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Kritiken

Emile Parisien Qunintet: Sfumato
CD-Tipp
24.11.2016 Peter Füssl

Sieben Minuten und 40 Sekunden dauert „Poulp“, das zweite Stück auf der neuen CD des Sopran- und Tenorsaxophonisten Emile Parisien – eine wahnwitzige musikalische Achterbahnfahrt voller schräger Ideen, halsbrecherischer Tempowechsel, neugieriger Sounderkundungen und stilistischer Bocksprünge. Diese Menge an Einfällen reichen anderen Künstlern für ganze CD-Produktionen. Nicht so dem mit den höchsten französischen und deutschen Jazz-Auszeichnungen dekorierten 34-jährigen Franzosen, zumal der sich mit dem 72-jährigen deutschen Joachim Kühn einen der ganz großen Piano-Improvisatoren des Gegenwartsjazz ins neue Quintet geholt hat.

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Peter Handkes „Selbstbezichtigung“ im TAK Theater Liechtenstein: Die grosse Klage der Stefanie Reinsperger
Stefanie Reinsperger ist ein Bühnenerlebnis
Theater
23.11.2016 Anita Grüneis

Stefanie Reinsperger ist seit zwei Jahren der Wiener Publikumsliebling. Was die Wiener an ihr lieben, wurde beim Volkstheater-Gastspiel von Peter Handkes „Selbstbezichtigung“ im Schaaner TAK deutlich. Diese Schauspielerin kann einfach alles, ob Pathos oder Witz, Wienerisch oder Bühnendeutsch, Text oder Schweigen. Sie nimmt sich jeden Zentimeter der Bühne. Dazu passte Handkes 50 Jahre alter Text, den DIE Reinsperger mit eigenen Texten anreicherte und so zu einem aktuellen Bühnenereignis werden ließ.

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Die schaurige Ästhetik des Zerfalls – Neue Fotografien von Manfred Schlatter in der Schrunser MAP Kellergalerie
Manfred Schlatter: Kuranstalt Montafon - Gästezimmer
Ausstellung
22.11.2016 Karlheinz Pichler

Was seine Fotografien anbelangt, kennt man Manfred Schlatter eigentlich vor allem aufgrund seiner in Schwarz-Weiß gehaltenen, realistisch-ästhetischen Aufnahmen unberührter Naturlandschaften. Für einmal – oder auch für mehrere Male - hat er nun die Abgeschiedenheit der natürlichen Landschaft mit der städtischen oder dörflichen Landschaft vertauscht und sich auf die Spurensuche architektonischer Leerstände in Schruns und anderen Orten des Montafons begeben.

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Was der Seele gut tut – Schwärzlers Literatursalon
Wolfgang Mörth, Susanne Denk
Literatur
21.11.2016 Dagmar Ullmann-Bautz

Was der Seele gut tut, lässt sich oft gar nicht so leicht feststellen. Bisweilen lassen sich die kostbaren und willkommenen Seelenstreicheleinheiten verorten mit besonderen Begegnungen, mit einzigartigen Ereignissen und Erlebnissen, mit Lokalitäten und Aufenthaltsorten. Kurzum, es sind die Sinneserfahrungen, über deren Kanäle diese Streicheleinheiten in unser innerstes Ich gelangen, jedoch nur unter einer unumstößlichen Voraussetzung: Es muss passieren, es muss geschehen, muss erfahren und erlebt werden.

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Gehen lassen statt loslassen - Vier Persönlichkeiten teilen ihre Erfahrungen mit Sterbebegleitung bei den Montforter Zwischentönen
Die vier SterbebegleiterInnen Otto Gehmacher, Maria Hammerer, Elmar Simma und Karl W. Bitschnau sowie der Cellist Peter Bruns als Quintett. © Dietmar Mathis | Montforter Zwischentöne
Gesellschaft
21.11.2016 Mirjam Steinbock

Weder Lesung, Konzert noch Vortrag und schon gar keine Performance ist diese Veranstaltung, die anlässlich der Montforter Zwischentöne unter dem Thema „sterben. Über das Loslassen“ stattfindet. Wer klare Zuschreibungen und Kategorisierungen mag, sollte bei dem Festival in Feldkirch, das den Namen zum Programm macht und mit Zwischentönen spielt, gewohnte Modelle möglichst über Bord werfen und sich überraschen lassen.

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Aus jeder Faser leidenschaftlich sprechende Musik heraus kristallisiert – Händels „Messias“ bei den Montforter Zwischentönen war eine großartige Erfahrung
Das emphatische Eintauchen in die musikalischen Welten des "Messias" von Georg Friedrich Händel hinterließ einen inspirierenden Eindruck und löste Jubel aus - der Kammerchor Feldkirch, das Concerto Stella Matutina, die Sopranistin Maria Erlacher, der Altus Markus Forster, der Tenor Jan Petryka und Lisandro Abadie unter der Gesamtleitung von Benjamin Lack im Montforthaus Feldkirch. (Foto: Dietmar Mathis)
Musik / Konzert
20.11.2016 Silvia Thurner

Zum Finale der aktuellen Ausgabe der „Montforter Zwischentöne“, die sich dem Sterben und Loslassen gewidmet haben, wirkten der Kammerchor Feldkirch, das „Concerto Stella Matutina“, die Solisten Maria Erlacher, Markus Forster, Jan Petryka und Lisandro Abadie unter der Leitung von Benjamin Lack zusammen und präsentierten eine fulminante Interpretation des „Messias“ von Georg Friedrich Händel. Die Kraft der Werkdeutung entwickelte eine mitreißende Sogwirkung und zog die Zuhörenden in ihren Bann. Eine besondere Note erhielt die Aufführung durch die besondere Bühnenaufstellung und die Choreografie der Solisten. Dazu ergänzten die Kurzinterviews, die Hanno Settele mit Georg Vith und Studentinnen, Rudolf Bischof, Katharina Spiss und Otto Gehmacher führte, die Aufführung gut.

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Mehr Retro-Style als Innovation - Der Eröffnungsabend der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik war wenig inspirierend
Das hervorragende Ensemble Phace eröffnete die 29. Ausgabe der "Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik" in der Remise Bludenz. (Fotos: Fritz Jurmann)
Musik / Konzert
18.11.2016 Silvia Thurner

Das Wiener Ensemble Phace eröffnete die diesjährigen Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik. Vielversprechend war die Ankündigung von drei Uraufführungen mit Auftragswerken von Mauricio Pauly, Sivan Cohen Elias und Hannes Kerschbaumer sowie einer Werkdeutung von Gerhard E. Winkler. Mit großem Engagement widmeten sich die Musiker den neuen Werken, die alle von mehr oder weniger gut geglückten Verbindungen von realen Sounds, Electronics, notierter Musik und improvisierten Passagen lebten. Insgesamt hinterließ das Konzert in der Remise Bludenz einen eher ernüchternden Eindruck, und dies gleich aus mehreren Gründen.

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Paterson
Adam Driver als Busfahrer Paterson mit dem größtmöglichen Gleichmut auf dem Weg zur Arbeit.
Film / Kino
17.11.2016 Gunnar Landsgesell

Jim Jarmusch zelebriert in seinem jüngsten Film "Paterson" die Ereignislosigkeit. Bereits diese Zeile würde einen abschrecken, so einen Film zu sehen. Doch Jarmusch trickst nicht, "Paterson" folgt einem Busfahrer (Adam Driver), der Gedichte schreibt. Zum Beispiel über Zündholzschachteln. Ganz ohne Ironie sucht "Paterson" seine Schönheit in den "kleinen Dingen". Ob er sie findet liegt allein im Auge des Betrachters.

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Aktuell in den Filmclubs (18.11. - 24.11. 2016)
Schneider vs. Bax
Film / Kino
17.11.2016 Walter Gasperi

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche Alex van Warmerdams makabre Killerkomödie „Schneider vs. Bax“. Am Spielboden Dornbirn wird die „Tangofilmreihe“ mit Frédéric Fonteynes hinreißendem Genremix „Tango libre“ (Sa 19.11.) und Viviane Blumenscheins Dokumentarfilm „Mittsommernachtstango“ fortgesetzt.

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HI5: FÜNF
CD-Tipp
17.11.2016 Peter Füssl

Die vier jungen Tiroler – noch keiner hat den Dreißiger erreicht - Chris Norz (Drums Glockenspiel, Electronics), Philipp Ossanna (Gitarre, Analog Synth), Clemens Rofner (Kontrabass, E-Bass) und Matthias Legner (Vibraphon) nennen sich HI5 (sprich: Haifaiff) und legen gerade die fünfte CD in den fünf Jahren ihrer Zusammenarbeit vor. Man liebt Zahlen-, Denk- und Verwirrspiele, deshalb kommen die vier gezeichneten Köpfe auf dem Cover dank ausgefinkelter Graphik auch mit insgesamt fünf Augen aus – diese Liebe zum Detail und zum spielerischen Umgang mit geistig Hochprozentigem ist natürlich ein Spiegel dessen, was die Band unter dem selbstgewählten Label „Minimal Jazz Chamber Music“ in die Rillen presst.

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