Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

23.01.2016 |  Christina Porod

Das war 2015 – Ausgelassene Stimmung mit maschek am Spielboden in Dornbirn

Voller hätte der Saal am gestrigen Freitagabend am Spielboden wohl kaum sein können. Das bunt gemischte Publikum strömte zahlreich nach Dornbirn, um maschek live zu sehen oder viel mehr zu hören. In typischer maschek-Manier handelten die beiden Kabarettisten, Peter Hörmanseder und Robert Stachel, das vergangene Jahr ab: Für „Das war 2015“ sammelten maschek Fernsehszenen aus Politik oder Gesellschaft und synchronisierten ihre Fundstücke. Dazu hat das Publikum viel und laut gelacht. Für den vollkommenen Genuss fehlte aber das Verbindende.

Um unterhaltsam Schmäh zu führen, dafür brauchen die Kabarettisten lediglich eine große Leinwand fürs Publikum und zwei Sessel zum Fernsehschauen für sich; und natürlich ihre Stimmen. Denn damit verhelfen sie Videoausschnitten - vom Opernball, dem Eurovision Song Contest, von der Neujahrsansprache des Bundespräsidenten und von vielen vielen anderen – zu einer spaßigen Anziehungskraft.
Moderatorin Mirjam Weichselbraun, Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier, Staatschefs wie Angela Merkel, Wladimir Putin oder François Hollande legen sie Neues und Überraschendes in den Mund und machen dabei auch vor Papst und Queen nicht Halt. So ist man beispielsweise im Februar beim Musikantenstadel-Kündigungsgespräch von Andy Borg dabei oder erfährt, wo der betrunkene Putin im März seinen Rausch ausschlief und was Obama dazu meinte.

Unzusammenhängender Patchwork-Style


Alles in allem war das Programm durchaus sehens-, vielmehr hörenswert. Hörmanseder und Stachel überzeugten mit ihrer Souveränität und selbstverständlich mit den einzelnen aufgefrischten Fernsehausschnitten. Dennoch: auf Dauer verlor es etwas an Reiz. Um restlos zu überzeugen, war der unzusammenhängende Patchwork-Style zu schlicht. Eine Rahmenhandlung oder zumindest je eine Geschichte zu den einzelnen Monaten hätte das Programm nobel komplettiert. 
Dem Schlussapplaus tat dies jedoch keinen Abbruch. Das Publikum bedankte sich lautstark.

Heute Abend um 20 Uhr sind maschek ein weiteres Mal am Spielboden zu sehen.

 

www.maschek.org
www.spielboden.at

Um unterhaltsam Schmäh zu führen, dafür brauchen die beiden Kabarettisten von maschek lediglich eine große Leinwand fürs Publikum und zwei Sessel zum Fernsehschauen für sich; und natürlich ihre Stimmen (© Spielboden/Niklas Koch)

Um unterhaltsam Schmäh zu führen, dafür brauchen die beiden Kabarettisten von maschek lediglich eine große Leinwand fürs Publikum und zwei Sessel zum Fernsehschauen für sich; und natürlich ihre Stimmen (© Spielboden/Niklas Koch)

Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)
Bilder
  • unspecified.jpeg
  • Um unterhaltsam Schmäh zu führen, dafür brauchen die beiden Kabarettisten von maschek lediglich eine große Leinwand fürs Publikum und zwei Sessel zum Fernsehschauen für sich; und natürlich ihre Stimmen (© Spielboden/Niklas Koch) Um unterhaltsam Schmäh zu führen, dafür brauchen die beiden Kabarettisten von maschek lediglich eine große Leinwand fürs Publikum und zwei Sessel zum Fernsehschauen für sich; und natürlich ihre Stimmen (© Spielboden/Niklas Koch)