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03.12.2014 |  Christina Porod

Das vorarlberg museum stellt sein Ausstellungsprogramm für 2015 vor

54.000 Menschen besuchten 2014 das vorarlberg museum – dabei sind diejenigen Besucher, die die Ausstellungen im Atrium besichtigten gar nicht berücksichtigt. Was auf die Besucher 2015 im Museum wartet, darauf gewährten bei der Pressekonferenz heute Vormittag Museumsdirektor Andreas Rudigier, Kunsthistorikerin Ute Pfanner, Ethnologin Theresia Anwander und Archäologe Gerhard Grabher einen Ausblick. Vier Sonderausstellungen werden im kommenden Jahr zu sehen sein, eine davon, „Römer, Alamannen, Christen - Frühmittelalter am Bodensee“, feiert bereits morgen Eröffnung und ist bis 19. April 2015 zu besichtigen.

Am Donnerstag, 4. Dezember eröffnet die Ausstellung „Römer, Alamannen, Christen - Frühmittelalter am Bodensee“. Darin wird eine Zeit beleuchtet, die für die Menschen am Bodensee mit zahlreichen Veränderungen einhergeht. Die Schau befasst sich mit der Zeit zwischen dem 3. und 8. Jahrhundert, jener Zeit also vom schrittweisen Rückzug der Römer aus dem Bodenseeraum bis zur Machtübernahme der Franken in fast ganz Europa.

Nikolaus Walter: Ausstellung an zwei Orten


Anlässlich des 70. Geburtstages des in Rankweil geborenen Fotokünstlers Nikolaus Walter zeigt das vorarlberg museum ab Mitte Jänner gemeinsam mit der Vorarlberger Landesbibliothek eine Retrospektive seines Werks. Die Ausstellung im Museum präsentiert fotografische Serien aus allen Werkphasen von Walter, dem die Begegnungen mit Menschen und Orten besonders wichtig sind. Das Vorarlberger Landesmuseum hingegen stellt seine bis heute andauernde Langzeitbeobachtung „Steiles Erbe. Das Große Walsertal“ ins Zentrum.

Die Ausstellung „Nikolaus Walter. Begegnungen“ soll den Beginn einer Serie markieren, denn künftig will das Museum einmal im Jahr heimische Künstler des 20. Jahrhunderts in den Fokus rücken.

Das ist Österreich!


Die Sommerausstellung „Das ist Österreich! - Bildstrategien und Raumkonzepte 1914 – 1938“ nimmt sich der Kunst zwischen den Weltkriegen an. Der Titel ist einem Fotowettbewerb der 1930er-Jahre entnommen, der einem einheitlichen ständestaatlichen Österreichbild zum Durchbruch verhelfen sollte. 80 Jahre später, vom 20. Juni bis 11. Oktober 2015, wird dieser Titel verwendet, um jene Kunst zu zeigen, die damals der Öffentlichkeit vorenthalten wurde. Die Ausstellung zeigt markante Positionen des Kunstschaffens von den Kriegsfotografien und Bildern des Ersten Weltkrieges über die Kunst der 1920er und 1930er-Jahre bis hin zu Arbeiten von KünstlerInnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. In dieser Schau stehen nicht die einzelnen Stilrichtungen im Zentrum, sondern inhaltliche und formale Positionen, die den Stellenwert der visuellen Kommunikation und neue Raumerfahrungen im Zusammenhang einer Idee der gesellschaftlichen Dynamik aufzeigen.
Ausgestellt werden Werke von Künstlern wie Wilhelm Angerer, Grete Schütte Lihotzky, Oskar Kokoschka oder Rudolf Wacker und viele andere.

Ein berühmtes Duo: Mira Lobe und Susi Weigel


Ein berühmtes Duo der österreichischen Kinderbuchliteratur, Mira Lobe und Susi Weigel, steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung, die am 28. November 2015 beginnt und für Kinder wie für Erwachsene konzipiert ist. Die Zusammenarbeit von Mira Lobe, eine der bedeutendsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen des 20. Jahrhunderts, und der Illustratorin Susi Weigel brachte 45 Bücher und viele Fortsetzungsgeschichten hervor. Titel wie „Das kleine Ich bin Ich“, „Die Omama im Apfelbaum“ oder „Die Geggis“ sind wohl den meisten bekannt. Die Schau erlaubt spannende Einblicke in die Arbeitsweise von Lobe und Weigel. Es sind aber auch andere bedeutende Lobe-IllustratorInnen wie Angelika Kaufmann, Winfried Opgenoorth und Christina Oppermann-Dimow zu sehen.

 

 

Römer, Alamannen, Christen – Das Frühmittelalter am Bodensee
5. Dezember – 19. April 2015
Eröffnung, Do, 4. Dezember, 18 Uhr

Nikolaus Walter. Begegnungen
17. Jänner – 3. Mai 2015
Eröffnung: Fr, 16. Jänner, 17 Uhr

Das ist Österreich! - Bildstrategien und Raumkonzepte 1914 – 1938  
20. Juni – 11. Oktober 2015
Eröffnung: Fr, 19. Juni, 17 Uhr

Ich bin Ich – Mira Lobe und Susi Weigel
28. November – Frühjahr 2016
Eröffnung: Fr, 27. November, 17 Uhr

www.vorarlbergmuseum.at

Ausstellungsansicht, "Römer, Alamannen, Christen“, 
Foto: Markus Tretter

Ausstellungsansicht, "Römer, Alamannen, Christen“, 
Foto: Markus Tretter

Nikolaus Walter, An einem Sonntag in Nazaré, Portugal, 1988 © Nikolaus Walter

Nikolaus Walter, An einem Sonntag in Nazaré, Portugal, 1988 © Nikolaus Walter

Ausstellung: "Das ist Österreich!", Friedrich Kiesler, Modell Raumbühne, Österreichisches Theatermuseum Wien
 © Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, African Lace Modell von Godwyn Mekwuye, Fotograf: Moussa Moussa

Ausstellung: "Das ist Österreich!", Friedrich Kiesler, Modell Raumbühne, Österreichisches Theatermuseum Wien
 © Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, African Lace Modell von Godwyn Mekwuye, Fotograf: Moussa Moussa

Illustration von Susi Weigel zu „Das kleine Ich bin ich", 1972 
© Verlag Jungbrunnen

Illustration von Susi Weigel zu „Das kleine Ich bin ich", 1972 
© Verlag Jungbrunnen

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Bilder
  • Ausstellungsansicht, "Römer, Alamannen, Christen“, 
Foto: Markus Tretter Ausstellungsansicht, "Römer, Alamannen, Christen“, 
Foto: Markus Tretter
  • Nikolaus Walter, An einem Sonntag in Nazaré, Portugal, 1988 © Nikolaus Walter Nikolaus Walter, An einem Sonntag in Nazaré, Portugal, 1988 © Nikolaus Walter
  • Ausstellung: "Das ist Österreich!", Friedrich Kiesler, Modell Raumbühne, Österreichisches Theatermuseum Wien
 © Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, African Lace Modell von Godwyn Mekwuye, Fotograf: Moussa Moussa Ausstellung: "Das ist Österreich!", Friedrich Kiesler, Modell Raumbühne, Österreichisches Theatermuseum Wien
 © Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, African Lace Modell von Godwyn Mekwuye, Fotograf: Moussa Moussa
  • Illustration von Susi Weigel zu „Das kleine Ich bin ich", 1972 
© Verlag Jungbrunnen Illustration von Susi Weigel zu „Das kleine Ich bin ich", 1972 
© Verlag Jungbrunnen