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Kritiken

"Buchenwald, Treblinka, Triest – schöne Zeiten! “ (auch in Klagenfurt und Bregenz) – Ute Liepold inszenierte Werner Koflers „Tanzcafé Treblinka“ im Kunsthaus Bregenz
Bravourös: Marcus Thill (l.) u. Andreas Jähnert (Fotos: Karlheinz Pichler)
Theater
26.03.2018 Karlheinz Pichler

Die Betonwände des KUB und das nachgebaute Amsterdamer Anne-Frank-Haus bildeten am Samstagabend eine kongeniale Kulisse für die einmalige Aufführung des unter die Haut gehenden Stückes „Tanzcafé Treblinka“ von Werner Kofler (1947-2011). Der in Villach geborene Kofler zählt zu den großen österreichischen Sprach- und Gesellschaftskritikern, dessen Beschimpfungen vielfach auch an Thomas Bernhard erinnern. „Tanzcafé Treblinka“ schrieb er 2001 als Auftragswerk des Klagenfurter Stadttheaters. Die von der aus Bregenz stammenden und heute in Klagenfurt lebenden und arbeitenden Regisseurin Ute Liepold einstudierte, vielgelobte Neuinszenierung hatte vergangenes Jahr in den Kammerlichtspielen Klagenfurts Premiere. Gut zum Begleitprogramm von Simon Fujiwaras Installation „Hope House“ passend, brachte sie das Stück als Produktion des Theaters Wolkenflug nun an die Bodenseestadt.

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Lücken und Nischen als Ausgangspunkt gestalterischer Ausdrucksformen – Studenten der Klasse Ottmar Hörls im QuadrART Dornbirn
Toni Ostler: Expedition II (Raum), 2017, Pendelleuchte, Lindenholz
Ausstellung
25.03.2018 Karlheinz Pichler

Im privat geführten Dornbirner Ausstellungshaus QuadrART läuft aktuell bereits die 30. Ausgabe der Reihe „Ansichten“, deren Konzept darauf beruht, dass ein geladener Kurator ein oder mehrere Werke aus der Sammlung Erhard Witzels Arbeiten von internationalen Kunstschaffenden gegenüberstellt. Diesem Konzept folgend, zeigt „Ansichten XXX“ nun in einem feinen Einblick, was sechs StudentInnen aus der Klasse von Ottmar Hörl der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg auf dem Kasten haben. Wobei Objekte und Bilder von Hörl, von denen sich etliche in der Sammlung Witzel befinden, den vergleichenden Ausgangspunkt darstellen. Hörl ist auch gleichzeitig Kurator der Schau.

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Land der Schweigenden - Zu Mathias Ospelts neuem Erzählband „Wege. Gänge“
Literatur
24.03.2018 Jürgen Schremser

Der liechtensteinische Autor, Kabarettist und Literaturveranstalter Mathias Ospelt legt mit der Neuerscheinung „Wege. Gänge“ seinen jüngsten Band mit erzählender Prosa vor. Damit sind nicht nur die älteren Geschichten der mittlerweile vergriffenen Kurzgeschichtensammlung „Als Vaduz noch seinen Hafen hatte“ (2004) wieder erhältlich. Ospelt legt noch einiges drauf, mit fünf neuen Erzählungen aus dem tragikomischen Soziotop einer meer- und stadtfernen Gegend namens Liechtenstein.

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Effi Briest zwischen Wetter, Werbung und viel Musik im Schaaner SAL
Und immer wird gesungen bei Effi Briest
Theater
23.03.2018 Anita Grüneis

Das Deutsche SchauspielHaus Hamburg brachte „Effi Briest. Allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ in den Schaaner SAL. Dabei verblüffte zu Beginn nicht nur das Bühnenbild. Denn was hat ein Radiostudio mit der über hundert Jahre alten Geschichte der „Effi Briest“ von Theodor Fontane zu tun?

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I, Tonya
Sympathie für Underdogs: Margot Robbie in "I, Tonya"
Film / Kino
22.03.2018 Gunnar Landsgesell

Ironisch, rasant und von beißendem Humor erfüllt: "I, Tonya" erzählt im Stil der Mockumentary von der Eiskunstläuferin Tonya Harding, die sich aus miesesten sozialen Verhältnissen an die Weltspitze rackerte. Bis sie angeblich das Knie ihrer Konkurrentin zertrümmern ließ.

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Aktuell in den Filmclubs (23.3. – 29.3. 2018)
Banana Pancakes and the Lonely Planet
Film / Kino
22.03.2018 Walter Gasperi

Der Spielboden Dornbirn wirft mit dem Dokumentarfilm "Banana Pancakes and the Lonely Planet" einen kritischen Blick auf die Auswirkungen des Tourismus auf abgeschiedene Regionen. In der Kammgarn Hard steht mit "Easy Rider" ein Kultfilm auf dem Programm.

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Kian Soltani - Aaron Pilsan: Home
CD-Tipp
22.03.2018 Silvia Thurner

Der Cellist Kian Soltani hat eine fantastische Karriere gestartet und nun beim renommierten Label "Deutsche Grammophon" sein Debütalbum vorgelegt. Unter dem Leitgedanken "Home" stellte er eine sehr persönliche Werkauswahl zusammen und lud seinen Freund, den Pianisten Aaron Pilsan, zum Musizieren ein. Die mitreißende Kraft der bestens aufeinander eingespielten Kammermusikpartner, ihr gemeinsamer musikalischer Atem und die geistreich aufeinander bezogenen musikalischen Dialoge verleihen allen Werkdeutungen eine unmittelbar spürbare Energie.

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Afrikanischen Masken und Figuren auf glänzendem Damast - FLATZ in der Bludenzer Galerie allerArt
FLATZ: Global Culture Transfer (Blick in die Ausstellung)
Ausstellung
21.03.2018 Karlheinz Pichler

Die aktuelle Ausstellung in der Bludenzer Galerie allerArt ist dem 1952 in Dornbirn geborenen und heute in München lebenden und arbeitenden Künstler FLATZ gewidmet. Dass FLATZ einmal dem Ruf nach Bludenz folgen werde, liegt auf der Hand, war die Kuratorin der Galerie allerArt, Andrea Fink, doch die erste Leiterin des 2009 in Dornbirn eröffneten FLATZ-Museums.

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Der Papst der Ungläubigen - Bernd Schuchter widmet sich in „Herr Maschine“ dem Arzt und Philosophen Julien Offray de la Mettrie
Literatur
21.03.2018 Ingrid Bertel

In seinem Essay „Herr Maschine“ widmet sich Bernd Schuchter einem Vergessenen aus dem Zeitalter der Aufklärung: dem Arzt und Philosophen Julien Offray de la Mettrie, den seine Zeitgenossen einen Maschinen-Mann nannten.

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Im nebulösen Reich zwischen Leben und Tod – Die imPerfect Dancers Company präsentiert „Hamlet“ beim Bregenzer Frühling
Königin Gertrud (Ina Broeckx) in verzweifelter Zerrissenheit mit Hamlet, ihrem Sohn, und dem Geist des alten Königs. © Dietmar Mathis
Tanz
20.03.2018 Mirjam Steinbock

Leben, lieben, leiden und am Ende im verzweifelten Kampf sterben. William Shakespeare schrieb sein Drama „Hamlet“ mit all jenen Zutaten, die einer Tragödie ihre Daseinsberechtigung geben. Es wird gemordet, intrigiert, geliebt und spioniert und viel erwartet wird auch, vor allem eine uneingeschränkte Loyalität zur Familie. Auch wenn diese über den eigenen Tod hinausgehen sollte. Die imPerfect Dancers Company hält sich in ihrer choreographischen Interpretation eng an das literarische Werk. Die sieben Tänzerinnen und Tänzer verzichten komplett auf das gesprochene Wort und erzählen stattdessen mit exzellenter Körpersprache. Sie überzeugten das Publikum vergangenen Samstag beim Bregenzer Frühling mit einer bildgewaltigen und hochemotionalen Vorstellung.

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