. Mit Kontrabassist Patrice Moret musiziert er schon seit 2004, und es ist nun auch schon wieder vier Jahre her, seit Julian Sartorius den Schlagzeug-Part von Samuel Rohrer übernommen hat.

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„Leben mit Kunst“ als Credo – Das Kunstmuseum Appenzell und das Palais Liechtenstein Feldkirch geben Einblicke in die Sammlung der Mezzanin-Stiftung
Michael Toenges: Ohne Titel, 2009, Öl auf Leinwand (zu sehen im Kunstmuseum Appenzell)
Ausstellung
08.02.2017 Karlheinz Pichler

Die 1940 geborene Liechtensteinerin Hanny Frick hat bereits in den 1960er Jahren begonnen, Kunst zu sammeln. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte ist die Sammlung mächtig angewachsen. Das Kunstmuseum Appenzell und das Palais Liechtenstein in Feldkirch geben derzeit Einblicke in die Sammlung, wobei die Appenzeller den Schwerpunkt auf die existentiell-expressionistische Tendenz in der Sammlung legen, während in Feldkirch das Material Papier als Bildträger und die Skulptur im Vordergrund stehen.

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Nudelsuppe mit Knackwurst: Die Suppégasse hat Christian Futscher zu einem literarischen Exkurs über Suppen animiert  
Literatur
08.02.2017 Ingrid Bertel

Wie beginnen, wenn man keinesfalls die Absicht hat, als Gastrokritiker zu enden? Vielleicht mit einem Satz aus der „Ahnfrau“ von Franz Grillparzer, überlegt Christian Futscher. An einer kroatischen Küste aber fällt ihm noch Prickelnderes ein: „Das Meer ist auch nichts anderes als eine Fischsuppe, eine stark versalzene.“ Ein unheimlich starker erster Satz, obwohl er aus keinem Drama von Grillparzer stammt, auch nicht aus „Des Meeres und der Liebe Wellen“.

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Mit Blick vom höchsten Rang – Das Luzerner Theater erzeugt mit dem Tanzstück „Kinder des Olymp“ den Zauber der Illusion
Ausgefallene Choreografien und unterschiedliche Perspektiven machen das Seherlebnis bei "Kinder des Olymp" zum Genuss (© alle Fotos: Luzerner Theater)
Tanz
08.02.2017 Mirjam Steinbock

Das Publikum im SAL Schaan sah sich am Anfang zuerst einmal selbst, denn ein großer Spiegel reflektierte es so, dass es mitten auf der Bühne saß. Und das war erst der Beginn eines Stückes, das elegant zwischen ungewohnten Sichtweisen und mehreren Perspektiven hin und her sprang. Eine tragende Rolle kam dabei dem Bühnenbild in Form einer Wand zu, die je nach Szene als Fenster, Spiegel oder Leinwand diente. Im Wechselspiel mit Lichtstimmungen machte sie die Akteurinnen und Akteure sichtbar, ließ sie wie eine große Sehnsucht auftauchen und wie ein flüchtiges Gefühl wieder verschwinden. Das Tanztheater „Kinder des Olymp“ ist eine moderne Auseinandersetzung mit dem Stoff des gleichnamigen Filmklassikers, der das Theatermilieu des 19. Jahrhunderts beleuchtet. Der brasilianische Choreograf Fernando Melo nahm sich der Steilvorlage an und schuf gemeinsam mit dem Ausstatter Patrick Kinmonth eine poetische und sehr zauberhafte Adaption.

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The xx: I See You
CD-Tipp
07.02.2017 Peter Füssl

Das 2009-er Debut-Album „xx“ und das 2012 erschienene „Coexist“ sind zusammen 2,7 Millionen mal über den (auch virtuellen) Ladentisch gegangen, anlässlich ihrer Tourneen verkauften sie hunderttausende Tickets, und dazu wurden beide Alben auch noch von der Kritik gefeiert und mit renommierten Preisen bedacht. Während andere Bands angesichts solcher Erfolge gerne mal zu Plagiatoren ihrer selbst verkommen, ist es Jamie Smith, Oliver Sim und Romy Madley Croft auf ihrer dritten Produktion „I See You“ gelungen, gleichzeitig ihr aus reduziertem Indie-Pop und ausgeklügelten, auf der Höhe der Zeit befindlichen Electronics zusammengemischtes Erfolgsrezept weiterzuköcheln, aber auch durch leise Akzentverschiebungen und ein paar neue Zutaten zusätzliche Geschmacksnerven auf wohltuende Weise zu aktivieren.

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Vom Naturerleben in schwüle Hinterzimmer – die „Acht Jahreszeiten“ von Vivaldi und Piazzolla versetzten die Zuhörenden in Jubelstimmung
Goran Kovacevic am Akkordeon, Monica Tarcsay und Clarigna Küng, Gyöngyi Ellensohn, Stefan Susana und Bernd Konzett boten mit ihrer Version der "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi und Astor Piazzolla in der Kulturbühne AmBach eine mitreißende Unterhaltung.
Musik / Konzert
05.02.2017 Silvia Thurner

Mit Leidenschaft widmen sich Goran Kovacevic & Quinteto del Arco Nuevo dem argentinischen Tango. Doch das Repertoire des Ensembles ist weit umfangreicher, dies stellten die Musikerinnen und Musiker bei ihrem Konzert in der voll besetzten Kulturbühne AmBach eindrücklich unter Beweis. Der Akkordeonist Goran Kovacevic ist ständig auf der Suche nach Kompositionen, die er sinnvoll für sein Instrument adaptieren kann. Seine Virtuosität setzt ihm dabei keine Grenzen. Schon lange hat er sich für Vivaldis Dauerbrenner „Die vier Jahreszeiten“ interessiert. Ihn reizte die Frage, ob es gelingen wird, den virtuosen Part der Solovioline für das Akkordeon zu übertragen. In Anlehnung an Vivaldi hat auch der argentinische Komponist Astor Piazzolla "Vier Jahreszeiten" komponiert. Diese beiden Meisterwerke setzten nun Monica Tarcsay und Clarigna Küng (Violine), Gyöngyi Ellensohn (Viola), Stefan Susana (Violoncello) und Bernd Konzett (Kontrabass) zusammen mit Goran Kovacevic in inspirierten Arrangements sowie einer mitreißenden Musizierhaltung in Szene. Für ihre Darbietungen ernteten die Musiker frenetischen Applaus.

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Spannender Auftakt zu den „Montforter Zwischentönen“: Der „HUGO“ geht diesmal nach Nürnberg
Mitmachen für das Publikum ist angesagt beim ersten Beitrag des „Shatter Collectives“ von der Musikhochschule Basel mit dem Projekt „Traumwandeln“
Musik / Konzert
04.02.2017 Fritz Jurmann

„Eigentlich hätten alle gezeigten Arbeiten heute einen ‚HUGO‘ verdient. Das Niveau der fünf internationalen Teams war im Durchschnitt um eine Stufe höher als im Vorjahr“, resümierte Jurymitglied Wolfgang Burtscher bei der Preisverleihung des Konzertdramaturgie-Wettbewerbes am Freitag in der vom Publikum gestürmten Dachgalerie des Feldkircher Montforthauses. Nach einem ebenso spannenden wie kurzweiligen dreieinhalbstündigen Marathon ging der begehrte „HUGO“ im dritten Jahr an das „Ensemble fraktale“ von der Musikhochschule Nürnberg, nachdem in den beiden Vorjahren jeweils Gruppen aus dem Landeskonservatorium Feldkirch die Nase vorn hatten. Das ausgezeichnete und mit 2.500 Euro dotierte Siegerprojekt wird am 22. Juni uraufgeführt.

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Was Männer sonst nicht zeigen
Männergespräche in einem zur Sauna umgebauten Wohnwagen, hoch oben, in den Wäldern im Norden von Finnland.
Film / Kino
03.02.2017 Gunnar Landsgesell

Auf Sauna-Tour durch Finnland: In jeder Schwitzstube hocken Männer und offenbaren Gefühle, für die im Leben draußen angeblich kein Platz ist. Ein Hohelied auf die gebrochene Männlichkeit zwischen Schweiß, Bier und Birkenrouten.

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