Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Kritiken

Bettye LaVette: Things Have Changed
CD-Tipp
22.05.2018 Peter Füssl

Vielleicht waren es ja die unzähligen Ups and downs und die damit verbundenen emotionalen Achterbahnfahrten in der fünfeinhalb Jahrzehnte währenden Karriere der aus Detroit stammenden Soul-Diva, die der unverwechselbaren Stimme der heute 72-jährigen Bettye LaVette Ausdruckskraft, Intensität und Tiefe verliehen haben. Nach frühen 60-er-Jahre-Hits und Tourneen mit Otis Redding, Marvin Gaye oder James Brown blieb sie mit ihren Longplayern erfolglos, verschwand in der Versenkung und schaffte erst um das Jahr 2000 mit Hilfe eines französischen Fans und Labelbetreibers ein Comeback, das unter anderem in von Joe Henry oder Craig Street produzierten und grammy-nominierten Alben gipfelte.

zum Artikel >
„Kinder sind von Natur aus Philosophen!" - Wolfgang Hermanns erstes Kinderbuch
Literatur
21.05.2018 Annette Raschner

Das Z ist schmackhaft. Das M schmeckt irgendwie nach Honig, das O wiederum wie ein geplatzter Kaugummi. Und das F, das ist einfach Himbeereis. Dieser Ansicht ist jedenfalls das Zebra in Wolfgang Hermanns erstem Kinderbuch „Die Tiere und die Wörter", das im Nilpferdverlag von G&G erschienen ist. Für die farbenprächtigen Illustrationen zeichnete Katharina Sieg verantwortlich.

zum Artikel >
Vom Reiz des Hybrids - „A Novel Of Anomaly“ am Spielboden Dornbirn
Andreas Schaerer mitunter auch theatralisch
Kritiken
19.05.2018 Thomas Kuschny

Eines kann man sagen: „Sortenrein“ ist out! Wenigstens im Kunstbetrieb. Ein gewisser Konservativismus haftet dem Begriff an, natürlich nicht zu Unrecht. Man erinnere sich an die Debatte um Wynton Marsalis, wie und was Jazz sein soll. Schlechte Karten auf dem Markt hat auch derjenige, der mit (womöglich noch figurativen) Ölbildern reüssieren will. Aber das nur nebenbei. Dies soll ja mitnichten eine Verteidigungsrede werden, aber im Zwang zur Innovation, vor allem auch durch das Mischen von allerlei Zutaten, liegt die Gefahr der Beliebigkeit, Kraut und Rüben sozusagen. Wie man bis dato Unerhörtes aber stimmig und ohne jede Effekthascherei kreiert, wissen Andreas Schaerer und Konsorten ganz genau.

zum Artikel >
Schlossmediale Werdenberg: Ein Treffen der musikalischen Avantgarde
Die „Barokksolistene“ ließen die Musik von Henry Purcell aufleben
Musik / Konzert
19.05.2018 Anita Grüneis

Wenn Pfingsten, das liebliche Fest, naht, dann ist Schlossmediale-Zeit in Werdenberg. Rings um den Schlosshügel grünen und blühen Feld und Wald und Weinberg, in Büschen und Hecken regt sich das wilde Leben. „Wild“ ist denn auch das Motto dieser 7. Schlossmediale. Die Eröffnung war geprägt von ungewöhnlichen Klängen und Lauten, von Musik aus alten Zeiten, temperamentvoll präsentiert von jungen Musizierenden. Dieses Festival wird jedes Jahr mehr zum Treffen der musikalischen Avantgarde in der Region.  

zum Artikel >
Vielsagende Hörerlebnisse – Die Kammersymphonie Berlin und Jürgen Bruns brachten Klassisches und Musik unserer Zeit auf den Punkt
Zum Abschluss der aktuellen Saison der Abonnementreihe "Dornbirn Klassik" gastierte die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruns mit einem erlesenen Konzertprogramm im Dornbirn Kulturhaus.
Musik / Konzert
18.05.2018 Silvia Thurner

Mit einem erfrischenden und zugleich poesievollen Konzert beendete die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruns den Abonnementzyklus von „Dornbirn Klassik“. Im Mittelpunkt standen die beiden Kompositionen „Aubes II“ und „Elegie an Diotima“ des aus Vorarlberg stammenden und in der Steiermark lebenden Komponisten Richard Dünser. Zwei Sinfonien von Haydn und Mozart bildeten den Rahmen des anregenden Konzertabends. In allen Werkdeutungen kamen die herausragende Klangkultur, das Verständnis für eine spannende und zugleich subtile Verflechtung der Themen sowie die große Eigenverantwortung jedes einzelnen Musikers innerhalb des Ganzen beeindruckend zu Geltung.

zum Artikel >
„Nathan der Weise“ in Vaduz: Dieser Weg wird steinig und schwer
Recha (Paulina Jolanda Alpen) begrüßt ihren Vater Nathan (Murat Yeginer)
Kritiken
18.05.2018 Anita Grüneis

Die Bühne liegt voller Pflastersteine. Baumaterial oder Protestwerkzeuge? Oder vielleicht Mahnmale gegen Völkermord? Was auch immer, der Weg der Religionen zueinander hin ist ein steiniger. Das wird in dieser Aufführung von Lessings „Nathan der Weise“ deutlich. Das Staatstheater Mainz gastierte damit im Vaduzersaal. Leider nicht im TAK - im großem Saal ging allzu viel des wunderbar gesprochenen Textes unter. Da es inzwischen selten geschieht, dass ein Klassiker textgetreu wiedergegeben wird, ohne dabei staubig zu wirken, war das akustische Problem besonders ärgerlich. Inszeniert hat das Stück K.D. Schmidt, der auch gemeinsam mit Christoph Hill für das Bühnenbild verantwortlich zeichnete. 

zum Artikel >
Der Buchladen der Florence Green
Trübe Verhältnisse, klarer Blick: Violet Gamart (Patricia Clarkson) als hinterhältige Kraft.
Film / Kino
17.05.2018 Gunnar Landsgesell

England Ende der Fünfziger Jahre: Trotz eigentümlicher Stimmung eröffnet die junge Witwe Florence (Emily Mortimer) in einem verschlafenen Küstenort einen Buchladen. Im Hintergrund mobilisiert eine Aristokratin gegen die Zuzüglerin. Isabel Coixet ("Mein Leben ohne mich") sorgt mit ihrer betont biedermeierlichen Inszenierung für eine interessante Spannung, während die hinterhältigen Kräfte der Zersetzung fast unbemerkt wuchern dürfen.

zum Artikel >
Zuerst seelenvoll, dann inhaltsleer – Große Kontrasterlebnisse bei den Bregenzer Meisterkonzerten
Nicola Benedetti (Violine), Jan Vogler (Violoncello) und Martin Stadtfeld (Klavier) musizierten mit dem "Royal Scottish National Orchestra" unter der Leitung von Peter Oundjian im Bregenzer Festspielhaus Beethovens Tripelkonzert. Die Werkdeutung wirkte souverän ausgestaltet, ließ jedoch auch Fragen offen. (Foto: Fritz Jurmann)
Musik / Konzert
17.05.2018 Silvia Thurner

Zum Abschluss der Saison gastierte das Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung von Peter Oundjian mit Werken von Britten, Beethoven und Brahms bei den Bregenzer Meisterkonzerten. Im Mittelpunkt stand Beethovens selten zu hörendes Tripelkonzert mit Nicola Benedetti (Violine), Jan Vogler (Violoncello) und Martin Stadtfeld (Klavier). Während Benjamin Brittens „Four Sea Interludes“ eine mitreißende Kraft entfaltete und die Deutung des Tripelkonzertes Fragen offen ließ, war die Interpretation der vierten Symphonie von Johannes Brahms ein unbefriedigendes Hörerlebnis.

zum Artikel >
Vom Himmel aus durch die Hölle und weiter in Richtung Eden - Stoph Sauter solo im Engländerbau und mit Freunden im Küefer-Martis-Huus
Stoph Sauter: FAST SCHNELL - Blick in die Ausstellung (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
17.05.2018 Karlheinz Pichler

Ursprünglich wollte der aus Dornbirn stammende Künstler Stoph Sauter den Vaduzer Engländerbau eigentlich für eine Gruppenausstellung nutzen. Davon kam er jedoch ab und nimmt den groß dimensionierten Saal nun für sich allein in Beschlag, um unter dem Titel „FAST SCHNELL“ ein Projekt zu realisieren, das er schon lange als Vision mit sich herumgetragen hat. Als „Entschädigung“ für seine bereits eingeladenen Künstlerkollegen gibt es parallel dazu die Gruppenschau „1&0“ im Küefer-Martis-Huus in Ruggell.

zum Artikel >
Aktuell in den Filmclubs (18.5. - 24.5. 2018)
The Florida Project
Film / Kino
17.05.2018 Walter Gasperi

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche mit „The Florida Project“ Sean Bakers großartigen Spielfilm über eine Kindheit am Rand der US-Gesellschaft. Eindringlich an die Verdrängung der NS-Gräuel im Österreich der 1960er Jahre erinnert dagegen Christian Frosch in seinem Gerichtsfilm „Murer – Anatomie eines Prozesses“, den der FKC Dornbirn zeigt.

zum Artikel >
Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)