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21.05.2015 |  Karlheinz Pichler

Aus der Form und wieder zurück - Karl-Heinz Ströhle in der Feldkircher Galerie Feurstein

Nach einer rund halbjährigen, krankheitsbedingten Auszeit hat die Feldkircher Galerie Feurstein mit einer Werkausstellung des 1957 in Bregenz geborenen und seit vielen Jahren in Wien lebenden und arbeitenden Vorarlberger Künstlers Karl-Heinz Ströhle wieder ihren regulären Galeriebetrieb aufgenommen. Gezeigt wird eine Stahlfederskulptur, die in der Mitte des Galerienraumes platziert ist, sowie eine Reihe von Öl-auf-Baumwolle- und Acryl-auf-Leinwand-Bilder, deren eingeschriebenen ornamentalen Geometrien sich formal ebenfalls von Stahlbändern ableiten lassen.

Ströhle schafft seine freistehenden Objekte, die an runde, durchlässige Behausungen oder Käfige erinnern, aus punktgeschweißten Stahlbändern, die durch Luftstöße oder manuelle Impulse in tänzelnde Schwingungen versetzt werden können. Der Künstler bezeichnet diesen Prozess, in dem ein bestehender Zustand temporär aus der Form gerät und dann wieder zurück in die Ursprungsform tendiert, als „Aformation“. Je nach Stärke der Impulse, erzeugt das vibrierende Objekt unterschiedliche Raumeindrücke, die zwischen Stabilität und Instabilität angesiedelt sind.

Das Prinzip der Aformation


Diesem Prinzip der „Aformation“, von Deformation und Rückbildung, folgen auch die Wandarbeiten Ströhles. Federstahlkreise werden verformt und die Linien der solcherart entstehenden "gequetschten Kreise" mit Hilfe eines speziellen Druckverfahrens auf die Bildträger aus Baumwolle oder Leinen übertragen. Die aus der Kreisform abgeleiteten Geometrien und Liniensysteme erinnern teils an große Blasen, die sich durch Abstoßung verformen und wieder in die Ursprungszustände zurückdrängen. Oder, so es sich um auf reine Linienstrukturen reduzierte „Quetschungen“ handelt, an vielfach übereinandergelegte Achterbahnen. Die neueren Öl-Bilder auf Baumwolle werden durch zusätzliche formale Elemente wie Abdrücke von Staubstaugerschläuchen oder Gummireifen angereichert, die der Künstler dem Bildträger ebenfalls durch Abklatschtechniken einschreibt.

 

Karl-Heinz Ströhle
Galerie Feurstein, Feldkirch
Bis 27.6.2015
Di, Mi, Do, Fr 14-18, Sa 11-14
www.galeriefeurstein.at

Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2014, Öl auf Baumwolle, 235x235 cm

Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2014, Öl auf Baumwolle, 235x235 cm

Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2012, Acryl auf Leinwand, 130x220 cm

Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2012, Acryl auf Leinwand, 130x220 cm

Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2014, Öl auf Baumwolle, 125x135 cm

Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2014, Öl auf Baumwolle, 125x135 cm

Karl-Heinz Ströhle: Federstahlband-Objekt, 2014

Karl-Heinz Ströhle: Federstahlband-Objekt, 2014

Karl-Heinz Ströhle: o.T., Acryl auf LW, 2014, 85x195

Karl-Heinz Ströhle: o.T., Acryl auf LW, 2014, 85x195

Karl-Heinz Ströhle in der Galerie Feurstein - Blick in die Ausstellung

Karl-Heinz Ströhle in der Galerie Feurstein - Blick in die Ausstellung

Galerist Günther Feurstein (links) u. Künstler Karl-Heinz Ströhle (Fotos: Karlheinz Pichler)

Galerist Günther Feurstein (links) u. Künstler Karl-Heinz Ströhle (Fotos: Karlheinz Pichler)

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Bilder
  • Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2014, Öl auf Baumwolle, 235x235 cm Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2014, Öl auf Baumwolle, 235x235 cm
  • Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2012, Acryl auf Leinwand, 130x220 cm Karl-Heinz Ströhle: o.T., 2012, Acryl auf Leinwand, 130x220 cm
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  • Karl-Heinz Ströhle: Federstahlband-Objekt, 2014 Karl-Heinz Ströhle: Federstahlband-Objekt, 2014
  • Karl-Heinz Ströhle: o.T., Acryl auf LW, 2014, 85x195 Karl-Heinz Ströhle: o.T., Acryl auf LW, 2014, 85x195
  • Karl-Heinz Ströhle in der Galerie Feurstein - Blick in die Ausstellung Karl-Heinz Ströhle in der Galerie Feurstein - Blick in die Ausstellung
  • Galerist Günther Feurstein (links) u. Künstler Karl-Heinz Ströhle (Fotos: Karlheinz Pichler) Galerist Günther Feurstein (links) u. Künstler Karl-Heinz Ströhle (Fotos: Karlheinz Pichler)