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Kritiken

Musik im Rückspiegel betrachtet – Thomas Heel setzte seinem Komponistenkollegen J.G. Rheinberger ein originelles Denkmal
Das "Clarkwell Quartett" mit Hansjörg Helbock, Patrick Haumer, dem Komponisten Thomas Heel und Rupert Tiefenthaler (v.l.n.r.) präsentierten unkonventionelle Quartette mit einem Bezug ins vergangene Jahrhundert.
Musik / Konzert
15.04.2016 Silvia Thurner

Einen vergnüglichen Blick auf den Liechtensteiner Komponisten Joseph Gabriel Rheinberger warf das „Clarkwell Quartett“ mit Thomas Heel, Hansjörg Helbock, Patrick Haumer und Rupert Tiefenthaler im vorarlberg museum. Leider folgten der Einladung zum Vorabendkonzert nur wenige Musikinteressierte. Diejenigen, die gekommen waren, erlebten ein originelles Panoptikum an musikalischen Ideen. Die Musiker fügten sich gemeinsam mit dem Komponisten Thomas Heel zu einem gut aufeinander abgestimmten Ensemble zusammen, das manche Überraschung zu Tage förderte.

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A Good American
Agent Bill Binney entwickelte ein Computerprogramm, mit dem Terroisten zielgenau aus den Massendaten herausgefiltert werden können. Doch die NSA drehte das Superprogramm ab. Warum, erzählt "A Good American".
Film / Kino
15.04.2016 Gunnar Landsgesell

Hätte 9/11 verhindert werden können? Ja, sagt Regisseur Friedrich Moser gemeinsam mit dem Protagonisten seines Dokumentarfilms "A Good American". Der ehemalige NSA-Agent Bill Binney hatte ein Programm entwickelt, das zielgenau Terroristen aus den Massendaten herausfiltert. Dann wurde ihm das Programm abgedreht. Von der NSA selbst. Alles nur Verschwörung?

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Aktuell in den Filmclubs (15.4. - 21.4. 2016)
Thank You for Bombing
Film / Kino
14.04.2016 Walter Gasperi

Zwei Filme, die am Puls der Zeit sind, stehen diese Woche in den Filmclubs auf dem Programm: Während am Spielboden Dornbirn Barbara Eders Episodenfilm „Thank You for Bombing“ läuft, in dessen Mittelpunkt Kriegsberichterstatter stehen, zeigt das Filmforum Bregenz „Mediterranea“, in dem Jonas Carpignano von einem realen Vorfall inspiriert hautnah vom Alltag von Flüchtlingen erzählt.

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Tonbruket: Forevergreens
CD-Tipp
14.04.2016 Peter Füssl

Kontrabassist Dan Berglund, Gitarrist/Keyboarder Johan Lindström, Martin Hederos an Piano, Synthesizer und Geige sowie Drummer Andreas Werliin haben sich nach ihrem letzten erfolgreichen Album „Nubium Swimtrip“ drei Jahre lang anderen Projekten zugewandt – die ersten drei unter anderem der Theatermusik für eine Kaurismäki-Inszenierung am Royal Dramatic Theatre Stockholm, während letzterer sich auf avantgardistische Band-Projekte wie Fire! oder Wildbirds & Peace Drums konzentrierte.

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Worüber man nicht reden kann, darüber muss man zeichnen - Egon Goldner im vorarlberg museum
Egon Goldner: Scenario, 1968, Tusche Papier
Ausstellung
12.04.2016 Karlheinz Pichler

Fast ein Vierteljahrhundert ist seit der letzten Ausstellung des Vorarlberger Zeichners Egon Goldner vergangen. Seither blieb es still um den Ausnahmekönner. Im Rahmen einer Kabinettausstellung holte das vorarlberg museum den heute in Wien lebenden und arbeitenden Künstler aus der Versenkung zurück und präsentiert ihn unter dem Titel „Zeitzeichen“ noch bis 1. Mai in einer großen Überblicksschau.

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#ON THE ROAD_Wo komm ich her? Wo bin ich? Wo will ich hin? - Ein interkulturelles Reisetheaterprojekt über Migrationsgeschichten, inszeniert von Brigitte Walk
Theater
12.04.2016 Peter Niedermair

„Ich bin hierher gekommen für das Leben“ (Reza, 15, Iran) - „Do Deckel. Deckel auf. Nehme Rolle. Stecke auf Stange. Nehme Faden. Steck durch Nadel. Fertig!“ Hier werden Arbeitsanweisungen skandiert wie ein improvisierter Wechselgesang zwischen Vorsänger und Gruppe mit den Formelementen von Call und Response. Der Vorarbeiter, ein vorarlbergischer Vorsänger (leader), gibt eine Melodielinie vor, und die arbeitende Gruppe (choir) antwortet darauf. Dadurch entsteht ein starker Rhythmus, der den Arbeitsablauf anleitet. Die Choreographie von Anne Thaeter inszeniert diesen Workload der schauspielend und tanzend Arbeitenden und des Vorarbeiters in einer faszinierend gespielten Gruppenszene. In „Füre, zruk, ume, dure …“ gibt es einen weiteren derartigen Sklavensong, der in seinen Ursprüngen auf die Baumwollfelder in den Südstaaten der USA zurückgeht und mit die Grundlage für die Entstehung und Entwicklung des Blues und des Jazz bedeutete. Ich vermute, Lustenau ist nicht zufällig das Mekka des Jazz in Vorarlberg geworden, zumindest wurzelt der Lustenauer Jazzclub hier in der Stickereimetropole. Reinhard Gassner hat diesen auf seinem legendären Plakat mit der Lustenauer Senftube verewigt.

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Deutliches Lebenszeichen - Eva Schmidts neuer Roman „Ein langes Jahr“
Kritiken
12.04.2016 Annette Raschner

„Am Fenster zu stehen und den Kopf in die Luft zu strecken, machte ihn sehnsüchtig. Sehnsüchtig sein heißt nicht wissen, wohin man möchte.“ Diese Zeile aus Robert Walsers Sammlung „Die Rose“ hat Eva Schmidt an den Beginn ihres neuen Romans „Ein langes Jahr“ gestellt, der nach knapp zwanzig Jahren Veröffentlichungspause bei Jung und Jung erschienen ist. Die Sehnsucht, dieses flirrende, drängende, nie klar umrissene Gefühl ist es, das die vielen Figuren der 38 im Buch versammelten Geschichten verbindet, die von der Vorarlberger Autorin begleitet, losgelassen, neuerlich begleitet und neuerlich losgelassen werden.

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Vijay Iyer – Wadada Leo Smith: a cosmic rhythm with each stroke
CD-Tipp
12.04.2016 Peter Füssl

Der 74-jährige Trompeter Wadada Leo Smith – als AACM-Urgestein ein unermüdlicher Erforscher der afroamerikanischen Tradition und als Jazz-Avantgardist geprägt durch unversiegbare Experimentierlust – ist um genau 30 Jahre älter als der indischstämmige New Yorker Pianist Vijay Iyer, der vor allem durch seine Projekte mit dem Altsaxophonisten Rudresh Mahanthappa bekannt wurde und längst zu jenen allgemein anerkannten großen Avantgardisten seiner Generation zählt, die auch mit unzähligen Preisen und Auszeichnungen bedacht werden. Schon als Smith vor Jahren Iyer für sein legendäres „Golden Quartet“ engagierte, fühlten die beiden Querdenker eine außergewöhnliche Übereinstimmung in ihren musikalischen Auffassungen und Herangehensweisen.

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Bunt, satirisch und romantisch – Der Theaterverein Bizau zeigt „Der Investor“
Der naive Felix (Florian Moser) und seine neue Flamme (Nina Formanek).
Theater
11.04.2016 Mona Egger

Der Theaterverein Bizau feiert 2016 sein 150-jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres gab es am 10. April die Premiere und Uraufführung der diesjährigen Produktion „Der Investor“ vor ausverkauftem Haus.

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„Quotenfrauen“ im Thurn und Taxis
Lenka Clayton, 63 Objects Taken from my Son's Mouth, 2011-2012 © Lenka Clayton
Ausstellung
11.04.2016 Peter Niedermair

Mit der Ausstellung „Quotenfrauen“ bringt die Kuratorin Maria Anwander vier Künstlerinnen nach Bregenz, die sich mit der Rolle der Künstlerin im Betriebssystem Kunst und den speziellen Herausforderungen die der Kunstmarkt unter dem Aspekt der Gleichberechtigung mit sich bringt, auseinandersetzen: Lenka Clayton, Marlene Haring, Annette Hollywood und Annika Ström. „Frau-Sein“ allein ist auch in der Kunst und Gender-Perspektive immer „noch kein Programm“ (Ingrid Strobl), dass Frauen und Männer jedoch gleiche Zugangschancen zu allen gesellschaftlichen Lebensbereichen haben müssen, sollte eigentlich außer Streit stehen, würde man meinen. Gender-Mainstreaming Maßnahmen im Kulturbereich sind seit 1999 EU-weit gültig.

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