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Kommentar zur Empfehlung
Ausstellung 25.06.2017
Karlheinz Pichler

Entblättert durch den Nadelwald – Situativ-schräge Nacktheiten von Nikolaus Walter im milk_ressort Göfis
Nikolaus Walter: "Die Zwerge", Ungarischer Grenzverkauf, 2016

Der Franzose Henri Cartier-Bresson, der zu den größten Fotografen des 20. Jahrhunderts zählt, meinte einmal sinngemäß, dass ein Foto dann gut sei, wenn man es länger als eine Sekunde anschaue. Zieht man dieses Statement als Maßstab für die Arbeiten des Feldkircher Fotografen Nikolaus Walter heran, so müsste man permant den Hut vor ihm ziehen. Denn die alltäglichen Absurditäten, situativen Komiken und kleinen menschlichen Tragödien und Dramen, die sich in seinen Schwarz-Weiß-Fotografien abspielen, lassen jeden Betrachter innehalten und verweilen. In seiner aktuellen Ausstellung „nackt“ im Göfner milk_ressort, sind es mehr oder weniger zufällige oder beabsichtigte Nacktheiten, die Walter in den Jahrzehnten seines Schaffens vor die Linse geraten sind und ihre jeweils ganz speziellen (Bild)Geschichten erzählen.

Ausstellung 22.06.2017
Jonas Berkmann

„ … und so den Raum betrat, auf 47stem Breitengrad ...“ - vom Fundstück zum Kunststück in der Artenne Nenzing
Nita Tandon: "Automat" (Betonabguss)

Gegenstände, Objekte, Formen und Strukturen aus dem alltäglichen Umfeld, der Industrie oder der Natur sind es, die den Ausgangspunkt der Ausstellung „ … und so den Raum betrat, auf 47stem Breitengrad ...“ in der Artenne Nenzing bezeichnen. Die teilnehmenden KünstlerInnen zeigen, wie Gefundenes und Gewöhnliches durch künstlerische Eingriffe und Erfindungsgabe aus seiner ursprünglichen Bedeutung herausgelöst und in die Ebene der Kunst transformiert wird.

Ausstellung 12.06.2017
Peter Niedermair

Vom Begreifen zum Verstehen – Die Galerie in der Poststelle Hirschbühl zeigt in einer Doppelausstellung Tiefdrucke von Melanie Berlinger und neue Skulpturen aus Holz von WolfGeorg und Uwe Filzmoser
Melanie Berlinger, Die Hand und ihre künstlerische Obliegenheit: Aquatinta und Stichätzung auf Tiefdruckkarton, 2017 (In Anlehnung an den Essay von Walter Benjamin: "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit.")

Die Galerie in der Poststelle Hirschbühl am Dorfplatz in Schwarzenberg zeigt vom 10. bis 25. Juni 2017 in einer Doppelausstellung Tiefdrucke von Melanie Berlinger und neue Skulpturen aus Holz von WolfGeorg und Uwe Filzmoser, die in der Werkstatt ARTquer von Erika Lutz entstanden sind. Berlinger stellt in ihren Druckgraphiken Vergrößerungen von Naturobjekten dar, Insekten und anderes winzig Getier, oftmals Fundstücke, die sie von Spaziergängen mitbringt. Im Tiefdruck, einer Technik aus dem 15. Jahrhundert, werden diese faszinierenden Geschöpfe detailgenau wiedergegeben. Auf den Blättern bestechen die Insekten dann, losgelöst von ihrem natürlichen Kontext und überdimensioniert abgebildet insbesondere durch die mikroskopisch geschärften Konturen. Franz Kafka, wäre er an diesem Freitagabend, 9. Juni, anlässlich der Eröffnung bei der Hirschbühl gewesen, hätte vermutlich nicht nur „die Verwandlung“ etwas anders geschrieben, sondern sich auch gedacht, Hilfe komme doch eher aus Schwarzenberg denn aus Bregenz. Auch Günter Grass hätte seine literarischen Insekten nicht bei Steidl in Göttingen sondern bei Melanie Berlinger drucken lassen. Wie bei Berlinger, so stehen auch die neuen Holzobjekte der ARTquer Künstler für Erzählungen, die zunächst faszinieren und staunend machen, sie wirken mitunter grotesk, gar bizarr und verweisen auf die Vielfalt und Einzigartigkeit jener Lebewesen, von denen es so zahllos viele gibt, dass wir mitunter achtlos auf sie treten, aus Angst, Gleichgültigkeit oder Arroganz. Die ARTquer Künstler erweitern den Kunstbegriff und stellen indirekt Fragen wie, wer denn ein Künstler sei; sie stehen per se für Inklusion und Akzeptanz der Vielfalt von Menschen. Mit diesen jungen Künstlern, ihrer faszinierenden kreativen Energie, ihrem gewieften Humor und ihrer Kunst, die sie so charmant präsentieren, begreifen und verstehen wir die großen Bögen der menschlichen Existenz, vom Herz, zur Hand, zum Hirn, in einem fort auf einem Karussell, wie Kunst im Kreisverkehr. Spinnen, die überdimensioniert groß in ein Eckfenster der Galerie gehängt sind, „bewachen das Haus und beschützen die Bewohner“, wie WolfGeorg plausibel zu berichten weiß. Margarete Müller aus Bregenz spielte bei der Eröffnung Akkordeon und sang wunderbare Lieder, denen die sehr zahlreich erschienen Gäste aufmerksam zuhörten.

Ausstellung 26.05.2017
Karlheinz Pichler

Akzente setzen - Kunstankäufe des Landes in der Bludenzer Galerie allerArt
Wolfgang Bender: R.E.G.A.L. ( L-version ), sideways, 2017

Claudia Voit und Peter Niedermair sind von der Landesregierung für drei Jahre als Ankaufsbevollmächtigte der Kunstkommission bestellt worden. Sie haben die Sammlung des Landes im vergangenen Jahr erweitert, ergänzt und vervollständigt. In Kooperation mit dem vorarlberg museum und der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg zeigt die Galerie allerArt in Bludenz noch bis 11. Juni, wie die Kunstankäufer das zur Verfügung gestandene Budget von € 90.000,- investiert haben.

Ausstellung 25.04.2017
Karlheinz Pichler

Das wahre Kapital steckt in der Kreativität - "Who Pays?" im Kunstmuseum Liechtenstein
RELAX (Chiarenza & Hauser & Co: "Who Pays?", 2006, Leuchtstoffröhren und Metallrahmen. (Foto: Karlheinz Pichler)

Ausgehend von der legendären Beuys'schen Gleichung „Kunst = Kapital“ versucht die aktuelle Ausstellung „Who Pays?“ im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz anhand von 16 Statements den sich verändernden Geld- und Kapitalvorstellungen und einem damit einhergehenden Wandel von Bedeutungen und Werten auf den Grund zu gehen.