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31.12.2012 |  Peter Füssl

Eivind Aarset: Dream Logic

Eivind Aarset macht es den Zuhörern mit seinem ersten auf ECM veröffentlichten Album nicht eben leicht, denn Melodie und Schönklang sind ihm auf diesem mit dem Elektroniker Jan Bang eingespielten Album über weite Strecken kein zentrales Anliegen. Mit vielschichtig verwobenen Sound- und Noise-Fragmenten zaubert der experimentelle Gitarrist und Soundtüftler spröde Soundkulissen für (alb)traumhafte Klangwelten und düstere Ambient-Soundscapes.

Viele Stücke entwickeln sich sehr langsam, verdichten sich immer mehr durch sich überlagernde Strukturen und entfalten schließlich eine durchaus hypnotische Wirkung, die dann durch überraschende Noise-Einsprengsel unvermittelt wieder unterbrochen wird. Nur selten lässt Eivind Aarset, der an epochalen Alben von Nils Petter Molvaer oder Bugge Wesseltoft mitgewirkt hat, als Studiomusiker an 150 Alben für so unterschiedliche Größen wie Ray Charles, Dee Dee Bridgewater oder Cher beteiligt war und in seinen Anfängen als Hendrix-beeinflusster Heavy Metal-Gitarrist Furore machte, etwas konventioneller gestrickte Stücke wie „Hommage To Greene“ erklingen, die dann dafür umso leichter ins Ohr gehen. „Dream Logic“ ist ein Album, an dem fortgeschrittene Electronic-Jazz-Fans ihre Freude haben dürften, da es mit jedem Anhören an Tiefe gewinnt.
(ECM/Vertrieb: www.lotusrecords.at)

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