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Kritiken

„In der Heimat eine Fremde“: Anne Overlacks beeindruckende jüdische Familiengeschichte
Literatur
16.11.2016 Ingrid Bertel

Vom Leben einer jüdischen Familie in der Kleinstadt Wangen am Bodensee erzählt Anne Overlack im ihrem reich bebilderten Band „In der Heimat eine Fremde“. Basis der Geschichte ist ein langes Gespräch mit Hannelore König, dazu kommen das umfangreiche Fotoarchiv ihres Bruders Gert Wolf sowie Tagebücher, Briefe und Dokumente aus einem Zeitraum von exakt 100 Jahren.

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Kate Tempest: Let Them Eat Chaos
CD-Tipp
15.11.2016 Peter Füssl

Das auf die CD aufgedruckte Ziffernblatt zeigt 4:18 Uhr, das ist jener von Kate Tempest gewählte Zeitpunkt, an dem sie sich von den Weiten des Weltraums aus immer näher an die Erdkugel, an Europa, an England, an London, an eine spezielle Straße heranzoomt. Ein einziger gigantischer, auf 13 Tracks aufgeteilter, bildgewaltiger Wortschwall, in dem es um nichts weniger als den hoffnungslosen Zustand der Menschheit geht – festgemacht an den Gedanken, Schilderungen und Geschichten von sieben sehr unterschiedlichen Charakteren, die um dieselbe Uhrzeit wach im Bett liegen.

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„Most personal“ – Rebekka Bakken löst den Anspruch ihres aktuellen Album-Titels live in Lustenau ein
Seit ihrer Zeit in Wien hat Rebekka Bakken zu Österreich eine besonders enge Beziehung.
Musik / Konzert
14.11.2016 Thorsten Bayer

Über zwanzig Jahre ist die norwegische Singer-Songwriterin Rebekka Bakken im Musikgeschäft; Zeit für eine Zwischenbilanz, die sie mit einem Best-Of-Album zieht. Im Reichshofsaal Lustenau war sie am gestrigen Sonntagabend zu Gast.

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Eine satte Kostprobe – Die Montforter Zwischentöne verführen mit einem Gruß aus der Küche
"Ensō" heißt die Ausstellung der japanischen Künstlerin Sanae Sakamoto, die im Montforthaus Feldkirch eröffnet wurde. © Gerold Wehinger | Montforter Zwischentöne
Aktuell
13.11.2016 Mirjam Steinbock

Gut eingestimmt auf das Festival im Feldkircher Montforthaus werden diejenigen, die sich einen Appetitanreger schon in der Marktgasse holen. „Bevor ich sterbe, möchte ich...“ steht wiederholt mit Freiräumen zum Beschriften auf einer großen Tafel, die Menschen aus der Bevölkerung dazu einlädt, ihre Wünsche mit bunter Kreide aufzuschreiben. Die Tafel ist prall gefüllt mit so ernsten wie heiteren Bedürfnissen. Die amerikanische Künstlerin Candy Chang entwickelte das Projekt bereits vor einigen Jahren in New Orleans. Basierend auf eigenen Erfahrungen zum Thema Tod brachte sie mit ihrer Kunst im öffentlichen Raum viele Menschen dazu, ihre Bedürfnisse auszudrücken und schuf damit eine Verbundenheit, die auch andere Länder dazu anregte, das Format zu präsentieren. In Feldkirch und damit erstmals in Österreich kündigt es nun auf sinnliche Art und Weise das auf den ersten Blick schwer zu verdauende Festivalthema „Sterben – Über das Loslassen“ an.

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„Der Sängerkrieg AmBach“ – Die erste Barockoper von Concerto Stella Matutina wurde zum Bombenerfolg
Als ebenso spielfreudig wie koloraturfreudig erweist sich das siebenköpfige Ensemble aus jungen, internationalen Barocksängern.
Musik / Konzert
12.11.2016 Fritz Jurmann

Genau 250 Jahre alt ist das Ding und so quicklebendig wie zu Zeiten seiner Uraufführung im Teatro Ducale des Ludwigsburger Residenzschlosses. Dorthin wird diese Produktion demnächst heimkehren, zunächst aber trieb Niccoló Jommellis Opernspaß „La Critica“ am Freitagabend Freunde und Fans des heimischen Barockorchesters „Concerto Stella Matutina“ in der ausverkauften Götzner Kulturbühne AmBach zu Begeisterungsstürmen. Das „Experiment Barockoper“ ist damit auf allen Linien gelungen und wurde zum gefeierten Meilenstein in der zehnjährigen Geschichte des Ensembles – hoffentlich mit Folgewirkungen.

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Vom kleinen, großen Glück einer Begegnung - Peter Turrinis "Maria und Josef" am Vorarlberger Landestheater
Manuela Alphons und Winfried Küppers brillieren als Gelegenheitsputzfrau und Mann von der Wach- und Schließgesellschaft
Theater
10.11.2016 Annette Raschner

Am Vorarlberger Landestheater hat Peter Turrinis bekanntes Stück „Josef und Maria“ – ein Weihnachtsmärchen für Erwachsene – Premiere gefeiert. Es handelt sich um eine Übernahme aus dem Düsseldorfer Schauspielhaus, für die Regie zeichnet Landestheaterintendant Alexander Kubelka verantwortlich. Es ist ein wahres Fest für zwei ältere Schauspieler, und Manuela Alphons und Winfried Küppers brillieren in den beiden Rollen.

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Und ewig lockt der Preis – Zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer und der Vorarlberger Kulturpreis 2016
Die Nominierten und der ihnen gebührende Applaus © Sarah Mistura
Tanz
10.11.2016 Mirjam Steinbock

Wer sagt schon "Nein" zu einer Nominierung für einen hochdotierten Preis in einer Sparte, in der man daheim ist und an der Lebensentscheidung, Herzblut, Schweiß und Entbehrung hängen. Alle acht nominierten Tänzerinnen und Tänzer sagten "Ja" und erklärten sich bereit, ein zehnminütiges Solo zu erarbeiten. Sie sagten damit auch ja zu einer Würdigung des zeitgenössischen Tanzes allgemein und ihres Schaffens im Speziellen. Längst fällig, fanden die Initiatoren dieses Preises, das Casino und die Sparkasse Bregenz sowie ihre Kooperationspartner Land Vorarlberg und ORF Vorarlberg. Und so wurden am 8. November acht Soli vor einer international besetzten Jury in einem zum Bersten gefüllten ORF Funkhaus in Dornbirn präsentiert.

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Aktuell in den Filmclubs (11.11. - 17.11. 2016)
Snowden
Film / Kino
10.11.2016 Walter Gasperi

Im Kino Madlen in Heerbrugg steht diese Woche Oliver Stones Biopic „Snowden“ auf dem Programm. Am Spielboden Dornbirn wird in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems im Rahmen der Filmreihe zur Ausstellung „Übrig“ Liev Schreibers Regiedebüt „Alles ist erleuchtet“ gezeigt.

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Michael Wollny & Vincent Peirani: Tandem
CD-Tipp
10.11.2016 Peter Füssl

Wenn ein Label zwei großartige Zugpferde– beide vielfach mit Preisen ausgezeichnet und bei Kritik und Publikum gleichermaßen beliebt – zu einem Tandem zusammenspannt, ist das noch kein Garant für eine herausragende Produktion. Im Fall von Michael Wollny und Vincent Peirani geht die Rechnung aber perfekt auf, denn hier haben sich offensichtlich zwei verwandte Seelen getroffen, denen neben aller Virtuosität auch eine übersprudelnde Freude am Ausschöpfen unterschiedlichster Klangbilder und am musikalischen Zwiegespräch eigen ist.

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Ein „Nichts“, das für Farbe sensibilisiert - Die Feldkircher Galerie Feurstein thematisiert „Farbiges Grau“
Max Cole:, o.T., Tusche auf Papier, 2002
Ausstellung
08.11.2016 Karlheinz Pichler

Grau auf Weiß gibt sich derzeit die Galerie Feurstein in Feldkirch. Galerist Günter Feurstein hat im Fundus seiner Künstlerschaft nach Werken geschürft, die von der Nichtfarbe „Grau“ geprägt sind und die von ihm vertretenen Positionen um nationale und internationale Beispiele, wie etwa von der amerikanischen Künstlerin Max Cole, ergänzt. Eine Schau, die bislang auf guten Anklang gestoßen ist und deshalb um zehn Tage bis 26.11. verlängert wird.

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