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16.12.2014 |  Peter Füssl

Lumen Drones

Schon der Einstieg in das Debutalbum des norwegischen Trios Lumen Drones klingt wie der Soundtrack zu einem der verstörenden, bedrohlichen, irgendwie mystisch angehauchten David Lynch-Filme. „Dark Sea“ heißt das Stück, das einen sogleich in den Bann zieht und wie die anderen sieben atmosphärisch ähnlich gelagerten Stücke aus unzähligen Improvisationen heraus entwickelt wurde.

Gitarrist Per Steinar Lie und Drummer Ørjan Haaland sind Mitglieder der renommierten Post-Rock-Band „The Low Frequency In Stereo“, Hardanger-Fiedler Nils Økland spielt zwar ein traditionelles Instrument, ist musikalisch aber breit gefächert irgendwo zwischen Neo-Folk, experimenteller und jazziger Improvisationsmusik zuhause. Sie verstehen sich als eine „psychedelische Drone-Band“ und verweisen auf The Doors, Velvet Underground und vor allem auf Sonic Youth, aber auch aktuellere Einflüsse wie Ambient, Minimal oder Noise haben ihre Spuren hinterlassen. Die fünfzig Minuten gibt man sich am besten mit dem Lautstärkeregler am Anschlag, genießt die treibenden Beats und brodelnden Soundgewitter, lässt sich von den hypnotisierend wirkenden rhythmischen und harmonischen Pattern gefangen nehmen und von archaischen Melodien und Melodiefragmenten zum Träumen verleiten. Das fließt unglaublich kraftvoll und vital dahin und wirkt gleichzeitig irgendwie entrückt und versponnen.  Hochenergetisches, wie es eigentlich nur aus Norwegen kommen kann! (ECM/www.lotusrecords.at)

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