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Kritiken

Immer dichter in das Geschehen hineingeführt – Sylvia Schwartz, Mauro Peter, Benjamin Appl liefen erst allmählich zur Hochform auf
Sylvia Schwartz, Mauro Peter und Benjamin Appl, am Klavier begleitet von Helmut Deutsch, eröffneten die Schubertiade Schwarzenberg. Stimmlich und im Ausdruck passten die Sopranistin, der Tenor und der Bariton hervorragend zusammen. (Foto: Schubertiade)
Musik / Konzert
21.06.2015 Silvia Thurner

Den Frühsommerzyklus der Schubertiade Schwarzenberg eröffneten die Sopranistin Sylvia Schwartz, der Tenor Mauro Peter und der Bariton Benjamin Appl mit einer vielseitigen Werkauswahl. Souverän spielte Helmut Deutsch die stilistisch sehr unterschiedlichen Klavierparts. Von unbekannten Liedvertonungen nach Texten von Friedrich Schlegel über Gebrauchsmusik bis hin zu frühen Prosavertonungen und einer opernhaften Szene reichte die Palette der Schubertvertonungen. Während die erste Konzerthälfte etwas sperrig wirkte, begeisterten die Sängerin und die Sänger im zweiten Teil das Publikum mit stimmigen und humorvollen Darbietungen.

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Big Game
Dem 13-jährigen Oskari fehlt die Kraft, Pfeil und Bogen zu bedienen.
Film / Kino
19.06.2015 Gunnar Landsgesell

Ein kleiner Bub in Finnland soll zum Mann werden und einen Hirsch erlegen. Stattdessen stolpert ihm Sam Jackson als US-Präsident vor die Füße, gejagt von einer Gruppe von Attentätern. Eine eigentümliche Buddy-Komödie, in der die Anti-Heroen den Sieg davontragen.

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Gebrauchter Tampon zum Dessert - Teresa Vittucci sprengte beim tanz ist Festival am Spielboden jegliche Geschmacksgrenzen
Teresa Vittucci bittet zum Lunch - zwischen Lust und Ekel, Blödelei und Tiefsinn (alle Fotos © Stefan Hauer)
Tanz
18.06.2015 Peter Füssl

Sie gibt in ihrer nach heutigen Vorstellungen eher barocken Leibesfülle nicht unbedingt das Idealbild einer Tänzerin ab, und auch ihr saloppes, bauchfreies Teddy-Plüsch-Top, pinkfarbener Pulli und Straß-Slip samt dazu passender silberner Langhaarperücke entsprechen nicht unbedingt den gängigen Modevorschriften. Aber Teresa Vittucci ist auch nicht gekommen, um zu gefallen, sondern sie will das Publikum genau dort treffen, wo es besonders weh tut: am Geschmacksnerv. Selten liegen Lust und Ekel, Blödelei und Tiefsinn so nah beieinander wie in ihrer Performance "Lunchtime".

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Aktuell in den Filmclubs (19.6. - 25.6. 2015)
Elser
Film / Kino
18.06.2015 Walter Gasperi

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche den Spielfilm „Elser“, mit dem Oliver Hirschbiegel dem Hitler-Attentäter Georg Elser ein Denkmal setzt. Im Filmforum Bregenz läuft der Dokumentarfilm „Über die Jahre“, in dem Nikolaus Geyrhalter über zehn Jahre Arbeitslose im strukturschwachen niederösterreichischen Waldviertel mit der Kamera begleitet.

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Von Heldinnen mit zerkauten Fingernägeln und Firmenchefs mit Teddybären - „Im Sommer werden die Tage wieder länger sein“ - Kurzgeschichten von Ingrid Maria Kloser
Literatur
18.06.2015 Annette Raschner

Die in Hard geborene Ingrid Maria Kloser hat im Winter mit der Erzählung „Nur zu Hause“ (Bucher Verlag) aufhorchen lassen, in der sie sich auf die Spuren ihrer Großeltern begeben hat, die 1925 mit ihren beiden Kindern in eine landwirtschaftliche Siedlung, die so genannte „Colonía Austria“ im Süden von Sao Paolo ausgewandert waren, um fern der Heimat ihr Glück zu finden. Glückssuchende, das sind auch die Hauptfiguren in jenen zwanzig Kurzgeschichten der Harderin, die vor Kurzem unter dem Titel „Im Sommer werden die Tage wieder länger sein“ im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen sind.

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Zu den Ursprüngen des Menschen - Das neue TAK-Programm
"Hiob" nach dem Roman von Joseph Roth
Aktuell
17.06.2015 Anita Grüneis

„Von Mensch und Wurzeln“ – so lautet das Spielzeitthema 2015/16 im TAK Theater Liechtenstein. Das Heft dazu – neu in A4-Größe – zeigt auf dem Titelblatt zwei nackte schlammverschmierte Füße, die auf verkrustetem Erdboden unterwegs sind. Dazu der Titel: „Spielplan als Expedition – ein Atlas des Menschseins“.

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Blautöne - Cecilia Brandstetters Reisetagebuch „Drosselgesang“
Cecilia Brandstetter
Kritiken
17.06.2015 Ingrid Bertel

Was Torquato Tasso mit Hohenems zu tun hat, warum Ferdinand I. den Zölibat aufheben wollte und wie Giotto den Realismus entdeckte, davon erzählt Cecilia Brandstetter in ihrem Reisetagebuch „Drosselgesang“.

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Tim Berne’s Snakeoil: You’ve Been Watching Me
CD-Tipp
16.06.2015 Peter Füssl

Das in der Mitte der Platte positionierte, wohlklingende, nahezu traditionell anmutende Titelstück ist keine zwei Minuten lang, präsentiert das neue Band-Mitglied Ryan Ferreira solo an der Akustikgitarre und fällt völlig aus dem Rahmen. Denn in den jeweils drei Stücken davor und danach entfaltet Altsaxophonist Tim Berne sein reichhaltiges Spektrum an schwindelerregenden kompositorischen Ideen, die wunderschöne lyrische Ruhe ausstrahlen können, aber häufiger einem Orkan gleich durch die Gehörgänge brausen.

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Atemberaubender Tanz-Thriller – James Wilton rockt mit „Last Man Standing“ das tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden
James Wilton Dance Company - roh, ungemein kraftvoll und dynamisch (© Steve Tanner)
Tanz
12.06.2015 Peter Füssl

Dass sich Günter Marinelli mit seinem „tanz ist“ stets am Puls der Zeit und mitten drinnen im spannendsten Teil der zeitgenössischen Tanzszene tummelt, das ist für die immer zahlreicher werdenden Fans des kleinen, aber ausgesprochen feinen Festivals längst kein großes Geheimnis mehr. Dennoch gibt es offenbar immer noch Steigerungsmöglichkeiten, jedenfalls vermochte die James Wilton Dance Company beim Festivalauftakt am ausverkauften Dornbirner Spielboden selbst langjährige Besucher in ungläubiges Staunen zu versetzen. Soviel Kraft, Schnelligkeit und brillante Körperbeherrschung war schlicht atemberaubend – ein getanzter Thriller!

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Love & Mercy
Wir waren nie Surfer: Brian Wilson (Paul Dano) als inszenierte Persona mit enormer Breitenwirksamkeit
Film / Kino
12.06.2015 Gunnar Landsgesell

Kein Beach-Boys-Portrait, sondern der Schaffens- und Leidensweg einer verqueren Künstlerpersönlichkeit: Brian Wilson als von seinem Vater drangsaliertes Subjekt, das ein Leben lang um seine Autonomie ringt und dabei fast untergeht. Paul Dano und John Cusack repräsentieren die zwei Gesichter dieses Mannes.

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