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Kritiken

Malerische Notationen wie Post-its im Raum – Wolfgang Bender im Österreichischen Kulturforum Rom
Wolfgang Bender: Untitled. 2016 (Hinterglasmalerei)
Ausstellung
05.03.2017 Karlheinz Pichler

Der Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter, die Anordnung des Kunstwerks im Raum, um dem Betrachter die Poesie zu vermitteln, die ihm innewohnt, sind zentrale Anliegen im Schaffen des 1960 in Dornbirn geborenen Künstlers Wolfgang Bender. Im Österreichischen Kulturforum Rom zeigt er derzeit malerische Hinterglasnotationen, die wie Post-its im Raum verteilt sind.

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Judenhass als Geschäftsmodell? - Franco Ruault „würdigt“ den Gründer des Hilti-Konzerns, Martin Hilti
Literatur
05.03.2017 Markus Barnay

Die Firma Hilti AG mit Hauptsitz in Schaan ist ein Weltkonzern mit einem Umsatz von über 4 Milliarden CHF und über 20.000 Beschäftigten, davon rund 1800 in Liechtenstein selbst. Über so einen Konzern spricht man nicht schlecht – jedenfalls nicht im Fürstentum, und auch nicht in Vorarlberg, von wo über 500 der Hilti-MitarbeiterInnen nach Liechtenstein pendeln. So wurde zum 75-Jahr-Jubiläum im vergangenen September die Gründungsgeschichte des Konzerns denn auch nur kurz gestreift – und sogar mit jener von berühmten Unternehmen aus dem Silicon Valley verglichen: „In einer Garage im liechtensteinischen Schaan beginnen die Gebrüder Martin und Eugen Hilti im jahr 1941 mit den ersten Werkzeugen” (vol.at am 11.9.2016 in Original-Orthographie). Und der Noch-Wirtschaftsminister des Fürstentums, Thomas Zwiefelhofer, erklärte Hilti zum Vorbild für innovative Unternehmen, „die klein anfangen und sich dann organisch entwickeln”.

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Wer wagt, gewinnt – oder auch nicht?! – das erste Abonnementkonzert des „Concerto Stella Matutina“ polarisierte
Das "Concerto Stella Matutina" widmete sich beim ersten Abonnementkonzert in der Kulturbühne AmBach unter anderem der Improvisation.
Musik / Konzert
05.03.2017 Silvia Thurner

Draufgängerisch stürzte sich das „Concerto Stella Matutina“ im ersten Abonnementkonzert unter dem Motto „Grenzenlos barock!“ ins musikalische Abenteuer. Die Improvisation über Zeit- und Genregrenzen hinweg sollte im Mittelpunkt des Abends stehen. „Ja, dürfen die das?“ stellte das CSM bereits in seiner Konzertankündigung eine provokante Frage. Selbstverständlich dürfen und sollen Grenzen ausgelotet und überschritten werden sowie Raum für Experimente gegeben sein. Wünschenswert ist jedoch, dass ausgefallene Ideen nicht allzu sehr auf Kosten der musikalischen Qualität gehen und in einen oberflächlichen Klamauk ausarten. Obwohl die Spielfreude, die Werkdeutungen und Improvisationen der Orchestermusiker sowie die Darbietungen des musikalischen Leiters David Gordon beim Großteil des Publikums Begeisterungsstürme auslösten, blieben im Hinblick auf das musikalische Niveau viele Fragen und Wünsche offen.

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Muße, dem Klangfluss zuzuhören – die Cellistin Anja Lechner und der Pianist Francois Couturier musizierten entspannt im Dornbirner Kulturhaus
Anja Lechner und Francois Couturier führten das Publikum im Rahmen von "Dornbirn Klassik"  in meditative Klangwelten.
Musik / Konzert
03.03.2017 Silvia Thurner

Die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, wurde dem Publikum im Rahmen der Reihe „Dornbirn Klassik“ geboten. Meditativ, mit inspirierenden Dialogen und einander umgarnenden Frage- und Antwortspielen erklangen Kompositionen von wenig bekannten Komponisten aus Griechenland, Armenien und Spanien. Die Stücke von Komitas, von Georges I. Gurdjieff und Frederico Mampou sowie die Eigenkompositionen von Francois Couturier gewährten den Zuhörenden viel Freiraum für eigene Assoziationen. Improvisation und Interpretation ließ vor allem Anja Lechner feinsinnig ineinanderfließen. Die beiden Musiker setzten mit ihrem bedachten Spiel einen Klangfluss in Gang, der im Saal eine konzentrierte Atmosphäre bewirkte.

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Silence
Auf dem Kreuz in der Meeresbrandung: Bei Scorsese wird oft gestorben für den Glauben.
Film / Kino
02.03.2017 Gunnar Landsgesell

Martin Scorsese schickt zwei jesuitische Missionare im 17. Jahrhundert auf die Suche nach einem Mitbruder nach Japan, der dort angeblich vom Glauben abgefallen ist. Ein Film voll moralischer Dilemmata und zunehmender Abgeschlagenheit, in dem Japaner Christen töten und Christen mit sich selbst hadern. Eine Prüfung, auch für das Publikum.

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Aktuell in den Filmclubs (3.3. – 9.3. 2017)
Breathe
Film / Kino
02.03.2017 Walter Gasperi

Bei der Alpinale-Ländle-Tour werden auch heuer wieder an verschiedenen Orten quer durch Vorarlberg und auch in Schaan acht Kurzfilme aus dem letztjährigen Festivalprogramm gezeigt. Im Andelsbucher Gasthof Jöslar steht diesen Sonntag Maren Ades großartige Tragikomödie „Toni Erdmann“ auf dem Programm.

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Shake Stew: The Golden Fang
CD-Tipp
02.03.2017 Peter Füssl

„Ein Stew ist ein Eintopf, in den tausend verschiedene Sachen reinkommen – was ich durchaus auf meine Musik beziehen kann. Shake Stew ist ein Eintopf, der noch einmal von sieben Leuten kräftig durchgeschüttelt wird“, so erklärt der 28-jährige Kontrabassist Lukas Kranzelbinder den eigenwilligen Namen seines nicht weniger unorthodoxen musikalischen Großprojekts, mit dem er letztes Jahr das Hauptprogramm des Jazzfestivals Saalfelden eröffnete. Je zwei Bassisten (Kranzelbinder und Manuel Mayr), Drummern (Niki Dolp, Herbert Pirker) sowie Saxophonisten (Clemens Salesny, Johannes Schleiermacher) und dem Trompeter Mario Rom – allesamt zur Crème de la Crème der kreativen Wiener Jazzszene zählend – hat der junge Kärntner und Peter Herbert-Schüler im Rahmen dieser Auftragsarbeit Maßgeschneidertes auf den Leib geschrieben.

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Schluss mit lustig
Russian Circles aus Chicago/Illinois spielen heftigen Post-Metal (Fotos: Andreas Mäser / Spielboden).
Musik / Konzert
01.03.2017 Thorsten Bayer

Einen ungewöhnlichen und heftigen Ausklang der Karnevalssaison erlebte gestern Abend das Publikum im Spielboden. Mit Russian Circles und Cloakroom waren Bands aus dem Mittleren Westen der USA nach Dornbirn gekommen, die epischen Post-Metal und Rock im Gepäck hatten. Schlager-Tralala zum Mitschunkeln gab es an diesem Abend anderswo, hier waren düstere Gitarrenklänge Trumpf.

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Zwischen pulsierendem Großstadtleben und Inselidylle - Ernst Ludwig Kirchner im Kunsthaus Zürich
Ernst Ludwig Kirchner: Straßenbahn und Eisenbahn. 1914, Öl auf Leinwand (Bild: Die Lübecker Museen)
Ausstellung
28.02.2017 Karlheinz Pichler

Nach den Giganten Francis Picabia und Alberto Giacometti, die das Kunsthaus Zürich im vergangenen Jahr präsentierte, steht derzeit mit Ernst Ludwig Kirchner, der gleichsam als Synonym für den Expressionismus bezeichnet werden könnte, eine weitere Ausnahmeerscheinung unter den Künstlern des vergangenen Jahrhunderts auf dem Programm. Anhand von fabelhaften Leihgaben aus dem Berliner Brücke-Museum und aus aller Welt wird der Blick auf Kirchners entscheidende Phase in seinem Schaffen zwischen 1911 und 1917 in der deutschen Metropole Berlin und der Ostseeinsel Fehmarn gerichtet.

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„Für mich war klar, das muss über Mann und Frau hinausweisen …“ - „Lieben muss man unfrisiert“ – Das neue Buch von Nadine Kegele
Literatur
28.02.2017 Annette Raschner

Die Vorarlberger Schriftstellerin Nadine Kegele zählt zu den interessantesten literarischen Stimmen der jüngeren Generation. 2013 erschien ihr Buchdebüt „Annalieder“, im gleichen Jahr wurde sie zum Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen und gewann dort mit ihrem Romanauszug „Scherben schlucken“ den Publikumspreis. 2014 publizierte der Czerninverlag den Roman „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“. Bei Kremayr & Scheriau ist nun das Buch „Lieben muss man unfrisiert“ – Protokolle nach Tonband – mit einem Vorwort von Marlene Streeruwitz herausgekommen. Die gebürtige Bludenzerin, die in Wien lebt, hat dafür lange Gespräche mit Frauen und trans*-Personen im Alter zwischen 16 und 92 Jahren – von der Schülerin bis zur Kontoristin, von der Reinigungsfachfrau bis zur Architektin – geführt. Diese Interviews wurden von ihr zu spannenden, teils witzigen, vor allem aber bewegenden Lebensgeschichten in mündlicher Rede verarbeitet.

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