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Kritiken

TAK Schaan - Die Geierwally als Punklady in schillernder Revue-Landschaft  
Die Geierwally als Punklady
Theater
06.04.2017 Anita Grüneis

Ein Mann ist als Fels in der Brandung der Lebensstürme höchst willkommen. Was aber, wenn eine Frau das Gleiche tut? „Die Geierwally“ ist eine solche Frau. Schon als Dreizehnjährige wagt sie sich an ein Geier-Nest, um es zum Viehschutz zu räumen. Von ihrer Aktion kehrt sie, verletzt durch die Attacken des Muttertieres, mit einem Küken ins Tal zurück und erhält dafür den Namen „Geierwally“. Seitdem wird sie für ihren Mut zwar geachtet, aber der Vater will ihr die Flausen einer starken Frau austreiben. Der reiche und despotische Bauer hat keinen Sinn für eine Tochter, die den Mann, den er ihr ausgesucht hat, nicht heiraten will und sich auch sonst dem Willen ihres Herren widersetzt. So kommt es zum Desaster.

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Laura Marling: Semper femina
CD-Tipp
06.04.2017 Peter Füssl

„Semper Femina“ prangt schon seit Jahren als Tätowierung auf dem linken Oberschenkel von Laura Marling, die verkürzte Form von Vergils „Varium et mutabile semper femina“, also in etwa „Stets unbeständig und wechselhaft ist die Frau“. Auch in ihren Texten finden sich zahlreiche gelehrte Anspielungen, etwa auf die Psychoanalytikerin und Freud-Vertraute Lou Andreas-Salomé, die zur weiblichen Sexualität forschte, oder auf Gustav Courbets skandalträchtiges Monumentalwerk „L’Origine du monde“, dessen unverhüllter Blick auf das weibliche Geschlecht dereinst die Gemüter erhitzte.

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Willkommen in der Zukunft - Der WFC – World Future Council – tagte von 30. März bis 2. April 2017 in Bregenz
Der World Future Council in Bregenz. Foto: Dietmar Mathis, P2 Pressearbeit, Kongresskultur Bregenz.
Gesellschaft
05.04.2017 Tamara Ofner

Im Bregenzer Kongresszentrum waren Bürgermeister DI Markus Linhart, das Land Vorarlberg und die Stadt Bregenz 4 Tage lang Gastgeber für den „World Future Council“ – Weltzukunftsrat, eine Vereinigung von über 50 Persönlichkeiten aus allen Teilen der Welt, die Hervorragendes auf ihrem Tätigkeitsgebiet geleistet haben und sich im World Future Council zusammenfinden, um eine Veränderung der Welt in Richtung Gewaltfreiheit, atomare Abrüstung und Beendigung von Kriegen, sowie 100 % nachhaltige Ressourcennutzung und Klimaschutz in die Hände zu nehmen und so eine neue Zukunft für die Welt zu gestalten.

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Trio Mediaeval & Arve Henriksen: Rímur
CD-Tipp
04.04.2017 Peter Füssl

Die Vokalistinnen Anna Maria Friman, Linn Andrea Fuglseth und Berit Opheim des Trio Mediaeval und der Trompeter Arve Henriksen begegnen sich in ihrer kaum zu überbietenden Präzision, Klarheit und geschmackssicheren Kultiviertheit auf gleicher, nämlich schwindelerregender Höhe und verströmen eine fast schon magisch wirkende Atmosphäre zeitloser Schönheit. Es ist faszinierend, mit welcher Subtilität sich Stimmen und Blasinstrument umgarnen, aneinanderschmiegen, spiegeln, kontrastieren oder verschmelzen – ganz, wie es der jeweils gewünschten Stimmung gerade zuträglich ist. Und manchmal wird das Klangspektrum zusätzlich durch die von Friman gespielte Hardanger Fiddle um archaisch anmutende Töne erweitert.

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Walter Buders Lyrikband „dich“ - Eine Kooperation zwischen Autor, Hecht Verlag, Saegenvier und Druckwerk Lustenau
Buchpräsentation „dich“ im Druckwerk Lustenau (© Ulrike Buder-Gassner)
Literatur
03.04.2017 Peter Niedermair

Am 30. März wurde im Druckwerk Lustenau ein beachtenswertes Buchprojekt präsentiert. Es war nicht des Autors erste Lesung aus dem neuen Band mit Ge“dich“ten, doch es war eine ganz besondere, brachte sie doch alle Akteure und Akteurinnen an einen Tisch in der Hofsteigstraße 21, wo Druckwerk Obmann Pirmin Hagen und Chistine Katscher, die Werkstattleiterin, Mitte März bei der Generalversammlung des Vereins über das erste erfolgreiche Geschäftsjahr des Druckwerks berichteten.

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Wie politische Ereignisse Familiengeschichte schreiben – Ein Stationentheater im vorarlberg museum
Regisseur und Schauspieler Andreas Kosek
Theater
03.04.2017 Dagmar Ullmann-Bautz

Ich war Mitte 20 und saß im Cafe Neptun in Bregenz. Arbeitete am Konzept für meine erste Inszenierung mit Jugendlichen. Wir hatten uns für „König Ubu“ von Alfred Jarry entschieden. Plötzlich sprach mich der Mann vom Nebentisch an – es war Max Riccabona – er kannte das Stück, mochte es und wir unterhielten uns darüber sehr angeregt. Bevor wir uns verabschiedeten, empfahl er mir noch ein persönliches Lieblingsstück, „Wie man die Wünsche beim Schwanz packt“, das einzige Stück, das Pablo Picasso je geschrieben hatte und das ich im darauf folgenden Jahr mit Jugendlichen auch auf die Bühne brachte. Es blieb meine erste und leider einzige Nahebegegnung mit Max Riccabona, doch war sie äußerst befruchtend, denn die Begegnung wirkte noch lange nach und mit dem von ihm empfohlenen Text hatten wir großen Spaß.

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Mutig und mit voller Kraft voraus – das „Collegium Instrumentale“ und Guntram Simma begeisterten aus mehreren Gründen
Martin Lindenthal füllte den Solopart in den "Selbstbetrachtungen" von Wolfgang Lindner voll aus und begeisterte bei der Uraufführung im Kulturhaus Dornbirn das Publikum.
Musik / Konzert
03.04.2017 Silvia Thurner

Im ausverkauften Kulturhaus ging das vierte Abonnementkonzert von „Dornbirn Klassik“ über die Bühne. Es war ein besonderes Ereignis, denn Guntram Simma und sein „Collegium Instrumentale“ sowie der Pianist Aaron Pilsan waren angekündigt. Darüber hinaus stand die Uraufführung eines neuen Werkes von Wolfgang Lindner mit Martin Lindenthal als Solisten auf dem Programm. Die Performance des Sängers war ein besonderer Genuss, die Werkdeutung von Beethovens drittem Klavierkonzert qualitätvoll und die Darbietung der d-Moll Symphonie von Cesar Franck eine große Leistung. Mit der Werkauswahl bewiesen Guntram Simma und Roland Jörg Mut und ein Vertrauen in die Qualität heimischer Musiker und Komponisten, die andere offensichtlich nicht haben. Für Diskussionen bei den Abonnentinnen und Abonnenten sorgte auf Neue das ungerechtfertigte Moderationsverbot, das der ORF Intendant Markus Klement als weiteres Zeichen seiner Borniertheit über Bettina Barnay verhängt hat.

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Ein Buchraum zum Flanieren und Vertiefen - „Gohm Hiessberger Vis à Vis“ - Architektur & Fotografie
Gohm Hiessberger Archiktekten, Atelier M in Nendeln
Literatur
03.04.2017 Martina Pfeifer Steiner

Vis-à-vis in ihrem Architekturbüro sitzen einander Markus Gohm und Ulf Hiessberger seit 25 Jahren. Nun geben sie mit einem außergewöhnlichen Buch Einblick in ihr Werk. Es ist keine Monografie im herkömmlichen Sinn, obwohl es sich 24 ausgewählten Bauwerken widmet. Die Architekten drängen sich nicht vor, eine Minimalbiografie erzählt das Wesentliche, sie feiern auch nicht ihre Architektur, sondern geben Einblick, laden uns ein näherzukommen, zu entdecken, wie es sich so lebt in ihren Gebäuden.

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Die letzte Fahrt der MS Europa – Eine spannende Bühnenadaption von "Fellinis Schiff der Träume" am Vorarlberger Landestheater
Wunderbares homogenes Ensemble
Theater
03.04.2017 Dagmar Ullmann-Bautz

Es beginnt chaotisch, endet im Chaos und dazwischen entspinnt sich eine witzige, überdrehte und bitterböse Geschichte, die uns, die wir schön gestriegelt und geschniegelt im Theater sitzen, einen Spiegel vorhält, um uns im Laufe des Abends auch mal auf die andere, die dunklere Seite des Lebens zu ziehen. Bernd Liepold-Mosser inszenierte auf seine unnachahmliche Weise eine von ihm entworfene Bühnenfassung von „Fellinis Schiff der Träume“. Gestern war die umjubelte Premiere am Vorarlberger Landestheater.

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Heimat lernen II - ohne vordergründiges Pathos, mit viel innerer Energie - Die Aboreihe „Musik in der Pforte“ hatte einen eindrucksvollen Saisonsauftakt
Miriam Helms Alien (Violine), Klaus Christa (Viola), Mathias Johansen (Violoncello), Leon Bosch (Kontrabass), Sibylle Mahdi (Horn), Allen Smith (Fagott) und Francesco Negrini (Klarinette) bescherten dem Publikum unter dem Leitgedanken "Heimat lernen" im Feldkircher Pförtnerhaus einen inspirierenden Konzertabend.
Musik / Konzert
31.03.2017 Silvia Thurner

Mit einem variantenreichen und spannenden Konzert eröffnete Klaus Christa die aktuelle Saison von „Musik in der Pforte“ in Feldkirch. Weil das Projekt „Heimat lernen I“ im vergangenen Jahr ein voller Erfolg war und der große Themenkreis „Heimat“ ohnehin in aller Munde ist, führt der künstlerische Leiter die Gedanken dazu im aktuellen Abonnementprogramm weiter. Er bat die Musikerkollegen Miriam Helms Alien, Mathias Johansen, Francesco Negrini, Allen Smith, Sibylle Mahni und Leon Bosch um Kompositionen, die für sie persönlich Heimat bedeuten. Sie alle waren eingeladen die ausgesuchten Kompositionen solo oder im Ensemble zu präsentieren. Diese Idee ging voll auf, denn auf der einen Seite entstand ein buntes Spektrum an Musikstilen, von Folk über Klassik bis Jazz und Modernes und andernteils musizierten alle Beteiligten mit großer Begeisterung und Emphase.

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