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05.03.2015 |  Peter Füssl

Lia Pale: my poet’s love

Knappe zwei Jahre nach ihrem außergewöhnlichen Debut „gone too far“, das Schubert/Müllers „Die Winterreise“ gewidmet war, schlägt das Dreamteam Lia Pale/Mathias Rüegg mit „my poet’s love“ nun nochmals in dieselbe Kerbe. Dieses Mal hat die Endzwanzigerin mit Hilfe zweier Native-Speakerinnen sieben Gedichte aus Heinrich Heines „Buch der Lieder“ und ebenso viele aus Rainer Maria Rilkes Gedichtsammlungen „Mir zur Feier“ und „Das Buch der Lieder“ ins Englische übersetzt, um sie ihren Vorstellungen gemäß so richtig gesangstauglich zu machen.

Hier beginnt der Part von Mathias Rüegg, der nach 33 Jahren als Vienna Art Orchestra-Chef ein sicheres Händchen für piekfeine, mit extravaganten Einfällen gespickte Arrangements hat, die er am Piano gemeinsam mit der einfallsreichen Perkussionistin Ingrid Oberkanins, Bassist Hans Strasser sowie einer illustren Schar an erstklassigen Gasttrompetern perfekt umsetzt. Die Kompositionen sind auf die Stimmungen der Gedichte hin maßgeschneidert, mal witzig oder melancholisch, tiefgründig oder heiter und bewegen sich souverän über Genregrenzen hinweg. Lia Pale meistert ihren äußerst anspruchsvollen, im Spannungsfeld von Kunstlied, Chanson, Jazz und Pop angelegten Vokalpart souverän und versteht es, mit ihrer facettenreichen Stimme jedem Song ihren ganz individuellen Stempel aufzudrücken. Und dass es die Gute faustdick hinter den Ohren hat, sieht man nicht nur am spaßigen Cover, sondern auch an ihrem witzigen Video zu „Diamonds & Pearls“!

(Universal)

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