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Kritiken

Eine geglückte Überraschung - Aja und Peter Madsen und ihr Debüt-Konzert im W*ORT Lustenau
Die gebürtige Lustenauerin Aja Zischg gab beim Format LIEDERW*ORTE ein musikalisches Heimspiel | © Philipp Schilcher
Musik / Konzert
23.01.2017 Mirjam Steinbock

Es entpuppte sich als große Überraschung, dass die Vorarlberger Sängerin Aja statt mit ihrem Partner Toni Eberle an diesem Abend mit dem amerikanischen Jazzpianisten Peter Madsen auftrat. Zum ersten Mal. Was einen wunderte, so organisch wie hier musikalisches Vermögen miteinander verschmolz. Die beiden Vollblutmusiker harmonierten vom ersten bis zum letzten Ton und spielten sich gekonnt die Bälle aus Jazz, Funk, Soul und Groove zu. Ein überzeugender Auftritt mit einem gelungenen Repertoire aus alten und neuen Aja-Songs und Titeln bekannter Komponisten. Glücklich, wer dieser Premiere beiwohnen durfte.

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"Die letzten Dinge" im TAK, Schaan: Ich atme die Welt ein und sie ist dann in mir drin
Gespräche mit 19 Autoren über die "letzten Dinge"
Literatur
22.01.2017 Anita Grüneis

Ein Thema, mit dem sich jeder irgendwann im Leben auseinandersetzen muss, sind „die letzten Dinge“, die Frage, was ist vom Leben übrig geblieben, was war das für ein Leben, was war gut, was schlecht, hat es sich gelohnt und was kommt danach. Die Journalistin Iris Radisch hat darüber ein Buch geschrieben und stellte dies im TAK Theater Liechtenstein auf Einladung des Literaturhauses vor.

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Ruhevoll zelebrierte Klangflächen und quirliges Figurenwerk – Das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Kevin John Edusei sowie der Klarinettist Sebastian Manz boten viel Abwechslung
Der Klarinettist Sebastian Manz und Kevin John Edusei am Dirigentenpult des Symphonieorchesters Vorarlberg bereicherten das dritte Abonnementkonzert im Feldkircher Montforthaus.
Musik / Konzert
22.01.2017 Silvia Thurner

Im Rahmen des dritten Abonnementkonzertes stand erstmals der viel beachtete Dirigent Kevin John Edusei am Pult des Symphonieorchesters Vorarlberg. In einem musikdramaturgisch geistreich zusammengestellten Programm setzte er flächig angelegte musikalische Klanglandschaften des Letten Peteris Vasks und des Finnen Jean Sibelius in Beziehung zum temperamentvollen ersten Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber. Viel Applaus erhielt der Solist Sebastian Manz für seine spritzige und gelenkige Werkdeutung dieses romantischen Bravourstückes.

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In Vaduz grünt das Grün und alles ist „wundascheen“
Musik / Konzert
21.01.2017 Anita Grüneis

"My Fair Lady" ist eines der populärsten Musicals. Seit seiner Uraufführung 1956 ist es immer wieder neu auf allen Bühnen zu erleben. Was seine Faszination ausmacht, wurde bei der Produktion der Operettenbühne Vaduz deutlich. Ein Ohrwurm reihte sich an den anderen, die Charakteure waren lebensnah und die Musik hatte teilweise einen ganz besonderen Groove. Das Sinfonieorchester SOL mit seinem Dirigenten William Maxfield rockte bisweilen den Vaduzersaal und das klang dann, als läge die "West Side Story" gleich um die Ecke.

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Überbordende musikalische Kreativität – Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die Wiener Symphoniker und der Dirigent Teodor Currentzis begeisterten und regten zum Nachdenken an
Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja und der Dirigent Theodor Currentzis gemeinsam mit den Wiener Symphonikern boten im Bregenzer Festspielhaus ein unkonventionelles Meisterkonzert.
Musik / Konzert
20.01.2017 Silvia Thurner

Ein Konzert der Sonderklasse versprach das diesjährige Gastspiel mit den Wiener Symphonikern bei den Bregenzer Meisterkonzerten zu werden. Angekündigt waren die allseits geschätzte Geigerin Patricia Kopatchinskaja und der Dirigent Teodor Currentzis, der international für Furore sorgt. Diese beiden Musiker haben etwas zu sagen, darin besteht kein Zweifel. Ausgefallen wirkte insbesondere die Werkdeutung des Violinkonzertes von Peter I. Tschaikowsky. Eine spannungsgeladene Interpretation stellten die Wiener Symphoniker auch von Tschaikowskys vierter Symphonie in den Raum des Bregenzer Festspielhauses. Doch trotz der Begeisterung blieben einige Vorbehalte oder zumindest Überlegungen zurück, ob diese Art der Herangehensweise an traditionelle Orchesterliteratur tatsächlich neue Aspekte beinhaltet oder doch als eher zeitgeistiger Gag zu beurteilen ist.

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Verborgene Schönheit
Der Dominoeffekt: Howard (Will Smith) baut an den Metaphern seines Leidens: Alles in der Welt ist miteinander verbunden, irgendwie ausweglos.
Film / Kino
19.01.2017 Gunnar Landsgesell

Ein Agenturbesitzer (Will Smith) ist in eine Lebenskrise geschlittert, doch durch märchenhafte Interventionen holen seine Kollegen ihn da wieder heraus. "Collateral Beauty" ist wie ein Lebensberatungskurs, in dem alles nach Rezept heilen soll. Ohne Kitsch geht das nicht.

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Aktuell in den Filmclubs (20.1. - 26.1. 2017)
L´avenir - Alles was kommt
Film / Kino
19.01.2017 Walter Gasperi

Zwei meisterhafte Filme stehen diese Woche auf dem Programm: Der FKC Dornbirn zeigt Mia Hansen-Løve großartiges Frauenporträt „L´avenir – Alles was kommt“, die Kammgarn Hard Ruben Östlunds messerscharfe Gesellschafts- und Geschlechtersatire „Höhere Gewalt“.

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Der umgedrehte Spieß – Das Tanz- und Theaterstück „Die hohe Kunst des Wegschauens“ im TAK Theater in Schaan
Mit dem Wasser beginnt die Flucht der Liechtensteinerin und ein Albtraum (v.l.n.r.: Yukie Koji, Faizal Ddamba Mostrixx, Katja Langenbahn, Bradley Luwelin Zeelie) | © Jacqueline Beck
Tanz
17.01.2017 Mirjam Steinbock

Was wäre, wenn Liechtenstein mit Dürrekatastrophen zu kämpfen hätte, nicht mehr im Wohlstand leben würde und Flucht auf einen reicheren Kontinent der einzige Ausweg wäre? Der Verein Daburu(T) wagt mit seinem aktuellen Stück einen Blick in diese Utopie und lotet ein „Was-wäre-wenn-Szenario“ aus. Hervorragend gelingt dies in der Umsetzung, denn Regisseur Hanspeter Horner und Choreografin Jacqueline Beck wissen, wie Theater und Tanz inszeniert gehören und das Ensemble vermag das in feinster Qualität umzusetzen. Doch die angekündigte futuristische Fiktion verliert ihren tollen Ansatz in der bloßen Versetzung des Schauplatzes von Europa nach Afrika. Das Potential, Gewagtes weiterzudenken, bleibt unausgeschöpft.

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E.S.T. Symphony
CD-Tipp
17.01.2017 Peter Füssl

Als der schwedische Pianist Esbjörn Svensson 2008 bei einem tragischen Tauchunfall ums Leben kam, genoss sein Trio mit dem Bassisten Dan Berglund und dem Schlagzeuger Magnus Öström längst Kultstatus und erfreute sich eines Maßes an Popularität, das Jazz-Bands äußerst selten erreichen. Denn auch die Pop-Fans fanden Gefallen an diesen wunderschönen, leicht ins Ohr gehenden lyrischen Piano-Melodien, die sich mit experimentelleren Passagen auf ideale Weise zusammenfügten und die Zuhörer mit sich rissen, wenn sie sich dynamisch zu gewaltigen Soundorkanen auftürmten. Emotionale Wechselbäder für musikalische Feinspitze aus allen Lagern.

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Mit einem kräftigen Schuss Tarantino - George Taboris "Mein Kampf" am Vorarlberger Landestheater
Dem äußerst wandlungsfähigen Felix von Bredow gelingt es als junger Hitler mit überzeugendem Spiel und sprachlich feinen Nuancierungen, jene Lacher im Publikum zu erzeugen, die im Halse stecken bleiben
Theater
15.01.2017 Annette Raschner

Einen theologischen Schwank nannte der große Theatermacher George Tabori seine vor 30 Jahren am Wiener Burgtheater uraufgeführte Hitlerfarce „Mein Kampf“. Am Vorarlberger Landestheater ist die Groteske nun in einer Inszenierung von Matthias Rippert zu erleben, der bereits im vergangenen Jahr für das Ionesco-Stück „Die kahle Sängerin“ in Bregenz gastierte. Das Premierenpublikum erlebte eine Aufführung mit Licht, aber auch mit Schatten.

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