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Kritiken

Raum für neue Musik aus Österreich – der Wiener Concert Verein bot einen unterhaltsamen Konzertabend
Der Wiener Concert Verein spielt in Zukunft unter dem Leitgedanken "Zeitklang im Museum" während der Festspielzeit Kammerkonzerte im vorarlberg museum. Im Mittelpunkt stehen Komponistinnen und Komponisten aus Österreich. Das erste Konzert der Reihe unter der Leitung von Martin Kerschbaum war ein vergnügliches Ereignis.
Musik / Konzert
30.07.2016 Silvia Thurner

„Zeitklang im Museum“ nennt der Wiener Concert Verein die beiden Konzerte, die während der Festspielzeit im vorarlberg museum gegeben werden. Jahrelang hatten die Musikerinnen und Musiker, alle sind Mitglieder der Wiener Symphoniker, im KUB Kammerkonzerte mit Werken der Gegenwart aufgeführt. Nachdem diese Reihe nicht mehr fortgesetzt worden ist, gibt es nun eine Alternative in der Nachbarschaft. Beim ersten Konzert standen Werke von Gerda Poppa und Herbert Willi sowie Helmut Schmidinger und Rainer Bischof auf dem Programm. In unterschiedlichen Besetzungen und freundschaftlicher Atmosphäre wurde dem Publikum ein mitteilsames musikalisches Erlebnis geboten. Im Mittelpunkt stand der Cellist Peter Siakala, der als Solist ein Cellokonzert von Herbert Willi interpretierte.

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Pets
Eine Lebensaufgabe, ausgeführt voller Passion: Max wartet auf die Rückkehr von Katie aus der Arbeit. Täglich.
Film / Kino
29.07.2016 Gunnar Landsgesell

Max ist der beste Freund von Katie. Nur dass ihr das nicht ganz bewusst ist. "Pets" erzählt in urkomischer Brillanz vom Verhältnis zwischen Hund und Tier, um später seine schöne Beziehung in einem diffus-fantastischen Tierspektakel zu verlieren.

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Aktuell in den Filmclubs (29.7. - 4.8. 2016)
Holz Erde Fleisch
Film / Kino
28.07.2016 Walter Gasperi

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche den österreichischen Dokumentarfilm „Holz Erde Fleisch“. Beim Open-Air auf dem Kirchplatz Altstätten steht unter anderem „The Danish Girl“, in dem Tom Hooper die Geschichte der intersexuellen Malerin Lili Elbe erzählt, auf dem Programm.

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Die Kunst als Versuchsfeld innerer und äußerer Projektionen – Curt Scheiderbauer im Künstlerhaus Bregenz
Curt Scheiderbauer: Ohne Titel
Ausstellung
27.07.2016 Karlheinz Pichler

Der Art Director, Grafiker, Maler und Objektkünstler Curt Scheiderbauer (1937-1912) hat ein umfangreiches Oeuvre hinterlassen, welches der breiten Öffentlichkeit bislang mehr oder weniger verborgen blieb. Die Stadt Bregenz, die über die Sommermonate im Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis über 200 Gemälde und Zeichnungen, sowie skulpturale Arbeiten und Skizzen des Künstlers präsentiert, versucht hier eine Korrektur zu setzen. Wie die von Thomas Schiretz und Künstlersohn tOmi Scheiderbauer kuratierte, retrospektiv angelegte Werkschau belegt, spricht das von Curt Scheiderbauer geschaffene, umfangreiche Werk eine verdichtete, kompromisslose, aber auch vielschichtige Sprache.

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James Blake: The Colour in Anything
CD-Tipp
26.07.2016 Peter Füssl

Keiner leidet schöner als James Blake. Auch in seinem dritten Album sind es überwiegend Trennungsschmerz und Liebesleid, emotionale Verschnupftheit und resignative Selbsterkenntnis, die den mittlerweile 27-jährigen Briten zu 17 melancholisch gefärbten Songs inspiriert haben.

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Gepfiffen und sich im Tone nicht vergriffen – Nikolaus Habjan faszinierte mit der Oskar Werner Lesung und amüsierte mit einem Pfeifkonzert bei „Musik und Poesie“
Nikolaus Habjan belebte die von ihm gebaute Puppe und ermöglichte auf diese Weise eine Lesung mit dem legendären Schauspieler und Rezitator Oskar Werner. (Fotos: Anja Köhler)
Kritiken
25.07.2016 Silvia Thurner

Nikolaus Habjan ist ein sympathischer und vielseitiger Künstler mit großer Bühnenpräsenz. Unter dem markigen Motto „Ich pfeife auf die Oper ...“ unterhielt er die Besucherinnen und Besucher der Reihe „Musik und Poesie“ bei den Bregenzer Festspielen als Kunstpfeifer bestens. Faszination löste er als Puppenspieler aus, denn die hohe Kunst, seinen selbst gebauten Puppen ein eigenständiges Leben einzuhauchen, beherrscht er facettenreich und perfekt. So war es bei „Musik und Poesie“ möglich, das Alter Ego von Oskar Werner mit der dramatischen Erzählung „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets“ von Rainer Maria Rilke in einer originellen Kombination von Puppenspiel und Bandzuspielung mitzuerleben.

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Vitale Gegenpole im Kleinen und im Großen – Das erste Orchesterkonzert bei den Bregenzer Festspielen war ein mitreißendes Erlebnis
Philippe Jordan leitete die Wiener Symphoniker mit klarer und resoluter Gestik. (Foto: Dietmar Mathis)
Musik / Konzert
25.07.2016 Silvia Thurner

Die Wiener Symphoniker mit ihrem Chefdirigenten Philippe Jordan boten einen fulminanten Beginn der Orchesterkonzertreihe bei den Bregenzer Festspielen. Mit Schuberts „Unvollendeter“ und Beethovens siebenter Symphonie bildeten zwei Giganten den Rahmen. Das Orchester war in Hochform und so wurden die Wesenszüge der beiden Symphonien mitreißend herauskristallisiert. Den Mittelpunkt bildeten die „Lieder eines fahrenden Gesellen“ von Gustav Mahler. Mit ihrer emphatischen Interpretation einer resignierten Liebenden, die sich in eine Traumwelt flüchtet, berührte die Mezzosopranistin Michaela Schuster die Zuhörenden.

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Bregenzer Festspiele - „Turandot“ bleibt ein opulentes Fest der Bilder, Farben und Klänge
72 m breit und 27 m hoch ist die Bühnenskulptur, die Marco Arturo Marelli für „Turandot“ in den Bodensee gestellt hat. 7 Mill. Euro hat das gute Stück gekostet, halten wird es zwei Saisonen und wird dann durch die Bühne für „Carmen“ 2017/18 abgelöst.
Musik / Konzert
22.07.2016 Fritz Jurmann

Zumindest wettermäßig total unspektakulär verlief am Donnerstagabend auf der Seebühne die zweite Premiere der diesjährigen Bregenzer Festspiele mit der Wiederaufnahme der erfolgreichen Produktion von Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ vom Vorjahr. So wie bekanntlich angesagte Revolutionen nicht stattfinden, blieben auch die von den Meteorologen prognostizierten Gewitter für diesen Abend zur Gänze aus. Die Besucher wurden an einem windstillen und lauen Sommerabend sogar mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt. Das Spektakel fand dafür umso mehr auf der Bühne statt, wo der Schweizer Bühnenbildner und Regisseur Marco Arturo Marelli (66) seiner Inszenierung noch in ein paar Details einen Feinschliff verpasst hatte. Knapp 7.000 Besucher auf der ausverkauften Seetribüne zeigten sich begeistert im minutenlangen Schlussapplaus für alle Mitwirkenden und das Leading Team.

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Großartige „Hamlet“-Oper von den Festspielen aus dem Dornröschenschlaf erweckt – Ein Signal ans internationale Opernrepertoire?
Unheil liegt über dem dänischen Königshaus, als Prinz Hamlet (Pavel Cernoch mit Mutter Gertrude, Dshamilja Kaiser) in Franco Faccios Oper nach der Tragödie von William Shakespeare vom Geist seines verstorbenen Vaters (Gianluca Buratto, hinten) befohlen wird, den Mord an ihm zu rächen.
Kritiken
21.07.2016 Fritz Jurmann

Endlich eine Verdi-Oper, die nicht von Verdi ist, auch wenn sie fast so klingt. Es ist die Ausgrabung der 1865 entstandenen und seither praktisch vergessenen Oper „Amleto“ des italienischen Komponisten Franco Faccio nach Shakespeares Tragödie „Hamlet“, die als Eröffnungspremiere punktgenau zum 400. Todesjahr des Dichters am Mittwoch über die Bühne des Festspielhauses ging. Es ist, als hätte dieses Stück nur darauf gewartet, endlich aus seinem über einhundertjährigen Dornröschenschlaf erweckt zu werden – etwas, was Festspielintendantin Elisabeth Sobotka seit den neunziger Jahren vorgeschwebt ist und was sie in dieser Position nun mit einem Bombenerfolg imponierend umsetzen konnte.

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Aktuell in den Filmclubs (22.7. - 28.7. 2016)
High-Rise
Film / Kino
21.07.2016 Walter Gasperi

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche den packenden spanischen Thriller „Marshland – La isla minima“, der in den kommenden Wochen auch bei den anderen Filmclubs auf dem Programm steht. Beim TaSKino Feldkirch gibt es mit Ben Wheatleys Adaption von J. G. Ballard Roman „High-Rise“ eine visuell aufregende und inhaltlich intelligente dystopische Gesellschaftssatire zu sehen.

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